izung

May 16, 2023 Last reply: 1 year ago 2790 Replies

Hanno Foest schrieb:

Meinst du? Einstein meinte, 25 Mio kWh = 1 Gramm * c^2

Oder noch weniger als nichtmateriell. Wenn etwa Kohlestrom 'exportiert' und gleichzeitig Ökowasserstrom 'importiert' wird, wird tatsächlich überhaupt nichts geliefert.

Sieghard Schicktanz schrieb:

Etwa dein Vertrag mit deinem EVU. Oder kaufst du deinen Strom ab Börse?

snipped-for-privacy@tigress.com (Hanno Foest) schrieb:

Musst Dich doch nicht rechtfertigen!

Am 03.08.2023 um 15:28 schrieb Erika Ciesla:

Das ist Schwachsinn.

Es ist trotzdem Schwachsinn. Lässt sich leicht vorrechnen.

Es gibt eine ganz einfache Regel: Je höher der Anteil von Wind- und PV-Anlagen an der Stromerzeugung ist, umso teurer wird der Strom.

Das lässt sich leicht vorrechnen und man kann es in der Praxis beobachten.

Am 03.08.2023 um 15:11 schrieb Erika Ciesla:

Nein, es ist nicht richtig.

Diese Vorstellung ist zu simpel.

Weil es falsch ist.

Dass Strom durch Wind- und PV-Einspeisung teurer wird liegt nicht daran, dass AKWs die Leitungen überlasten würden oder dass es nicht genügend Leitungen gibt sondern daran, dass Wind- und PV-Einspeisung den Strompreis grundsätzlich in die Höhe treibt.

Das wäre sogar dann der Fall, wenn Wind- und PV-Strom kostenlos eingespeist würde.

Hanno Foest schrieb:

Eine von denen heißt offensichtlich Hanno Foest.

Am 04.08.23 um 09:12 schrieb Guido Grohmann:

Ja sicher, weil ich mit Mainstream-Links deine rechtsextreme Propaganda auseinandernehmen konnte. :)

Aber danke für die Bestätigung.

Hanno

am Fri, 4 Aug 2023 06:49:48 +0200 schrieb stefan snipped-for-privacy@ist.invalid:

Lass' doch mal ein mittelprächtiges Milchmädchen mitrechnen: Außer Acht gelassen die Investitionen in diverse Anlagen; wir betrachten allein den laufenden Betrieb. Die fossilen Anlagen verbrennen 'Zeug'. Öl, Gas, Kohle, Uran(auch fossil!), Das kostet und das ist dann weg. Die Zappelanlagen, Wind und Solar 'verbrauchen' nix; kostet also nix.

Problem: Im Prinzip müssen für jedes Giga Zappler je ein fossiles Giga als Dunkelflauten-Einspringer bereitstehen. Wenn es keinerlei Dunkelflauten- vorhersage gäbe, müssten letztere ständig laufen und verbrennen und kosten. Das ist also maximal-teuer, und das kostet so viel als gäbe keinen Zappelstrom nirgends.

Sobald es Vorhersagen für die Erzeugungsmengen und -Zeiten der Zappler gibt, die das Herunterfahren der fossilen ermöglicht, wird es billiger. (Was höchstens und in der Praxis durch eigenartigste 'marktwirtschaftliche' Verfahren bzw. Festlegungen verhindert wird.)

Solche Vorhersagen gibt es erst recht und um so besser, je mehr sich diese auch auf gespeicherte Energien in Trägern aller Arten beziehen können.

Sprich: Fast das Wichtigste an der ganzen Chose ist die Speicherung und Abrufmöglichkeit von "Überschüssen", die aus gleichzeitigem, also Parallel- Lauf 'Zappel' & 'Fossil' entstehen.

Na, dann rechne mal vor. Die beobachtete Praxis dürfte, fürchte ich, auf der gepriesenen 'Marktwirtschaft' beruhen.

HeB

Am 04.08.2023 um 12:08 schrieb Heinz Brückner:

...

Das ist Quatsch.

Strom aus AKWs und Kohlekraftwerken kostet ca. 2-3 eurocent je kWh. Strom aus Gaskraftwerken ca. 8 Cent je kWh. Wenn die Gaspreise ansteigene entsprechend mehr. Wenn die Nutzungsdauer der Gaskraftwerke sinkt wird es ebenfalls teurer.

Die Gesamterzeugungskosten setzen sich dann zusammen aus einem Mix von Grundlastkraftwerken (AKWs und Kohle) und Regelleistung (Gaskraftwerke). Dazu kommen dann noch ein paar Wasserkraftwerke, Pumpspeicherwerke etc., sind aber hier vernachlässigbar.

Wenn ich nun durch die Einspeisung von Zappelstrom die Grundlast auf 0 reduziere, muss ich die Regelleistung erhöhen.

Beispiel:

1GW Grundlast zu 100% der Zeit + 1GW zu 50% der Zeit, Durchschnittsleitung 1,5 GW

=> 1h * (1*10^6 kWh * 3 cent/kwh + 0,5*1*10^6 * 8 cent/kwH) = 70.000 € => Daraus ergeben sich durchschnittliche Produktionskosten von 4,6666 cent je kWh bzw. 46,6 € je MWh.

Wenn ich jetzt 1 GW PV- oder Windstromanlagen installiere, dann geht die Grundlast auf 0 zurück. Gehen wir mal von WKAs aus, dann liefern die 20% ihrer Nennleistung, also im Durchschnitt 200 MW.

Rechnen wir jetzt neu:

1h * (200 MWh zu 0 € + 0 MWh * 30 €/MWh + (1500MWh - 200MWh) * 80€/MWh) = 104000 €

104.000 € sind mehr als 70.000 €, ist doch ganz einfach, oder?

Die durchschnittlichen Stromgestehungskosten sind dann:

104.000 / 1500 = 69,3 € / MWh = 6,9 cent / KWh

Das ist die Rechnung wenn der Wind keine Rechnung schickt. Wenn man das ganze jetzt mit mehr WKAs rechnet, dann wird es immer teurer.

Wenn man weiter davon ausgeht, dass erneuerbarer Strom nichts kostet kommt man dann irgendwann an den Punkt, wo es scheinbar wieder billiger wird. Aber da hat man dann massive Überkapazitäten und entsprechend hohe Kosten für die angeblich so billigen Erneuerbaren.

Das Problem ist, dass Strom aus regelbaren Kraftwerken grundsätzlich teurer sind als Kraftwerke die nicht geregelt werden müssen.

Und es wird umso teurer, je größer die Regelschwankungen sind und je kleiner die effektive Nutzungsdauer dieser Regelkraftwerke wird.

Nein, wird es nicht. Je mehr Zappler, umso teurer. Lässt sich leicht belegen und das einfache Beispiel das ich oben gezeigt habe lässt sich auf beliebige Szenarien ausweiten. Das Ergebnis ist immer: Es wird mit jedem neuen WKA und jeder neuen PV-Anlage teurer.

Billiger könnte es nur werden wenn es billige Speicher gäbe. Die gibt es aber nicht und sie sind auch nicht in Sicht.

Nein, es wird nicht billiger. Die Kosten steigen mit jeder neuen WKA und jeder neuen PV-Anlage. Der Staat kann das nicht ändern. Er kann es nur durch Steuern und Subventionen verschleiern.

Es ist egal, ob man da etwas vorhersagen kann.

Ja, Speicherung wäre eine Lösung, aber wenn Speicher wie z.B. Elektrolyse, noch mehr kostet als die Stromerzeugung mit herkömmlichen Grundlastkraftwerken wird es nochmal teurer.

Hab ich gemacht, siehe oben. Ich habe das hier schon früher vorgerechnet. Aber auf meine Posts wenig bis keine Reaktion bekommen weil die EE-Befürworter offensichtlich weder in der Lage, sind das nachzuvollziehen noch zu widerlegen.

Nein. Ein in der Warmreserve voll aufgeheizt und sofort startbar laufendes Kohlekraftwerk hat einen Verbrauch von -- ohne sicheres Wissen geschätzten -- rund 10 % dessen bei Nennleistung. Nicht null, nicht einmal wenig, aber 90 % weniger als von Dir genannt.

Tagelange Flauten kommen auch nicht schlagartig in einer halben Stunde. Da geht der Wind über 24 oder mehr Stunden stetig zurück. Das reicht um Kraftwerke aus der Kaltreserve zu wecken. Natürlich müssen sie dazu ständig gewartet und betreibsbereit da stehen und das Personal muß auch ohne Einsatz durchgehend weiterbezahlt werden. Alles nicht billig.

am Fri, 04 Aug 2023 14:35:02 +0200 schrieb Axel Berger snipped-for-privacy@Berger-Odenthal.De:

Das hat das Milchmädchen nicht gesehen und nicht berücksichtigt. Aber ...

... dann müsste das Ganze, wenn Wind&Sonne eine Weile "Warm- oder gar Kalt-reserve" für den Fossilien-Verbrenner ermöglichen, noch billiger werden.

HeB

am Fri, 4 Aug 2023 13:29:52 +0200 schrieb stefan snipped-for-privacy@ist.invalid:

In den Kosten/Preisen, die du angibst, sind Dinge enthalten, die das Milchmädchen - "nur laufender Betrieb" - nicht einrechnet, nicht einrechnen will. Deine Rechnung (danke dafür) verhackstückt implizit Investitionen, Abschreibungen, Laufzeiten, G&V, woswasi für Preisbildungs-Grundlagen etc.

Ich nehm das hier mal raus (bleibt ja im Vor-Artikel nachschaubar) [...]

[...]

Aber nicht des Milchmädchens "laufender Betrieb". Das Milchmädchen geht davon aus, dass die Speicher fertig dastünden.

Nochmals Dank.

Ich kann nachvollziehen, sogar als Milchmädchen, dass deine Berechnungen voll betriebs- und marktwirtschaftlich sind.

Vielleicht spende ich was an den Milchfonds (von Sugar=Marylin). Bussi!

HeB

Am 04.08.23 um 13:29 schrieb stefan:

Hier mal Zahlen aus der Realität:

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Detaillierter hier:

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Für neu gebaute AKWs ist man eher bei 14ct/kWh (Einspeisevergütung Hinkley Point C).

Binnenland 23%, Küste 28%, 43% offshore - Zahlen aus

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Überkapazitäten Wasserstoff per Elektrolyse erzeugen lassen und ggf. in Gaskraftwerken wieder verstromen.

Hanno

Am 04.08.2023 um 17:12 schrieb Hanno Foest:

Typische linksgründumme Lügenpropaganda.

Das sind nicht die Stromgestehungskosten sondern das, was der Anlagenbetreiber vertraglich zugesichert bekommen hat.

Da steht:

"Im Binnenland kann im Jahresmittel eine Auslastung von 23 % erreicht werden. Dieser Wert erhöht sich auf 28 % an der Küste und auf 43 % für Off-Shore-Anlagen."

Man beachte das Wort "kann".

Realistischer sind die von mir genannen 20%, vor allem wenn man von neuen Anlagen ausgeht denn gute Standorte sind kaum noch verfügbar.

Offshore bringt tatsächlich eine bessere Auslastung. Dafür sind da die Kosten erheblich höher als an Land.

Deshalb wird der Offshore Windstrom auch mit 13,9 cent je kWh vergütet (2020, wieviel es aktuell ist, habe ich nicht gefunden).

Wenn man berücksichtigt, dass es auch auf dem Meer windstill sein kann, sind da die 14 ct für Hinkley Point Strom gar nicht so schlecht.

Weil Linke so rechnen, enden ihre Experimente auch immer in einem wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Desaster.

Man setzt auf eine unwirtschaftliche Technik eine weitere drauf durch die die Kosten weiter in die Höhe getrieben werden und glaubt, das ganze würde dann wirtschaftlicher werden.

Wenn man zugekifft ist mag man sowas glauben.

Ich warte immer noch auf den Bericht über einen ersten Prototyp, der erfolgreich mit stark schwankender Lesitung und hohen Leistungsspitzen zurechtkommt. Dazu eine Preisabschätzung, denn ausgelegt werden muß er für die Spitzen -- abzüglich der Basislast, die weiter an normale Abnehmer geliefert wird -- und das gibt wenige Vollaststunden im Jahr.

Möglich und machbar sollte das sein. Mit heute verfügbarer Technik ist das Speichern einer kWh tendenziell teurer als deren Erzeugung. Bei Wasserstoff kommt im Vergleich zur Batterie der sehr viel schlechtere Wirkungsgrad im Kreislauf bis zurück zum Strom dazu.

Am 04.08.23 um 17:43 schrieb Axel Berger:

Ich meine, Rolf erwähnte schon mal, daß das kein Problem darstellen würde. Ansonsten...

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Stand 2020.

Naiv würde ich annehmen, daß man Wasserstoff in die gleichen Druckgassspeicher tun kann wie Erdgas auch. Möglicherweise ist hier die Diffusion aber tatsächlich ein Problem.

Ansonsten ist es klar, daß direkter Verbrauch immer besser ist. Aber wenn man mal große Überkapazitäten hat, ist Elektrolyse sicher besser, als gar nichts mit dem Strom zu machen. Möglicherweise wird aber zwischenzeitlich noch mal was was den Natrium-Ionen-Akkus. Bisher sieht es ja so aus, daß man die Dinger ohne jegliches Zeug herstellen kann, was irgendwie selten ist.

Hanno

stefan schrieb:

'Atomkraftgegner gibt es auch in Frankreich' ist ein bedeutungsloses Statement. Insbesondere ohne konkrete Fakten. German Angst gibt es nur im deutschsprachigen DACH-Gebiet. Was genau will wer erreichen, und wie? Und warum funktioniert das dann nicht in Finnland oder Schweden?

Das die Öl- und Kohlemafia gegen Kernkraft ist, ist ja nichts neues, BTW. Die sind im Moment aber eher im Abwehrkampf gegen die pöhsen Grünen.

Christoph Müller schrieb:

Und ASTROHS kann das? Ganz alleine? Oder müssen da erst alle stromproduzierende Heizkessel einbauen?

Jaja, unglaubliche Risiken durch Klimakleber. Risiko ist Eintretenswahrscheinlichkeit mal Schadenshöhe. Als würden sich Faschingsumzüge, Fussballrowdies, Street-Parade und der mehrmals täglich stattfindende Überall-Stau sich darum kümmern.

Typischer Tunnelblick der Rechtspopulisten.

Alexander Schreiber schrieb:

Neulich beim Technologiepark hier in der Nähe:

"Reduzieren Sie die Bildschirmhelligkeit."

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