izung

May 16, 2023 Last reply: 1 year ago 2790 Replies

Am 22.07.2023 um 14:50 schrieb Hanno Foest:

Und wie sieht das in Kilowattstunden aus? Anders ausgedrückt: was war der mittlere Preis (in EUR(kWh) für die Exporte und was war er für die Importe?

Am 22.07.23 um 18:05 schrieb Klaus H.:

Stand 2023, bis jetzt? Exportpreis 82,8 €/MWh, Importpreis 106,2 €/MWh. Kein soo großer Unterschied.

Hanno

Am 22.07.2023 um 18:23 schrieb Hanno Foest:

20% Extragewinn für die (den) französischen Hersteller.

Die heizen billig mit deutschen Kohlestrom und der deutsche Verbraucher zahlt die Differenz über seine eigene Stromrechnung.

Plus die Steuer für der Heruntersubventionieren der Stromverbrauchs in der deutschen Industrie.

Am 22.07.23 um 18:53 schrieb Klaus H.:

Exporte für 707,1 Mio €, Importe für 345 Mio, Überschuß 362,1 Mio € für Deutschland sind 20% "Extragewinn" für Frankreich. Aha.

Wolltest du nicht eigentlich zeigen, daß in Deutschland ohne französischen Atomstrom die Lichter ausgehen - während in der Realität vielmehr Frankreich am Tropf Deutschlands hängt?

Wohl eher teuer mit deutschem Gasstrom.

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"Nach den Zahlen von Ende Juni lagen die Terminpreise für das erste Quartal 2024 in Frankreich bei über 325 Euro pro Megawattstunde (MWh).

Der Preis ist zwar niedriger als im Jahr 2022, aber fast doppelt so hoch wie der Terminpreis für das erste Quartal 2024 in den Nachbarländern Deutschland, Italien oder dem Vereinigten Königreich, erklärte RTE am Mittwoch (28. Juni).

Die hohen Strompreise für 2024 lassen sich durch den Gaspreis für die Stromerzeugung erklären [...]"

Negative Differenzen zahle ich doch immer gerne.

Deinen ganzen Nachfragen zufolge bist du recht verzweifelt nach irgendeiner Zahl, die deinen ideologisch bedingten Vorurteilen entspricht...

Hanno

Am 22.07.23 um 09:47 schrieb Thomas Heger:

Ganz so einfach ist es im Falle der Stromproduktion nicht. Die Temperatur der (nutzbaren) Abwärme ist bei optimierten Dampfkraftwerken nahe der Umgebungstemperatur wenn ausschließlich Strom erzeugt werden soll. Und zu niedrig für Fernwärmenetze:

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Bei Fernwärme im Zusammenhang mit Stromerzeugung wird Dampf daher schon vor dem Hauptkondensator abgezapft. Die Heizwärme ist also nicht "geschenkt". Und die Abwärme die bei Umgebungstemperatur abgegeben wird nicht "verschwendet". Versteht das jeder?

Die Aufteilung der Brennstoffnutzung in Heizenergie und Stromerzeugung lässt sich in weiten Bereichen steuern. Und klassisch wurde als Brennstoff günstige Kohle verwendet (Die dann mit moderner Feuerungstechnik und Abgasreinigung verbrannt wurde und nicht in Kleinfeuerungen)

Das gleicht ggf. den Aufwand für das Netz und die Netzverluste wirtschaftlich aus und deswegen gibt es in einigen Städten Fernwärmenetze ohne dass die Grünen es befohlen haben.

O.J.

Du als Linker durchblickst das natürlich nicht, weil für Dich ein Markt etwas ganz Böses ist und Du an politische Festlegung von "Preis" gewohnt bist.

Was natürlich zu der von den Grünen gewünschen Verringerung des CO2-Ausstosses führt, ganz klar.

Bis die Pleite kommt. Du hast aus dem Fall der DDR nichts gelernt.

Und Du verteidigst wie besessen das, was schon längst widerlegt ist. Linke sind wie Flacherdler.

Grüße, H.

Die aus momentanen "Sparwünschen" entstehenden Prozessver- knüpfungen entwickeln sich regelmäßig zu Stolperfallen, wenn nämlich einer der verknüpften Prozesse plötzlich unwirtschaftlich wird oder ausfällt.

Ein einfaches Beispiel ist, eine längere Reise per Bahn mit mehreren Umsteigezwängen zu unternehmen.

Grüße, H.

Am 22.07.2023 um 19:37 schrieb Hanno Foest:

Aha! Betrachten wir mal den Vorgang insgesamt.

  1. D liefert netto an F Strom für ca. 360 Mio.. Wieviele kWh das sind, steht oben nicht, aber nehmen wir mal an, das seien Marktpreise gewesen, wie sie auch zwischen anderen gezahlt werden bzw. wurden.

  1. Strom für 345 Mio. wird hin und wieder zurück geschoben. Auch hier wissen wir bisher nicht, wieviel kWh das waren, aber laut Zitat kassiert F pro kWh fürs Zurückschieben 25% mehr als D fürs Hinschieben. Unter dem Strich: ohne daß materiell etwas geliefert wurde (in kWh gleich viel hin wie zurück), kassiert F etwa ein Viertel von 345 Mio..

Ich verkaufe jetzt unsere zwei Autos zum Marktpreis von je 8000 EUR an eine Nachbarsfamilie. Die behält den Wagen meiner Frau, aber meinen eigenen kaufe ich für 10000 EUR zurück. Beim Abendessen erkläre ich, daß ich der einzige wahre Wirtschaftsexperte bin, weil ich jetzt 6000 EUR mehr in der Kasse habe, was einen Gewinn in dieser Höhe beinhaltet.

(ich hätte oben nicht von '20% mehr Gewinn' der Franzosen schreiben sollen, sondern von '20% Gewinn auf einen Umsatz, der in kWh gar nicht stattfindet').

Der Habakuk. schrieb:

Es ist zugegebenermassen verwirrlich.

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Es gibt "echte" Cyanobakterien, welche Blaualgen sind, ähnlich den Grünalgen. Und eben Cyanobakterien, welche prokaryotische Bakterien sind.

Hanno Foest schrieb:

Und wie sieht es heute aus und die kommenden Wochen? Doch eher nach so 23 ° und durchgehend leichter Regen.

Hanno Foest schrieb:

Du meinst also, der Hauptnachteil von Kernkraftwerken ist, dass man zuwenig von ihnen hat?

Thomas Heger schrieb:

Da ist er nicht der einzige.

Manchmal, aber sicher nicht häufig. Face it, Dänemark ist immer noch Kohlestrom-Land. Zur Zeit hangeln sie sich drüber weg und die nachts benötigten 2 GW werden aus dem Norden importiert.

Kühlturmwärme ist zu kalt für Fernwärme.

Und das Aufheizen der Flüsse ist ein Problem im Sommer, wo traditionell eher wenig Heizwärme benötigt wird. Hängt wohl mit der Ferienabwesenheit der Bewohner zusammen.

Hanno Foest schrieb:

Er hat insofern recht, als dass das meiste CO2 von Männern freigesetzt wird.

Erika Ciesla schrieb:

Jul. 21, 2023 = 422.45 ppm

Am 23.07.23 um 07:54 schrieb Heinz Schmitz:

Und, was können wir dafür, daß die Franzosen so blöde sind, auf die unzuverlässige Kernenergie zu setzen, und dazu noch zu wenige Kraftwerke haben? Ist deine Vorstellung der EU, daß wir Frankreich sitzen lassen sollen?

Ich glaub, das mit der Vorzeichenrechnung müssen wir noch mal üben.

Hanno

Am 23.07.23 um 11:09 schrieb Klaus H.:

Ja, nennt sich Handel. Manchmal verdienen die einen mehr, manchmal die anderen. Ist das ein Problem für dich? Bist du gegen Marktwirtschaft?

Eigentlich ist es aber doch so, daß bei Exporten für 707,1 Mio € und Importen für 345 Mio Deutschland einen Überschuß von 362,1 Mio eingefahren hat. Sogar ohne daß materiell etwas geliefert wurde! Strom ist nichtmateriell.

Hanno

Am 23.07.23 um 12:02 schrieb Rolf Bombach:

In Bugey sind es noch ca. 34°. Kann schon sein, daß das Wetter zwischendurch auch mal wieder kühler ist, aber die Sache mit den steigenden Durchschnittstemperaturen und dem wenigen Wasser in den Flüssen ist ja ein anhaltender Trend.

Hanno

Am 23.07.23 um 12:03 schrieb Rolf Bombach:

Wenn man schon auf AKWs setzt, wäre es vielleicht sinnvoll, sie auch in ausreichender Zahl bauen zu können. Im französischen Flamanville ist der EPR nach 17 Jahren Bauzeit immer noch nicht am Netz. Die Kosten explodierten von 3,1 auf mindestens 19 Milliarden Euro.

Das ist übrigens ein 1,65 GW Reaktor. In Deutschland wurden alleine an Photovoltaik von Januar bis Mai 5 GW zugebaut, bis Ende des Jahres sollen es 9 GW sein. Da das bei der PV Peak-Leistung ist, mit über den Daumen 1kW Peak = 1000kWh Ertrag übers Jahr, hat die diese Photovoltaik so 2/3 des Ertrags von Flamanville 3. Nur der *Zubau* an *PV* in Deutschland *in einem Jahr* bringt 2/3 von dem, was die Franzosen nicht in 17 Jahren mit Kernenergie gebaut bekommen.

Hanno

Am 23.07.2023 um 15:47 schrieb Hanno Foest:

Hier verdienen immer die einen, während die anderen immer draufzahlen.

Am 23.07.23 um 16:41 schrieb Klaus H.:

Stimmt, es gibt jedes Jahr einen satten Handelsbilanzüberschuß im Stromhandel für Deutschland.

Hanno

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