izung

May 16, 2023 Last reply: 1 year ago 2790 Replies

Bei uns steht im Keller eine Packung mit Bohnen, die hatte ich irgendwann mal mit "Musical Fruit" gelabelt ;-)

Man liest sich, Alex.

Am 28.05.23 um 08:59 schrieb Thomas Heger:

Falsch. Das Diffusionsproblem ist bei heutigen Auto-Hochdrucktanks gelöst.

Hanno

Am 28.05.23 um 09:22 schrieb Thomas Heger:

Wieder irgendwelche Heger'schen Fantasien. Das Auftauchen von "wohl" ist eine hinreichende (aber keine notwendige!) Bedingung dafür, daß er sich irgendwas ausgedacht hat.

Hanno

Am 28.05.2023 um 12:51 schrieb Erika Ciesla:

Das Problem dabei ist, dass eine miese Energiebilanz automatisch dazu führt, dass es auch finanziell unattraktiv wird und das niemand mehr machen will, weil der Return of Invest nie erreicht wird.

Das gleiche wird mit eFuels für Otto- und Dieselmotoren passieren. Die FDP wills nur nicht war haben.

Michael

Und im "normalen" Gasleitungsnetz scheint ein Zusatz von H2 ("bis zu 30%") auch zu gehen:

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"In der Stadt östlich von Heilbronn wird ein Teil des bestehenden Gasnetzes wie eine Insel vom restlichen Netz abgetrennt und schrittweise mit bis zu 30 Prozent Wasserstoff versorgt. „Das Besondere ist, dass wir unser Projekt im realen Netz durchführen – natürlich ohne dass die betroffenen Haushalte in irgendeiner Form eingeschränkt sind“, sagt Grüner. Hier muss sich also niemand neue Geräte anschaffen. Trotzdem sind die Haushalte ein wesentlicher Eckpfeiler des Projekts. Denn die Menschen unterscheiden sich in ihrem Verbrauchsverhalten und auch die verbaute Technik ist nirgendwo gleich. „Die Frage ist für uns nicht, ob es funktioniert, sondern nur, wie.“"

Thomas Prufer

Bis zu 30% Wasserstoff scheint das Gemisch von H2 und normalem Erdgas daher leidlich ungefährlich zu sein.

Aber mir ging es eigentlich um reines H2. So ein Gas kann man unmöglich in die Haushalte schicken, da einfach viel zu gefährlich.

Gegen die Gefährlichkeit spricht im übrigen keineswegs, dass dies Gas bereits in bestimmten Fällen erfolgreich eingesetzt wurde, etwa in Autotanks.

Man kann generell anekdotische Beispiele nicht auf eine unkontrollierbare Gesamtheit übertragen und daher auch nicht Gastanks auf die Einspeisung von reinem H2 in die Haushalte, da man nicht wissen kann, was die Menschen da so anstellen mit dem Gas.

Für die Haushalte kann man das H2 Gas also, wenn überhaupt, nur als Beimischung zum Erdgas verwenden und nicht rein, weil ansonsten einfach zu viele Häuser in die Luft fliegen würden.

TH

Wo sollte denn so viel Bio-Gas herkommen?

Man kann zwar Methan aus biologischen Abfällen erzeugen, aber natürlich nur soviel, wofür die organische Substanzen reichen, die man irgendwie erübrigen kann.

Aber Deutschland verfeuert enorme Mengen Erdgas und Bio-Gas reicht da mengenmäßig nicht mal ansatzweise heran.

TH

Am 26.05.2023 um 08:34 schrieb Erika Ciesla:

Wenn der Wasserstoff mittels Mikroorganismen erzeugt wird, ist er auch grün. Wenn diese Mikroorganismen die Erde austrocknen und das Leben hierzuplanet unmöglich machen, dann geht's noch immer um grünen Wasserstoff. Der Mars könnte ein solches Szenario schon hinter sich haben. Das Leben scheint es dort ziemlich schwer zu haben. Wenn wir nicht aufpassen, könnten wir aus der typisch menschlichen Gier heraus tatsächlich so ein Szenario aufbauen. Manchmal ist es besser, bestimmte Wege NICHT zu gehen. Vor allem, wenn man um die Gefahren weiß. Aber für so Manche ist ja grade das Risiko der große Kick im Leben. Gesellt sich dazu auch noch eine kranke Sucht nach Macht, dann kann es für ganze Menschheit ziemlich brenzlig werden.

CH4 wäre jedenfalls der bessere Weg. Übrigens auch für die chemische Industrie, weil mit CH4 anscheinend mehr Wasserstoff transportiert wird als mit H2 unter hohem Druck (ca. 12% Energieverlust) oder verflüssigt (ca. 30% Energieverlust). H2 von CH4 abzutrennen ist ein gängiges Verfahren in der Industrie.

So ist es. Man kann aber zusätzlich auch noch Biomasse verwenden. Damit müsste der Energieaufwand für die CH4-Produktion noch niedriger sein, weil in der Biomasse ja schon eine Menge Sonnenenergie gespeichert ist.

Weil eben kein automatisches bidirektionales Stromhandelssystem für alle (ASTROHS) realisiert ist.

Besser wäre CH4. Viel einfacher in der Handhabung.

Am 26.05.2023 um 17:51 schrieb Marte Schwarz:

Mit CH4 wären die Chancen besser.

Am 28.05.2023 um 00:14 schrieb Rolf Bombach:

H2 in Drucktanks zu pressen erfordert rund 12% der im Gas enthaltenen Energie. H2-Verflüssigung braucht etwa 30%. Wie effektiv lässt sich CH4 produzieren? Sagen wir mal mit Kohlenstoffquellen CO2 aus der Luft, Biomasse oder in Flaschen oder Pipelines aus höher konzentrieren CO2-Quellen.

CH4-Produktion wäre mir lieber. H2 wäre dabei nur ein sehr kurzlebiges Zwischenprodukt.

Am 28.05.2023 um 18:48 schrieb Hanno Foest:

Eine Wärmepumpe kostet wohl so um die 10.000 + €.

Für die Installation muß man auch was ausgeben und man braucht auch Glück dabei, da 'Wärmepumpen-Installateur' ja noch ein exotischer Beruf ist (wie übrigens auch bei der Beschaffung der Wärmepumpe).

Aber auch die Demontage der Altanlage kostet, wird aber idR von einer anderen Firma durchgeführt, die auf Gas-Heizungen spezialisiert ist.

Dann hätten wir noch die Fußbodenheizung, ohne die Wärmepumpen eigentlich nicht richtig funktionieren.

Dafür bräuchte man auch Spezialisten, die wahrscheinlich knapp und teuer sind. Außerdem muß für deren Wirken die Wohnung komplett leer sein.

Dazu muß der jeweillige Mieter temporär woanders untergebracht werden. Die Kosten dafür werden leicht fünf-stellig.

Da die Wärmpumpen sich schlecht für die Warmwasserbereitung eignen, braucht man noch einen elektrischen Durchlauferhitzer (und einen E-Herd).

Den schließt ein normaler Elektriker an und ein normaler Installateur verbindet ihn mit der Warmwasserleitung.

Dummerweise muß der Elektriker dafür den Zähler austauschen und die Steigeleitung auch, da ziemlich viel Strom benötigt wird und der alte Anschluss dafür nicht ausgelegt gewesen sein wird.

Der Austausch des Zählers ist ebenfalls mit kostspieligen Bauarbeiten verbunden, da nicht einfach der alte gegen einen neuen getauscht werden kann, sondern der alte Wechselstromzähler in der Wohnung gegen einen fernauslesbaren Drehstromzähler im Keller ersetzt werden muß

Dann käme noch die Isolierungen von Wänden, Keller-Decken und -wänden, Dachboden und Dachflächen, Fenstern und Rohren hinzu, welche das GEG auch vorschreibt und welche bestimmte (recht hohe) Wärmewiderstandswerte erreichen müssen.

Das ganze soll, bitteschön, testiert werden durch einen zertifizierten Fachmann/*frau. Sowas gibt es natürlich auch nicht umsonst.

Dazu müssen diese Fachleute dann einen sogn. Energieausweis (oder heißt sowas Pass?) anfertigen und irgend einer Regierungsbehörde zum Absegnen vorlegen, wofür alle Beteilligten wahrscheinlich etwas haben wollen.

Wenn man nun Heizkörper, Wände, Böden, Fenster, Decken usw. gründlich ausgetauscht, umgesetzt, abgedichtet und isoliert hat, dann würde sich eine komplette Renovierung eigentlich anbieten, wofür dann die Maler kommen müßten.

So rund 150.000 € für eine mittelgroße Wohnung wird wohl reichen für alles zusammen. Aber ein paar € mehr oder weniger sind sicherlich auch möglich.

Aber vielleicht schaffen das Leute auch für die Hälfte. Das ist sicher alles möglich und deswegen möchte ich mich darüber auch nicht streiten.

TH

Mein Favorit ist Methanol. Auf jeden Fall sind wir uns einig, daß Windnergie mit ihrer v^3 Abhängigkeit und dem großen Anteil des Gesamtertrages in kurzen hohen Spitzen dringend der dezentralen Langzeitspeicherung (Wochen bis Monate) bedarf, um andere Kraftwerke sinnvoll ersetzen zu können.

Die ersten rufen daher nach Subventionen, damit das bezahlbar wird. Anscheinend regelt der Markt doch nicht alles so, wie man das gerne hätte ;-)

cu Michael

Auch recht. Hauptsache nicht H2.

CH4 hätte halt den Charme, direkt ins Erdgasnetz eingespeist werden zu können. Man könnte auch höhere Kohlenwasserstoffe produzieren, die von Haus aus bereits flüssig sind -> eFuels. Z.B. eDiesel bzw. eHeizöl. Die dafür nötige Infrastruktur gibt es längst. Für H2 müsste erst mal alles neu aufgebaut werden. ZUSÄTZLICH zur vorhandenen Infrastruktur.

Am 28.05.23 um 22:43 Uhr Michael S. schrieb:

Wie ich bereits schrieb werfen wir jede Menge bereits bezahlten Strom ungenutzt weg. Genau diesen statt doch für irgend was zu nutzen ist auf jeden Fall attraktiv. Überdies ist es alternativlos, denn das billige Gas aus Rußland steht uns bis auf weiteres nicht zur Verfügung.

(grins!)

Vorerst sind e-Fuels teuer, und sind nur in geringer Menge verfügbar; man wird sie vorzugsweise in Industrie und Gewerbe verwenden, wo man vorerst auf den Diesel nicht verzichten kann – und im Flugverkehr. Daß man das Zeug an der Tanke kriegt, ist vorerst noch unwahrscheinlich.

Das kann sich änder, sehe ich derzeit aber nicht.

 👋️😃️ ℰ𝓇𝒾𝓀𝒶 𝒞𝒾ℯ𝓈́𝓉𝒶

Am 29.05.23 um 09:32 schrieb Thomas Heger:

Das früher übliche Stadtgas hatte 51% Wasserstoff.

Du bist zu doof selbst für minimale Recherche, wenn du dir irgendwas zusammenspinnst...

Hanno

Am 29.05.23 um 10:05 schrieb Thomas Heger:

[...]

Wie schon wiederholt dargestellt, ist das falsch.

Wie schon wiederholt dargestellt, ist das falsch.

Auch das ist falsch.

ex falso quodlibet

Hanno

Na ja, wenn man die Alternativen, also Diesel und Benzin, verbietet spielt das keine große Rolle. Dann kostet der Liter E-Fuel vielleicht

3,- € pro Liter, vielleicht auch 5,- €.

Aber der große Vorteil für den S-Klasse Fahrer ist dann, dass das ganze Gesindel mit ihren Renault Clios und VW-Polos von den Strassen verschwindet. Dann gibt es keine Staus mehr und man kann auch in der Stadt schnell von einem Bankhochhaus zum anderen fahren ohne den teuren Heli bemühen zu müssen.

Probleme gibt es dann vielleicht wegen der Lastenfahrräder. Da muss man sich dann noch was überlegen damit die nicht die Straßen verstopfen.

Am 29.05.2023 um 11:39 schrieb Erika Ciesla:

Ist es nur dann, wenn die Dinge die man daraus macht (z.B. H2) mehr wert sind als es kostet diese Dinge herzustellen.

Marte Schwarz schrieb:

Ich hätte gern präziser geantwortet, kann aber die entsprechenden Unterlagen nicht auffinden. Zumindest in internen Vorträgen habe ich Diagramme gesehen, wo der Elektrolyseur zwar nicht innert 30 Sekunden, aber innerhalb 5 Minuten (?) hoch- und wieder runter- gefahren werden. Und man hat angeblich das OK als Primärregelungs- Teilnehmer vom lokalen EW bekommen, obwohl nur 100 kW. Wahrscheinlich aus Reklamegründen. Genaueres kann ich nicht liefern, obwohl ich aus buchhalterischen Gründen einige Jahre der Energy Systems Integration Platform zugerechnet wurde. Die publiziert im Web aber nur PR-Dünnpfiff unter peinlicher Vermeidung konkreter Zahlen.

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