Am 04.05.25 um 09:39 schrieb Wolfgang Strobl:
So richtig Hardware tot? Das wäre hart.
Ack. Habe auf die Tour vor etlichen Jahren ein T530 mit FHD geschossen. Läuft immer noch. Tippe gerade dran.
Kann sein. Ich brauchte auch zwei Versuche. Der erste Händler hat mir nicht das bestellte, sondern ein besser ausgestattetes Gerät geschickt. Core i7, nVidia-Grafik statt i5 und Intel integrated. Da war selbst bei konservativsten Einstellungen und Windows nach spätesten 3½ Stunden der Akku leer. Er konnte gar nicht verstehen, dass ich das nicht wollte. Er hatte kein passendes. Der Akku war laut Daten auch schlechter als die versprochenen 80%, aber das war schon Nebensache. In zweiten Versuch hatte ich dann ein Gerät, wo der Akku ziemlich platt war. Zusammen mit einem neuen Akku kam das etwa auf denselben Preis. Das Gespann läuft noch immer. Der Akku hat mittlerweile aber nur noch ca.
70%. Aber das reicht immer noch um die 4-5 Stunden. Der äußerliche Erhaltungszustand war bei beiden gut. Das wäre mir aber auch weitgehend egal gewesen, wenn es funktioniert und nicht auseinander fällt.Einen neuen Akku sollte man aber auf jeden Fall einkalkulieren. Selbst wenn der Originalakku noch einigermaßen geht, wird das nach ein paar Jahren nicht mehr der Fall sein. Insofern sind Geräte, bei denen er gleich platt ist, sogar von Vorteil. Das eiert man nicht erst mit einem Akku rum, der Jahrelang mit Standardeinstellungen misshandelt wurde. Damit kommen natürlich nur noch Geräte in Frage, bei denen man den mit dem Schraubendreher noch wechseln kann. Geräte mit verklebten Akkus sind wertlos, wenn sie älter werden.
Summa summarum: ist würde es wieder machen. Immerhin bin ich bestimmt schon 5 Jahre zufrieden damit.
Die Erwartungshaltungen der Bewerter sind auch oft sehr unterschiedlich. Das beschreibt natürlich keiner. Dadurch sind Bewertungen neben der hohen Fake-Quote wenig aussagekräftig.
Das einzige, was man einigermaßen heraus bekommt, ist die Qualität der organisatorischen Abwicklung. Das ist aber auch ein wichtiger Punkt für vertrauenswürdige Händler.
Ein weiterer Punkt ist ein detaillierte Artikelbeschreibung, incl. evtl. kleinerer Mängel. Das zeigt, dass sich mit dem individuellem Gerät auseinander gesetzt hat. Und zugleich macht es etliches zu zugesicherten Eigenschaften. OK, gute Artikelbeschreibungen und Amazon passt jetzt nicht zusammen. Ich kenne kaum einen Online-Shop, der im Schnitt schlechtere Beschreibungen hat. Falls die immer noch keine Schnittstelle für den Artikelstamm haben, wie vor einigen Jahren, als ich noch bei einem Lieferanten geschafft habe, ist das auch nicht verwunderlich. Aber es gibt ja auch andere Handelsplattformen, auch wenn ich mittlerweile einige Leute kenne, die das nicht mehr zu wissen scheinen. Vor allem gibt es auf Gebraucht-Hardware spezialisierte Läden.
Die Geräte aus Unternehmen sind oft ganz OK. Viel gelaufen vielleicht, aber wenn sie defekt wären, wären sie längst getauscht worden.
Allerdings kenne ich einige Unternehmen, die die Laptops primär an ihre Mitarbeiter verschachern. Auf die Tour bin ich damals für 30€ an ein L530 gekommen - das läuft auch immer noch in der Familie. Und ein Dell E6530 gab es ganz für lau, weil die Platte wegen Daten entfernt wurde -
20€ für eine SSD und gut. Da ist sogar noch der Originalakku drin. 3 Stunden im Garten überlebt der immer noch.Allerdings will man manche Modelle aus Firmen nicht unbedingt haben. Die HPs, die wir derzeit haben, wollte ich nicht für geschenkt. Bildschirm selbst im Schatten unbenutzbar dunkel, Akku selbst im Neuzustand nach wenigen Stunden leer, einige waren auch schon nach 1½ Jahren platt, schlecht tauschbar sowieso, ein Haufen CPU-Kerne, die nichts können (Alder Lake) und eine eigene Casting-Show für die reichlichen BIOS-Bugs. Unsere Support-Leute hassen die Dinger auch, und die sind viel mehr unterwegs als ich. Vor allem achten Unternehmen natürlich nicht darauf, dass die Geräte mehr als 5 Jahre genutzt werden können, denn spätestens da fliegen sie sowieso raus. Deshalb guckt da z.B. keiner auf einen irgendwie wechselbaren Akku.
Demnächst werde ich mich wohl damit befassen müssen, wenn das T530 aufgibt. Dann werde ich mir wieder ein bestimmtes Modell nebst Ausstattung ausgucken und dann gezielt auf dem Gebrauchtmarkt danach suchen. Es sei denn es läuft mir zwischendurch schon wieder etwas brauchbares aus einer Firma zu.
In der aktuellen Situation würde ich gezielt nach Geräten ausschau halten, die von Win11 aussortiert werden. Das ist Linux nämlich sowas von egal und senkt den Preis erheblich.
Der von der Baustelle überlebt schon die paar Jahre nicht. ;-) Nein, aber im ernst, selbst viel genutzte Geräte werden in größeren Firmen gewartet. Wenn da irgendwas rumzickt, wird entweder das Teil oder da ganze Gerät getauscht. Daraus auf eine kürzere Restlebensdauer zu schließen ist gewagt.
Solche Informationen veralten schnell.
Ack. Und vor allem gibt es dann auch keine Erfahrungswerte auf dem Markt zu dem Modell an sich. Da ist unabhängig von Linux ja auch nicht immer alles Gold was glänzt.
Die Treibersituation hat sich aber auch gebessert. Die c't testet ja immer mal wieder Neugeräte auch mit Linux. Meist funktioniert es trotzdem, vor allem bei Business-Geräten. Aber eine Garantie dafür gibt es natürlich nicht.
Marcel