1996er Yamaha CDX-490 CD-Player, jetzt zum 2. Mal die LASER-Einheit defekt

May 05, 2025 Last reply: 1 year ago 119 Replies

Hallo,



beim 1. Mal habe ich mir noch die Arbeit gemacht die LASER-Einheit zu wechseln, jetzt habe ich die Nase voll von dem Gerät.



Der Player neigte dazu bei hohen Tracknummern zu springen und war auch sonst empfindlich gegen Kratzer auf CDs.



Wünschen tue ich mir einen CD-Player mit USB-Anschluss für Sticks, also Denon DCD-900NE oder 800NE gerne.



Bei den Neupreisen dieser Geräte ist mir ganz anders geworden.



Jetzt kann ich einen gebrauchten BluRay-Player, der auch CDs kann von Verwandtschaft bekommen.-



Was mich wirklich wundert ist der geringe Preis von BluRay-CD-DVD-Playern im Vergleich zu High-End-CD-Playern.



Grüße


Hallo Leo,

Wozu CD-Player?

Dafür gibts einfach keinen Markt mehr. Selbst wenn Du MP3 und andere Kompressionsartefakte nicht magst, nimm eben wav. Platz ist heute so billig. Einmal sauber digitalisiert und gut ists. Kein Laufwerksgeräusch im Hintergrund, keine Seiteneffekte durch Kratzer, Dreck auf den Linsen ...

Da gibts noch Umsatz und Stückzahlen.

Marte

Am 05.05.2025 um 22:17 schrieb Marte Schwarz:

Ich habe noch ein ganzes Schrankfach voll mit CDs. Ich schätze den Speicherbedarf auf 60-80 GiByte.

Meine tägliche Musik konsumiere ich aber mit WLAN-->Tablet-->Spotyfi-->BluTooth-->Stereoanlage

Ich nehme an Du empfiehlst mir jetzt ein Laptop an der Stereoanlage und ich soll die CDs digital kopieren.

Grüße

Leo Baumann schrieb am 06. May. 2025 um 00:21:

Bei mir:

Auto: Apple Music via iPhone und BT aufs Autoradio

Daheim 1: Apple TV mit Apple Music in den Pioneer AVR mit den Fine Arts

Daheim 2: NAS (eine alte Zyxel) mit VLC am Apple TV in den AVR Für die Musik, die nicht in Apple Music zu finden ist.

Am 05.05.2025 um 22:17 schrieb Marte Schwarz:

Alternativ zu dem Laptop könnte ich auch noch eine 128 GiByte-MicroSD-Karte in mein Tablet stecken und die CDs dadrauf kopieren.

Am 06.05.2025 um 00:50 schrieb Clemens Schüller:

Bislang habe ich nach dem Apple][-Computer nie wieder ein Apple-Produkt benutzt.

In Anbetracht der geplanten Obsoleszenz bei neueren iPhone bin ich auch froh dadrüber.

Grüße

Am 05.05.25 um 21:18 schrieb Leo Baumann:

Hmm, so einer oder zumindest ein ähnlicher spiel hier auch noch. Der hatte bisher nur einen ausgelutschten Riemen, den ich durch einen genauso ausgelutschten, aber kleineren aus irgendeinem anderen, verstorbenen Gerät ersetzt habe.

Man sollte keine eierlegenden Wollmilchsäue wollen. Navigation und Dekodieren von Daten auf einem Stick hat mit einem CD-Player nicht mehr gemeinsam als mit einer Kaffeemaschine. Die Firmware, für die du ganz sicher keine 20 Jahre Upgrades bekommst, wird die Audioformate in 20 Jahren ganz sicher nicht dekodieren können. Wahrscheinlich kann sie nicht einmal die heute üblichen Formate alle dekodieren, wie zum Beispiel Opus.

Mal sehen ob er das auch kann, ohne dass ein Full-HD TV dauerhaft an ist. ;-)

Das ist aber komplett Äpfel mit Birnen. Du vergleichst einen billigen Chinaplunder mit Goldohrenspielzeug.

Aber mal ganz ehrlich: die Zeit der Silberscheiben ist vorbei. Lege die noch genau /einmal/ in ein halbwegs gescheites Computerlaufwerk, und dann hast du die Dinger auf NAS, USB-Stick oder wo immer du willst, und das ohne erst zum CD-Regal gehen zu müssen und vor allem ohne beten zu müssen, dass er sie noch mit nur mäßigen Aussetzern abspielt.

Marcel

Was ist denn "Opus" schon wieder? Ist das "üblich"?

Grade mal auf Wikipedia nachgeschaut, verwendet das jemand für Musik und nicht z.B. Telefonie?

Oder man kauft sich einen CD-Player der 300-Euro-Klasse, davon gibt es noch reichlich, z.B. Yamaha CD-S300, umd ie CDs aus dem eigenen Besitz abzuspielen, und sei es nur aus Gewohnheit und Nostalgie.

Ich hab mittlerweile Tidal (Spotify-Konkurrenten), CDs spiele ich nur selten mehr ab. Man kann von diversen Streaming-Services seine CD-Sammlung auch de facto, wenn nicht legal, noch mal runterladen und sich das Umkopieren+Taggen ersparen und das Zeug auch offline ohne Verdongelung zur Verfügung zu haben.

/ralph

Was spricht gegen z.B. den da:

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300 Euro das war in den letzten 10-15 Jahren immer ein typischer Preis für Einsteiger-HiFi-Komponenten. HiFi-Sachen waren nur mal so ums Jahr 2000 billiger, davor (bis in die 1990er und seit 2010 wieder) einfach in diesem Preisbereich. Dazwischen hat man versucht abnehmendes HiFi-Interesse durch niedrigere Preise anzukurbeln, was nur bedingt funktioniert hat. Mein eigener erster CD-Player hat damals glaub ich um die 4000 Schillig gekostet, was mit damaligen Preisen ein Heidengeld war.

Es gibt nicht nur High-End (1000 Euro aufwärts) sondern sehr wohl noch Sachen um 300-400 Euro, vermutlich im Abverkauf oder bei Aktionen auch mal knapp über 200.

/ralph

Hi Leo,

Ja, das passt auf eine µSD-Karte für knappe 5 €

Du hast doch ohnehin schon ein Tab in der Liste. Wo liegt das Problem? Digitalisiert ist schnell auch Playliste oder praktikable Benennung der Titel und Verzeichnisse geht in der Regel beim Rippen nebenbei. BTDT.

Marte

Hi Leo,

Ich würde mir bei der Gelegenheit gleich eine 256er zulegen. Du wirst sie über kurz oder lang füllen ;-)

Marte

Opus könnte man als Nachfolger von Ogg-Vorbis bezeichnen, aber diesmal mit "one size fits all". Neuere Auslieferungen aus dem Google-Universum scheinen das zu bevorzugen. Bei YT bei mir zumindest meisten Opus, wenn man nichts dagegen tut.

Ist aber auch egal. In ein paar Jahren ist sowieso wieder ein anderer Codec En Vogue.

Wenn Google das in den Markt drückt, bestimmt bald. In meiner Musiksammlung gibt es einige Opus-Dateien. Selbst erstellt habe ich sie nicht. Für qualitativ hochwertige Kompression tut es das ältere Vorbis genauso.

Ja, kann man machen. Gerade Yamaha hat noch einiges an bezahlbarem Stereo-Equipment im Sortiment.

Aber bei >500 CD die richtige rauszusuchen, macht trotzdem nur begrenzt Spaß. Vom Platzbedarf mal ganz abgesehen. Und nach Murphy sind sie immer gerade im falschen Raum.

Das kann man natürlich auch machen, wenn einen die zusätzlichen 130€ im Jahr für den Streaming-Dienst und die datenhungrigen Apps nicht stören, die aufgrund der Rechtesituation auf älterem oder offenem Equipment auch gar nicht erst funktionieren.

Wenn man schon einen Haufen Musik hat, ist das m.E. keine preiswerte Option. Und wenn nicht sollte man die Summen über ein paar Jahrzehnte auch nicht unterschätzen. Falls der Markt ähnlich fragmentiert wie bei den Video-Diensten, wird es sogar richtig teuer.

Kann man? Streaming ist ein Mietvertrag, keine einmal-Lizenz nach Urheberrecht nebst Erschöpfungsgrundsatz. Üblicherweise funktioniert Offline auch nur zeitlich begrenzt und eingehegt in der App. Es spart letztlich nur unterwegs Bandbreite bzw. geht auch im Tunnel oder im Tal.

Es gibt aber Dienste, die einem für Lizenzen die man schon hat, auch die digitale Version eines Werks on Top geben. Das ist lizenztechnisch sauber, denn die Lizenz ist auf das Werk, nicht das Medium. Die Frage ist nur, woran man das "hat man schon" erkennt. Bei Amazon, genügt dafür ein Kauf eine ggf. auch gebrauchten CD. Funktioniert natürlich nur, wenn sie auch da her kommt.

Marcel

Ich frag, weil ich davon vorher noch nichts gehört hab. Die Frage ist wohl heute auch, ob der in BT-Equipment eingebaut wird.

Ich hab hauptsächlich MP3 und AAC, reicht mir auch schon, solange die Datenrate paßt (192k oder so).

Ja, wobei es auch auf die Wohnsituation ankommt.

Das war im letzten Jahr die Geldausgabe, die ich am wenigsten bereue.

Ich höre seitdem wieder viel mehr Musik (und umgekehrt: Ich hätte mir das nicht zugelegt, wenn ich nicht in einer Phase wäre, in der mir Musik Spaß macht).

Anders als bei Videodiensten hab ich das Gefühl, dass fast alle Dienste fast alles abdecken. Ich finde auf Tidal sogar Räuber Hotzenplotz-Hörspiele für meine Kinder. Bei Musik finde ich fast alles. Vielleicht jede 100. CD die ich suche finde ich nicht. Und ich grase regelmäßig die Playlists eher obskurer BBC-Musiksendungen ab.

Ich sag ja: Technisch ja, rechtlich nicht.

Man kann bei vielen Diensten "normales" AAC oder FLAC oder sowas runterziehen ohne Kopierschutz. Technisch.

/ralph

Am Mon, 5 May 2025 22:17:49 +0200 schrieb Marte Schwarz:

Oder flac, spart Platz und ist - wie der Name schon sagt - verlustfrei.

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Das sollte Dich eher nicht wundern. Cartoonist Scott Adams ist zwar bei seinem Ex-Arbeitgeber etwas in Ungnade gefallen, aber den hier finde ich immer noch ziemlich gut:

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Volker

Am 06.05.25 um 05:32 schrieb Ralph Aichinger:

Ja mei, kläre mich doch mal einer auf: Was ist denn nur ein "High-End"-CD-Player? Was kommt da anderes 'raus als aus meinem Laufwerk im PC (das kann CDs lesen und brennen, DVDs lesen).

Unwahrscheinlich. Welche Lobby sollte dafür kämpfen? BT verwendet abgesehen von der Apple-Sonderlocke mit AAC durchweg eigene Codecs. Es muss also fast immer umkodiert werden.

AAC kann man sich meist auch bei weniger anhören.

MP3 ist für Einzelstücke nicht sonderlich geeignet. Es war eigentlich als reines Streamformat konstruiert und kann nicht vernünftig mit festen Dateilängen und damit Übergängen zum nächsten Track umgehen. Es gibt zwar einen mehr oder minder verbreiteten Work-Around, aber der verträgt sich nicht gut mit VBR. Ferner ist es einfach alt und hat einige Schwächen, wie z.B. der irreversible Tippfehler in der Spezifikation mit den fehlenden Band 21 Scalefactors.

An AAC nervt mich vor allem das anachronistische und ineffiziente Quicktime-Movie-Format (m4a). Es war schon in den 90-ern, wo es her kommt, ziemlicher Blödsinn, die Position jedes einzelnen Frames als absoluten 32 Bit Offset mit Länge unkomprimiert in der Datei zu speichern, und diese Information zu allem Überfluss auch noch standardmäßig am Ende der Datei unterzubringen. Der Muxing-Overhead ist dadurch einzigartig hoch.

Ich höre auch viel Musik. Aber meist halt von der SSD im Keller. CDs eigentlich gar nicht mehr, obwohl hier noch ein paar CD-Player funktionieren. Interessanterweise auch der älteste im Haushalt, ein alter Telefunken. Die 5mW Laserdiode darin hat wohl reichlich Reserven. Glücklicherweise nicht aus der ersten Generation mit 14 Bit DAC.

Im Moment ist das so. Aber sobald die ersten Rechteinhaber sich stark genug fühlen, ihr eigenes Ding durchzuziehen, kann sich das schnell ändern. Hat man ja bei Video gesehen. Im Anfang war die Abdeckung zwar nicht optimal, aber alle mal gut. Mittlerweile braucht man ein halbes Dutzend Streaming-Abos, um die wesentlichen Quellen abzudecken.

Wobei so ganz sicher bin ich mir da auch nicht. Wenn ich mir in der Landesleihbibliothek eine CD ausleihe und die zu Hause kopiere, ist das AFAIK nicht illegal. Das ist ja im Prinzip dasselbe.

Schau an. Wo ich das zuletzt gecheckt hatte, war das nicht so.

Aber das kennen wir ja noch aus der Ära der Kaufmusik. Im Anfang haben die Anbieter alles verrammelt bis zum geht nicht mehr. Es war schlicht der dreifache Aufwand, sich einen Song legal zu beschaffen als für lau von irgendwelchen dubiosen Servern. Dann hat Amazon als erster MP3 angeboten, was ja keinen wirksamen Kopierschutz kennt. Und auf einmal konnte man das gekaufte Zeug auch im Auto und auf portablen Playern hören. Ergebnis, in etwa ab dem Zeitpunkt stiegen die elektronischen Verkäufe steil an. Manche mögen auch behaupten, es lag an den flankierenden Massenabmahnungen.

Marcel

Am 06.05.2025 um 21:57 schrieb Hartmut Kraus:

Ein High-End-CD-Player ist einer mit 8-fach Oversampling und hohem S/N.

Naja, die Anbieter von BT-Kopfhörern und Headset müssen sich ja auch mittelfristig was überlegen was sie noch "verbessern" können, mehr Codecs wäre eine Möglichkeit.

Ich glaub jeder von uns hat aus historischen Gründen noch einiges an MP3 rumliegen.

Ich bin mir nicht sicher, ob das die ganze Sache nicht killen würde. Nicht nur, dass man dann mehrere Abos bräuchte, niemand will z.B. irgendwelche Klimmzüge machen um eine Playlist von 2 Anbietern zusammenzumischen.

Ich glaube es war die Bequemlichkeit. Die Branche verdient momentan glaub ich ganz gut, ich hoffe ehrlich, dass die Rahmenbedingungen weiter so bleiben, so profitieren alle.

Für mich ist es magisch, ein Musikarchiv zu haben, in dem ich mich entlang irgendwelcher Kriterien (X hat Platte Y produziert, die ich mag, was hat der sonst noch produziert?) entlanghandeln kann, und zwar sowohl bei irgendwelchen alten Sachen aus den 1970ern als auch bei ganz neuen Sachen.

/ralph

Technics MASH: 1-Bit-DAC mit 256-fachem Oversampling.

Vom Preis her jedenfalls eher Durchschnitt als High-End.

Michael

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