was man heutzutage für einen Bachelor machen muß

Jan 03, 2011 429 Replies

Ich habe ja kein Uni-Abschluss, aber ist das Niveau wirklich so niedrig? Gerade gelesen:



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Aufgabe der Bachelor-Arbeit (ich denke mal damit ist die Abschlussarbeit zur Erlangung des Bachelors gemeint?) ist scheinbar die "Adaptierung von Inkrementalgebern durch eine Zusatzschaltung zu Absolutgebern". Also ein recht einfaches 30 Zeilen C-Programm für einen Microcontroller schreiben.



Ich hätte mir für einen Bachelor Abschluss eher sowas vorgestellt wie "entwerfen und bauen Sie einen Plotter" und für einen Master "entwerfen Sie eine optimale CPU für den Plotter in einem FPGA, mit Assember und C-Compiler" und nicht so eine Aufgabe, die ein etwas erfahrenerer Entwickler in einer halben Stunde gelöst hat.


Frank Buss, http://www.frank-buss.de piano and more: http://www.youtube.com/user/frankbuss

Hehe, ich wollte die Frage dort ja nicht aufwerfen aber das ist mir auch als erstes durch den Kopf gegangen. Vielleicht ist das aber unfair und da haengt mehr dran als man so von aussen sieht.

Olaf

Frank Buss schrieb:

An welcher Uni kriegt man für dieses Teil den Bachelor?

Holger

Alzheimer ist ganz toll. Man lernt ständig neue Leute kennen.

Nein.

Und es kommt auch immer sehr darauf an welche Vorkentnisse da sind. Wenn sich der Student erst in die Toolchain einarbeiten muss, ggf. die Schaltung und Platine entwerfen und aufbauen, dann wird in dem Zeitrahmen sicher nich mehr so wesentlich mehr drinn sein. Er muss ja schließlich noch alle ordentlich aufschreiben.

Und man darf nicht vergessen, dass der Bachelor nach zwei Jahren - früher Grundstudium - vergeben wird. Da hat man noch nicht besonders viel praktisches Wissen weil man sich mit den ganzen theoretischen Dingen beschäftigt hat. Weil man die aber nicht vernachlässigen darf und es wenig Sinn macht sie später im Studium zu lehren weil es nun mal Grundlagen sind, entstehen dann solche Aufgabenstellungen.

Wenn man diskutieren möchte dann doch bitte über den Sinn oder Unsinn von solchen Studienabläufen welche wissenschalftliche Arbeiten so früh fordern.

Viele Grüße, Martin L.

Das hat auch nicht immer was damit zu tun ob man Ahnung hat oder nicht. Etliche gute Entwickler mit denen ich zusammenarbeite haben ebenfalls keinen. Hingegen kenne ich Leute die sogar einen Doktortitel haben, jedoch ... hier hoere ich besser auf :-)

Bei uns war das noch so. Ging kernig zur Sache, machte auch Spass.

Wer weiss, vielleicht ist ja doch noch mehr dran was er nicht geschrieben hat.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/ "gmail" domain blocked because of excessive spam. Use another domain or send PM.

Am 03.01.2011 22:05, schrieb Martin Laabs: [...]

Mann,

nach zwei Jahren. Gibt es, um weiter zu kommen, eine Zugangsbeschränkung?

Peter

Frank Buss schrieb:

Falls es Dich beruhigt: Die Bachelor-Arbeiten die wir herausgeben (allerdings nicht auf dem Gebiet der Elektronik sondern in der HF-Technik) haben deutlich mehr Anspruch als "30 Zeilen C-Programm für einen Microcontroller". Eher mehrere Monate harte Arbeit für den Studenten.

Aber, wir wissen nicht, wo der Poster in dem obigen Thread seinen Bachelor anstrebt (Uni oder FH?) und auch nicht, was noch sonst alles zum Thema dazu gehört. Das wird schon mehr als eine halbe Stunde Aufwand sein.

Christian

Christian Zietz - CHZ-Soft - czietz (at) gmx.net WWW: http://www.chzsoft.de/ PGP/GnuPG-Key-ID: 0x6DA025CA

Nabend,

nein, das Niveau ist normalerweise nicht so niedrig.

Deine Vorstellungen treffen da schon eher zu.

Ich denke der Threadersteller hat eventuell bisher keine praktische Erfahrung und eventuell (habe ich jetzt mal einfach auf Grund seines Namens und der Schreibweise im Thread gemutmaßt) noch Probleme mit der deutschen Sprache. Dann kann sowas schon vorkommen. Bei uns haben die Bachelorarbeiten durchweg mehr Tiefgang und das an einer FH. Eventuell beschreibt aber der Titel die Aufgabe auch nur grob und es steckt mehr dahinter.

Gruß Thomas

Martin Laabs schrieb:

Hier, Uni, nach sechs Semestern, dort wo früher die Studienarbeit vorgesehen war.

Christian

Christian Zietz - CHZ-Soft - czietz (at) gmx.net WWW: http://www.chzsoft.de/ PGP/GnuPG-Key-ID: 0x6DA025CA

Ich kenne es nur nach drei Jahren...

Gruß Thomas

Um weiterzukommen? Du meinst den Master? Meist gibt es da einen numerus clausus bezogen auf die Bachelornote.

Gruß Thomas

Du meinst für einen Plotter? Ist wahrscheinlich kein gutes Beispiel gewesen, da das ja kaum was selbst zu erforschen gibt dabei, was ich bis jetzt immer mit Studium verbunden habe, zumindest für die Abschlussarbeiten. Eine kleine Suche bei Google liefert auch sowas wie Mithilfe bei der Verbesserung eines Teilchendetektors beim Cern-Experiment oder Verbesserung der leistungsfähigkeit von Solarzellen durch anders strukturierte Siliziumoberflächen, alles als Themen für Bachelorarbeiten. Als Master-Arbeit würde ich dann wirklich interessante und neue Dinge ansehen, also aus dem Informatikbereich z.B. Nachweis oder Widerlegung der Turing-Vollständigkeit von zellularen Automaten und Implementierung eines Computers per Game Of Life o.ä. (wenn's das nicht schon gäbe).

Aber ich habe da wirklich keine Ahnung, was üblich ist, daher auch u.a. mein Posting hier.

Frank Buss, http://www.frank-buss.de piano and more: http://www.youtube.com/user/frankbuss

Am 03.01.2011 22:26, schrieb Thomas Stegemann:

Naja,

auch eine Möglichkeit um Kosten zu rasieren.

Peter

Oh - kann sein, dass ich mich da irre. Bei uns wird weiter Dipl. Ing. gelehrt. Und bei den Geisteswissenschaften sinds vier Semester. Daher dachte ich, dass es bei dem Rest auch so ist.

Viele Grüße, Martin L.

Am 03.01.2011 22:34, schrieb Peter Thoms:

Wenn jetzt das Masterstudium nicht nach Landesrecht zum "Grund-Studium" dazugehört, dann gibt es auch kein BaFöG mehr und richtige Studiengebühren sind fällig. Da man ja schon ein Studium/Ausbildung (Bachelor) hat, macht man mit dem Master natürlich dann ein Zweitstudium.

Ist das nicht eleganter? (Dann muss man in ein Bundesland, wo der Master noch dazu gehört oder macht das Studium "nebenbei" weiter)

Aktuell gibt es viele Pferdefüß0e, um es möglichst elegant zu lösen.

Das stimmt nicht. Der Master wird als Aufbaustudium auf den Bachelor weiter als Erststudium gefördert, sofern er sich thematisch an den Bachelor anschließt.

Gruß Thomas

Ich hätte jetzt vermutet, daß es schon während des Studium genügend praktische Aufgaben gibt, z.B. als verpflichtender Mehrtages-Workshop zu einem vorgegebenen Themengebiet, wo man sowas einfaches dann praktisch lernt zu bauen, wenn man es wirklich nicht zu Hause in Eigeninitiave mal selber ausprobiert.

Frank Buss, http://www.frank-buss.de piano and more: http://www.youtube.com/user/frankbuss

Gibts ein wenig, sind aber eher akademische Aufgaben. Zeitlich ist leider nicht viel Raum für sowas, da der Stoff vom Diplom nicht soviel wie die Studienzeit gekürzt wurde.

Gruß Thomas

Wenn die Settling Time der Schrittmotoren nicht bei jedem Schritt abgewartet werden soll und das Ding ungebremst um die Kurven soll, ist die entsprechende Motorstromsteuerung und Fahrstrategie, mit der man das Teil deutlich jenseits der trivial beherrschbaren Parameter ohne Überschwingkrakeln gefahren bekommt, durchaus auch Promotionsmaterial.

David Kastrup

Kann man beim Finanzamt durchaus so sehen hab ich mir sagen lassen. =20

Auch das ist nicht ganz korrekt. Der Master ist ein sogenannter konsekutiver Studiengang und fuer das BafoeG ist es voellig unerheblich welche Fachrichtung der Bachelor und Master sind, das interessiert nur die Uni, die den Studenten das ggf. nicht fuer den Master zulaesst.

Gruss, Karsten

--=20 In a world without walls and fences, why do we need Windows and Gates?

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