Transceiverbausatz, digital

Jul 30, 2005 223 Replies

"Oliver Bartels" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@4ax.com...

Die jetzige Opposition war auch schon mal an der Regierung and vica versa. Ein Ping-Pong Spiel.

Wie sollten sie sich auch verändern. Ist eine Grundeigenschaft des Systems.

;-) ist wohl leider so. Die rosaroten Brillen kleben zu fest vor der Nase.

Ebenfalls eine Grundeigenschaft des Systems.

Leider :-(

Wozu auch. Die Realität zeigt, dass man mit ehrlicher, solider Arbeit in den seltensten Fällen wirklich den grossen Reibach machen kann. Dann doch lieber Goldgräberstimmung ala Börsenjuppie. Die leben in ihrer eigenen Welt, mit nur noch wenig Bezug zur Realität (eine Matrix in der Matrix sozusagen ;-) PowerPoint-Phiosoph zu sein ist wesentlich einfacher, einträglicher und gesellschaftlich anerkannter. Am Ende werden sich schon ein paar Deppen (= fachkompetente Ings.) finden, die die Suppe auslöffeln dun den Kram zum laufen bringen.

Naja, Vorsicht. EIn Grossteil der hier geführten Diskussionen ist von Hobbybastlern/Studenten angestossen und dreht sich um Hobbybastlerprobleme. LED Vorwiderstand, Multiplex, etc. Der Anteil an richtigen High-Tech Threads würde ich mal knallhart auch max. 10% einstufen.

MfG Falk

"Joerg" schrieb im Newsbeitrag news:AqSGe.8417$_% snipped-for-privacy@newssvr14.news.prodigy.com...

Hmm, vieleicht. Aber den grossen Reibach machen am Ende eher die grossen Firmen. Die kleinen holen die Kastanien aus dem Feuer, werden dann aufgekauft (naja, gut für den Gründer, der kann dann in Hawaii High-Life machen) und die Grossen verwerten die Produkte im ganz grossen Stil (bis sie ausgelutscht sind).

MfG Falk

"Joerg" schrieb im Newsbeitrag news:jmSGe.8415$_% snipped-for-privacy@newssvr14.news.prodigy.com...

Fragt sich nur, wie lange das noch dauert? 2 Jahre? 10?

Nun ja, du kannst sagen "I did it my way". Aber ich glaube kaum, dass das die Lösung für einen Grossteil der 80 Millionen in D-land ist.

MfG Falk

"Joerg" schrieb im Newsbeitrag news:HcTGe.8436$_% snipped-for-privacy@newssvr14.news.prodigy.com...

Das mag eine Nischenlösung für ein paar wenige (tausend) Leute sein. Das Problem an sich bleibt bestehen. Und ich halte es für ein Illusion zu glauben, das ein absaufendes Deutschland keine Auswirkungen auf NL und GB hat. Das war schon mal so . . .

MfG Falk

"Oliver Bartels" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@4ax.com...

Uuups.

Tja, aber im Moment saugt das Wirtschaftsvakuum China alles auf der Welt auf (Stahl, Geld, KnoHow etc). Und alle Welt trägt seine Tantienem nach China. Du weisst sicher besser als ich, wie man Märkte durch Dumping kaputt machen kann.

Ja leider. Wie du bereits festgestellt hast ist das ein gesamtgesellschaftliches Problem.

Hast du das noch nicht? Ich schon. Wer will und kann den schon den Aufbau einen heutigen Automobils verstehen, mit seinen 1000 Sensoren, CPUs, Bussen etc. Glücklicherweise haben sich die Designer vor ca. 100 Jahren einen relativ guten und langlebigen Standard für die wesentlichen Bedienelemente ausgedacht. Das Lenkrad ist immer noch rund, Bremse und Gas (Kupplung gibts nur noch in old Europe ;-) Tür links rechts und vorne Scheibenwischer.

Das Problem ist nur. Die Masse interessiert sich nicht für die Technik (ist teilweise ja auch verständlich weil eben zu komplex, ausserdem soll sie ja das Leben ERLEICHTERN und nicht VERKOMPLIZIEREN). Andererseits wird immer wieder in den Medien die Technik als Lösung für ALLE Probleme dieser Welt aufgeführt. Diktator im Irak? Kein Problem mit amerikamischen Präzisionsbomben. Terroristen in England? Kein Problem mit ein paar tausend Überwachungskameras. Terroristen in Israel? Kein Problem mit Betonmauer und elekronischer Überwachung. Ich will es ganz deutlich sagen. 99% aller Probleme dieser Welt sind nicht-technischer Natur und müssen letztendlich nicht-technisch gelöst werden. Die Technik kann nur eine gewisse Hilfestellung geben, nicht mehr. Leider wird im Moment das Gegenteil praktiziert. Wahrscheinlich ist das Bewusstsein der Welt noch nicht reif dafür.

Eliten sind in diesem Land suspekt.

Ist ein urmenschliches Problem. Die Lösung könnte sich eine ganze Weile hinziehen. Bis zum St. Nimmerleinstag. Stell dir vor die ganze Unfähigen, Deppen, Bürokraten, sonstigen Pappnasen würden aus der Produktion/Verwaltung/Regierung entfernt. Stell dir vor, das Prinzp der Effizienz würde sich voll entfalten, weil Leute super zusammen arbeiten und sich nicht in sinnlosen Kleinkriegen verrennen. Dann währen 90% der Bevölkerung arbeitslos ! (ich will damit nicht sagen mittellos, die 10% die dann arbeiten könnten schon die Waren ranschaffen). Doch die 90% hätten dann soviel Freizeit mit der sie nix gescheites anfangen könnten, dass sie noch mehr Müll machen würden als sie jetzt schon tun. Vielleicht leben wir bereits mit dem kleineren Übel ohne es zu wissen. 8-0

Wie willst du in einer Zeit, in der ZEIT alles ist und mittel- oder gar langfristiges Denken überhaupt nicht mehr "up to date" sind, eine Entwicklungszeit von 5 Jahren oder mehr rechtfetigen? Der Pulsschlag wird von der Börse vorgegeben, ein Quartal, längere Zeiträume interesieren kaum. Wobei die Mediziner bei diesem "Pulsschlag" wahrscheinlich ein Herzkammerflimmern mit bevorstehendem Infarkt diagnostizieren würden ...

Naja, ich weiss nicht. Ist wahrscheinlich auch sehr viel PowerPoint-Philosophie dabei. Zahlenspielerei.

Hmm. Aber gerade Marketing ist ein zweischneidiges Schwert. Klar muss und soll man Produkte gut präsentieren. Aber das geht schnell in die Richtung, Dinge zu vermarkten, die die Welt nicht braucht. NEIN, ich will niemendem vorschreiben war sich kaufen will. Aber im Zeitalter des Massenkonsums wird das Geld nur über die Masse verdient. Also muss man der Masse massenhaft Zeug andrehen. Der Handymarkt ist wohl eines der schillernsten Beispiele.

MfG Falk

Gibs doch zu, in Wirklichkeit bist doch nur auf die Manager neidisch ;-) Die haben doch einen Bombenjob. Schön mit Powerpoint bunte Bilder zusammenclicken, Charts erstellen (vor allem die mit explodierem Umsatz und Gewinn, geht auch einfacher, kann man einfach von den alten Präsentationen kopieren ;-), Zeitpläne für Projekte aufstellen (er muss sie ja nicht ausbaden) und überhaupt. Klar, ein paar kleine Wermutstropfen gibts da schon. Die ständig jammernden Ings die die tollen Zeitpläne nicht halten, die immer sagen dass das alles viel komplizierter ist etc.

Sag es doch gleich: Jörgs wie meine Meinung sind *unbequem*.

Dem stimme ich voll und ganz zu ;-)

Diejenigen, die es gerne bequem haben, so wie Du offenbar auch, suchen dann nach dem "not political correct" Stempel in der Schublade.

Die Wahrheit ist eben manchmal sehr unbequem und die Leute wollen die Wahrheit nicht gerne hören. Siehe den Affenterz um die Mehrwertsteuererhöhung, sie wird kommen, egal ob unter CDU, SPD oder SPU. Die direkten Steuern müssen runter und die Konsumsteuern müssen rauf. Dann wird mehr investiert und weniger verfrühstückt, siehe unten.

Und eine leere Kasse interessiert es schlicht nicht, ob Du und andere diesen eher unbequemen Zustand mögen oder nicht. Voller wird sie nicht, wenn man sie böse anschaut und mit ihrer Abwahl droht.

So fies sind sie, die Naturgesetze.

Vielleicht kommt Ihrer Majestät König Volk ja irgendwann die Einsicht, dass es weder am Diener CDU noch am Diener SPD wirklich liegt, dass gewissse Naturgesetzlichkeiten nunmal auch für Könige gelten.

Wenn ich allerdings so ansehe, wieviele Bequem-Dosen um diese Zeit am Sonntag morgen einem beim Laufen schon wieder über die Füße fahren, dann scheint es mit der Einsicht noch nicht sehr weit her zu sein.

Aber es ist doch klar: Daran, dass die Krankenkassenbeiträge ohne Ende steigen, haben natürlich nur SPD, FDP, CDU, CSU und selbstredend die Grünen schuld. Die bösen Ärzte eh', die Pharmakonzerne sowieso. Heuchel: Die Linkspartei wird das sicher viel besser machen ;-/

Wie kann man auch auf nur die böse und gemeine Idee kommen, dem armen Souverän unserer Majestät Herrn König Volk nahezulegen, dass es für die Gesundheit und Umwelt keine gute Idee ist, bereits am Sonntag morgen mit der Bequemdose zum Zigarettenautomaten zu fahren, um das Tagespensum von 40 Kippen sicherzustellen. Und das auch noch, wo seine Majestät mit der Adipositas eh' genug zu schleppen hat ...

( Wobei die Amis _das_ Problem wohl noch _viel_ mehr haben, man Burger XXL, man keine Bürgersteige, es wird nur weniger sozialisiert. Krankenversicherung ist aber auch in den USA so oder so ein Problem. )

Gruß Oliver

Oliver Bartels + Erding, Germany + obartels@bartels.de http://www.bartels.de + Phone: +49-8122-9729-0 Fax: -10
[:::]

Ich bezweifele nicht, dass sie kommt, aber dass sie wirkt. In Zeiten, in denen aus dem Inland nicht konsumiert wird, werden konsumabhängige Steuern nicht fliessen. Das ist der derzeitige Status Quo. Es kommen zu viele Waren aus dem Ausland, weil die Kosten der Erstellung der Waren dort niedriger sind. Dies ist verursacht durch eine sehr hohe Belastung der Produzenten mit Nebenabgaben (Sozialkosten).

Meine Leistungen sind im Ausland mehrwertsteuerfrei, da bin ich also billiger. Jetzt, wo die Konjunktur wieder anzieht, kommen auch Angebote aus heimischen Landen. Erbringe ich aber Leistungen im Ausland, hat der Staat keine Steuereinnahmen aus meiner Leistung. Trotzdem verursache ich im hiesigem System Kosten, denn ich nutze die Strassenbeleuchtung, usw.

Das ist ein allgemeines Problem: Werde Amtsträger, indem du den Leuten versprichst, was erforderlich ist, auch wenn es unbequem ist. Wenn du dann Amtsträger bist, realisiere von deinen Versprechungen den Teil, der den Wählern am wenigsten unbequem ist, und hinterlasse den Rest der neuen Regierung.

Baron von Oppenheim hat es kurz vor seinem Tode gesagt: Wir haben zuwenig Kompetenz in der Politik. Ich sehe -auch in 'den neuen Parteien- niemand, der das ändern kann.

Ihrer Majestät kommt diese Einsicht nicht. Wie denn auch: der Tritt in den Arsch (linke Hälfte) ist keine reale Alternative für den Tritt in den Arsch (rechte Hälfte). Und sieh doch mal an, wer da alles zur Wahl steht:

-) Guido W. kein klares Konzept, Wischiwaschi (Vorteil: Erfahrung als dienstältester Kanzlerkandidat)

-) Gerhard S.: kaum klare Konzepte, arbeitnehmerorientert-> Mittelstandsfeindlich

-) Angela M: Auch kein Konzept, fehlende Regierungsfähigkeit, hat eine Partei hinter sich, die aus Leuten besteht, die durch den Willen zusammengehalten werden, gewählt zu werden, ohne zu wissen, was dann kommt.

-) Oskar L.: hat kaum geeignete Konzepte, ausser dass er die Verlierer anspricht und diesen Schmerzarmut verspricht.

Die Konzete der Grünen sind keine, obwohl sich Joschka sehr bemerkenswerte Anerkennung in aussenpolitischen Fragen erwarb, das finde ich durchaus positiv, hilft uns aber nicht wirklich weiter.

Was jetzt erforderlich wäre, wäre eine Einrichtung der Grenzen, wie wir sie hatten, damit Güterverkehr, der stattfindet, so besteuert (oder bezollt) werden kann, dass die Marktteilnehmer, die hier in den Markt eintreten, zu gleichen Bedingungen arbeiten wie die Leute, die bereits hier sind. Der (polnische) Fliesenleger bietet in Köln siene Dienste zu 1,5 Euro an, es ist sicher jedem klar, dass sein hier ansässiger Kollege diese Preise nicht halten kann, weil er viel stärker belastet ist. Grenzen und Zölle hatten die Aufgabe, Märkte abzuschotten, man hat versäumt, den Zutritt zu dem Märkten auf Leute zu begrenzen, die als 'gleichwertig' angesehen werden können. Jetzt kommen alle, und das senkt halt die Qualität. Das Fachgeschäft geht aus dem Markt.

Ein leistungsfähiges Gesundheitssystem ist nicht für Lau zu haben.

^^^^^^^^^^^--??

Es ist deine Sache, zu essen, aber wer nur Hamburger isst, kann bei der KK eine Kur gegen Fettleibigkeit bezahlt bekommen? Ich hoffe nicht. Eigenverantwortung der Bürger ist sicherlich ein wichtiger Aspekt. Aber es geht doch so einfach: lasset die Beiträge um 25 % steigen, und senkt sie um den gleichen Betrag wieder, wenn bewiesen wird, dass der Versicherte einigermassen seiner Verantwortlichkeit nachkommt. Bewiesen werden soll das duch eine einmal jährlich stattfindende Untersuchung. Und wenn der Kettenraucher klar gesagt bekommt: Mein lieber Freund, deine Lunge ist jetzt bald ein Problem, stelle bitte das Rauchen ein, egal wie!! und es erhöhen sich die Beiträge der Krankankasse, dann wird er das auch tun. Geiz ist geil, halt. Grüsse

Robert

'Vom Standpunkt eines Beamtenrechtlers aus betrachtet ist der Tod die schärfstwirkenste aller bekannten, langfristig wirkenden Formen der vollständigen Dienstunfähigkeit.' aus: Kommentar zum Beamtenrecht.

"R.Freitag" schrieb im Newsbeitrag news:dci6rq$5qb$ snipped-for-privacy@newsreader3.netcologne.de...

Mehrwertsteuer wird auch bei Importen faellig, im Gegensatz zur Gewerbesteuer die nur entsteht, wenn das Gut auch hier produziert wurde. Mehrwertsteuererhoehung macht also Importe uninteressanter, und Exporte bei in Folge verringertem Gewerbesteursatz billiger.

Das Problem ist nicht die Mehrwertsteuererhoehung, die EU hat 20%, sondern wo zum Ausgeich die Steuern verringert werden, und ob ueberhaupt. Die SPD hat die Steuerquote signifikant gesenkt, die CDU bisher immer erhoeht, ganz im Gegenteil zu dem was man gemeinhin also so glaubt.

Wir sind eine Exportnation. Der Export LEBT davon das Transport auch ueber Grenzen hinweg billig ist. Verteuerung des Gueterverkehrs ist als Exportnation also ein Schuss ins Knie.

Dann ist der Kettenraucher fuer die Krankenkasse billig gewesen, weil er in weniger als 1 Jahr tot ist, im Gegensatz zum Leistungssportler, der ab 30 als Schwerbehinderter durchgefuettert wird.

Also 3 Punkte, und deine Vorstellung war in allen Faellen falsch, grundlegend falsch, und du darfst sicher sein, das du bei deiner Politikerbewertung nicht richtiger lagst.

Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at despammed.com homepage: http://www.geocities.com/mwinterhoff/ de.sci.electronics FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/ Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask. Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.

"Falk Brunner" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@individual.net...

Ja, aber schreibe ich wirklich so unverstaendlich ? (Tippfehler mache ich wie Sau, zugegeben, Korrekturlesen ist mir laestig.) Ich schrieb, das das Volk kein Problem hat zur Grossfamilie zurueckzukehren, es ist schliesslich bewiesen das das Prinzip schon ueber 2000 Jahre funktioniert hat, nur das die Kapitalisten das eigentlich nicht wollen koennen, weil sie fuer das dann uneffektivere System den Arbeitern mehr Lohn zahlen muessten.

Schau halt noch mal in die alten Postings.

Tja, in die Welt gesetzt von den Experten, die Schuldenberge machen wollen.

Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at despammed.com homepage: http://www.geocities.com/mwinterhoff/ de.sci.electronics FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/ Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask. Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.

Es wird immer noch genügend und reichlich konsumiert. Der Konsum wächst nicht, wir unterhalten uns hier aber um lineare Prozente im Gegensatz zum fast exponentiellen Zusammenbruch der Produktion, wo jeder Betrieb, der hier zumacht oder ins Ausland geht, ebenso weitere Zulieferer dieses Betriebes trifft.

Genau deshalb wird sie etwas wirken, weil Investitionen, um eben hier preiswerter produzieren können, weniger besteuert werden, hingegen aus dem Ausland importierte Konsumgüter mehr besteuert werden.

Beispiel: MWST = 16%, innländische Lohnabgabe = 40%, brutto Lohnanteil im Produkt = 20% :

100 Euro Produkt im Inland hergestellt : Nettopreis : 86,20 Euro, brutto Lohnanteil : 17,24 Euro, Lohnabgaben : 6,90 Euro => Staat bekommt : 6,90 + 13,80 = 20,70 Euro 100 Euro Produkt im Ausland hergestellt : Nettopreis : 86,20, kein Zoll (GATT), => Staat bekommt : 13,80 Euro

Nun das ganze mit 20% Märchensteuer und gleichem Staatsanteil beim inländischen Produkt :

100 Euro Produkt im Inland hergestellt : Nettopreis : 83,33 Euro Der Hersteller muss also 2,87 irgendwo einsparen. Geht : Lohnanteil war 17,24 Euro (einfach übernommen), aber nur noch 6,90 Euro - 2,87 Euro Lohnabgaben macht 4,03 Euro Lohnabgaben. Der Netto Lohn bleibt gleich, mit den eingesparten Abgaben kann der Hersteller die MWST Erhöhung finanzieren. => Staat bekommt : 16,67 + 4,03 = 20,70 Euro => Staat hat hier keinen Nachteil. 100 Euro Produkt im Ausland hergestellt : Nettopreis : 83,33, kein Zoll (GATT), => Staat bekommt : 16,67 Euro => Vorteil!

Ergebnis : Eine Mehrwertsteuererhöhung _nur_zusammen_ mit einer Senkung der Lohnnebenkosten wirkt exakt wie ein versteckter Zoll auf ausländische Waren und ist deshalb sinnvoll. Ebenso wirkt sie, wenn mit ihr andere Abgaben inländischer Produzenten gesenkt werden.

Und das erstaunliche ist: Bei inländisch produzierten Waren zahlt der Konsument keinen Cent mehr.

Andere Staaten waren längst so schlau und haben das erkannt.

Eine Mehrwertsteuererhöhung, nur um Begehrlichkeiten von Grüppchen zu befriedigen, ist hingegen garnicht sinnvoll.

Das ist zu kurz gedacht, denn Du wirst hier weit mehr Geld liegen lassen, z.B. in Form von Lohnnebenkosten, als Du an Kosten verursachst. Der Sozialanteil macht über 50% aus, an den Kosten ändert sich nichts, ob Du hier produzierst oder woanders, die Münder bleiben gleich hungrig. Im Gegenteil: Wird hier produziert und exportiert, dann kann man die Leute beschäftigen.

Ein Knackpunkt ist, dass der Sinn bestimmter Massnahmen wie eben einer Mehrwertsteuererhöhung _zur_Senkung_direkter_Abgaben_ großen Teilen der Bevölkerung nicht klar zu machen sind.

Die sehen nur : Urlaub kostet mehr, will ich nicht. Das sie womöglich auch mehr verdienen können, sehen sie nicht.

Es ist das gleiche Spiel wie bei Mobilfunksendern: Jeder will ein Handy, aber keiner den Sendemasten. Weil es _könnte_ ja an dem ganzen dummen Gerede was dran sein. Damit, dass das eigene Handy eine viel größere Feldstärke erzeugt, will man sich nicht befassen: "Bitte belasten Sie mich doch nicht mit Fakten!"

Zur konkreten Wahl: Dass die CDU im Vorfeld sagt: Ja, wir werden die Mehrwertsteuer anheben, weil die Verlagerung sinnvoll ist, ist wenigstens _ehrlich_.

Aber unser bequemes Volk will keine Wahrheiten und will keine ehrliche Politik. Es liegt nicht nur an den bösen Parteien.

Eben.

Das geht aber aus europa- und weltpolitischen Gründen nicht so, außerdem sind wir eine Exportnation. Wir können aber gleiche Verhältnisse schaffen, in dem wir die direkten Abgaben ähnlich wie andere EU Staaten senken und die indirekten anheben.

Deshalb eben die MWST-Erhöhung, das ist Trick 18, _wenn_man_es_richtig_macht_.

Und im Gegensatz zum Zoll (wo Berlin _keinerlei_ Handlungsspielraum hat) ist diese Massnahme realistisch möglich.

Haaalllo, willkommen in der Realität:

- "Natürlich" zahlt die Kasse das, immer und immer wieder ... Weil : Das läuft unter Fett_sucht_, da kann der arme Mensch ja nix für sein Verhalten dafür. Dass sehr deutliche Worte vom Doc. vermutlich mehr nutzen täten als ein Kur-Hätschel-Tätschel ist ebenso naheliegend ...

- Natürlich zahlen wir, Du und ich, direkt oder indirekt, das mit.

Klingt nett, ist aber politisch nicht durchsetzbar.

Wir haben leider einen Anteil von geschätzt gut 30% der Bevölkerung, denen es beim Thema Gesundheit und Eigenverantwortung an der nötigen Einsicht fehlt. Und das sind alles Wähler. Schau Dir an, wieviel Glimmstengel immer noch verdidscht werden, die Qualmerei ist _das_ Gesundheitsproblem Nummer Eins!

Siehe auch die Praxisgebühr, die Idee ist ausgezeichnet (nur über den Geldbeutel bekommt man bei den Arzt-Hoppern Ruhe), allerdings ist es wieder ein bürokratisches Monster geworden, weil keiner in der Poltik das Standing hatte, klipp und klar zu sagen, dass es maximal ganz wenige und nicht 100 Ausnahmen gibt und das knallhart zu bezahlen ist. Eben wieder ein Gesetz mit tausend ideologischen Einflüssen statt einer geraden Linie. Auch wird mit dem "politisch korrekten" Argument Datenschutz im Gesundheitswesen unendlich Schindluder getrieben, z.B. macht die Sperrung von Kassenkarten immer noch allergrößte Probleme, ebenso die Zuordnung von Abrechnungen zu einem _Fall_. Dann könnte man nämlich erkennen, dass bei gleichzeitiger Verordnung von blutdruckhebenden und senkenden Mitteln irgendwas nicht stimmen kann. Da traut sich halt keiner ran, weil irgendwelche Verbände dann immer gleich mit dem gläsernen Patienten ankommen.

Gruß Oliver

Oliver Bartels + Erding, Germany + obartels@bartels.de http://www.bartels.de + Phone: +49-8122-9729-0 Fax: -10

"MaWin" schrieb im Newsbeitrag news:dcib0j$i4r$ snipped-for-privacy@online.de...

Exportnation

Richtig. Aber wenn der Absatz der Betriebe sowie ins Ausland geht kann man doch den gleichen Markt auch von enem anderen (billigeren, flexibleren) Produktionsstandort bedienen. Das KnowHow kann leichter transferiert werden als uns das allen lieb ist (aber zum Glück immer noch langsamer als es die grossen Outsourcer so erträumen).

Milchmädchenrechnung. Am Ende zählt die Plus-Minus Rechnung. Wenn der Kettenraucher 30 Jahre Kette raucht (wie überaschend) und in der Zeit Tabaksteuer zahlt (für die Sicherheit in Deutschland ;-) sowie Krankenkassenbeiträge und man hofft, dass er nicht allzuviel Behandlungskosten benötigt indem er seine kratzende Lunge 30 Jahre irgendwie durchschleppt, dann ist die Kasse im Plus. Mist wirds nur dann, wenn er nicht kurz und schmerzlos abnippelt, sondern noch ein paar Jahre intensiever medizinischer Behandlung bedarf, die man aus moralischen Gründen nicht verweigen kann. Dann platzt die schöne Rechnung.

Schwarz-Weiss-Malerei. Es geht wohl keinem darum, aus jedem einen Leistungssportler zu machen (ist IMHO sowieso eine Perversion, erst Weltmeister werden und dann fett Werbeverträge abschliessen), sondern es geht wohl eher um eine vernünftige, mässige, sportliche Betätigung, incl. vernünftiger Ernährung. Vernünftige Arbeitszeiten und Verhältnisse (also keine 60 Stunden Woche etc.) wären der Gesundheit (und der Lebensqualität) sicher auch sehr zuträglich.

MfG Falk

Das hört man gebetsmühlenartig aus dem Lager der Wirtschaftsexperten. Stimmt aber nicht. Der postulierte Zusammenhang zwischen Besteuerung der Unternehmen und Schaffung neuer Arbeitsplätze besteht nicht. Sonst hätten die Steuersenkungen der letzten Jahre ja zum Sinken der Arbeitslosenzahlen führen müssen, statt zu deren Erhöhung.

Anderseits braucht man keine drei Finger zum Abzählen um zu erkennen, daß erhöhte Konsumsteuern das bestehende Konsumproblem verschlimmern werden. Genauso wie die Einkommensverringerung bei Rentern, Arbeits- losen und Sozialhilfeempfängern, die notgedrungen ihr ganzes Einkommen gleich wieder verkonsumieren.

Da kannst du mal sehen, was du dir so für einen Mist über *meine* Ansichten zusammenreimst. Meiner Meinung nach müßte man Schröder und Genossen *verpflichten* den Mist, den sie uns eingebrockt haben, die nächsten Jahre mit auszulöffeln. Aber so wird das nicht kommen. Das wütende Volk will die SPD bestraft sehen und wird deswegen die SPD abwählen. Wie sicher die CDU/CSU ihren Sieg glaubt kannst du ja schon daran ermessen daß sie die Stirn haben, eine Steuererhöhung schon

*vor* der Wahl anzukündigen. Gabs das schon mal?

...

Ha! Das Gesundheitssystem ist ein prima Beispiel, daß man bestimmte Lebensbereiche nicht kapitalistisch aufziehen sollte. Wenn das Einkommen eines Arztes davon abhängt, bei wievielen seiner Patienten er behandlungsbedürftige Symptome diagnostiziert - welchen Einfluß wird das wohl auf den Krankenstand haben?

In der DDR hatte ich beim Arzt nie das Gefühl, daß er mich krank geschrieben hat weil ich als Kranker für ihn wertvoller war als als Gesunder. Bei den glücklicherweise seltenen Begegnungen mit den heutigen Ärzten frage ich mich das jedes Mal.

XL

:-))

Ich bin kein Antiglobalisierer. Aber ich weiss, dass es zwischen schwarz und weiss einige Graustufen gibt. Wir haben vorher ein funktionsfähiges System von Grenzen gehabt. Die habenmichsogar nach Holland durchgelassen. Natürlich habe ich da mein Pappkärtchen herzeigen müssen. Das haben wir jetzt abgeschafft, es hat ua. bewirkt, dass die Gesundheit eines frz. Polizisten ruiniert ist und dass der Heroinpreis in Köln(-> Grenznah) erheblich gefallen ist. Ich halte das nicht wirklich für sinnvoll. Aber das herointransportirende Gewerbe profitiert vom Wegfall der Transporthindernisse doch recht ordentlich.

Die Totalglobalisierer denken, globalisieren zu müssen, koste es uns, was es wolle. Momentan kostet es uns einiges. Null Globalisierung ist allerdings auch nicht alleinseligmachend. Dass Mass der Dinbge liegt dazwischen. Und das haben einige Politiker hierzulande nicht verstanden.

[...]

Lass den Erich da, wo er ist. Es geht nicht um Abschotten, sondern um Schaffung gleicher Verhältnisse. Einen Staudamm kann man langsam leeren. Unsere Politiker sprengen gerade die Mauer. Wenn alle ersoffen sind, wird das Leben besser. Na toll.

[...]

aha...

Setze erst mal den Anfang. Lass die Leute mal die Kosten für Rauchen und Trinken selbst spüren. Ich habe nichts gegen ein gepflegtes Bier, aber wenn ich am Tag mehrere Flaschen Hochprozuentigen brauche, muss ich doch merken, dass was faul ist. Das ist keine Krankheit, sondern Erkenntnis. Und aus dieser Erkenntnis sollte gahandelt werden. Momentam heisst die Erkenntnis: Die Kasse wird es schon bezahlen.

Robert

'Vom Standpunkt eines Beamtenrechtlers aus betrachtet ist der Tod die schärfstwirkenste aller bekannten, langfristig wirkenden Formen der vollständigen Dienstunfähigkeit.' aus: Kommentar zum Beamtenrecht.

Oliver Bartels schrieb:

Bist du dir da wirklich so sicher? Die "Leute" wissen und wenn auch nur gefühlsmäßig, das es so nicht weiter gehen kann. Das "wissen" viele schon seit etwa 1970. Wenn jedoch die "Wahrheit" so aussieht, wie derzeit im Gesundheitssystem zu bewundern ist, dann will auch ich die dafür verantwortlichen "Gesundreformer" nicht mehr sehen und hören.

In unserer Volkswirtschaft ohne die Möglichkeiten von Zöllen, muß zwangsläufig Arbeit verbilligt werden. Sonst wandert Arbeit schlicht ab. Schießlich sind auch andere Völker in der EU oder Südostasien lernfähig.

Wenn die Mehrwertsteuererhöhung sich im EU Rahmen hält, gleichzeitig die Arbeit weitgehend steuerbefreit wird, wäre es sogar denkbar, das sich in Deutschland produzierte Güter garnicht verteuern.

Schau dir mal die Vermögensverteilung und noch einiges Andere an, dann wird auch dir der Gedanke kommen, das es viele Majestäten in unserem Land gibt. Diese Majestäten sehr wohl entgegengesetzte Interessenlagen haben. Mit anderen Worten, in diesem Land leben und verdienen sehr Viele an ganz genau jener, auch von dir beklagten, Situation.

Du hast die Kassenbosse vergessen. zB jene die sich vor Kurzem ihre Gehälter auf etwa E 400000,- erhöht haben. Ohne irgent ein Risiko zu tragen wie zB Unternehmer. Oder jener Boss der Zahnärztlichen Vereinigung der sich grad sein Salär von E 70`000 auf E 300`000 erhöht hat. Übrigens völlig rechtens. Auch regt es offensichtlich niemanden weiter auf, das min. 1/3 der eingezahlten Krankenkassenbeiträge reine Verwaltungskosten mit steigender Tendenz sind.

Wo wohnst du? Ich kenne solche Leute nicht. Ich kenne aber sehr viele Leute, die einfach nur mal ausspannen möchten.

Die Krankenkosten USA/Deutschland sollen sich garnicht so groß unterscheiden. Nur hier werden die Kosten von der Solidargemeinschaft getragen. Zumindest weitgehend.

gruß horst-dieter

Axel Schwenke schrieb:

Würd ich gern auch so sehen. Aber ich vermute, die machen dann nur noch mehr Mist ;-(

Die SPD muß keiner abwählen. Das macht sie schon selbst. Worauf man sich verlassen kann.

Das war ehrlich. Jeder weiß, das eine Steuererhöhung kommen wird. Die Sucht, Geld auszugeben, das man nicht hat, wirst du keinen Politiker abgewöhnen können. Aber dazu muß man auch kein Politiker sein.

Ich kann mich noch gut daran erinnern, das viele Büromenschen sich jedes zweite Jahr eine Kur mit Verlängerung verschreiben ließen. Das hat dann dazu geführt, das viel in den Neubau von Kurkliniken investiert wurde.

gruß horst-dieter

MaWin schrieb:

Nö, Oxymoron.

CNR, Dieter

"horst-d.winzler" schrieb im Newsbeitrag news:dcisdr$chv$02$ snipped-for-privacy@news.t-online.com...

AUTSCH!

In Deutschland leben ca. 80 Millionen Menschen. Die meisten davon kennen wir nicht. Ist oft auch gut so.

MfG Falk

"MaWin" schrieb im Newsbeitrag news:dcicgm$kkq$ snipped-for-privacy@online.de...

Ok, habs kapiert. Manchmal hab ich halt Probleme, deine Sarkasmus von normalen Aussagen zu unterscheiden.

MfG Falk

In article , Oliver Bartels writes: ergestellt :

|> Ergebnis : Eine Mehrwertsteuererhöhung _nur_zusammen_ mit |> einer Senkung der Lohnnebenkosten wirkt exakt wie ein |> versteckter Zoll auf ausländische Waren und ist deshalb |> sinnvoll. Ebenso wirkt sie, wenn mit ihr andere Abgaben |> inländischer Produzenten gesenkt werden. |> |> Und das erstaunliche ist: Bei inländisch produzierten |> Waren zahlt der Konsument keinen Cent mehr.

Klingt schön. Aber was wird den eigentlich noch in D für die "breite Masse" produziert, worauf der Kunde dann ausweichen könnte? Wenn man mal von Lebensmitteln und teuren Autos absieht, ist das doch fast nichts mehr. Der ganze Consumer-Elektrokram kommt doch nur noch aus Fernost. Kein Hersteller, der da schon ist, wird sich überlegen, wieder nach D zurückzukommen, nur weil es da jetzt nur noch 495% statt 500% teurer ist.

Irgendwie ist das alles nur Rumdoktern an der schon fast kalten Leiche. Und nachdem das einzige, was in D überhaupt noch konkurrenzfähig geht (Entwicklung und Forschung) nicht gefördert wird und lieber dem Brot-und-Spiele-Pöbel in den Hintern geschoben wird (ich fahre da jeden Tag an dem 300Mio-Euro-Arroganzstadion vorbei...), ohne dass es einen echten dauerhaften volkswirtschaftlichen Nutzen hätte, wird die Leiche wohl bald das Schimmeln anfangen. Egal ob SPD oder CDU.

Georg Acher, acher@in.tum.de http://wwwbode.in.tum.de/~acher "Oh no, not again !" The bowl of petunias

Das ist in der Tat ein echtes Problem. Aber irgendwann ist immer aller Tage Anfang, macht man nichts, dann verschärft sich dieses Problem immer mehr.

Wohl wahr, es gibt aber durchaus Grenzfälle.

Beispiel: WLAN PC Karte: Klar Fernost hochwertiger WLAN-Access-Point : Chance .de Richtfunk für WLAN Zuführung : Ebenfalls Chance WLL/802.16 Basisstation : dto.

Nur braucht es zur Nutzung der Chance eben auch Firmen hier mit Know How, daran mangelt es.

Der Know How Mangel wird langsam zum echten Problem. Schau Dir an, was aus anderen Staaten an IC's oder z.B. auch Netztechnik (Cisco, Juniper) kommt und was hier gemacht wird.

Die Arena ist dafür aber kein Beleg, weil sie rein garnicht staatlich finanziert ist. Selbst die Verkehrsanbindung wäre so oder so fällig gewesen, die A9 ist ab dem Kreuz Nord chronisch überlastet und die U6 nach "Novogarchinsk" war wegen der Verlagerung der ganzen Uni-Institute eh' nötig.

Und "Spiele" sind nunmal das Kerngeschäft einer Fußball AG, ergo steht es den Vereinen frei, für ihr Kerngeschäft eine Investition zu tätigen, solange wie sie diese selber bezahlen. Im Gegenteil, langfristig wird München darüber schon einige Steuern einnehmen, das Teil ist dank der Verhandlungskünste eines bestimmten recht erfolgreichen Managers wohl gnandenlos durchfinanziert, die Banken haben mit dem Totschlagargument "ihr wollt nicht mit den Zinsen runter, na gut, dann finanzieren wir es halt mit unserem Festgeld" ziemlich böse die Hosen runterlassen müssen ...

Und ganz ehrlich: Wem gönne ich dann das Zinsgeld mehr: Den Banken oder den Vereinen ;-)

Nun ja, ich verstehe schon, dass der FCB in eine Arena investiert und nicht in eine Taubenzucht. Das eine können sie, das andere nicht.

Es wäre halt schön, wenn es auch Kapital für Investitionen in High Tech Firmen gäbe, allerdings muss sich das irgendwann auch rechnen. Und mit letzteren hat eine kleine High Tech Firma es ebenso wie ein große solche in Deutschland sehr schwer. Wäre das mit dem "sich rechnen" leichter, dann gäbe es wohl auch mehr Geld.

Das ganze ist leider eine Art Teufelskreis, wir erleben es mit unseren EDA Tools fast täglich:

- Eigentlich haben wir ja mit den Parameteren "vor Ort Entwicklung", "tauglich auch für große Projekte und große Firmen", "leistungsfähiger Autorouter" schon fast eine Monopolstellung.

Warum schreib' ich hier eigentlich noch ? ;-)

Nun, viele Firmen möchten gerne unsere Software einsetzen oder Updates erwerben, trauen sich aber momentan den Invest nicht zu. Durch die Abwanderungen nach Fernost wird eben hier immer weniger entwickelt. Das merken wir natürlich auch. Und in Fernost macht man das, was hier unsere Software leistet, einfach per "Biocomputer", eine Schüssel Reis reicht aus.

Und da wo diese Lösung nicht ausreicht, da wird dann halt ebenso das Fernost-Angebot eng. Who cares, dadrüben. Mit z.B. Anlagenbau haben sie eh' nix am Hut.

Es gibt heute viele technisch sehr schöne Lösungen, die alle den Haken haben, dass es sie nur noch im Museum gibt. Adäquater Ersatz: Fehlanzeige :-(

Ich hab' schon mehrfach jetzt Bitten gehabt, das, was ehedem absolute Hochtechnologie größter Konzerne war, irgendwie nachzubilden, _weil_sie_es_nicht_mehr_können_. Das Problem ist: Meist geringe Stückzahlen, wankelmütige Kunden, Bedarf schon irgendwie, Preis ist garnicht sooo sehr das Problem, aber irgendwo muss man sich für seine Firma auch sagen: Was will ich, wo will ich hin. Und die Vergangenheit kann nicht unsere Zukunft sein.

Wohl wahr, leider.

Gruß Oliver

Oliver Bartels + Erding, Germany + obartels@bartels.de http://www.bartels.de + Phone: +49-8122-9729-0 Fax: -10

Join the Discussion

Have something to add? Share your thoughts — no account required.

Didn't find your answer?

Ask the community — no account required