Bootstrapping

Sep 11, 2024 Last reply: vor 1 Jahr 206 Replies

Am 12.09.24 um 13:06 schrieb Hartmut Kraus:

[Ch1 (rot) ist das Eingangssignal.]

Bernd Laengerich schrieb:

Nachdem weder bei dem einen noch dem andern verbürgt ist, dass sie erstens tatsächlich existierten und sich zweitens, falls erstens zu bejahen sein sollte, selber aus dem Sumpf gezogen hätten, sei es an den Haaren oder auch den Schnürsenkeln oder dem Stiefelriemen, sollte es auch nicht von wesentlicher Bedeutung sein, dass diese Zieherei eher dem Baron von Münchhausen zuzuschreiben sein dürfte

MfG Rupert

Am 12.09.24 um 09:45 schrieb Marte Schwarz:

Hallo,

die Toleranz von 5% spricht doch eher gegen einen bipolaren Elko.

Bernd Mayer

Am 12.09.24 um 01:24 schrieb Hartmut Kraus:

Hallo,

Diese Generation fragt immer nach dem "warum".

Bernd Mayer

Am 12.09.24 um 13:07 schrieb Marte Schwarz:

Dann darf man aber vor allem keine Lautsprecher verwenden. Weißt du, wie die "klirren"? ;)

Übrigens hab' ich mal gelesen: "Hörbar" wird ein Klirrfaktor selbst für "Goldohren" so bei 2...3% ;) Alles andere ist reine Einbildung.

Naja, ausprobieren möchte ich das trotzdem nicht: Sie in einer Schaltung mit einem Gleichspannungsanteil betreiben, der nichts zur Formatierung beiträgt oder ihr sogar schadet. Das geht mit Sicherheit nicht lange gut.

Am 12.09.24 um 13:14 schrieb Bernd Mayer:

Nachtrag:

hier ein Beispiel des Herstellers bevenpl

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Bernd Mayer

Am 12.09.24 um 13:17 schrieb Bernd Mayer:

Ach so, du meinst das "Fragealter"? Das liegt nach meinem Kenntnisstand so bei 4 Jahren, könnten also meine Urenkel sein. ;)

Hallo Hartmut,

Ich schon, aber man schreibt es besser nicht drauf ;-) Das ist so, wie bei Röhren. Kaum sind sie drinnen, sind alle anderen Parameter egal. Aber das ist eine andere Community. Man darf diese beiden Gruppen niemals zusammenbringen. Manchmal gibts hybride, die sind dann die Schlimmsten.

Na ja, man hatte mal 1 % als HiFi-festgelegt. Das ist wohl auch ncht ganz so einfach, weil man manche Oberwellenanteile (vor allem die harmonischen) recht weit toleriert, während andere Anteile teils sehr unangenehm auffallen. Die eine Zahl ist nur eine Kompromiszahl.

Das ist bei bipolaren Elkos sogar tatsächlich egal. Da brauchst Du keine Angst haben, zumindest so lange Du im spezifizierten Spannungsbereich bleibst.

Marte

Der Baron Münchhausen war da doch berühmt dafür :-):

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"... Anlehnung an die legendäre literarische Figur Baron Münchhausen, der behauptete, sich an den eigenen Haaren aus einem Sumpf gezogen zu haben."

Sogar noch zusätzlich das eigene Pferd:

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"Etwas aus eigener Kraft erreichen, wie z.B. der Baron Münchhausen, der sich samt Pferd an seinem eigenen Schopf aus dem Sumpf zog, ..."

Also der bekannte Ladefallen-Baron :-).

Grüße, H.

Am 12.09.24 um 14:53 schrieb Marte Schwarz:

Gar niemals nicht. Da lebt doch eine ganze Branche davon, ahnungslosen "Audiophilen" Röhrenverstärker als "HiFi" oder gar "HiEnd" anzudrehen. Hauptsache, sie sehen gut aus und sind teuer genug, dann klappt das schon. Physikalisch/messtechnisch einfach unmöglich, aber wen interessiert das schon. ;)

Uiii, wer sind denn die?

Von mir aus gerne. Die einzige sinnvolle Anwendung ist aus meiner Sicht die in passiven Frequenzweichen, und die sind für mich eh' kein Thema, aus verschiedenen (gefestigten) Gründen. Nix da, bei mir werden die Frequenzen /vor/ den Endstufen aufgeteilt. Bei 100Hz, vergleichsweise primitiv mit Linkwitz-/Riley-Filtern, deren Flankensteilheit wohl etwas zu wünschen übrig lässt. Rein rechnerisch. ;) Hier mal eine Simulation:

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Ist doch ein schöner glatter Frequenzgang "über alles", oder? Die Delle von vielleicht -3dB stört mich nicht wirklich. Jedenfalls ergibt das für meine Ohren (die auch schon mal "die Flöhe husten hören") ein wunderbar "ausgewogenes" Klangbild. Bei einem Leistungsverhältnis Bass/Satelliten von 33,33. (War echt erstaunt, wieviel Leistung der Bass mehr braucht. Und die Bassbox natürlich "umgepolt" drangeklemmt, weil die Filter im Übergangsbereich die Phase bis 180° drehen.)

Und alles Kompaktboxen, also was der Amp an "Linearität" nicht bringt, müssen die ausbügeln. Machen sie auch nach Gehör anstandslos.

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;)
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;)

Hi Heinz,

!!!!!! Haare würde man aber nicht mit Bootstrap in Verbindung bringen

!!!!!! Ich hab da auch keine Stiefelschnüre.

Marte

Am 12.09.24 um 16:01 schrieb Hartmut Kraus:

Ähm, für den TDA7294 gips wohl kein gescheites Spice-Modell, also hab' ich examples/Educational/100W.asc dazu missbraucht, das bringt etwa die gleichen Daten

Am 12.09.2024 um 16:04 schrieb Marte Schwarz:

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's_bootstraps

Am 12.09.24 um 16:04 schrieb Marte Schwarz:

Du bist ja auch nicht Münchhausen, sonst könntest du auch auf einer Kanonenkugel reiten ...

Hallo Hartmut,

Du schriebst am Thu, 12 Sep 2024 13:17:59 +0200:

[Elkos, bipolar[

Langsam die Spannung hochdrehen, dann geht das.

Elkos werden nicht "formatiert", das sind keine Datenträger. Bei Elkos muß die Elektrolyt-Schicht _formiert_ (ja, das kommt auch von "formen") werden, washeißt, daß sie auf ihre Isolierfähigkeit hin aufgebaut wird. Das macht normalerweise der Hersteller, der Betrieb hält das aufrecht, aber lange Zeit ohne Spannung baut sich die Schicht wieder etwas ab und muß dann für weiteren Gebrauch nachformiert werden. Eben durch _allmähliches_ Hochfahren der Betriebsspannung.

Nein. Eher "anschieben" oder "anheben":

boost (third-person singular simple present boosts, present participle boosting, simple past and past participle boosted)

(transitive) To lift or push from behind (one who is endeavoring to climb); to push up.

(transitive, by extension) To help or encourage (something) to increase or improve; to assist in overcoming obstacles.

Ein boost converter verstärkt nicht, sondern erhöht die Spannung ("Hochsetzsteller" - brrr.).

cu Michael

Nein, nicht gerettet - aber angehoben. Schau' nochmal auf das erste Bild in

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(das mit der Halbbrücke). Wenn der Eingang low ist, ist die Versorgung des oberen Gatetreibers (ungefähr) VIN - also zu niedrig, um später den oberen NFET voll durchzuschalten.

Wenn jetzt der untere FET aus- und der obere eingeschaltet wird, steigt die Spannung am Switchnode "B" an. Zugleich steigt über den Kondensator auch die Versorgungsspannung des oberen Gatetreibers mit an, bis sie am Ende (oberer FET voll eingeschaltet) bei 2*VIN liegt. Der obere Gatetreiber zieht sich also seine Versorgungsspannung selber hoch - wie der Baron in dem Märchen.

cu Michael

Hallo Hartmut,

Du schriebst am Wed, 11 Sep 2024 22:35:26 +0200:

Offensichtlich, und das ganz ohne Rückgriff auf die Grammatik, wie das beim Träumen so der Fall zu sein pflegt.

Aber sicher doch, schließlich gäbe es ohne diesen Schaltungsteil überhaupt kein überhöhte Spannung an der Endstufe. Bei FET-Stufen macht eine solche Schaltung die Ansteuerung von n-Kanal-FETs überhaupt erst möglich. Da will man keine p-Kanal-FETs, weil deren Daten erheblich schlechter wären. Aber eigentlich kommt die Bezeichnung indirekt aus der Computer-Technik, wo der Prozessor halt immer in Programm aus ein paar Befehlen braucht, um irgendwas machen zu können (so wie bei einem FET-Verstärker der "obere" Transistor ein paar Volt dafür braucht). Da gibt's dann halt ein paar "festverdrahtete" Speicherzellen (EPROM o.ä.), in denen ein winziges Progrämmchen steht (die "Stiefelriemen"), mit denen ein weiteres von woanders her geladen werden kann, das dann ggfs. nochmal "nachfasst" und so schließlich ein ganzes Betriebssystem mit Anwendungsprogrammen ans Laufen kommt.

Dann ist der "Bootstrap"-Kondensator allerdings falsch beschrieben, das ist dann "nur" ein ähnlich heißender "Boost"- (Anhebungs-, Hochsetz-) Kondensator. Hat vielleicht ein "digital-lastiger" Übersetzer bearbeitet und beim Abschreiben nicht richtig hingeschaut. Kommt leider durchaus nicht selten vor.

...

Jedenfalls.

Hallo Bernd,

Du schriebst am Wed, 11 Sep 2024 20:37:39 +0200:

Dabei ist _die_ Bezeichnung auch im Englschen falsch. Es handelt sich dabei nicht um eine Bottstrap-Schaltung - dazu müßte noch ein weiterer Kondensator über eine Diode aufgeladen werden und damit die Stufe zusätzlich versorgen - sondern um einen _Boost_-Kondensator, einen Anhebungs- oder Hochsetz-Kondensator, der eine zeitweilige Anhebung der Leistung in Bedarfsspitzen bewirken kann.

Naja, wenn die im Original schon falsch gebraucht werden, nützt das auch nix mehr.

Eher nicht, die konnten neben Säggsisch schon auch gutes Deutsch... (Und hätten das vielleicht "Anhebungs-Kondensator" genannt.)

Hallo Hartmut,

Du schriebst am Wed, 11 Sep 2024 22:21:51 +0200:

Ja, eben, das ist _auch_ eine mögliche Bedeutung, oder auch "Anheben", "Hochsetzen".

Ist es im beschriebenen Fall auch, auch wenn eine "Bootstrap"-Schaltung existiert, aber noch ein wenig mehr braucht (Diode und Kondensator).

Nichtmal Deine deutsch Umsetzung.

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