LED Farben: rot ist nicht gleich rot?

Dec 25, 2009 26 Replies

Moin ihrs,



... kurz vorweg: Ich bin ein absoluter Elektronikneuling und löte gerade eine ganze Menge an meinem C64 rum. Also bitte nicht wundern, wenn ich die eine oder andere potentiell dumme Frage stelle. ;-)



Also, ich fang mal mit der ersten dummen Frage an:



In meinem C64 ist eine 1541 Ultimate (batch 2) Karte eingebaut. Denjenigen, denen das nichts sagt: Ich kann jetzt mit dem C64 auf SD Storage zugreifen. :-)



Dazu habe ich eine "Drive"-LED in rot drangelötet. Die eher ein bischen orange leuchtet, wenn sie eingeschaltet ist. Das machte mich stutzig. Daraufhin habe ich *dieselbe* LED mal an den normalen Power Anschluss gehängt, wo sonst die normale Power LED hängt. Wenn sie da dran hängt, leuchtet sie in einem satten weinrot. Warum ist das so? Ich dachte immer, normale rote LEDs erscheinen immer im gleichen Farbton? Kann mir vielleicht jemand erklären, woran es liegt, dass ein und dieselbe LED zwei unterschiedliche Farben anzeigt?



Gekauft habe ich die Dinger bei

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Artikelnummer 632051.



Merci schonmal.


cul8er Paul paul.foerster@gmx.net

Vorwiederstand vergessen?

Es gibt etliche verschidene LEDs, die als rot verkauft werden. Das beginnt mit 700nm, ein extrem sattes rot bei mieser Leuchtkraft, geht über 650nm, was wohl recht oft vorkommt, bis zu 625nm, was schon eher rotorange ist. Aber es ist definitiv bauartbedingt. Eine signifikant andere Wellenlänge entlockt man den Dingern nur, wenn die Bonddrähtchen leuchten. :-)

Marcel

Kann es sein das deine News 20Jahre zu spaet kommt? :-D

Ich vermute mal die Karte ist eingeloetet weil man auf einer einzigen SD-Karte alles drauf bekommt was es jemals an Software gab?

Fehlt da vielleicht noch ein Widerstand? Wenn man LEDs mit zu hohem Strom betreibt dann aendern sie ihre Farbe kurz bevor sie fuer immer dunkel werden.

Olaf

Paul Förster schrieb:

Sicher das du die 1541U meinst? die hat doch schon LED´s und die wird auch nicht eingebaut sondern in den Modulport gesteckt.

Du meinst sicherlich das SD2IEC

Warscheinlich ist der Vorwiderstand zu klein.

"Paul Förster" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@mid.individual.net...

Weil du sie gnadenlos überlastest.

Die 632051 LED ist für 2mA Nennstrom ausgelegt, und deine Anschlüsse werden an die LED ca. 20mA schicken, vielleicht sogar 30mA, also gut

10 mal mehr als die LD für ausgelegt ist.

Das bischen gelb im rot kommt vom glühen...

Eine LED verändert ihre Farbe, wenn der Strom von "zu wenig" bis "zu viel" gedreht wird.

Und natürlich gäbe es auch unterschiedlich rote LEDs bereits ab Herstellung, bei besseren Anbietern steht die Wellenlänge dabei.

Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at gmx dot net homepage: http://freenet-homepage.de/mawin/ de.sci.electronics FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/ Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask. Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.

Hallo,

Marcel Müller schrieb:

Schon wieder vergessen? *tststs*

Die Wellenlänge ist abhängig von der Dotierung und die Temperatur sollte nach meinem Wissen keinen sichtbaren Einfluss haben. Damit scheiden auch die Einflüsse der Stromstärke aus. Meine Vermutung wäre in diesem Fall ein unterschiedliche Farbempfinden bei verschiedenen Helligkeiten. Die wahrgenommen Verschiebung der Farbe über die Helligkeit ist eine schon bekannte Tatsache und sehr individuell ausgeprägt. Dunkler werdendes Rot wird öfters brauner/gelber wahrgenommen als es real ist. Btw: Das habe ich in erster Linie bei Frauen bemerkt. Männer scheinen davon etwas seltener betroffen zu sein.

MfG

Uwe Borchert

Hallo,

Könnte eine optische Täuschung sein. Welche Farbe hat in den beiden Fällen das Gehäuse rundherum? Wenn die Umgebung z.B. einmal blau und einmal rot ist, dann kann die gleiche LED scheinbar ganz unterschiedlich aussehen, obwohl sie in beiden Fällen genau das gleiche Spektrum abstrahlt.

Michael

Uwe Borchert schrieb:

Sowohl der Strom, als auch die Temperatur haben aber einen Einfluss auf die dominante Wellenlänge.

Gruß Dieter

... hmmm, ein Vorwiderstand ist da gewesen. Insofern denke ich nicht, dass es daran lag. Aber vielleicht hat der einen anderen Wert? Kann das einen Einfluss haben? Bei der Wellenlänge steht auf der Distrelec Webseite bei Peak 660 nm und dominant bei 640 nm. Was immer das auch heisst...

Ich habe sie dauerhaft an gehabt, also nicht ein schnelles Blinken oder so und deshalb eine andere Helligkeit. Wie gesagt, an der einen Stelle erscheint sie weinrot und an der anderen eher orange. Einen Unterschied in der Helligkeit konnte ich nicht (subjektiv) feststellen, sondern nur in der Färbung.

Na ja, Problem ist gelöst. Ich habe die weinrote an einer anderen Stelle angelötet. Jetzt sind sie gleich. Und den deshalb überflüssigen Vorwiderstand habe ich auch rausgenommen.

Wenn die Drähte glühen, dürfte die LED wohl eher nicht mehr leuchten, oder? ;-)

Merci für die Antworten.

cul8er Paul paul.foerster@gmx.net

... nein, 25. ;-) Nein, im Ernst, der Umbau ist von 2009, also nicht wirklich alt.

... ja, sowas in der Art. Es ist eine 1541 Ultimate batch 2, also eine mit Ethernet Anschluss. Und ja, damit im Netz surfen geht. :-)

... es glüht nichts und wird auch nicht warm. :-)

cul8er Paul paul.foerster@gmx.net

... nein, es ist eine eingebaute 1541U. Und weil sie eingebaut ist, möchte ich die LEDs ja sehen. Deshalb runter mit dem SMD Zeug und normale LEDs per Drähtchen verbunden.

... er ist zumindest jetzt gleich, weil ich beide, Disk Activity *und* Power LED jetzt von der Karte nehme. Ich habe eben einfach die SMD LEDs durch normale mit Drähten ersetzt. Das scheint prima zu tun. Es wird nichts warm und die Feuerwehr musste ich auch noch nicht rufen.

cul8er Paul paul.foerster@gmx.net

... ouch! Das heisst, ich müsste den Vorwiderstand vergrössern? Auf der Karte sitzt aber schon ein Vorwiderstand. Wie würde ich denn feststellen können, welchen ich dann brauche?

cul8er Paul paul.foerster@gmx.net

... das war ganz klar keine optische Täuschung. Die Gehäusefarbe ist beige-braun, und zwar überall.

cul8er Paul paul.foerster@gmx.net

Nein, er hat Weihnachten eine Zeitmaschine bekommen. Wenn Paul demnaechst fragt, wieviele Sesterzen ein neuer Docht kostet dann ist vermutlich einer der Taster mal kurz haengengeblieben :-)

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/ "gmail" domain blocked because of excessive spam. Use another domain or send PM.

"Paul Förster" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@mid.individual.net...

In den du den aktuellen Strom misst.

Wahrscheinlich.

Den kannst du ja austauschen, oder in deine Leitung einen zweiten bauen, der zusammen mit dem schon vorhandenen den nötigen Widerstandswert bildet.

Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at gmx dot net homepage: http://freenet-homepage.de/mawin/ de.sci.electronics FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/ Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask. Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.

Paul Förster schrieb:

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Gruß Dieter

Hallo,

Dieter Wiedmann schrieb:

Ich habe den später geposteten Link mal angesehen. Du weißt aber auch dass das menschliche Auge spektral nicht besonders hoch auflösen kann und über ein gewisses Interval mittelt? Und dass die dominante Wellenlänge da realtiv uninteressant ist, bei den üblichen Unterschieden gar nicht wahrgenommen werden kann? Es gilt da eindeutig die Dominante Wellenlänge. Und diese ist in der Praxis als gewichtete Schwerpunktwellen- länge aufzufassen.

Die von Dir genannten Einflüsse sind IMHO zu gering um erkannt zu werden. Da macht das Auge vorher schon viel Schabernack mit dem Licht und liefert Dir ein falsches Bild ab. Das Verschieben des Farbempfindens mit der Helligkeit hat starken Einfluss auf die Wahrnehmung.

MfG

Uwe Borchert

Dann nimm mal jeweils eine rote und eine grüne Standard-LED her und erhöhe bis zu deren Tod die Stromstärke am Labornetzteil...

-ras

Ralph A. Schmid http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/ http://www.bclog.de/

... das ist schön erklärt, merci für den Link. Aber da die Wahrnehmung nun mal subjektiv ist, gibt es vielleicht irgendwo einen Regenbogenstreifen mit Angabe der Wellenlängen (speziell mit Vergösserung an den üblichen Wellenlängen im Farbsprektrum?), damit man sich ein Bild machen kann? Für meinen C64 ist das natürlich nicht nötig, aber mal so aus Neugier allgemein. Und mit Angaben wie 660 nm kann ich nicht wirklich einen bestimmten rot-Ton verbinden.

cul8er Paul paul.foerster@gmx.net

Paul Förster schrieb:

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Das Problem wird aber sein, dass dein Monitor die Farben ja auch nicht ideal wiedergibt.

Gruß Dieter

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