Bootstrapping

Sep 11, 2024 Last reply: vor 1 Jahr 206 Replies

Das ist doch was ganz anderes. Ein DC/DC-Wandler, das Prinzip hat doch nichts mit "Aufstocken" / "Hochsetzen" der Betriebsspannung wie bei "Bootstrap" zu tun. Auch nicht mit "boost" (also Verstärkung / Leistung erhöhen).

Am 13.09.24 um 21:43 schrieb Marte Schwarz:

Hm, seit wann etwa sind die so "quasi unbegrenzt lagerfähig"?

Doch, ein Hochsetzsteller (so ist nunmal der deutsche Begriff, ich habe das nicht erfunden) ist das, was im englischen "boost converter" oder "step-up converter" heisst.

Nochmal: "boost" hat nichts mit "verstärken" zu tun. Da Dir mein Zitat aus Wiktionary anscheinend nicht gefällt diesmal AHD:

  1. To raise or lift by pushing up from below. See Synonyms at lift.
  2. a. To increase; raise: boost prices; efforts to boost participation in the program; moved my wireless router away from obstructions in order to boost its signal. b. To assist in further development or progress: a bill intended to boost local charities.
  3. To stir up enthusiasm for; promote vigorously: boosted their school with rallies and fund drives.
  4. Slang To steal or rob, especially by shoplifting or pickpocketing. v. intr. Slang To engage in stealing, especially shoplifting or pickpocketing. n.
  5. A push upward or ahead.
  6. An encouraging act or comment.
  7. An increase: a big boost in salary.

Passt also wie Faust aufs Auge zum "boost converter".

Ja, bootstrap ist was anderes, was man daran erkennt, daß es ein anderes Wort dafür gibt ;-)

cu Michael

Am 14.09.24 um 00:30 schrieb Sieghard Schicktanz:

Blödsinn. Lesen kannst du doch schon? Deine Rechthaberei um jeden Preis kann einem ja sowas auf den S...selbigen gehen. Mach' mal so weiter, dann werde ich mal ein bisschen deutlicher.

Meinste.

Da Dir mein Zitat aus

Schön, hab' das mal durch den Google-Übersetzer geschickt:

Hat überhaupt nichts mit Verstärkung zu tun, ach wo, niemals nicht. ;)

EOD!

Am 14.09.24 um 13:29 schrieb Hartmut Kraus:

Und zerlegen wir das nochmal ein bisschen - dran 'rumdeuteln, bis es exakt in mein Schema passt, kann ich auch! ;)

Na gugge an, was wird da "hochgedrückt"? Z.B. eine Aufzugskabine (auch wenn sie wohl eher gezogen wird). Und was wird da "verstärkt"? Exakt, ihre die potenzielle Energie.

No comment. ;)

Na schau mal einer an, was man so alles (ver-)stärken kann. ;)

Ok, das verstärkt nur den unrechtmäßigen Besitz des Diebes, aber immerhin. ;)

... verstärkt die potenzielle Energie (hatten wir schon), wer wollte das bestreiten?

Verstärkt die kinetische Energie - Gegenargumente?

Verstärkt die Motivation, sag' ich mal. ;)

Verstärkt das Einkommen (für dieselbe Arbeitsleistung).

Nee, gelle? ;)

Dafür gibt's den Fachbegriff "percussive maintenance" ;-)

Bei Computern dann mit 'nem toten Huhn drüberwedeln, der Einfachheit halber gerne in der Version aus Gummi. Gibt es sogar Dokumentation dafür: RFC2321 "Reliable Internet Troubleshooting Agent".

SCNR, Alex.

Hi Hartmut,

Ich schätze mal, meine Bestände sind ca. 40 Jahre alt und haben keine Alterungsanzeichen.

Marte

Am 15.09.24 um 01:49 schrieb Marte Schwarz:

Mal gecheckt? Also auf einen möglichst dicken sofort die volle Spannung geben ...

Hallo Hartmut,

Den Anwendungsfall habe ich so gut wie nie. Das kann ich mir auch nur bei einem zu knapp dimensionierten Netzteil vorstellen. Die Niederspannungsteile, die ich bisher als Ersatzteile herausgegriffen hatte, lagen aber bisher kapazitiv wie ohmisch im normalen Bereich uns hatten keinierlei Probleme bereitet, auch nicht bei Schltnetzteilanwendungen im Sekundärbereich. Meine Hochvoltelkos sind noch nicht soooo alt, höchstens knappe 20 Jahre. Die können nominell 400 V ab. Da hatte ich in den letzten 5 Jahren ca. 5 direkt nach den Gleichrichterdioden ausgetauscht. Da gabs auch keine Probleme. Neuerdings hab ich ein Hochspannungstesterchen in der Art:

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könnte man die Spannungsfestigkeit testen. Das geht strombegrenzt nach oben. Muss ich direkt mal ausprobieren, was da mit einem fingerdicken Becherlein passiert ;-)

Marte

Mach es doch mal mit einem der bei eBay öfter angebotenen, direkt nach dem Kriege gefertigten Elkos (oft drei in einem Pott).

Grüße, H.

Hi Heinz,

ein Thema gewesen sein. Spätestens Ende der Neunziger nicht mehr

Derart antike Ware würde ich nie fürderartige Schauspiele opfern. Da ist die Gefahr zum einen real, dass ungesunde Stoffe freigesetzt werden und zum anderen ist das eine riesige Sauerei. Ich hab das bei Vater mal gesehen, als es einen dickeren Elko in einem Messgerät (Transientenrecorder von anno Mitte der Siebziger, das war quasi der Nf-Vorgänger der Digitaloszis von heute) zerlegt hatte. Nein, den hatte es nicht jüngst zerlegt, sondern Mitte der Achziger und im laufenden Tagesgeschäft. Das Teil war bei Vater im regelmäßigen Einsatz.

Marte

Am 16.09.24 um 08:08 schrieb Marte Schwarz:

Wozu sollen die sonst noch gut sein? ;) Im Ernst: Wer baut denn heute noch solche Riesentöpfe in Geräte ein - die sind doch heute bei gleicher Kapazität und Nennspannung um ein Mehrfaches kleiner.

Am 12.09.24 um 13:09 schrieb Hartmut Kraus:

Irgendwie verständlich, dass keiner was dazu sagt. ;)

Also was sagt die Theorie: Um Schwingungen zu verhindern, muss man dafür sorgern, dass die geschlossene Schleifenverstärkung bei der Frequenz, auf der es schwingen will, schon unter 1 ist. Dann sollte Ruhe sein. Theoretisch. Hab' also den C in der Gegenkopplung von den mitgelieferten

10pF auf 1nF erhöht. In der Simulation ergibt das, dass die Verstärkung schon bei so <~100kHz so weit 'runter ist. So weit die Theorie. Praktisch schwang das Ganze fröhlich weiter, so mit 1,3MHz (übrigens ein sauberer Sinus). ;) Hab' also den C mal ganz weggelassen (in der Standard-App im Datasheet ist der auch nicht drin). Und siehe da - nix schwang mehr.

Im Leerlauf. Mit 4Ω Last ging's wieder los. Wer kann das erklären? ;)

Schnauze voll - wozu habe ich in meiner Bassbox 2*8Ω, die kann ich statt parallel auch in Reihe schalten. Habe also mal mit 16Ω getestet (mit Widerständen, nicht mit der Box, ich habe Nachbarn). ;) Und Ruhe is!

Das aufgepoppte Netzteil gibt genug her - RMS-Test (jetzt die komplette Brücke): Begrenzungseinsatz bei 44V, das macht an 16Ω 121W. (Kühlkörper nicht unbedingt anfassen, wie gesagt.) Die Lautsprecher vertragen aber lt. Aufdruck "nur" 2*50W, also legen wir mal 40V / 100W als das Höchste der Gefühle fest.

Bin also - nun ja, nicht gerade stolz, dass ich so lange gebraucht habe, das so hinzutrimmen, aber zufrieden schon. ;)

Und wer jetzt meint, 100W sind doch gar nix (was, Helmut?), ;) der soll mal herkommen und das Kitzeln im Bauch spüren. ;)

Am 16.09.24 um 12:52 schrieb Hartmut Kraus:

Ähm, den Netztrafo nach einer gewissen Zeit lieber auch nicht mehr. Der fing plötzlich an, leise zu knistern, aber sonst ist nichts passiert. ;)

Am 17.09.24 um 05:44 schrieb Hartmut Kraus:

[BrückenVerstärker schwingt]

Hallo

wie hast Du gemessen?

nur über einem Verstärker oder über den Lautsprecher?

Mir fällt hier besonders auf, daß die Schwingungen nicht über den gesamten Verlauf erfolgen sondern nur ca. über die halbe Sinuskurve.

IMHO spricht das ein wenig dafür, daß nur eine Hälfte der Brückenschaltung (Verstärker oder Stromversorgung) für die Schwingungen verantwortlich ist.

Ich würde beide Verstärker auch mal einzeln überprüfen im Leerlauf und mit Last.

Sind beide Lautsprecher ok?

Falls es ein Boucherotglied gibt dann kann man das auf den Widerstand des Boucherot-Gliedes anpassen.

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Ich habe Deine Schaltung gerade nicht parat.

Zum Testen von Schwingneigung und der Verhinderung ist ein Rechtecksignal mittlerer Frequenz (etwa 1 kHz) gut geeignet.

Falls es Überschwinger gibt muss man die Werte der Gegenmassnahmen weiter verbessern - ähnlich wie beim Abgleich eines Oszilloskoptastkopfes.

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Bernd Mayer

Am 17.09.24 um 08:13 schrieb Bernd Mayer: > Am 17.09.24 um 05:44 schrieb Hartmut Kraus: >> Am 16.09.24 um 12:52 schrieb Hartmut Kraus: >>> Am 12.09.24 um 13:09 schrieb Hartmut Kraus: >>>> Am 12.09.24 um 13:06 schrieb Hartmut Kraus: >

Nur mit dicken Widerständen als Last. Wie gesagt: 100W auf die Lautsprecher tun, und das auch noch RMS, wäre in der Bude hier sträflich. ;) (Vielleicht 30m², "Innenwände" zwei Regips-Platten auf einem Stahlgerippe, also man hört, wenn der Nachbar Klopapier abreißt, ;) "Außenwände" so, dass im Winter innerhalb einer Viertelstunde der Kaffee in der Tasse gefriert, wenn die Heizung mal ausfällt.) ;)

Nö, hab' auch beide Brückenzweige einzeln getestet - sowohl der invertierende als auch der nichtinvertierene zeigen (an 4Ω Last) dieselbe Macke: Einen schönen Sinus mit ~1,3MHz. Die ganze Brücke auch. Also 16Ω, und Ruhe is.

[x] Done. Ergebnis bekannt. ;)

Gehen wir mal davon aus, dass sie sich seit dem letzten Betrieb (so vor ein paar Wochen) nicht kaputtgestanden haben. ;)

Bitteschön (ok, nicht ganz auf dem aktuellen Stand, bin noch beim Simulieren, was den /ganzen/ Pegelplan betrifft):

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Noch so ein "Dreckeffekt": Die 47µ (in der Gegenkopplung gegen Masse) konnte ich im invertierenden Zweig weglassen, der nichtinvertierende spielt dann erst recht verrückt. Hast du vielleicht wenigstens dafür eine Erklärung? ;)

Och, hier reichte schon ein Sinus am Eingang, wie gesagt. 40Hz, also "bassgerecht" ;)

Das geist- und nervtötende Gewummere vom Nachbarn sowieso, auch (oder gerade weil) das nur so ein Spielding von "Box" an seinem Handy ist. Das erzeugt ja keine echten Bässe, nur Residualtöne, und für die sind diese Pappwände hier kein Hindernis.

Wenn's wenigstens Musik wäre, aber was der sich antut ("Metallica" bis zum Erbrechen, ohne jedes bisschen Takt, Rhytmus, Melodie oder gar Harmonie - da hört man doch nicht, ob einer falsch spielt), ist wohl für jeden mit ewas Musikalität und Geschmack behafteten außerhalb jeder Zukmutbarkeitsgrenze. Das machste diesem plumpen Typen zwar nie begreiflich, aber wenigstens konnte ich ihn bewegen, das wenigstens nachts zu unterlassen. (Der schläft wie ein Toter, mit oder ohne Beschallung, aber ich nicht.) ;) Aber meine Überzeugungsarbeit hat nicht lange vorgehalten, seit so 2...3 Wochen kann ich seinen Schrott wieder quasi zu jeder Tages- und Nachtzeit "genießen", ganz sporadisch. Also wenn mein Amp wieder funzt, und ich mir das noch einmal nachts anhören muss, drehe ich mal auf, dann wackeln die Wände. Dann kann er von mir aus die Bullen rufen, denen werde ich was erzählen. ;)

Am 17.09.24 um 09:27 schrieb Hartmut Kraus:

Ähm, beim Netzteil habe ich auch nicht gegeizt:

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Ok, aus dem Trafo (lt. Hersteller 36V/3A) kann man schon 150W 'rausquälen, aber nicht ewig, wie gesagt, er fing nach vielleicht so

1/2h schon an, leise zu knistern. ;) Das kommt aber im Normalfall ja auch nicht vor, also ich gedenke mal, die Sicherung "für alle Fälle" im Sekundärkreis so mit max. T3,15A zu ersetzen.

Hallo Hartmut,

Denkmalschützer. Die restaurieren nur mit Material aus der gegebenen Zeit, um die Authentizität der Werke zu erhalten. Im Ernst, ich hab das schon gesehen, dass die die defekten Elkos ganz vorsichtig geöffnet hatten, um einen neuen Elko statt des vertrockneten darin zu versenken. Das ist weniger Aufwand, als die Folien abzuwickeln und mit neuem Elektrolyt auszustatten... Letztlich wäre ja auch das neue Elektrolyth nicht mehr aus der Originalzeit.

Antiquitätenspezialisten denken anders.

Marte

Am 17.09.24 um 09:44 schrieb Hartmut Kraus:

Hallo,

das Netzteil begrenzt möglicherweise unsymmetrisch laut Deinem Oszillogramm

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Oder ist die Verstärkerschaltung verantwortlich für die unsymmetrische Begrenzung?

Ein Netzteil mit Halbwellengleichrichtung würde ich *niemals* für einen hochwertigen Verstärker verwenden.

Schau Dir mal die Spannungen über den Ladekondensatoren an bei Belastung.

Sind da alle Elkos In Ordnung

Bernd Mayer

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