Natürlich ist er das. Explodieren kann sowieso garnix, höchstens freigesetzter Wasserstoff.
Richtig ist folgendes: Die Kettenreaktion kann man per Notabschaltung nahezu instantan komplett stoppen. Aber ein großer Teil der Spaltprodukte sind hochreaktiv und setzen beim Zerfall Wärme frei. Und den radioaktiven Zerfall kann nichts stoppen.
IIRC ist er aber nach sieben Tagen weit genug abgeklungen, daß der Reaktor ohne Schmelze diese Wärme über die Außenhülle abgeben kann. Aktive Kühlung ist vor allem am Anfang wichtig.
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A
Axel Berger
*Dieter Wiedmann* wrote on Wed, 08-04-09 18:47:
Erstmal 'ne ganze Weile nicht. Was übrigens durchaus ein Problem ist. Ingenieure lieben rein passive Sicherheit, die nurt vom Funktionieren der Naturgesetze abhängt und mögen es nicht, von etwas abhängig zu sein, was auch kaputtgehen kann. Deshalb schwärmen auch alle, die ihn kennen, vom Kugelhaufenreaktor. (Zumindest in Aachen -- ich habe noch bei denen gelernt, die ihn entwickelt haben.)
B
Bernd Laengerich
MaWin schrieb:
Dezent verschwigen wurde auch, daß er davon ausgeht, daß Nachschub an Treibstoff für das Notstromaggregat geholt wird bzw. das Stromnetz verfügbar ist. Aber wer soll den Sprit holen, es wird ja davon ausgegangen, daß keine Menschen mehr da sind...
Aber wie Dieter schon schrieb, interessiert das von _uns_ keinen dann.
Bernd
M
Martin Laabs
Wird aber wohl eher nicht kritisch werden weil die Form nicht mehr wirklich geeignet ist genug Neutronen einzufangen. Das Problem mit dem Moderator wurde ja schon angesprochen. Kann natürlich alles trotzdem passieren. Aber viel problematischer ist, so erinnere ich mich jedenfalls, dass bei so einer Haverie die heisse Kernschmelze das mit sehr hoher Wahrschein- lichkeit vorhandene Wasser spaltet und es dann zu einer Knallgasexplosion kommt. Dagegen helfen dann auch keine Töpfer-Kerzen mehr ...
Viele Grüße, Martin L.
R
Robert Martinu
Dieter Wiedmann schrieb:
Da muss das heisse Kühlmedium trotzdem irgendwo hin, wo es die Wärme abgeben kann. Bei genug Leistung für eine Kleinstadt ist das ein Problem; Konvektion klappt nur, solange du eine relativ geringes Verhältnis von Wärme zu Kühlmittel hast. Und wenn die Wärmetauscher genug Oberfläche für effizenten Wärmeübergang bieten, dann hast du entsprechende Strömungsverluste, ohne Pumpen hast du im Tauscher vermutlich Dampf, während sich in den Kühltürmen fast nichts tut.
Robert
K
Kai-Martin Knaak
Besser nicht, denn dann gäbe es heftige Dampfexplosionen.
---)---
Kai-Martin Knaak
http://lilalaser.de/blog
R
Robert Martinu
Aber immerhin taugt das dann entwichene Wasser nicht mehr als Moderator. Da sollte sich schnell ein Gleichgewicht aus eindringendem Grundwasser und zum Verdampfen zur Verfügung stehender Wärme einstellen.
Robert
H
Horst-D.Winzler
Axel Berger schrieb:
=20
u=20
=20
Ich war anfangs von dem Prinzip sehr angetan. Wie gesagt anfangs. Anfangsvertrauen in die Kompetenz und Seri=F6sit=E4t der Aussagen der Atomkraftbef=FCrworter hat sich verfl=FCchtigt ;-)
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--=20 mfg hdw
H
Harald Wilhelms
Das:"
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" war nicht gemeint? :-) Fragt sich Harald
U
Uwe Hercksen
Dieter Wiedmann schrieb:
Hallo,
bei alten Brennstäben nicht, die müssen auch beim Auswechseln noch ständig mit Wasser gekühlt werden, ja sogar bei Transport im Castor.
Bye
R
Reinhard Kopka
Aber warum sollte das AKW nicht einfach weiterlaufen, solange alle Parameter in Ordnung sind. Das wird ja sowieso größtenteils ein Computer regeln. Gibt es wirklich eine Totmannschaltung ?
RK
F
Frank Buss
Ist nicht ganz fair, da er nicht allzu lange lief, aber bei Kosten des Reaktors in Höhe von 2,5e9 Euro (inklusiv noch anfallender Kosten für die endgültige Demontage) und einer eingespeisten Energie von 2,756e9 kWh kostete die kWh dann rund 1,10 Euro. Da nehme ich doch lieber die 5 bis 7 Cent aus Windenergie:
formatting link
Darf man auch gerne verdoppeln, denke ich mal, wenn man noch Speichersysteme für Windflauten zurechnen möchte.
Frank Buss, fb@frank-buss.de
http://www.frank-buss.de, http://www.it4-systems.de
M
Marte Schwarz
Hi Frank,
Nee, die Rechnung war wirklich nicht fair. Du hast nämlich einen Kardinalfehler gemacht: Du hast das Wort "endgültig" verwendet, wo nur die Kosten für die nächsten ca. 20 Jahre drin sind. Und ob diese Kosterechnung wirklich das wiedergibt, was das Hätscheln dieses Geländes und vor allem dessen Nichtnutzung für sinnvolleres noch nach sich ziehen wird...
Marte
D
Dieter Wiedmann
Uwe Hercksen schrieb:
Das Wasser im Kühlkreislauf ist ja noch vorhanden, und wird noch einige Tage nach der RESA umgewälzt, solange halt der Sprit reicht.
Gruß Dieter
H
Heinz Schmitz
"Bericht", . Ein wunderbarer Beginn für einen langen Thread, wenn schon die Startbedingungen undefiniert sind. Was heißt denn überhaupt: " .. alle Menschen auf einmal verschwunden ..."?
Als anständiger Mensch fährt man doch seine Anlage runter und macht das Licht aus, ehe man verschwindet.
Grüße, H.
PS Was würde passieren, wenn alle plötzlich intelligent wären?
F
Falk Willberg
Ingo Kaiser schrieb: ...
Gab es nicht mal den Vorfall, daß sich bei einem Test nacheinander alle (damals drei?) Aggregate abgeschaltet hatten, weil in allen der gleiche falsche Thermostat eingebaut war?
Wenn die vier vom gleichen Typ und vom gleichen Hersteller sind, würde ich nur ungerne von Redundanz sprechen wollen...
Falk
S
Stefan Brröring
Die Rechnung ist nicht fair, weil hier der Preis eines Prototypen mit dem von Anlagen, die quasi in Großserie gefertigt werden verglichen wird. Vegleich das doch mal mit den Kosten für den Strom, den damals der Growian produziert hat.
Und man kann eine sinnvolle Technik, die das Potential hat, alle Energieprobleme dieser Welt zu lösen auch durch massive Auflagen kaputtmachen.
Gruß
Stefan DF9BI
C
Christoph Müller
Axel Berger schrieb:
Und der explodiert ja bekanntermaßen nicht :-(
So ähnlich, wie PTC-Heizung sich auch den Strom allmählich selber abdrehen? Isoliere sie thermisch und sie brennen trotzdem durch. Sie hören halt einfach nicht auf zu heizen. Sie heizen lediglich WENIGER. Wenn diese Wärme nicht abgeführt wird, geht die Heizung gnadenlos kaputt. Einem Kernkraftwerk wird's nicht anders gehen.
Eben. Folglich ist eine bestimmte MINDESTkühlleistung unabdingbare Voraussetzung. Diese Kühlleistung muss auch noch beim Ausfall sämtlicher Systeme sichergestellt sein.
Wie gesagt - PTC-Heizungen brennen auch mit sehr kleiner Leistung durch, wenn die Kühlung icht sichergestellt ist. Obwohl diesen Heizungen gerne nachgesagt wird, dass sie "eigensicher" wären. Sind sie aber trotzdem nicht.
Lass' mal das Wasser im Reaktor verdampfen - wie funktioniert der Wärmetransport dann ohne ein so hochpotentes Kühlmittel? Dann gibt's z.B. nur noch Luft und an ein paar wenigen Stellen direkten Wärmekontakt zur festen Umgebung. Reicht diese Kühlleistung WIRKLICH aus?
Servus
Christoph Müller
http://www.astrail.de
H
Horst-D.Winzler
Stefan Brr=F6ring schrieb:
s
d
r
l=F6st?
lassen
Man h=E4tte die Steuerst=E4be von unten ins System fahren k=F6nnen. Das h= =E4tte die Kugeln geschont. Nur diese L=F6sung schlo=DF sich aus. Es mu=DFte unbedingt sichergestellt werden, das bei Stromausfall das System runtergefahren wird.
n
Hat auch nicht so funktioniert wie erhofft.
er
Siehst du richtig. Es ist auch nie wirklich erkl=E4rt worden, warum man das nicht vorher hinreichend getestet hat.
Hinzu kam, das die f=FCr die Genehmigungen notwendigen Unterlagen nie vollst=E4ndig und mW auch nie Termingerecht eingereicht wurden.
--=20 mfg hdw
C
Christoph Müller
Axel Berger schrieb:
Da kann aber auch was kaputt gehen. Z.B. die Kugeln selber. Dann stimmen die Abstände nicht mehr und es kommt zu Hotspots im System. Weil die Abstände nicht mehr stimmen, verringert sich auch Durchströmung mit dem Kühlmedium, was die Ausprägung von Hotspots zusätzlich fördert. Irgendwann wird jede Materie den festen Zustand verlassen. Praktisch werden Keramiken i.d.R. erst weich, bevor sie flüssig werden. Eine Verformung der Kugeln führt dazu, dass die Abstände noch weiter verringert werden und noch mehr Kettenreaktion stattfindet.
Da kann man also nur hoffen, dass man die defekten Kugeln möglichst rechtzeitig und vollständig aus dem System raus kriegt. Der Kuckuck holt einen, wenn mal ein paar in unmittelbarer Nähe brechen...
Servus
Christoph Müller
http://www.astrail.de
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