Kann auch Elektronik nach Diesel riechen?

Oct 27, 2024 Last reply: 1 year ago 67 Replies

Wohl ja. Die Aktien von SMA, Deutscher Hersteller von u.a. PV-Wechselrichtern, sind Mitte 2024 erheblich eingebrochen. Dazu habe ich etwas gegoogelt und fand:

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"In December 2023, we exposed how German solar equipment manufacturer SMA Solar Technology AG improperly capitalized EUR 146 million in expenses to an opaque balance sheet account that was neither depreciated nor tested for annual



---->> impairment. The incorrect capitalization boosted SMA Solar’s profitability for years. As a result, the company achieved a three-year average EBITDA margin of 3%, the threshold above which the SMA CEO is entitled to his bonus. In addition, SMA Solar deviated from IFRS standards and the published FCF figures do not match the previously published numbers. The company rejected our findings but had to cut its sales and profitability forecasts in June 2024, warned of a possible impairment of the obscure balance sheet account in August 2024 and announced a restructuring program in September 2024." Details hier, als pdf. Die Verbindung von Elektronik und Finanzen. Sehr lesenswert, ebenso wie diverse Web-Publikationen zu den beteiligten Personen:

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"12/18/2023 We are short SMA Solar Technology AG (XETRA: S92) because, in our opinion, the company has been doctoring its financial statements for the past five years."
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"12/19/2023 ... and highlight how the company misled investors by not prominently disclosing that SMA Solar had to restate its 2021 financial statements. In addition, we attached our questionaire that is still unanswered by SMA Solar."
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"24.10.24 10:00 ... Damit hatte sich der Wert der Investition um 74,84 Prozent verringert."



Hoffentlich hat es niemanden von Euch erwischt. Ich habe einen SMA-Wechselrichter im Keller, und seit drei Jahren tut er, was er soll. Von daher ist es also für mich noch ok. Die Informationspolitik des Unternehmens ist allerdings unterhalb von ungenügend. Sie knallen dem Kunden bei einer Frage einfach die Tür vor der Nase zu: "Geh zu Deinem PV-Installateur, der soll uns fragen." Warum ständige Erreichbarkeit ihres Teils über das Web gefordert wird, ist unklar, ebenso wie fast alles über die Daten-Seite.



Grüße, H.


Ist doch ganz einfach: Damit Du zwecks Proktoskopie nicht extra zum Internisten latschen musst.

MfG hjs

Wird sie das? Mein Deye ist zwar im verschlüsselten WLAN (ich hoffe, das stellt ihn zufrieden und er sieht nicht nach anderen Zugängen um) kommt aber nicht nach draußen. Er funktioniert trotzdem. Ärgerlicherweise ist sein AP nicht abschaltbar und aus größerer Entfernung erreichbar als mein extra angebrachter Außen-AP unter der Balkondecke.

Im Kaufvertrag: "Um den Betrieb, insbesondere Softwareupdates und das Monitoring der Anlage zu gewährleisten, ist eine Anbindung der Anlage an das Internet nötig. Hierfür stellen Sie dem Verkäufer einen geeigneten, LAN-gebundenen Internetzugang zur Verfügung."

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"09.10.2024 „Wechselrichter sind das Hirn jeder Solaranlage aber leider auch vermehrt das Ziel von Hackerangriffen. Wir können im Vergleich zu anderen Wechselrichter-Herstellern und Monitoring-Portal-Betreibern im Bereich Cybersicherheit mit einer Vielzahl von Sicherheitsmaßnahmen punkten. Das TÜV-Zertifikat ist ein Beweis für die hohe Qualität und Zuverlässigkeit der implementierten Sicherheitspraktiken“, sagt Marek Seeger, Information Security Manager bei SMA.

SMA ist da heute bemerkenswert zurückhaltend. Wenn ich mich richtig erinnere, haben die mal einen Prozeß gegen den Verbraucherschutz verloren, weil sie die Garantie für Akkus an die ständige Internet- Verbindung geknüpft hatten. Ich finde den Bericht im Web aber leider nicht mehr, auch nicht die wörtliche Anweisung zu einem Anschluß. Vom Verkäufer wurde ich mit dem Hinweis ruhiggestellt, dass eine solche Anbindung heutzutage von allen Wechelrichterherstellern verlangt würde.

Mein Wechselrichter mosert sofort unter "Ereignissen", wenn ich den Router ausschalte.

Grüße, H.

Ja und? Erfüllt er seinen Zweck trotzdem vollständig oder nicht? Gut, Leistung und Ertrag teilt mein Deye nicht mir mit sondern nur seiner Klaut (wenn ich ihn ließe) und die erlaubt mir gnädig, da um Weitergabe zu ersuchen. Und? Deren Meßwerten vertraue ich ohnehin nicht sehr, ich habe für 13.5 Euro einen externen Zähler von Shelley in der Leitung.

Es gibt wohl 'Deyes', bei denen in etwa folgendes funktioniert:

" ... Ich frage alternativ einfach von einem RasberryPI aus die URL "http://192.168.178.xx/status.html" des Wechselrichters ab. (Diese IP ist diejenige, die der Wechselrichter vom Router bekommen hat). Die zurückgelieferte Seite beinhaltet die aktuelle Wattzahl, KWH des aktuellen Tages, KWH gesamt und noch ein paar Kleinigkeiten. ..."

Als ich das neulich mal bei einem Kollegen versucht hatte, musste ich allerdings in den Quelltext gucken, um die ermittelten Werte sehen zu können.

Jochen

Ja geht. Aber wozu? Was soll ich damit? Der Shelly ist in den Home Assistant eingebunden und mit dessen Werten kann ich rechnen und Diagramme zeichnen. Wenn ich irgendwo selbst ablesen muß, nützt mir eine Browserdarstellung ohne API auch nicht mehr als ein Ferrariszähler. Das war mal Stand der Technik.

N.B: Was ist eine Wattzahl? In

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sie zu fehlen.

Hallo Heinz,

Du schriebst am Mon, 28 Oct 2024 14:14:09 +0100:

...

... Tjaa - das ist doch einfach die logische Folge der "always on line"- Mentalität der "Händie-Generation". Alles ist ständig öffentlich, zu machen und zu halten. Schließlich hat doch heute auch keiner ein Schloß an seiner Haustür, und schon garnicht auch noch mit einer kodierten Schließung (aka "Schlüssel")...

Hallo Axel,

Du schriebst am Mon, 28 Oct 2024 17:34:38 +0100:

Direkt, ohne Umweg über eine "Klaut"? Schön für Dich, daß Du das kkannst.

Aber nicht doch - die Browser-Darstellung _IST_ das "API". Das ist HTML, und das ist gut dokumentiert und automatisch verarbeitbar. Ein Shell- Skript reicht dazu, oder hast Du keine Ahnung vom Programmieren oder willst Dich partout nicht dazu herablassen?

Ich schrieb doch, dass er schon drei Jahre tut was er soll. Allerdings fühle ich mich ausgeliefert - ein Fremder ist in meinem Netz und ich habe keine Ahnung, was er da macht. Hat es ein update gegeben und warum? Wo sind die Daten? Wie lange hält er die Daten? Warum gibt er plötzlich nur noch Grafiken für die letzten fünf Tage? Warum sind die Daten von gestern heute anders als gestern? Geht er auch morgen früh noch? Warum könnte er ein Problem haben? Wieviel Geld muss ich für den Notfall zurücklegen?

Lauter solche Sachen - die degradieren Dich zum Schützen Arsch: Mach dies, mach das - und keine Erklärung.

Das Nutzer-Interface ist an sich ok. Bis auf das ganze Unerklärte. Du stehst an der Haltestelle und wartest auf den Bus. Kommt er, oder kommt er nicht? Fahrplan gibts nicht.

Da sehe ich auch das Problem in deren Buchhaltung. Natürlich können die das machen wie sie wollen. Dann müssen sie eben auf die erste Seite ihres Geschäftsberichtes schreiben, dass sie eine neue Art von Buchhaltung erfunden haben. Aber so zu tun als machten sie es wie alle Anderen, und es dann doch hintenrum anders machen, wegen eines Vorteils - das geht garnicht.

Grüße, H.

Das meinte ich nicht, dachte das sei aus dem Kontext klar. Erfüllt er seinen Zweck, wenn Du ihm den Zugang nach draußen abdrehst? Meiner ja. Warum auch nicht? Er zieht per MPP das Maximum aus den Panels, das sie liefern können, und speist das sauber in mein Hausnetz ein. Mehr kann er nicht und mehr soll er nicht können.

Alle Plauderei habe ich ihm erfolgreich verboten. Sollte es irgendwann tatsächlich ein Update geben und sollte das für mich so erkennbare Vorteile bieten, daß ich es haben will, kann ich immer noch die Verbindung für eine halbe Stunde öffnen. Wenn es so weit ist, werde ich versuchen herauszufinden, ob ich vorher seinen internen Speicher komplett löschen kann.

Ja was denn nun? "Er" gibt gar nichts von dem und kann es auch nicht. Wenn Du selber diese Cloudfunktionen derart intensiv nutzt und nutzen willst, dann beschwer Dich nicht über ihr Vorhandensein. Das ist einfach schizophren. Ich weiß nich einmal, was diese Cloud mir alles schönes zu bieten hätte, und will es nicht wissen. Wozu auch?

Nein, Du tust das. Wenn Du Dich wie ein Zootier voll umsorgen läßt, bestimmt der Wärter, was Dir vorgesetzt wird. Die Käfigtür steht weit offen. Geh raus, sei frei und jage selbst. Wenn Dir das zu mühsam ist und Du Vollverversorgung vorziehst, dann jammer nicht.

Verstehst Du, was du damit sagen willst? Ich zu's nicht.

Das werde ich vielleicht ausprobieren, nachdem die Garantiezeit abgelaufen ist. Das jetzt zu tun, ohne jegliches Wissen über die Funktionsweise, halte ich für Leichtsinn. Bei einem 6 kW-Teil.

Das"Warum auch nicht" ist genau die richtige Frage :-).

Wenn ich ihn nicht abgebe und mich einer kommunikativeren Firma zuwende, wenn es eine solche gibt.

Richtig. Von SMA kriegt man sie aber aufgedrückt. Friß oder Stirb.

Die nettesten Typen bei denen sind die Verkäufer. Und die, welche Dir nach Abschluß der Arbeiten klarmachen, dass Du einen fetten Bonus bekommst, wenn Du eine gute Bewertung abgibst. Ich habe aber keine Bewertung abgegeben. Wie Du richtig sagst, war es ja meine Dummheit. Aber noch ein Jahr zu recherchieren war mir zu aufwendig. Bei der Wärmepumpe kommt vermutlich das gleiche Problem wieder.

Das bezog sich auf die Erwartung der Kunden bezüglich aufrichtiger Bedienung und auf die Art ihrer Buchhaltung.

Grüße, H.

Am 29.10.2024 um 10:38 schrieb Heinz Schmitz:

Das Gerät zerstört sich selbst, wenn die IP Verbindung nach draußen weg ist?

Eric Bruecklmeier schrieb:

Je nun. Nur weil bei den beiden mal wieder die Paranoia durchbricht, heißt das doch nicht, dass SIE nicht doch hinter ihnen her sind. Selbstzerstörung für Datenverweigerer!!!

Ich verstehe allerdings nicht recht, warum jemand sich solche Geräte zulegt, wenn ihr Verhalten nicht zusagen mag. War es mal wieder der Preis? Sonstige Eigenschaften egal?

MfG Rupert

Eben nicht. Direkt davor schrieb ich:

Die Cloudfunktionen sind ein Angebot, das Du komplett ablehnen kannst. Du hast dann natürlich ein nacktes Elektrogerät ohne Weboberfläche wie Deinen Kühlschrank und Deine Waschmaschine. Das reicht auch.

Jetzt eerweiterst Du aber das Thema. Ich spreche nur vom Wechslerichter und seiner Funktion. Meinen habe ich selbst eingebaut und eingerichtet. Am Handwerker und Einrichter habe ich nichs zu meckern, auch wenn es zweifellos bessere gibt.

Ich habe bei einem örtlichen Fachanbieter mit Beratung explizit nach einem Wechselrichter ohne Cloud(-zwang) gefragt und angeküdigt, wenn er einen liefern kann, seinen deutlich höheren Preis für die Gesamtanlage zu bezahlen. Hat sich trotz anderslautenden Versprechens nie wieder gemeldet. M.W. gibt es das nicht.

Also wurde es der große Monopolist. Die ganze Meß- und Erfassungstechnik im Wechselrichter ist jetzt eben ungenutzt, aber damit kann ich gut leben. Ich habe ihn allerdings eingerichtet und bin mit Standort in der Herstellerdatenbank verzeichnet. Das schien mir akzeptabel genug, um eine Umgehung gar nicht erst zu versuchen. Vermutlich wäre auch das nicht nötig gewesen.

Axel Berger schrieb:

Wer ist den deiner Lesart nach der große Monopolist?

Gelegentlich gibts durchaus eine, ohne Umweg über die Cloud, lokal zugängliche Schnittstelle, welche bereitwillig Zugriff auf noch deutlich mehr Daten erlaubt, als es die Weboberfläche vermuten lässt.

MfG Rupert

Damit der Hersteller sagen kann "Ich schau dir in die Daten, kleines" und die Betriebs"lizenz" DRM-Verdongelt aktualisieren - oder ggf. auch verweigern könnte. Zum Beispiel und ganz nach Laune von John Deere ähh des Großmoguls der "kalif sein will anstelle des Kalifen"... ;-/

Just my 5ct. Wenn man dem Hersteller alles üble zutraut dann wird man heute leider nur selten Positiv überrascht.

Hat der wirklich einen eigenen WLAN Accesspoint den du nicht abschalten kannst UND ist zusätzlich noch in deinem eigenen (üblicherweise verschlüsselten) WLAN als Client eingeloggt - an deinem Außen-AP oder einem anderen (als seinem eigenen)?

Hat der evtl. eine LAN-Buchse am Gerät? Verrückterweise würde ich die Taste zum Abschalten des WLANs eher dort suchen - wenn sie nicht in irgend einem menü eines evtl. eingebauten LC-Displays/Tasten zu finden ist.

Als Client UND eigenen AP macht m.E. ebenso wenig sinn wie per LAN und WLAN zugleich erreichbar zu sein.

Andererseits habe ich auch schon von Druckern gehört die Pro Standard (Airprint o.ä.) ein eigenes WLAN auf spannen - was ich ebenso bescheuert fände. Die Kanalressourcen sind endlich, und eh oft überlaufen.

Bye/ /Kay

Im Versandhandel? Jeff war wohl ein Bewunderer südamerikanischer Ströme.

Genau das habe ich vergeblich gesucht. Daß ich etwas nicht kenne besagt gar nichts für dessen Existenz, aber wenn Du einen konkreten Hinweis kennst, wäre ich interessiert.

Ja, aber das ist nicht ungewöhnlich. Viele Geräte tun das. Bei den meisten läßt sich deren AP aber abschalten, wenn er nicht mehr gebraucht wird. Immerhin ist es kein offener AP sondern WPA mit änderbarer Passphrase und in diesem WLAN braucht man dann zusätzlich noch den ebenfalls änderbaren User mit Password für die Oberfläche. Unsicher ist es nicht und sehr störend auch nicht, aber trotzdem eine Unschönheit.

Nein. Außenbereich und IP67.

Taste schon gar nicht. Die Shellys haben das im Menü. Wenn der Zugang ins eigene WLAN eingerichtet ist und man von dort aus zugreift, läßt sich der AP abschalten. Andere Zugänge als WLAN gibt es bei solchen Geräten in der Regel gar nicht.

Doch eigentlich schon. Es gibt keine Resetmöglichkeit außer im Menü. Wenn mein WLAN ausfällt und der AP abgeschaltet ist, kann ich gar nicht zugreifen.

WLAN und LAN schafft ein Fallback und ich war auch schon (mit dem Laptop) mit beiden Zugängen in zwei verschiedenen Netzen. Das kann praktisch und sinnvoll sein.

Es ist in allen Fällen derselbe Kanal. Und genauso wie etliche Rechner im WLAN keine Bandbreite kosten, solange sie nicht genutzt werden ist es mit mehreren virtuellen Zugängen auf ein Gerät.

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