Wenn einem ein gleich riecht er nicht genug ist...

Oct 03, 2024 Last reply: 1 year ago 249 Replies

Hi Volker,

Oder z. B. durch eine Verbindung durch abgeschirmte Leitungen. Aber selbst dann ist niemals der abgeklebte Schutzleiter die Ursache, sondern der Isolationsfehler, der ohne den abgeklebten Schutzleiter schon lange zur Auslösung der Schutzeinrichtung geführt hätte.

Darüber hinausgehende Erklährungsversuche sind mir bisher verborgen geblieben. Ich gehe davon aus, dass es hier nur noch um Gesichtswahrung und Rechthaben ging, weshalb für mich das Thema durch ist. Wenn noch was Vernünftiges kommt, freue ich mich. Der Rest kann mir gestohlen bleiben, der frisst nur Zeit.

Marte

Am 09.10.2024 um 13:31 schrieb Bernd Laengerich:

Und gegen Hände die gern an allen herum-zuppeln gibt es Abdeckstreifen für den netzseitigen Anschlussraum/unteren Anschlussraum.

Das sehe ich nicht. Es gabe einen Fehler mit Auslösung von was auch immer. Nach Austausch einer Kabeltrommel war der weg, Ursache unbekannt. Gleichzeitig ist bei der Gelegenheit ein abgeklebter Schutzleiter aufgetaucht, was bei einer Firma, die davon lebt, anderen mangelnde Sicherheit vorzuhalten, einigermaßen peinlich sein sollte. Mehr hat keiner beahuptet.

Ein Sachzusammenhang wurde von Lesern dazuphantasiert und dann, in guter alter Argumentationstradition, der selbstgebaute Strohmann abgeschossen.

"Bernd Laengerich" schrieb am 09.10.2024 um 13:37:26:

Bei nicht abgeklebtem Schutzleiter fließt der Strom, der ansonsten über die Audio-Masse in ein anderes Gerät fließen würde, über den Schutzleiter ab.

In Geräten mit 2-poligem Netzstecker (also ohne Schutzerde) findet man oft Kondensatoren, die jeweils Null und Phase mit der Gerätemasse verbinden. Das führt dazu, dass das Gehäuse auf 115 Volt gegen Null liegt (die Kondensatoren sind aber so bemessen, dass keine gefährlichen Ströme fließen können, d. h. man spürt nur ein leichtes Kribbeln, wenn man so ein Gerät anfasst). Ich wäre mir nicht so sicher, dass da keine Fehlerströme fließen können, wenn jetzt ein Strom von einem fremden Gerät mit abgeklebtem Schutzleiter auch noch über diese Kondensatoren fließt (oder umgekehrt die 115 Volt plötzlich an der Masse des Geräts mit abgeklebtem Schutzleiter anliegen). Genaueres kann ich dazu allerdings nicht sagen. Ich klebe keine Schutzleiter ab.

Gruß

Michael

Die letzten Äußerungen dazu deuteten durchaus stark darauf hin - aber egal.

Auch du hast eben mehr behauptet als hier irgendwo, faktenbasiert, zur Sprache kam. Erstens ist es bekanntlich nicht Aufgabe der betreffenden Firma, anderen mangelnde Sicherheit vorzuhalten, sondern vielmehr geht es wohl doch darum, festzustellen, ob wasauchimmer den jeweils maßgeblichen technischen Vorschriften entspricht und dies ggfls. zu bestätigen oder eben nicht. Zweitens gehst du ohne jede sachliche Grundlage davon aus, dass diese Firma die angeblich tags zuvor aufgebaute Musikanlage hätte prüfen und deren Fehlerhaftigkeit erkennen müssen. Wieso hätte sie das?

Nun ja. Der Hinweis auf den durch den abgeklebten Schutzleiter verursachten Kurzschluss bedurfte recht wenig Phantasie. Es genügte, den Beitrag zur Kenntnis zu nehmen, der diesen Teilthread auslöste. In news:<vdoo4q$2qp2$ snipped-for-privacy@news.nnpt.net> findet sich u.a. der Passus: | Bei der Probe gab es einen Kurzschluß und Sicherungen flogen raus. | Beim Suchen nach der Ursache hatte sich herausgestellt, Mitarbeiter | des TÜV hatten Tags zuvor schon eine kleine interne Feier veranstaltet | und wegen Brummen in deren Tonanlage den Schutzleiter abgeklebt.

Ob all das nun sachlich zutreffend ist oder nicht, wissen wir freilich nicht

MfG Rupert

Nein. Ich blättere jetzt nicht zurück, aber iirc waren es Mitarbeiter selbst, die das aufgebaut haben. Für Juristen ist eine Firma eine juristische Person, für normale ist sie der Oberbegriff für die Summe der Mitarbeiter.

Aber ich. Ein höherer Strom über einen Kondensator erfordert auch eine höhere Spannung. Wo kommt die her?

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Das mag ja durchaus sein. Aber ich frage mich einfach, ob beim Aufbau für eine Betriebsfeier zwangsläufig das Personal mitwirkt, welches für die Kernaufgaben des Unternehmens zuständig ist. Ich sehe da eher den Hausmeister und ein oder mehrere Hilfskräfte am arbeiten. Aber es ist ja ohnehin egal, nachdem sich die Story nicht wirklich nachvollziehen hat lassen

MfG Rupert

On Thu, 10 Oct 2024 6:40:06 +0000, Rupert Haselbeck salbaderte:

Das ist schön für Dich, Hasi.

"Axel Berger" schrieb am 10.10.2024 um 07:54:11:

Du verstehst etwas miss.

Der Strom wird deswegen höher, weil bei einer Verbindung der Gerätemassen von mehreren Geräten ohne Schutzerde die Kondensatoren in all diesen Geräten parallel geschaltet werden. Dadurch addiert sich ihre Kapazität, die Gesamtkapazität wird also höher. Was bei gegebener Spannung und Frequenz bekanntlich zu einem höheren Strom führt.

Ein Szenario für so eine Situation wäre z. B. folgende:

Ein CD-Spieler ohne Schutzerde (also mit Kondensatoren) ist an einen Eingang eines Mischpults mit abgeklebter Schutzerde angeschlossen. Der Ausgang des Mischpults wiederum ist mit dem Eingang eines Verstärkers ohne Schutzerde (also mit Kondensatoren) verbunden. Die Gerätemassen von CD-Spieler und Verstärker sind über die Audio-Leitungen zum bzw. vom Mischpult verbunden. Die Kondensatoren im CD-Spieler und im Verstärker werden dadurch parallel geschaltet, ihre Kapazität addiert sich dadurch.

Gruß

Michael

Michael Landenberger schrieb:

Ich hätte gedacht, dass ein Gerät ohne Schutzleiter zwingend schutzisoliert sein müsste, so dass man ein solches metallisches Gehäuseteil überhaupt nicht anfassen kann

MfG Rupert

Siehe Notebooknetzteil mit Doppelnutstecker. Das Gehäuse selbst ist isoliert, aber den Stecker kann man berühren und je nach Gerät kribbelt es etwas beim Anfassen.

Die Firma ist eigentlich die Bezeichnung, der Name des Unternehmens.

/ralph

Ich weiß das, aber im normelen, nicht handelsrechtlichen Umgangsdeutsch wird Firma synonym zum damit bezeichneten Unternehmen verwendet. Falsch, aber üblich -- wie so vieles.

Ein guter Grund für einen separaten FI -- dafür oder für die IT.

Hat mein Vater 1961 auch. Aus der Kindheit erinnere ich mich auch noch an einzeln ausgefallene Phasen. Ab 1990, als ich mit Frau und Kind wieder im Elternhaus wohnte, nicht mehr. Stromausfall gab es noch, wenn auch selten, aber dann immer komplett.

Nö. Wo soll der Strom hin? Wenn es nur N und L gibt, gibt es keinen Fehlerstrom.

Ohne abgeklebten Schutzleiter fließt einer zur Erde, aber das ist genau der Normalfall, für den alles ausgelegt ist. Also muß der Erdstrom so klein bleiben, daß auch etliche Erdströme parallel weit unter den 30 mA bleiben. Die Praxis sagt mir auch ohne Nachmessen, daß es so sein muß.

Nicht nur den, sondern auch das Gehäuse des damit versorgten Gerätes. Da stört es zumindest mich öfter mal sehr.

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Es sei denn er fließt durch den Bediener zu einer anderen Erde. Ein FI sollte auch dann auslösen.

Grüße Marc

Also die Teile meiner Hifi-Anlage haben allesamt einen Eurostecker UND ein Metallgehäuse.

Grüße Marc

Wie sehen die innen aus? Falls da der Teil, der Netzspannung führt, komplett isoliert ist, wäre es ja wieder ok.

Holger

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