May 06, 2023 Last reply: 2 months ago 4569 Replies
H
Hanno Foest
Am 11.06.23 um 18:40 schrieb stefan:
Wo sind jetzt die "sicheren Fakten", die sich als Irrtum rausstellten? Daß man sich in der Wissenschaft schon mal irrt ist klar, aber eher bei sowas wie ad-hoc-Theorien, die man für vorläufig wahr hielt, weil einem nichts besseres einfiel (z.B. Phlogiston, Äther).
Als "sicheres Faktum" angenommen könnte man vielleicht das geozentrische Weltbild nehmen, oder daß die Erde eine Scheibe wäre. Allerdings sind das eher wenige Beispiele, und man wußte es schon in vorwissenschaftlicher Zeit besser (antikes Griechenland), ist also auch fraglich, ob hier "Reich der Wissenschaft" paßt.
Interessante Beispiele, wo sich Wissenschaftler zeitweise spektakulär verrannt hatten findet, findet man bei
formatting link
(Case Studies in Pathological Science, Denis L. Rousseau): Polywasser, unendliche Verdünnung, kalte Fusion a la Pons & Fleischmann. Aber auch da waren die Zweifler immer deutlich in der Überzahl.
Hanno
Didn't find your answer? Ask the community — no account required.
R
Rolf Bombach
stefan schrieb:
Da geht es um Ausbildungsfehler, die in merkwürdigen Vorstellungen beim gemeinen Volke enden. Nicht um wissenschaftliche Fehlkonzepte.
Eher berüchtigte. Nur seltenst Mainstream. Das meiste Produkte von Spinnern. Aber nett, dass Growing Earth dazugehört. Und jetzt willst du behaupten, äh, was eigentlich?
Die üblichen Verschwörungstheorien von Leuten, die nicht wissen, was Wissenschaft ist.
Das Werk einzelner. Dass ein Entdecker eines Effekts nicht gleich die richtige Erklärung zur Hand hat, sollte eigentlich nicht verwundern. Das ist doch kein Fehler der Wissenschaft.
Top common misconception: The earth is flat.
Echt jetzt. Bist du sicher, dass du überhaupt beim Thema bist?
S
stefan
Am 11.06.2023 um 19:19 schrieb Rolf Bombach:
...
Ich habe hier ein paar Fundstellen verlinkt, die man ganz schnell bei Google findet. Es gibt weit mehr als die, die ich hier verlinkt habe und es dürfte einleuchten, dass man dazu vorrwiegend poluläre Irrtümer findet.
Ob nun "fast immer" zutrifft, darüber kann man streiten, aber es ist ein ganz normales Phänomen, dass nicht selten neuere Wissenschaftliche Erkenntnisse ältere Lehrmeinungen wiederlegen. Das gilt nicht nur für Lehrmeinungen aus dem 19. Jahrhunderte oder davor.
F
Franz Glaser
Weil die sig fern vom Fred ist, fern vom Thema. Der Kommentar zur sig ist daher ein ad-personam, das sich "nicht gehört" und den Fred zerstört, nur lümmelt.
Wennst das nicht kapieren willst, dann hast das usenet nicht kapiert.
GL
T
Thomas Heger
Am 31.05.2023 um 20:25 schrieb Sieghard Schicktanz:
Beim Gas ist das genauso:
Ich hatte kürzlich eine Diskussion über die Sinnhaftigkeit der Öko-Gas-Tarife bei der Berliner 'GASAG'.
Ich hatte irgendwo Bedenken, weil ich nicht weiß, ob meine Therme Öko-Gas auch verträgt.
Aber dann bin ich selber darauf gekommen, dass meine Bedenken quatsch sind, da natürlich alle GASAG-Kunden das gleiche Gas bekommen.
Das muß einfach so sein, da die GASAG das Gas-Netz der Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg benutzt und es davon nur eines gibt.
Man kann also 'Öko-Gas' als besonderen Tarif betrachten, den die GASAG anbietet und im gleichen Maß irgendwo Gas aus Biogasanlagen oder ähnlichem einkauft wie Kunden Öko-Gas-Verträge abschließen.
Aber erstaunlicherweise ist der Öko-Tarif viel günstiger als der normale Erdgas-Tarif, weswegen Bio-Gas preiswerter sein müßte als Erdgas.
Das kann ich mir aber nicht vorstellen, da man für die 'Produktion' von Erdgas einfach nur ein Loch in die Erde bohren muß, während Bio-Gas doch immer irgendwelchen Bio-Abfall erfordert, welcher darin vergährt.
Aber noch wichtiger ist, dass der Kunde des Öko-Tarifs so oder so das gleiche bekommt wie vorher, nur billiger.
TH
T
Thomas Heger
Am 30.05.2023 um 10:30 schrieb Rupert Haselbeck:
Die 'Wachsende Erde' zeigt, dass Materie aus dem Nichts entstehen kann, wenn die Erde von innen her wächst.
Jetzt wäre also zu prüfen, ob die Erde nun wächst oder nicht.
Und da ich mich mit dieser Frage etwa zehn Jahre lang beschäftigt hatte, bin ich sozusagen ein Experte auf dem Gebiet.
Und mein abschließendes Urteil: ja, die Erde wächst.
Ich könnte dies mit zahllosen Argumenten belegen und habe das schon häufig getan.
Allerdings stehen 'Erkenntnissen der Naturwissenschaft' dagegen, weswegen Naturwissenschaftler aller Art sind eher in den eigenen Hintern beißen als sich mit 'Growing Earth' zu beschäftigen.
Das finde ich bedauerlich, weil die renitenten Wissenschaftler sicher sein können, dass fast garnichts stimmt, wovon sie meinen dass es das täte, sollte die Erde doch wachsen (entgegen ihrer Erkenntnisse der Naturwissenschaft). ...
TH
T
Thomas Heger
Am 10.06.2023 um 00:51 schrieb Rolf Bombach:
Meine Intention bezog sich keineswegs auf Weltverschwörungen, sonder war gedacht als 'Bastel-Tips' für die hier leidlich passende 'community'.
Das war meine FRAGE!
Falls ja, dann wäre ich an Berichten interessiert.
Ich selber verstehe ein wenig von Elektronik und Elektrotechnik und kann durchaus Spulen wickeln und einfache Schaltungen löten.
Aber irgendwie reicht mein know-how nicht aus, um solche Geräte zu bauen.
Daher wäre ich an Erfahrungsberichten interessiert.
TH ..
T
Thomas Heger
Am 11.06.2023 um 19:19 schrieb Rolf Bombach:
Quote von obiger Seite.
"So wurde sie widerlegt: Vor allem war es eine andere, weit plausiblere Theorie, welche der Expansions-Idee den Garaus machte: die Plattentektonik. Bei ihr wird das Wandern der Kontinente auf Kräfte im Erdinneren zurückgeführt, wobei der Erdradius mehr oder weniger stabil bleibt. Viele Beobachtungen untermauern die Theorie der Plattentektonik. Bei einer Präzisionsmessung im Jahr 2011 konnte hingegen keine Ausdehnung der Erde gemessen werden - die Expansionstheorie scheint damit endgültig am Ende."
Hier kann man schön zeigen, dass mainstream-Wissenschaft Blödsinn sein kann.
Tatsächlich ist nämlich die Plattentektonik älter als die Erdexpansionstheorie und wurde von Hilgenberg formuliert als Fortsetzung bzw. Erweiterung von Wegners Theorie.
Die 'Kräfte aus dem Erdinnern' lassen die Platten deswegen nicht wandern, weil der obere Erdmantel nicht flüssig ist und demnach die Platten nicht darin schwimmen, sondern darauf liegen.
Der 'konstante Erdradius' ist eine schon in sich selber unplausible Hypothese, weil es ja Planeten gibt und die bei konstantem Radius über die gesamte Erdgeschichte ja im Stück und der heutigen Größe aus dem Nichts gepoppt sein müßten (was nicht geht, da absurd).
Die Messgröße 'Erdradius' ist außerdem der direkten Messung nicht zugänglich, da der Radius die Entfernung vom Erdmittelpunkt zur mittleren Höhe der Erdoberfläche meint. Aber das wäre innerhalb der Erde und da kann man nicht messen.
TH
P
Paul Korkenpsalm
Kann nicht sein. Denn: Ja, die Erde schrumpft!
Beweis: Z. B. sind Parkplätze heute viel knapper als vor 100 Jahren.
Würde die Erde wachsen, gäbe es dagegen mehr als ausreichend Parkplätze für alle!
Und da ich mich mit dieser Frage etwa 50 Jahre lang beschäftigt habe, bin ich sozusagen ein Experte auf dem Gebiet. Jawoll!
J
Jacub Spuckei
Eine wachsende Erde wäre antisemitisch!
Denn dann gibt es bald wieder ein Großdeutsche Reich.
Jacub
T
Thomas Heger
Man kann 'Growing Earth' nicht selber erleben, da die Erde zwar wächst, aber sehr viel langsamer als beispielsweise Fußnägel.
Man kann sich zwar (theoretisch) jahrelang seine Fußnägel anschauen und wird finden, dass die wachsen.
Aber die Erde bietet diese Möglichkeit nicht, da das Wachstum einfach viel zu langsam vonstatten geht.
Außerdem kann man die Meßgröße 'Erdradius' überhaupt nicht direkt sehen oder messen.
Zwar könnte man (theoretisch) den Erddurchmesser z.B. vom Mond aus laufend verfolgen.
Aber das Problem dabei ist, dass die zu messende Größe (der Erddurchmesser) gleichzeitig dazu dienen muß, die Größe 'Distanz' und das zugehörige Meßgerät zu kalibrieren.
Auch beim Beobachten der Erdoberfläche vom Orbit aus hat man das gleiche Problem, da die Messung einer Bewegung der Referenzpunkte für die Bahnverfolgung der Satelliten von dem selben Satelliten aus nicht möglich ist.
Man kan also nur indirekt auf das Erdwachstum schließen und zwar, indem man sich SEHR lange Zeiträume vorstellt und sich fragt, wie die Erde wohl vor z.B. einer Milliarde Jahren ausgesehen hat und woran man diese Vermutung festmachen kann.
TH
P
Paul Korkenpsalm
Aha. Die Erde wächst also, aber man merkt es bloss nicht.
Ist das so wie "Ich bin total intällänt, ich kann es nur nicht so zeigen, dass auch die anderen das irgendwie merken"?
R
Rolf Bombach
Rupert Haselbeck schrieb:
Im Gegenteil, das erklärt einiges *duck*.
Ich vermute, es sollte Ironie und/oder Satire sein und ich habs nicht gemerkt. War ja auch gut versteckt.
R
Rolf Bombach
Thomas Heger schrieb:
Ich nehme zur Kenntnis, dass du einen Abschnitt aus Wikipedia kopieren und einfügen kannst. Jetzt musst du noch ans Verstehen gehen.
Das ist so. Zur Rekapitulation: Beim Erde-Mond-System haben wir gleich drei Drehimpulse: Der Drehimpuls der Rotation von Erde und Mond um den gemeinsamen Schwerpunkt, welcher verschieden ist vom Erdmittelpunkt. Der Drehimpuls der Erde. Der Drehimpuls des Mondes. Schwierig wird es mit der Kopplung dieser Drehimpulse. Die Gezeitenkräfte erlauben eine Umlagerung des Drehimpulses.
Eben. Es kann also Rotationsenergie geändert werden ohne Änderung des Gesamt- drehimpulses. Jetzt kommen wir der Sache schon näher. Siehe Pirouetteneffekt.
Nein, muss nicht. Es kann Rotationsenergie dissipiert werden, ohne den Drehimpulssatz zu verletzen. Hier: Mond entfernt sich von der Erde.
formatting link
Diese Annahme ist nicht nötig. Occam.
S
Sieghard Schicktanz
Hallo Thomas,
Du schriebst am Mon, 12 Jun 2023 08:55:13 +0200:
Ahja. Das Ergenis einer Präzisionsmessung ist also Blödsinn? Naja.
Und was hat das mit der Wertung von Beobachtungsergebnissen zu tun?
Dann müßten die Kontinente (die "Platten") aber auch wirklich _auf_ dem Mantelmaterial liegen. Sie sind aber teilweise recht tief darin eingedrückt, eingesunken.
Soso - Du akzeptierst also auch nicht die Akkretionstheorie der Planetenentstehung, nach der sich die Planeten in der ersten Phase der Entstehung des (und allgemein eines beliebigen) Sonnensystems aus den Teilchen der "Staub"scheibe um die Zentralsonne gebildet haben und dabei in einer für astronomische und geologische Verhältnisse extrem kurzen Zeit, kaum wenige Millionen Jahre, zu ihrer weitgehend endgültigen Größe "gewachsen" sind. Übrigens tun sie das ein ganz klein wenig durchaus immer noch, Du hast sicher schon davon gehört, daß gelegentlich sog. "Meteoriten" auf die Erdoberfläche gelangen. Das sind Körper aus dem Sonnensystem, die sozusagen noch frei herumfliegen und dabei manchmal mit einem anderen kollidieren, auch mit einem größeren bis zu den Planeten, oder auch in die Sonne stürzen.
Unter der Annahme, daß ein Querschnitt durch die Erde mit guter Genauigkeit eine Kreisfläche darstellt (im Promillebereich gegeben), gilt der Zusammenhang Erdradius = Erdumfang / (2* π).
Du brauchst also nur den Erdumfang aus der o.g. Präzisionsmessung durch
2* π zu dividieren, um den Erdradius zu erhalten. Aber Du kannst natürlich auch jeden Dir besser tauglich erscheinenden Messwert für den Umfang dazu hernehmen, er sollte halt ausreichend nachvollziehbar und vertrauenswürdig sein.
T
Thomas Heger
Doch, man kann sowas im Prinzip schon zeigen und die anderen sehen das auch.
Nur wäre die Frage, WAS man genau zeigt und WAS die Umwelt darüber denkt.
Das kann man schlecht einschätzen, da alle Menschen sich für schlau halten und zwar auch dann, wenn sie das nicht sind.
Das liegt daran, dass Intelligenz 'relativ' wahrgenommen wird und zwar relativ zu den Fähigkeiten des eigenen Denkorgans.
Was dessen Fähigkeiten übersteigt, das kann man nicht erkennen (da es eben die Fähigkeiten übersteigt) und glaubt dann, dass es sowas garnicht geben würde.
Und deswegen halten sich alle Menschen für relativ schlau.
TH
T
Thomas Heger
Strom zu Heizzwecken ist insgesamt eine schlechte Idee.
Strom ist sozusagen 'edel' und die teuerste Form von Energie, wenn man mal von Trockenbatterien absieht.
Aber Strom hat auch den weiteren Nachteil, das Strom nicht speicherbar ist (mit für Heizzwecke vertretbarem Aufwand).
Das ist bei Erdöl oder Erdgas nicht der Fall, da Brennstoffe ja Stoffe sind und diese sich immer irgendwo befinden und nicht unmittelbar verbraucht werden müssen.
Beim Strom kann man das aber nicht so machen und muß den Strom unmittelbar verbrauchen (wenn man von ggf. vorhandenen Pumpspeicherwerken oder ähnlichem absieht).
Daher ist beim Strom eine kritische Größe die Zeit.
Wenn nun der Verbrauch starkt schwanken kann, dann geht das nur solange gut, wie die Schwankungen sich im statistischen Mittel irgendwie ausgleichen.
Wenn dies aber durch externe Ereignisse ausgelöst nicht so ist, dann hat man u.U. plötzlich gleichzeitig starke Schwankungen in der gleichen Richtung.
Sowas kann das Netz aber prinzipiell nicht oder nur bedingt ausgleichen, weil es nur sehr wenige und rel. teure Speichermöglichkeiten für Strom gibt, wo elektrische Energie genügend schnell bereitgestellt werden kann.
Wenn aber der Bedarf das Angebot an Strom deutlcih übersteigt, dann kann u.U. das gesamte Netz zusammenbrechen, was katastrophale Folgen haben kann.
Um dem abzuhelfen wäre sinnvoll, so wenig wie möglich mit Strom zu heizen und wenn möglich Stoffe für Heizzwecke zu nutzen, welche vor Ort lagerbar sind.
Das ist natürlich genau das Gegenteil von dem was Habeck und die 'Grünen' fordern.
TH
T
Thomas Heger
Am 14.05.2023 um 10:36 schrieb Klaus H.:
Wahrscheinlich keksen die 'Grünen' total aus, wenn man denen erzählt, dass der Klimawandel überhaupt nicht am CO2 liegt und deswegen all ihr Tun und Streben vollkommen sinnlos ist.
Statt nämlich der Umwelt zu nützen, nützen sie den Großkonzernen, die so vorgeben zu bekämpfen.
Und irgendwann in einer fernen Zukunft wacht ein Herr Habeck auf, nachdem er aus einem bösen Traum hochgeschreckt ist, und ruft 'Mein Gott, was habe ich getan!".
TH
T
Thomas Heger
Am 27.05.2023 um 23:55 schrieb Rolf Bombach:
Gold gäbe es auch noch und das kommt durchaus metallisch vor.
Erstaunlicherweise kommt es auch recht weit oben in der Erdkruste vor, etwa in Bergen.
Man kann das Vorhandensein von Gold in den Bergen aus der Tatsache schließen, dass man Gold in Flüssen findet und kleine Körnchen aus dem Sand waschen kann (an manchen Stellen).
Dafür müssen die Goldkörnchen vorher weiter oben gewesen sein, den Flußlauf hinauf.
TH
T
Thomas Heger
Am 29.05.2023 um 21:12 schrieb Sieghard Schicktanz:
Kontinentalplatten sind riesige Gesteinsplatten.
Seit wann ist denn Gestein plastisch?
Finde ich eigentlich nicht, denn die Schale einer Melone ist auch rel. dünn.
Allerdings befindet sich darunter noch eine dicke Schicht, wo Schale in Fruchfleisch über geht und welche zwar weicher als die Schale aber härter als das Fruchtfleisch ist.
So eine Verteillung findet sich auch in den Schichten der Erde, denn der obere Erdmantel ist nahezu fest, wenn auch etwas plastisch.
Der untere Erdmantel entspräche dann dem Fruchtfleisch und das ist bei der Wassermelone auch schön rot, was gut passt.
Der Erdkern entspräche dann dem inneren Kerngehäuse der Frucht.
So finde ich, dass eine halbe Melone in etwa so aussieht wie eine halbe Erde.
...
TH
Join the Discussion
Have something to add? Share your thoughts — no account required.
Didn't find your answer?
Ask the community — no account required
Report Content
You are reporting this content to the moderators. They will look at it
ASAP.