Wärmepumpen-Wahnsinn (2026 Update)

May 06, 2023 Last reply: 2 months ago 4569 Replies

Am Freitag000029, 29.08.2025 um 21:12 schrieb Sieghard Schicktanz: ..

300°C kann man auch im Backofen erzeugen.

Und wenn man da etwa einen Pizzastein reinlegt, dann verformt sich der nicht mal ein kleines bißchen.

Mit zunehmendem Druck kann sich der Schmelzpunkt von Gestein aber theoretisch auch ein wenig ändern.

Aber logischerweise steigt die Temperatur des Schmelzpunktes mit dem Druck und sinkt nicht.

Ich nehme mal an, dass das 'nicht einfrieren' damit zu tun hat, dass sich solche heißen Magma-Kammern erhitzt haben und diese Temperatur behalten.

Von da aus steigt dann das Magma weiter nach oben, sofern sich dort ein Vulkan befindet.

Aber solche heißen Stellen im oberen Erdmantel werden wohl eher punktuell vorkommen und nicht in ganzen Gebieten.

Daher wird die oberste Schicht des Erdmantel wohl doch fest sein, wobei es allerdings einige Ausnahmen gibt (besagte Magma-Kammern).

Die Frage war aber, wie es die auf dem oberen Erdmantel aufliegenden Platten schaffen, sich auf diesem zu bewegen, wenn der obere Erdmantel fest ist.

Das kann man so sehen.

Allerdings war der Zustand des Erdmantel in großer Tiefe ohnehin nicht interessant bei der Bewegung der tektonischen Platten. ...

TH

Der obere Erdmantel ist zwar fest aber er bewegt sich, aehnlich wie Gletscher, und die aufliegenden Platten bewegen sich nicht auf dem Erdmantel, sie bewegen sich mit dem Erdmantel.

Das ist ein Irrtum, die Bewegung des Erdmantels ist eine grossraeumige Konvektionsstroemung die weit in die Tiefe reicht. Dass es sowas geben muss sieht man am Waermestrom aus der Erde. Das sind etwa 70kW pro Quadratkilometer. DIe Temperatur in der Erdkruste nimmt im Durchschnitt um 2.5 - 3°C pro 100m tiefe zu. Das sind 25°C pro km, 250°C pro 10km und waeren 2500°C pro 100km und 25000°C pro 1000km was aber nicht mehr vereinbar waere mit dem festen Zustand dort unten. D.h. der Waermetransport im Erdmantel geht nicht mehr mit Waermeleitung, sondern durch Konvektion und die Temperaturzunahme im Erdmantel ist pro km sehr viel kleiner als in der Erdkruste.

Bei Wasser z.B. sinkt der Schmelzpunkt mit steigendem Druck. Das liegt daran dass sich Wasser beim einfrieren ausdehnt. Gestein zieht sich meistens zusammen, aber evtl gibt es da auch Ausnahmen.

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die kaelteste Lava, etwa 540°C, aber auch die zieht sich beim erstarren zusammen.

Hallo Thomas,

Du schriebst am Mon, 1 Sep 2025 08:08:10 +0200:

Hast Du Deinen Backofen zum Tonbrennen frisiert? Ein normaler Backofen bringt zwar bisserl über 200°C (so 240°C), aber bei weitem keine 300.

Ja, das war auch nicht unbedingt die Behauptung. Es reicht ja, wenn es weiter unten weich genug wird, um sich zu bewegen und per Konvektion das aufliegende Material mitzuziehen.

[Magma]

Andersrum, die Kammern werden von dem aufsteigenden Magma erhitzt. Das kühlt dann zwar bisserl aus, bei den riesigen Mengen dauert das aber schon ein paar (10, 100...) Jahre, bis es fest wird. Wenn es davor dann einen Weg an die Oberfläche findet, dann "bricht es aus", d.h. dann gibt's dort einen Vilkan.

Es kann im Prinzip auch ein neuer werden, und das passiert auch, wie die hawaiianische Inselkette demonstriert. ...

Wieso sollten sich die Kontinentalplatten noch selber bewegen? Das tut doch schon die oberste Mantelschicht und nimmt sie mit, wie eine Wasserströmung ein Floß, das auch ganz ruhig im/"auf dem" Wasser liegt.

...

Ganz im Gegenteil, das ist der Bereich, der die Konvektion in Bewegung bringt, wo die Hitze 'reinkommt, wie beim Kochtopf mit der Suppe auf der Herdplatte. Sogar da kann's (konnte's, früher,) oben festgewordene Fettaugen geben, die sich dann auch wieder auflösen oder von der Konvektion im Topf "subduziert" werden.

Dies wäre ein direkter Gegenbeweis zur These der 'Subduktion'.

Das Problem ist nämlich, dass bereits die Subduktion von Kontinentalplatten eine fragwürdige Hypothese darstellt.

Aber immerhin wäre so etwas gerade noch denkbar, also dass tektonische Platten sich unter andere schieben.

Aber das würde ZWINGEND erfordern, dass sich diese Platten auf dem oberen Erdmantel bewegen können.

Der Grund ist natürlich, dass der obere Erdmantel sehr viel dicker ist als die tektonischen Platten und sich ja ebenfalls unter eine Nachbarplatte schieben müßte, wenn oberer Erdmantel und tektonische Platten fest verbunden sind.

Aber bei, sagen wir mal, 100 km dicken Schichten wird es langsam schwierig mit dem Schieben unter die angrenzenden Platten.

Das hängt einfach mit der Geometrie zusammen, denn wenn man eine ultra dicke Platte verbiegen möchte, dann wird innen ein Druck erzeugt und außen ein Zug.

Je dicker nun die Platte ist und je kleiner der Biegeradius, weswegen sich da außen große Risse bilden müßten, während innen Quetschfalten zu erwarten wären.

Wenn aber die Kruste mit dem oberen Mantel verbunden ist, dann müßten sich solche Risse auch an der Oberfläche zeigen. Und sie müßten hunderte von Kilometern breit sein, wenn sich hundert Kilometer dicke Platten plötzlich nach unten biegen.

Und solche Risse gibt es natürlich nicht.

TH

"Ausnahmen bestätigen die Regel" oder so ähnlich.

Und die Regel lautet, dass der Schmelzpunkt steigt, wenn der Druck steigt.

...

TH

Am Montag000001, 01.09.2025 um 22:36 schrieb Sieghard Schicktanz:

300° könnte man problemlos mit einem normalen Backofen erzeugen, auch wenn das normalerweise nicht möglich ist, weil der Thermostat meist so gebaut ist, dass man 300°C nicht einstellen kann.

Aber der Backofen selber dürfte normalerweise mit der Temperatur zurecht kommen.

Und solche Backöfen gibt es auch zu kaufen, allerdings eher für die Gastronomie.

...

TH

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"Forscherteams untersuchen am Toten Meer und in Äthiopien das Zerbrechen von Kontinentalplatten

Vom Toten Meer bis tief hinein nach Afrika verläuft eine Großbaustelle unseres Planeten. Entlang gewaltiger Schluchten bricht Afrika auseinander, weshalb hier Vulkane aufsteigen und sich ein Ozean - das Rote Meer - öffnet. Die Risse der Erde sind ein Mekka für Geologen, denn hier lässt sich das Innenleben der Erde studieren. "

"Diese Gegend haben internationale Forscher verkabelt wie einen Intensivpatienten. Sie wollen das Auseinanderbrechen des Kontinents Afrika und die Geburt eines Ozeans verfolgen. Mit Hilfe von Erdbebenwellen durchleuchten sie dazu im Rahmen des "Eagle-Projekts" (Ethiopia Afar Geoscientific Lithospheric Experiment) die Erde. Klar ist bereits: Der Kontinent wird gespalten, weil tief unten ein Strom glühenden Gesteinsbreis aufsteigt, der die Erdkruste einem Schneidbrenner gleich aufschmilzt. "

Und unter "Ethiopia Afar Geoscientific Lithospheric Experiment" gibt's mehr, auch Messwerte.

Thomas Prufer

Nicht nur das, der Graben ist auch die Wiege der Menschheit -- oder auch nicht. Der größte Teil Afrikas unterliegt der Deflation, Oberflächen werden von Wind und Wasser abgetragen. Der Saharastaub am Amazonas ist bekannt. Nicht weit vom oberen Nil liegen 5000 Jahre alte neolithische Gräber an der Oberfläche, weil die gesamte Schicht darüber vom Wind abgetragen wurde. Alles Ältere ist lange verschwunden.

Nur im sich stetig weiter absenkenden Grabenbruch wird Staub von außen eingetragen und abgelagert. Damit werden Hinterlassenschaften rasch und dauerhaft abgedeckt und versiegelt. Alle ältesten Menschenfunde stammen von hier. Viel spricht dafür, der Mesch habe sich im ständigen Austausch verschiedener Gruppen allmählich und über ganz Afrika verteilt herausgebildet. Nur die erhaltenen Funde konzentrieren sich in einem schmalen Bereich.

Hallo Thomas,

Du schriebst am Tue, 2 Sep 2025 08:56:56 +0200:

Meistens, was zu der Frage führt, ob in einem betrachteten Fall der Druck langsamer steigen könnte als die Temperatur.

-- (Weitergabe von Adressdaten, Telefonnummern u.ä. ohne Zustimmung nicht gestattet, ebenso Zusendung von Werbung oder ähnlichem)

----------------------------------------------------------- Mit freundlichen Grüßen, S. Schicktanz

-----------------------------------------------------------

Hallo Thomas,

Du schriebst am Tue, 02 Sep 2025 12:15:42 +0200:

Interessant und wissenswert. Danke für die Erwähnung (dafür full quote). Leider wird die TH nichts helfen, er _will_ diese Vorgänge nicht verstehen, er _will_ an seine "wachsende Erde" glauben. Das darf er ja auch durchaus - er sollte diesen Glauben aber halt nicht dauernd so penetrant ublizieren...

Hallo Thomas,

Du schriebst am Tue, 2 Sep 2025 08:54:45 +0200:

Im Gegenteil, wenn man den Mechanismus verstanden hat.

Nein, nicht, wenn man den Mechanismus verstanden hat.

Im Erdmantel _gibt es keine Platten_. Dort gibt es Konvektion, die in einer Art toroidaler Säulenstruktur abläuft, was heißt, daß sich die Außenbereiche der Ringe von der Mitte weg und aufeinander zu bewegen - wenn da etwas festes draufliegt, dann wird das mitgenommen und mehrere solche Teile stoßen dann halt an den Rändern zusammen und werden mit Zug nach unten zusammengeschoben. Du kannst das experimentell sogar in der Küche beobachten, wenn Du .B. Suppe kochst. Falls Du selber kochst oder wenigstens mal dabei zuschaust. Oder geruhst Du nur im Restaurant zu speisen?

Unbrauchbares Argument wegen fehlender Anwendbarkeit, wie auch der Rest.

Der Ostafrikanische Grabenbruch ist natürlich auch ein Beweis für Growing Earth!

Das geht so:

Am Zusammentreffen vom Golf von Aden und besagtem Bruch treffen tatsächlich drei Bruchzonen zusammen.

Dies nennt man 'triple juction'.

Ausgehend von diesem Punkt gibt es drei Bruchsysteme, welche in drei Richtungen von dort entspringen, die ungefähr einen Winkel von 120° zueinander haben.

Die Existenz von so einem Punkt ist aber ein direkter Gegenbeweis zu dem von der Plattentektonik gemutmaßtem 'Förderband-Effekt'.

Der bedeutet, dass die tektonischen Platten quasi von einer Art 'Förderband' mitgenommen werden und sich deswegen bewegen.

Aber solche 'Förderbänder' müßten natürlich eine gewisse Breite haben und eine rel. geringe Dicke.

Das kann man sich am besten durch ein sehr breites Gummiband versinnbildlicht vorstellen (oder eben als Förderband).

Aber drei Förderbänder könnten sich natürlich nicht an einem einzelnen Punkt begegnen, weil sie sich dafür gegenseitig durchdringen müßten.

Im Übrigen reicht ein einzelner Bruch auch nicht, wenn man eine z.B. 100 km dicke Steinplatte um 90° nach unten biegen will, sondern man bräuchte sehr viele parallele Risse dafür.

TH

Afrika und Südamerika zusammen waren mal ein einziger Kontinent.

Daher ist nicht wirklich unwahrscheinlich, dass sich Saharasand im Amazonasbecken findet.

Der Sand in der Sahara stammt übrigens daher, dass die Sahara mal der Grund eines Meeres gewesen ist und nicht etwa, weil der Sand dort hin geweht ist.

Das weiß man deswegen so genau, weil man in diesem Sand (versteinerte) Walfischknochen gefunden hat.

Die Menschen leben wahrscheinlich schon SEHR viel länger auf der Erde, als die Fossilien aus Ostafrika alt sind.

Die Funde sind vielleicht ein paar hunderttausend Jahre alt, aber Menschen gibt es wahrscheinlich schon tausend mal länger.

TH

Am Dienstag000002, 02.09.2025 um 20:22 schrieb Sieghard Schicktanz:

Eigentlich ging es um die Frage, ob die Oberseite des oberen Erdmantels nun fest oder plastisch verformbar wäre.

Wenn der Druck hoch ist und die Temperatur mit etwa 300°C eher niedrig, dann würde ich sagen, das diese Schicht fest sein müsse.

Vielleicht ist die Schicht ja doch ein klein wenig plastisch und kann sich gaaaaaanz langsam doch verformen.

Aber wie bringt man jetzt dort 'Mantelkonvektion' unter?

TH

Am Dienstag000002, 02.09.2025 um 21:14 schrieb Sieghard Schicktanz:

Ich halte den von dir angenommenen Mechanismus für Blödsinn.

Was soll ich daher zu deiner Aufforderung sagen, den 'zu verstehen'.

Verstanden hatte ich den nämlich ohnehin, denn sonst hätte ich kaum sagen können, dass das Blödsinn ist.

Ich halte deine Mutmaßungen über den Mechanismus aber für falsch.

"Dort gibt es Konvektion, die in einer Art toroidaler Säulenstruktur abläuft,.." halte ich für Totalschwachsinn, weil wir uns gerade über festes Gestein unterhalten.

'Biegen' (von dicken Platten) ginge ja gerade noch so, aber "Dort gibt es Konvektion, die in einer Art toroidaler Säulenstruktur abläuft," ist mir einfach zu viel.

TH

Lies mal das hier:

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Subducted lithosphere subject to the pressure and temperature regime at depths greater than 300 km should not exhibit brittle behavior, but should rather respond to stress by plastic deformation.

--------

Oder: "Lithosphäre"

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Thomas Prufer

Hallo Thomas,

Du schriebst am Wed, 3 Sep 2025 08:14:03 +0200:

Sicher ist sie relativ fest, schließlich "muß" sie ja die doch recht schweren Kontinentalplatten tragaen.

Kann sie, eben "gaaaaaanz langsam".

In dem "gaaaaaanz langsam" - was in Deinem Kochtop in ein paar Sekunden abläuft, braucht im Erdmantel halt schon mal aufgrund der Größe, aber eben auch aufgrund der Zähigkeit des Materials (warum fällt mir jetzt u.a. die Kenngröße Reynolds-Zahl für Strömungsvorgänge ein), halt "sehr villeeelll länger", sowas in der Gegend von hunderttausenden bis Millionen von Jahren für einen Umlauf. Der Mechanismus ist aber ganz entsprechend.

Hallo Thomas,

Du schriebst am Wed, 3 Sep 2025 08:03:21 +0200:

...

Es _gibt keinen 'Förderband-Effekt'_, weil es kein Förderband gibt. Die Kontinentalplatten liegen auf dem Erdmantel, in dem Konvektionswirbel laufen, in denen mittig hei0(er)es Material aufsteigt, sich seitlich ausbreitet und an den Rändern wieder in die Tiefe absackt. Halt wie bei den Wirbeln in der heißen Suppe am Herd. ...

Ja, nachdem es keine solchen 'Förderbander' gibt, brauchen sie das auch nicht. Deine "Tripel-Junction" liegt halt grade über dem Zentrum einer Konvektionszelle, was heißt, daß die aufligenden Platten nach "allen" Richtungen auseinandergezogen werden, was sie halt aufbrechen läßt.

Ja, Du zeigst hier wieder, daß Du den Mechsnismus nicht verstanden hast. Da wird nichts "um 90° nach unten" gebogen, und schon gar keine z.B. 100 km dicken Steinplatten; das läuft alles nur sehr gemächlich in einer Struktur

- wenn Dir das mehr sagt - ähnlich einem Rauchring ab.

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