Wärmepumpen-Wahnsinn (2026 Update)

May 06, 2023 Last reply: 2 months ago 4569 Replies

Am 12.05.2023 um 18:43 schrieb Hanno Foest:

Wir waren immer noch bei der Brauchwasser-Erwärmung mittels Wärmepumpen in den Etage, welche angeblich die Gasetagen-Thermen ersetzen sollen.

Die Luft-Luft-Wärmepumpen für Heizzwecke waren der einfachere Fall, da die mit weniger Leistung auskommen und auch ggf. anfallende kleinere Unterbrechungen der Heizleistung nicht so übel nehmen.

Aber ich habe es persönlich nicht so gerne, wenn beim Duschen plötzlich kaltes statt warmes Wasser aus der Brause kommt.

Und daher war die Frage, wie eine kontinuierliche Wärmeabgabe im Bereich

18kW durch eine Wärmepumpe in der Etage technisch umgesetzt werden kann.

Ich meinte, dass sowas unmöglich wäre, weil so viel Leistung sehr große Wärmetauscher, sehr große Lüfter und ziemlich viel Platz erfordern würden und außerdem sehr laut sind.

Außerdem ist beim Brauchwasser die Forderung, dass das warme Wasser schnell kommt und nicht erst nach einer halben Stunde.

Dies erfordert kurze Wege bei den Leitungen, schnell anlaufende Maschinen und sowas wie Zwischenspeicher von heißem Wasser.

Hier sehe ich aber Probleme, da Wärmepumpen sicherlich eher langsam anlaufen und lange brauchen um die interne Wassermenge aufzuheizen.

TH

Am 12.05.2023 um 22:32 schrieb Sieghard Schicktanz:

'Man nimmt' heißt wohl, dass die Anlagen so konzipiert werden, dass die Übergangswiderstände in den Klemmen nur im MilliOhm-Bereich liegen.

Aber erfahrungsgemäß wird nicht alles getan was getan werden soll und auch nicht immer so, wie es getan werden soll.

Deswegen kann man 0,1 milliOhm auch dann nicht garantieren, auch wenn die Klemmen normalerweise tun was sie sollen.

Daher vermute ich mal, dass die dauerhafte Absicherung so kleiner Übergangswiderstände in den Klemmen schwierig wird, sofern das überhaupt möglich ist.

Wahrscheinlich muß man die Überhangswiderstände alle Jahre wieder neu vermessen und ggf. Kabel entoxydieren oder Schrauben nachziehen.

Jedwedes Altern von Klemmen oder Kabeln wäre jedenfalls schädlich, da so kleine Widerstände natürlich minimal größer werden könnten, wenn da irgendwas oxidiert.

...

TH

On 08.05.23 13:56, Christoph Müller wrote: >> Heinz Schmitz:

Solche Ablenkungen auf Persönliches halte ich für unsachlich.

GL

Das hilft einem nur nichts wenn man keine praktische Methode hat es da herauszubekommen.

Es ist moeglich dass die schon nach 1Mio Jahren wieder voll gefuellt sind, durch aus dem Mantel hochdiffundierendes Gas.

Auch wenn ueberall Erdgas im Erdmantel ist, braucht man Lagerstaetten die anbohren kann um das Gas zu foerdern. In Deutschland sind die ziemlich selten...

Haben die Strom erzeugt damals ? Dann muessten doch irgendwo antike Stromleitungen gefunden werden.

Am 13.05.23 um 10:45 schrieb Thomas Heger:

Quatsch.

Warmwasserspeicher sind ja auch noch nicht erfunden.

Dann mach deinen Warmwasserspeicher größer. Ein Boiler über der Wanne/Dusche war früher völlig normal

Braucht man nicht, völlig sinnlose Frage.

Warmwasserspeicher...

rocket science!

Dank des Speichers hat sie sie Zeit dafür.

Hanno

[...]

Das Problem ist auch, daß bisher _nie_ tiefer als 12 km gebohrt werden konnte. Die Erdkruste ist 5..70 km dick, im Mittel 35 km.

Ich sah mal eine TV-Doku zu einem Jahrzehnte alten Versuch der Russen. Die Bohrung war überwiegend schräg.

Volker Bartheld schrieb:

Es wird immer schwieriger für unsere armen Milliardäre, 10x so viel CO2 rauszufurzen wie unsereins. Manchmal hilft nur noch der Jet oder die Yacht. Musk hat ja versucht, Jack Sweeny zu bestechen, damit er die Daten des Flugtrackers nicht mehr publiziert. Mit 5'000$. Arme Sau offenbar.

Martin Τrautmann schrieb:

Weisst du, was professionelle/industrielle Verschraubungen so kosten? Swagelock und so.

Am Sat, 13 May 2023 10:05:06 +0200 schrieb Thomas Heger:

Nein.

Schon mit Kohlekraftwerk mit 1/3 Wirkungsgrad und Wärmepumpen mit Leistungszahl 3 ist es schlicht egal, wo man verfeuert.

Noch vor wenigen Jahren sah unser Strommix im Prinzip so aus. Inzwischen hat sich da einiges getan. 1/3-tel des Strommix wird durch Wind+PV erzeugt, und es wird immer mehr. Das kann Dir doch nicht entgangen sein.

Es ist halt so, daß die Regelung (2/3-tel erneuerbarer Anteil) meist effektiv tatsächlich bedeutet, daß eine WP installiert werden muss. Das ist sicherlich auch die Intention, weil Haushalte eben eine (effiziente) Möglichkeit haben sollten, mit Windkraft zu heizen. Schon der inlands bereits installierten Windkraft allein etwa im Winterhalbjahr erzeugte Strom genügt in Summe, etwa die Hälfte aller Haushalte über WP zu heizen.

Das ist unabhängig von der Handhabung des Gasanschlusses (soll/darf er erhalten bleiben, oder nicht?). Allein der Gasanschluss ohne WP erfüllt eben die 2/3-tel Regelung nicht. Ausser vllt. man verpflichtete sich, nur noch Biogas + eMethan zu verwenden, das aber eben im Gasnetz bisher quasi nicht vorhanden ist, also aktuell keine Option für alle sein kann (bzw. selbst im Falle einer herbeitheoretisierten solchen Möglichkeit bedingt durch die aufwändige Herstellung keineswegs eine kostengünstige Variante werden könnte, insbesondere nicht bei Berücksichtigung von Umweltschäden durch die unnötigen Erzeugungsanlagen).

Insofern waren Meldungen wie "alle müssen ab demnächst ihre Heizungen (wenn die erneuert werden müssen) durch Wärmepumpen ersetzen" zwar effektiv weitgehend zutreffend, aber eben just in dem von Dir missverstandenen Punkt ("Gasheizungsverbot") missverständlich.

Gruss

Jan Bruns

Am 13.05.2023 um 15:02 schrieb Jan Bruns:

Durch Wärmepumpen und E-Autos soll aber der Stromverbrauch stark steigen, und gleichzeitig hat man die CO2-freien Kernkraftwerke durch Kohlekraftwerke ersetzt.

Am 13.05.23 um 16:05 Uhr Klaus H. schrieb:

Nur vorübergehend – bis genug grüne Energie nachgerüstet ist.

Und das weißt Du genau so gut wie ich – warum schwurbelst Du?

 👋️😃️ ℰ𝓇𝒾𝓀𝒶 𝒞𝒾ℯ𝓈𝓉𝒶

Thomas Heger schrieb:

Jeder mittelprächtige Ortstrafo ist für sekundär 1000 A ausgelegt. Und davon gibt es tausende. Im Wesentlichen passiert da gar nix. Eine Top-CPU zieht auch mal 300 A; PCs gehen eher selten in Flammen auf.

Jaja, 120 mW reichen, um einen Wolframdraht in einer Millisekunde auf

2000 °C zu erhitzen. Glüh-Kontrolllampen gehörten verboten. Nicht auszudenken, was passiert, wenn das Glas drum rum defekt ist und es überall Wasserstoff hat.

Der Metalldampf-Lichtbogen hat nur wenige Volt Brennspannung. Interessant in diesem Zusammenhang sind Vakuum-Schalter, die genau das ausnutzen.

Die Unfallstatistik spricht dagegen. Schlimmer sind Isolationsfehler.

Eben. Also seltenst und nur für einige Sekunden. Ja, LRA kann hoch sein, bei einer kleine Brauchwasserwärmepumpe (Hitachi), etwa 300 W Aufnahme, waren es 16 A.

Thomas Heger schrieb:

Rund 30 Jahre lang hatte ich eine Brauchwasserwärmepumpe quasi in meinem Reisegepäck dabei. Die wurde indoor als Klimaanlage in zahlreichen Laboratorien eingesetzt. Kälteleistung ungefähr 2 kW, Luftdurchsatz um 1000 m³/h, Abkühlung etwa 7 K. War/ist nicht lautlos, im Labor aber nicht wahrnehmbar. Wegen zuviel Puste wurde typischerweise die Lüfterspannung auf 180 V reduziert, das sparte dann auch deutlich Strom. Lüfterrad vielleicht 50-60 cm Durchmesser.

Das Ding hatte uns auch im Hitzesommer 2003 gerettet, als wir einen provisorischen Unterstand für eine bildverstärkte Kamera bauen mussten. War in einem Innenhof, in dem auch rotglühende Abgasleitungen von Turbinenbrennkammern durch geführt wurden. In so eine Leitung haben wir dann die Kamera blicken lassen. Aussentemperatur etwa 40 °C, innen etwa 15 °C. Kondenswasser floss aussen die Wände runter...

Grobe Schätzung mit einfachen Zahlen: 1 Liter Luft hat eine Wärmekapazität von ungefähr 1 J/K, Normaldruck und gewohnte Temperaturen mal vorausgesetzt.

Am 13.05.2023 um 16:16 schrieb Erika Ciesla:

Die es niemals geben wird weil es nicht so funktioniert wie sich das die Ökos vorstellen.

Dass du das nicht weißt und nicht versteht wissen wir alle.

Ja nach Tages- und Jahreszeit auch deutlich mehr. Zu anderen Zeiten dafür auch viel weniger. In welchen dieser Zeiträume fällt jetzt der Hauptbetrieb der Wärempumpen?

Das ist eigenartig. Hier steht der Warmwasserspeicher im Keller, und im Bad im ersten Stock braucht es weniger als 2 Liter, bis heiss da ist. Ich habe ein Rohr-im-Rohr-System.

Die Frage ist, warum soll man überhaupt zirkulieren. Es spart Wasser, das ist alles. Wir sind aber nicht in der Sahel-Zone oder dergleichen. Zwei Liter Wasser weg, so what. Hat man mit korrekter Bedienung der Klospülung im Nu wieder drin. Und hundertfach, indem man auf früh- Erdbeeren aus Spanien verzichtet (300 Liter Wasser für 1 kg Erdbeeren).

Zirkulation verbraucht einfach viel Wärmeenergie. Das sieht man u.a. daran, dass ohne Zirkulation relativ rasch wieder kalt kommt nach erneutem Aufdrehen. Logo, einklich.

Holger Schieferdecker schrieb:

Dort braucht wohl genau deswegen die Zirkulation nicht viel mehr Wärme, gerade weil zeitlich versetzt immer wieder Wasser gezapft wird.

Ich kenn das eher als Eintrittsgebühr zur Zivilisation.

Gerrit

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