Wärmepumpen-Wahnsinn (2026 Update)

May 06, 2023 Last reply: 2 months ago 4569 Replies

Eben. Im Zweifelsfall wurde überdimensioniert und das Fenster aufgerissen. Oder, im guten Fall, das ungeregelte Ventil am Heizkörper irgendwie halb aufgedreht. Kann man machen, ist aber doch eher eine manuelle als eine automatische Regelung.

Hanno

Am 10.05.23 um 17:31 schrieb Christoph Müller:

Wenn man nackt rumrennt vielleicht. Meine Mutter erzählte mir von Nächten in der Nachkriegszeit mit Frost im Zimmer, und daß sie sich auch tagsüber fürs Lernen für die Schule ins Bett gelegt habe, weil es sonst zu kalt war.

Klar können 8° zum Problem werden, wenn es dumm läuft (zB Oma steht aus dem Bett auf, fällt um, bevor sie sich anziehen konnte, und kann nicht mehr aufstehen), aber das läuft dann eher unter Unfall.

Hanno

Am 09.05.2023 um 15:19 schrieb Takvorian:

E-Mobilität ist diesbezüglich relativ harmlos. Die kommt auch mit volatiler Stromversorgung klar. Wenn's eng wird, wird man einfach den Ladevorgang unterbrechen. Und wenn's doch mal nicht reichen sollte, dann fährt man eben mal nicht. Davon erfriert man üblicherweise nicht.

Wenn man aber eine Stromversorgung mit 800 GW aufbauen soll (derzeit ca.

75 GW), dann ist das eine ganz andere Nummer. Diese 800 GW wird man nur selten (alle paar Jahre mal für ein paar Tage) brauchen und deshalb meinen, dass das Vorhalten so hoher Leistung doch nur einen Haufen Geld kostet und weiter nichts bringt. Macht man's aber nicht, dann wird man in den paar Tagen mit um -20°C mit 10.000en von Kältetoten rechnen müssen. Denn dann fällt das komplette Netz wegen Überlastung aus, womit dann auch sämtliche Heizungen (außer der handbefeuerten) ausfallen. Die kritische +8°C-Grenze ist dann nämlich in den Häusern schnell unterschritten.

Eine derart hohe Leistung wird man brauchen, wenn man Habecks Wärmepumpenpläne realisiert. Denn ab bestimmten Minustemperaturen funktionieren sie nicht mehr. Der Strombedarf steigt dann ganz rasant steil an, weil zunehmend auf Widerstandsheizung umgeschaltet werden muss. Das verdoppelt bis verdreifacht den Strombedarf für die Heizung zusätzlich zur ohnehin schon schwierigen Energieversorgung durch die tiefen Außentemperaturen. Und zwar überall, wo es entsprechend kalt ist. Brennstoffbasierte Heizungen will Habeck wegen des CO2-Ausstoßes ja nicht haben. Also wird man sie abbauen und die freigewordenen Kellerräume gewinnbringend vermieten. Das ist ein lebensgefährliches Szenario, das Habeck durchsetzen will.

Dann erkläre mir mal, wie ein Politiker der Öffentlichkeit erklären will, dass wir jetzt die 10-Fache Kraftwerkskapazität aufbauen müssen und diese Dinge nur alle paar Jahre mal für ein paar Tage genutzt werden sollen. Meinst du, dass unsere Politiker so ein Projekt ohne weiteres durch winken? Das würde mich wirklich sehr überraschen.

Wesentlich einfacher wäre das Ganze mit stromproduzierenden Heizkesseln zu meistern. Am Besten mit welchen, die auch Inselbetrieb können. Damit könnte man einen gesunden Mix zwischen brennstoffbasierten Anlagen mit Stromproduktion und strombetriebenen Wärmepumpen erreichen. Mit ASTROHS sollte das kein Problem sein.

Genau so hört sich aber Habecks Truppe an. Mit dem unausgegorenen Zeug weiß ich nicht, ob meine Heizung als Heizung oder als Kraftwerk oder sonst was läuft. Diese Heizung liefert nämlich bis zu 1 kW Strom ab.

Ich bin mir ganz sicher, dass wir NIEMALS überhaupt eine Energieerzeugung hin kriegen werden. Dazu haben wir kleine Menschlein den A... viel weit unten. Wir können Energie lediglich nach naturgesetzlichen Methoden umwandeln. Z.B. in Strom oder Wärme. Themen wie das Astrail-Konzept wird man ohne solches Hintergrundwissen vielleicht nur schwer verstehen können.

So ist es in der Tat. Da nehme ich mich nicht aus. Obwohl ich das Thema verfolge.

Dann muss den Campaignern mal etwas auf die Finger gehauen werden, damit sie ihren Job besser machen.

Hat nie funktioniert. Kurz vor den Thermostatventilen kamen "Feingelventile" auf. Die taten es auch nicht. Was ging war, für eine Stunde oder fünf ganz abdrehen.

Was nicht ging, auch mit Thermostatventilen nicht, wenn es den Führungsthermostat trotzdem gab und zwei Regelungen gegeneinander arbeiteten (ähnlich wie Thermostatventil gegen Nachtabsenkung, wer kommt auf sowas?), war, spät aufzustehen. Fenster zu und Heizung auf, aber das Wohnzimmer war längst warm und die Heizung zentral aus. Pech gehabt.

Du erweckst aber den Eindruck, als wüßtest Du es auch nicht besser.

Grüße, H.

*LOL* Immer, wenn man denkt, der Tiefpunkt wäre erreicht, haut der Müller wieder einen Knaller raus. Das ist, was de.sci.electronics so unterhaltsam macht.

Wir lagen "damals" zwar nicht vor Stalingrad, aber Winters in einer Almhütte am Finkenberg und da hatte ich tatsächlich etwas Sorge, daß mein Schlafsack, dessen Extrembereich bei 0°C beginnt, nicht reichen könnte. Eine zusätzliche Decke, die es in Innenräumen natürlich niemals gibt, löste das Problem.

Natürlich war die Nase am nächsten Morgen etwas rot, so wie auch nach der recht kalten Nacht in Serle, wo vor dem Zelt das Wasser im Kanister gefror und man sein Morgengschäfterl Open-Air verrichten mußten, weil andere Piloti die Schwingtüre vom Scheißhaus verheizt haben.

Exemplarisch: [1].

Als Risikosportler lebe ich aber beständig am Limit, da fällt es mir etwas schwer einzuschätzen, wie es Christoph ohne Fußbodenheizung geht.

Jup. So wie Menschen in zentimetertiefen Wasserpfützen ertrinken, auf einer kleinen Radtour verdursten oder wegen einer Hämorrhoidenligatur verbluten. Deswegen gehe ich aber dennoch nicht mit Schwimmflügeln in den Regen, nehme mehr als eine Flasche Wasser auf die Tour mit oder lege mich vorsorglich auf Intensivstation.

Volker

[1]
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Ob das so kommerziell verfügbar ist, weiß ich leider nicht. Ich habe das vor knapp zwanzig Jahren mal DIY-mäßig konzipiert und mein Cousin hat es dann bei seinem Aus- und Umbau implementiert. Da haben wir aber vieeel selber gemacht, Planung und Ausführung bis direkt zur Abnahme in verschiedenen Gewerken.

Gruß, Florian

Hallo Axel,

Du schriebst am Tue, 09 May 2023 20:36:04 +0200:

...

Zirkulation ist aber ganz was anderes als Speicherung, eigenlich eher das genaue Gegenteil. Vielleicht kannst Du die Zirkulation ja wenigstens bisserl zurückfahren?

Der Punkt ist, daß ich es nicht irgendwie genau oder weniger genau _weiß_, sondern daß die _gelöschte_ Formel, auf die ich mich _beziehe_, den _Beweis_ darstellt!

P = U * A * (Ti - Ta);

P: Leistung U: Wärmedurchgangszahl A: Fläche T: Innen- und Außentemperatur

Ich kenne diese Formel seit den 1980ern aus Formelsammlungen. Sie wird seit vielleicht 100 Jahren benutzt und ist weltweit bekannt.

Wenn die Größe A im Wert verdoppelt wird, wird P ebenso verdoppelt. Schon ist der absolute und unerschütterliche Beweis erbracht, daß die notwendige Heizleistung P linear abhängig von der Wohnfläche ist.

Auch wenn U halbiert wird, wird P halbiert. Auch wenn die Differenztemperatur verdoppelt wird, wird P verdoppelt.

Ich ertappe mich dabei, daß ich fast Formulierungen verwende, wie sie sich an Babys wenden. Das scheint immer wieder notwendig zu sein, weil hier Lügenbolde und Täuscher am Werk sind.

Hallo Christoph,

Du schriebst am Wed, 10 May 2023 17:15:36 +0200:

Der Vergleichswert für die NUTZwärme war sogar 90°C. Irgendwie muß der Teil mit _viel_ zu hoher Temperatur ja auf einen erträglichen Wert 'runter. Dafür hat die Natur was erfunden, was die Physik unter dem Namen "Entropie" einsortiert hat und den Technikern darüber beizubringen versucht - was aber offenbar nur recht marginal gelungen ist. (SCNR)

Hier ist Wärme_rück_gewinnung nicht gefragt, dann würdeste ja in der Heizkammer gebraten (bei 450°C). Ja, mit einem 100%-Carnot-Motor wäre ein Wirkungsgrad von ca. 72% zu erreichen, rein theoretisch, mit den Beispielwerten als Ausgangswerten. Hast Du so einen? Was bringt Deiner zustande?

Am Wed, 10 May 2023 17:06:02 +0200 schrieb Christoph Müller:

Nö. Finde ich übertrieben. Ein Jahrhundert-Wetterereignis muss man nicht unbedingt bei 23°C im Fernsehen verfolgen.

Jaja, sobald irgendwas anders läuft, als mit railtaxi kann das nicht funktionieren. Ist klar.

Hmn. Pro Durchschnittsbürger auf 46qm Wfl. 240 kWh/d Strom?

Du scheinst ja wirklich gigantische Wärmebedarfsmodulation zu erwarten.

Vllt. mal zur Erinnerung: Der Wärmedurchgang durch die Aussenwände ist proportional zur Temperaturdifferenz. Und es erscheint weitestgehend unsinnig, sich gegen eine Temperaturdifferenz von 300K absichern zu wollen, da bereits bei etwa 216K Differenz der Stickstoff der Atmosphäre in die Bude schwappt.

Nein. Das kW wird nur billiger, wenn's nicht einzeln verpackt wird.

Gruss

Jan Bruns

Am 10.05.23 um 22:47 schrieb Helmut Schellong:

Unter der Annahme das die Wohnfläche linear zur Außenfläche ist, was ich für eher "gewagt" halte

Servus, Werner

Am 09.05.2023 um 09:49 schrieb Marte Schwarz:

Ein m³ Luft hat ungefähr die gleiche Masse wie 1 l Wasser.

Wenn man die spezifische Wärme von Wasser mit 4,2 mal der von Luft annimmt, dann braucht man für die Erwärmung von 1l Wasser um 50°C offensichtlich (mindestens) 4,2 m³ Luft, welche man um 50°C abkühlen kann.

Wenn die Luft nun schon -10°C kalt ist, dann muß die hinterher -60°C kalt sein.

Beim Wasser hat man vorher 10°C und hinterher 60°C.

Die Temperaturdifferenz, welche die Wärmepumpe erzeugen muß ist also 120 °C.

Dabei sind aber noch Verluste im Wärmetauscher nicht berücksichtigt, für welche ich mal 20° C annehme, um welche Temperaturdifferenz sich die Medien innen und außen unterscheiden müssen, damit da noch Wärme hindurch fließt.

Hiervon bräuchten wir zwei solche Temperaturdifferenzen, da zwei mal Wärme getauscht werden muß (von Luft zu Kältemittel und von Kältemittel zu Wasser).

Dann kämmen wir auf eine gesamte Temperaturdifferenz von 160°C, mit welcher die Wärmepumpe Wärme pumpen muß.

Dabei muß pro l warmes Wasser 4,2 m² Luft durch die Wärmetauscher gepustet werden, wobei die Leistung der Lüfter leider nicht zur Erwärmung des Wassers beitragen kann.

Nun ist das ähnlich wie bei einer Wasserpumpe und die Temperaturdifferenz verhält sich so ähnlich wie ein Höhenunterschied, während die Wärmemenge ungefähr der Wassermenge entspricht.

Dabei sollte sofort einleuchten, dass mit der Temperaturdifferenz der energetische Wirkungsgrad sinkt.

Und in diesem Beispiel wird er extrem schlecht sein.

...

TH

Und Zulassung für Innenraumbetrieb aka Haushaltsregler. Kosten aktuell um

40-60€, dazu 8€ für nen Schlauch. Austausch AFAIK alle 10 Jahre. Also überschaubare Kosten...

Thomas Prufer

Der Gleichzeitigkeitsfaktor bezieht sich nicht auf die einzelnen Wohnungen, sondern auf die Maximalleistung in größeren Wohnblocks.

Inhalb einer Wohnung müßen die Leitungen so ausgelegt werden, dass der Mieter die auch dann nicht kaputt kriegt, wenn er das vorsätzlich versuchen sollte.

Bei Großverbrauchern, die unabhängig voneinander betrieben werden können, muß die Leitung den Fall verkraften, dass alle Großverbraucher gleichzeitig laufen.

Das wären bei einem vollelektrischen Haushalt z.B.: Heizung Warmwasserbereitung E-Herd Wasserkocher Kühlschrank Waschmaschine

Beispielsweise kommen zu Weihnachten Besucher, die mal kurz duschen, während die Gans im Ofen schmurgelt und der Geschirrspüler das Geschirr vom Vortag abwäscht. Nebenbei bereit der Hauherr einen Tee für die Gäste.

Das dürfte im Rahmen des vorstellbaren liegen und sollte das Stromnetz nicht zum Schmelzen bringen.

Hier hast du natürlich etwas vergessen zu erwähnen: die elektrische Heizung, welche in den genannten 30 kW selbstredend nicht vorgesehen ist.

Nehmen wir hierfür noch einmal 10 kW, dann kämen wir auf die von mir genannten 45 kW.

Hierbei wird man wohl von einer nahezu gleichzeitigen Nutzung der Heizung ausgehen müssen, da es für alle Mieter idR außen gleich kalt ist.

Nie!

Das ist ja schön, aber Beispiele beweisen grundsätzlich garnichts.

TH

Am 10.05.2023 um 10:46 schrieb Hanno Foest:

Das Gas oder einen anderen Brennstoff zu bezahlen ist ein Tausch von Geld gegen Ware bzw. Dienstleistung.

Wenn aber Geld gegen Nicht 'getauscht' wird, dann liegt kein Tausch vor.

Deutschland wird wohl keine Emissionsrechte erwerben, da schon das Festlegen von Grenzwerten Schwachsinn ist.

Der Klimawandel liegt nämlich nicht am CO2, weswegen das CO2 kein Schadstoff ist.

Tatsächlich liegt der Klimawandel am Umwandeln von (Ur-)Wäldern in landwirtschaftliche Nutzfläche und das hat mit CO2-Emissionen nicht das geringste zu tun.

Wegelagerei ist etwa etwas, das fundamentalen Gerechtigkeitsvorstellungen widerspricht.

Das ist die Wegnahme von etwas wertvollem durch Androhung bzw. Anwendung von Gewalt.

Wenn nun etwas bezahlt werden muß, dem kein realer Gegenwert entspricht, dann ist das auf der begünstigten Seite die Schöpfung von Wohlstand ex nihilo, während es auf der benachteilliten Seite Wegelagerei wäre.

TH

Am 09.05.2023 um 09:42 schrieb Thomas Prufer:

Ja und dann kommt noch FeuV§ 4 Aufstellen von Feuerstätten ins Spiel. Mit spezieller Zuluftzuführung bei Dunstabzug. Mal eben einen E-Herd gegen Gas tauschen ist also meist nicht...

Bernd

Am 10.05.2023 um 12:19 schrieb Heinrich Pfeifer:

Das mit dem Treibhauseffekt durch CO2 funktioniert nicht, da CO2 auf 15 my Wellenlänge absorbiert und emittiert, aber 15 my in einem Wellenlängenbereich liegt, für welchen die Atmosphäre ohnehin undurchlässig ist.

Und da undurchlässiger als undurchlässig nicht geht, kann ein mehr an CO2 auch keinen Effekt aufs Klima haben.

Welche Folgerung ist jetzt falsch?

TH

Du kannst aber 8.4 Kubikmeter um 25°C abkuehlen oder 16.8 um 12.5.

Wird man nicht machen weil -60° ist viel zu kalt fuer den Verdampfer der Waermepumpe, man wird einfach mehr Luft nehmen, je hoeher die Temperatur des Verdampfers um so effizienter ist die Waermepumpe. Hier stehen reale Zahlen:

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Seite 3 fuer die erste Waermepumpe LA 6TU: Wasserdurchfluss 1.1 Kubikmeter/Stunde Luftdurchfluss 2700 Kubikmeter/Stunde

Man wird zur Warmwasserbereitung auch keine 60° sondern 45° C nehmen, das reicht aus. Fuer die Raumheizung geht oft auch noch weniger.

Nicht bei tatsaechlich fuer Heizung und Warmwasserbereitung verwendeten Waermepumpen,das koennen die gar nicht.

Macht sie nicht.

Schau lieber reale Zahlen nach .

Ein Freund, über 70 Jahre, hat das mit dem Energiesparen diesen Winter konsequent durchgezogen. Ich fand die 6,7 °C im Wohnzimmer gemessen übertrieben kalt.

Er meinte, als ehemaliger Fensterbauer hätte er jahrein, jahraus hauptsächlich in fensterlosen (buchstäblich) Räumen gearbeitet, das passt schon. Eine Heizdecke für's Bett lehnte er vehement ab, das packt sein Kreislauf nicht. (Nein, keine Schimmelprobleme, die wurden durch ausreichendes Lüften verhindert...)

Ich glaube er ist nicht erfroren.

Ich bin mir allerdings nicht sicher, wie sein Kühlschrank unter diesen Bedingungen gearbeitet hat.

Thomas Prufer

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