Fassungslos ich sein!

Jun 02, 2024 Last reply: 2 years ago 172 Replies

Fassungslos ich sein!



Ich bin völlig fassungslos, was ich vor 2 Tagen hier erlebt habe. Ich beobachte seit mehreren Monaten einen geringen Wasserverlust in der Verrohrung ca. 30cm im Erdreich unter der Bodenplatte meines Hauses. Kein Keller oder sonstiger Zugang!



Anfangs so ca. 0,2L/h, steigerte sich letzte Woche auf 1L/h. Am Mittwoch waren es dann 0,2L/min = 12L/h. Absolut nix zu sehen, wo die Leckstelle ist. Fliesenfugen überall staubtrocken. Ich war den Tränen nahe.



Mein Nachbar (66 Jahre) arbeitet seit einer Woche im Haus und entrostet und pinselt meine Zaungitter, Nebentüren, Pfosten und Tore, die aus Isen sind und es nötig haben.



Ich berichtete von meinem Wasserproblem. Er sah sich alles an und sagte, dass ich mir keine Sorgen machen soll, er findet es mit 'Radioanestesia'. Er sei ausgebildet als Wassersucher mit Metallruten und Pendel.



Ich wusste nicht, ob ich lachen oder weinen sollte.



Aber er bestand drauf, dass er es könne! Nach der Mittagspause würde er sein Pendel mitbringen.



Gesagt getan. Das Pendel war an einer 300mm Art Uhrkette, zwei Alu(?)zylinder mit ca. 40mm Durchmesser flach übereinander und 20mm Höhe mit nem



1,5qmm Kupferdraht über Kreuz zusammengepfriemelt, so dass es wie ein rundes Weihnachts-Paket aussah. Kette war oben befestigt.

Ich musste meine Pumpen abstellen, da sie stören würden. Licht, Klimaanlagen und Computer in den angrenzenden Räumen waren unwichtig.



Er hielt das Pendel am leicht angewinkeltem Arm etwa 1m über dem Boden!



Er begann an der Stelle 30cm davor wo die Leitung unter das Haus ging.



Ich schaute wie ein Luchs auf seine Hand. Keinerlei Bewegung zu sehen!



Nach einigen Sekunden begann das Pendel eliptisch mit 5x10 cm zu schwingen. Die Längsachse der Elipse zeigte zum Haus.



Er sagte, die Leckstelle sei sehr nahe. Praktisch am Fundamentdurchbruch.



Er ging in das Badezimmer an der das Rohr ins Haus ging. Etwa 30cm vor der Innenwand fing das Pendel mit 4cm an zu kreisen.



Hier sei die Leckstelle!



Ich bat ihn noch weitere Stellen im Haus abzusuchen. An etwa 7-8 Forschungsstellen in bis zu 8m Entfernung begann das Pendel in sehr schlanken (unter 1cm Breite) Elipsen zu schwingen. Längsachse immer zu der behaupteten Leckstelle zu zeigen.



Ich war innerlich äusserst belustigt. So ein Humbug!



Er zerbrach die Fliese über der Fundstelle. Der Estrich war trocken. Bestenfalls leicht feucht. Kein Wunder, war ja im Duschbereich.



Bodenplatte aufgebrochen, darunter gut feuchte Erde. Mit ner kleinen Schaufel gegraben, sah man etwas Wasser fliessen. Wurde mehr, bis es am gefundenen Rohr in etwa 30cm Tiefe gut sprudelte!



Er reparierte den Schaden, war ne Stelle, wo das Teflonband wohl versagt hat. Es sind die Bilder nach der Reparatur mit der neuen, weissen Kupplung an dem schwarzen Rohr. Bilder von der Tropfstelle habe ich vergessen zu machen. Ich war zu konsterniert!



WIMRE war hier vor einiger Zeit mal ein Fred über Rohrbruchortung mit Elektronik. Die einzige 'Elektronik' am Pendel, war bestenfalls der Kupferdraht. Aber sah alles viel primitiver als das 'Geophon' aus.



Ich war und bin immer noch völlig fassungslos und kann nicht verstehen, was da für ein 'Wunder' geschehen ist!



Ich versuche mal Bilder abzulagern. Bitte knüttern, wenns nicht funzt.



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Der Leiter des Odenthaler Wasserwerkes, ein kluger, kompetenter und vonm mir geschätzter Mann, bereichtete, er ziehe bei schwer oder nicht zu findenden Rohrbrüchen einen Rutengänger hinzu und der sei (fast) immer erfolgreich.

Ist mir so unerklärlich wie Dir.

Am 02.06.2024 um 10:36 schrieb Wolfgang Allinger:

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Alfred

THX, aber das hilft mir genau nicht weiter zu verstehen, was bei mir passiert ist.

Saludos (an alle Vernünftigen, Rest sh. sig) Wolfgang

So isset :O

Bei Wasserwerk handelt es sich sicher um große Wassermengen, aber in meinem bei geschätzt 1,2L/min wars wohl eher nur ein Prostata Tröpfeln.

4YI ich hab ne Pedrollo (Italy) Pumpen Steuerung Easy Small

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in der Leitung von meinen 2 Pumpen zum Haus. Eine Pumpe aus 500L 3m hochliegendem Hochtank, die zweite aus einem 250L auf Erdniveau gespeist.

Die Steuerung hat mich 2022 ca. 50USD gekostet. Hab noch ne zweite als Reserve, werden regelmäßig unregelmäßig alle paar Monate getauscht.

Ich kann die Pumpen vom Bett aus umschalten, immer eine ist in Betrieb. Die Steuerung springt automatisch an, wenn der Druck unter 1,5 bar fällt und versucht dann wieder auf einen höheren Druck zu kommen. Wenn die Pumpe läuft, habe ich eine grüne LED im Schlafzimmer. Eine gelbe LED zeigt, das mehr als 0,2bar vom Versorger anliegt, iss aber häufig duster, drum die Tanks :) ne rote LED leuchtet, wenn der Hochtank Schwimmerschalter knüttert, dass weniger als 150L drin sind.

Die Easy Small kontrolliert die Durchflussmenge. Solange wasser fließt, bleibt die Pumpe eingeschaltet. Jeht nix mehr, schaltet sie ab, weil die Leitung unter Druck steht, was der gewünschte Zustand ist.

Der sich ergebende Hochdruck ergibt sich aus der Kraft der Pumpe (max

10bar), bei mir schaffen die Pumpen einen Druck von maximal 3bar.

Kommt kein Wasser geflossen, geht sie auf Störung 'Trockenlauf'.

Schaltet die Pumpe zu oft ein/aus geht sie auf Störung 'Leckwasser'

Es wird dann nur der Druck aufgebaut, der sich in die Leitung pressen läßt, wo irgendwelche Toträume mit Luft (kein Druckhaltekessel nötig bzw. vorhanden) den Druckaufbau ermöglichen. Bei mir reicht wohl der 80L Warmwasserboiler.

Um den Druck von 3bar auf 1,5bar abfallen zu lassen, muss ich etwa 0,2L Wasser zapfen. So konnte ich die Leckrate abschätzen.

Früher hatte ich eine herkömmliche Steuerung mit 25L Druckkessel, aber alle paar Jahre wurde die Gummiblase porös und die Brauchbarkeit litt stark. Ein bekannter gab mir den Tipp mit der Easy Small. Gute Wahl, aber nervig, wenn die Pumpe dauernd anspringt weil Leckwasser oder meine Frau unsere Katze mit Tropfwasser frisch aus dem Hahn verlustiert :)

Übrinx Pedrollo sind echte Geheimnisträger, bis die mal mit Infos rausrücken. Kundenfreundlich ist anders.

So genug gepumpt :)

Vielleicht erleuchten mein Ergüsse jemanden hier :)

PS. wenn ich keinen Strom habe (Tagesordnung), reicht der Druck aus dem Hochtank für etwas Wasser zum Händewaschen und Klospülung zu füllen. So brauch ich nachts nicht deswegen den Moppel anzuwerfen.

Saludos (an alle Vernünftigen, Rest sh. sig) Wolfgang

Wenn der Nachbar deinen Zaun streichen muß, weil du wohl unfähig bist, was ist dann von deiner Story zu halten.

Geh scheißen.

w.

Wolfgang Allinger schrieb:

[Lecksuche]

Dieser Nachbar ist aber nicht genau der, der ursprünglich die nun undichte Muffe installiert hatte?

Nein, diesen alten Pfuscher hab ich schon vor 11 Jahren entsorgt.

Die hiesigen Plastikrohre machen oft nach Jahren Probleme an den Gewinden. Nur die, die ich persönlich nach alter Art eingehanft habe, sind dauerhaft gut. Besonders für den Übergang zwischen GG (an Pumpe) und Plastik. Da funzt Teflon nur kurze Zeit wirklich.

Aber ich finde mein Hanf + Dichtmasse zur Zeit nicht :(

Scheißentropie :)

Saludos (an alle Vernünftigen, Rest sh. sig) Wolfgang

Wolfgang Allinger schrieb:

Mit Teflonband bin ich auch nie wirlich happy geworden. Murkst, wenn es eigentlich schmieren sollte und klemmt, wenn es eigentlich festhocken vermeiden sollte. Besonders schlechte Erfahrung habe ich mit Teflon-Pampe gemacht, welche, so dachte ich, nach Applikation dann irgendwann fest wird. Habe aber flahsc gelesen, das spezielle war, dass das Zeug nie fest wird.

Metall auf Metall mit Hanf dazwischen hat zwar Jahrhunderte Tradition, Nachteil ist, dass es irgendwann total fest wird und man die Verbindung nicht mehr lösen kann. Abhilfe schafft so Zeug wie 'Flüssiger Schrauben- schlüssel', 'Chemischer Schraubenschlüssel' oder 'Torsion-Spray' usw. Muss aber durchprobiert werden. Hab ich leider viel zu spät entdeckt.

(Hanfdichtungen bei Umstellung von Stadtgas auf Erdgas ist eine andere Geschichte.)

Allerdings. Das Maschinenlaboratorium der ETHZ liegt an der Clausius- strasse! Da hatte einer aber eine sonderbare Form von Humor. Entropie ist eine weitere der völlig unnötigen Erfindungen, aber immerhin sieht man wieder, was passiert, wenn deutsche Physiker loslegen. Und der Schottky mit seinem Schrotrauschen, hätte man auch darauf verzichten können :-

Ehe wundern. Ca im Jahr 2000 wurde eine Abwasserleitung für eine Toilette im 1. Stock von meinen letzten Vermieter an der Außenseite eine Altbaus angebracht.

Irgendwann gab es eine Verstopfung und der Mieterin im Erdgeschoss beschwerte sich bei mir, dass das Abwasser bei ihr aus der Küche herauskam.

Der Vermieter lies die Stelle zu erst mit einer Wünschelrute suchen.

Hermann fragend ob die alten Stromversorgungsleitungen aus dem Jahr 1984 sich bei heutigen Stromverbrauch sich nicht langsam zu Glühdrähten entwickeln.

Am 02.06.24 um 22:37 schrieb Wolfgang Allinger: ...

Dann müßtest Du noch etwas finden, aber nicht nichts. Und das etwas ist netürlich zu wenig (Murphy;-)

Viele Grüße,

Olaf

Warum sollten sie? Mein Verbrauch ist seitdem deutlich zurückgegangen. Vieles ist eben doch massiv effizienter geworden. Nicht alles, die Kaffeemaschine nicht. Aber das meiste eben schon.

Kann ich nicht bestätigen, auch nach mehr als vierzig Jahren nicht. Problem ist halt, man braucht eine gewisse Geschicklichkeit, damit der Hanf beim Zusammenschreuben auch drin bleibt. Je nach Zugänglichkeit der Stelle habe ich die nicht immer und inzwischen leider immer weniger. Da muß dann manchmal doch der Profi gerufen werden.

Der Verbrauch schon, aber der Strom? Da ist der Fön doch eher stärker geworden.

Meiner nicht. Ich brauche 3 mal so viel wie meine Nachbarn bei gleicher Wohnungsgröße.

Die HDs liegen noch bei 10W, die SSDs brauchen bald Kühler, die höheren Frequenzen von LAN .. ..

Was ist günstiger beim Nahrung heizen: durch Glühdraht ( E-Herd), Induktion, oder Mikrowelle?

Durch die vielen einzeln schaltbaren Steckdosenleisten habe ich mehr Lichter als wie ich es früher am Weihnachtsbaum gesehen habe. Wie effizient diese Beleuchtung ist, weiß ich nicht. Ich vermute, keine Stromsparschaltung.

Am günstigsten ist wohl oft ein Tauchsieder.

/ralph

Lötkolben ( eventuell galvanisch vergoldet )? (Wegen Temperaturregelung. )

Echt jetzt? Vielleicht hab ich nur Verbindungen gesehen, die seit der Zeit wo "Fermit" draufkommt.

Zumindest bei Leitungen, die eine (bzw. zwei) 60 cm Rohrzangen aushalten, hab ich noch keine nennenswerte Gegenwehr gefunden. Altersbereich "wenige Jahrzehnte"...

(Statt so Zeug zB am Sonntag kaufen zu wollen, soll Aceton und ATF --"automatic transmission fluid"-- 50:50 vergleichbar gut helfen.)

Thomas Prufer

Am 02.06.24 um 22:29 schrieb Wolfgang Allinger:

[...]

Gratulation. Bei mir wurde Mitte März ein niedliches malignes diffuses Pleuramesotheliom vom epitheloiden Subtyp (auf gut deutsch ein bösartiger Rippenfelltumor) diagnostiziert. Aber um die Therapie kämpfe ich noch. Hier scheinen ein paar Ärzte nicht ganz richtig zu ticken, und das in einem Land, das allem Vernehmen nach auf diesem Gebiet auf Weltniveau ist:

Am 04.06.24 um 12:42 schrieb Hartmut Kraus:

Am 02.06.2024 um 10:36 schrieb Wolfgang Allinger:

Ich habe mal eine 'Ortung' von Hochspannungsleitungen in der Erde miterlebt (die sind abgeschirmt, sonst steht das ganze Erdreich unter Spannung). Der Sucher nahm zwei Schweißstäbe und bog sie um 90 Grad. Das kurze Ende nahm er links und rechts locker in die Hand und ließ das lange Ende nach vorn zeigen. Dann ging er über die Stelle wo das Kabel ungefähr lag. Über dem Kabel drehten sich die Stäbe zur Seite. Ich hielt das für Hokuspokus. Der Mann wusste meiner Vorstellung nach natürlich genau, wo das Kabel liegt und spielte uns was vor. Er gab mir die beiden Stäbe, erklärte mir wie ich sie halten muss und ich ging den gleichen Weg. Kein Scherz: Die Stäbe dreht sich an derselben Stelle. Hält man die Stäbe richtig fest passiert nichts oder wenig. An der Stelle wurde ausgeschachtet und den Rest könnt Ihr euch denken, das Kabel lag tatsächlich dort.

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