Re: Fassungslos ich sein! -Teil2

Jun 23, 2024 Last reply: 2 years ago 89 Replies


Fliesenboden und Estrich aufgerissen und Rohre ausgegraben:


> 2 murksige Verschraubungen, höchstens 5mm schief in die T-Stücke 
> eingedreht. Mit Ohne Teflon/Hanf, mit nur irgendeiner ominösen geringe 
> Menge undefinierbarer brauner Pampe... gedichtet!
> 2. Stelle dann im Bad. Fliesen/Estrich/Boden... und siehe da, eine weitere 
> Murksverbindung im bisherigen Stil!

Ah, unsere lieben Handwrecker und der güldene Boden, auf dem sie wandeln.


Wollt ihr mal sehen, wie echte Profis arbeiten? Stabil hingesetzt? Dann los:


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Bad.jpg
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Biegeradius 1.jpg
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Biegeradius 2.jpg
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Kamin Ecke.jpg
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Küche.jpg
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Kühlung.jpg
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Mängelrüge wurde bestritten: Ich solle mich nicht so haben. Details und Namen vielleicht später, Sache läuft noch.


Volker, fassungslos auch ist


Nur weil das eine ungewöhnliche Einheit ist, mit der zumindest ich nicht viel anfangen konnte und rechnen mußte:

Die für Deutschland typischen 130 Liter pro Person und Tag sind 90 ml/min.

Also für Euch zu zweit rund ein halbes Prozent.

Klasse Wertarbeit!

Wie jetzt? Du verlangst gute Arbeit für Gutes Geld? Du bist etwas unverschämt!

Häzte liehbär Fassungen für LS-Röhren genommen :P dann wärste fassungsvoll :] (mit elektronischem Ballast, wg. OnT-Kurve kratzen :)

Saludos (an alle Vernünftigen, Rest sh. sig) Wolfgang

Sach ich doch, noch lohnt sich kein weiterer Bodenaufbruch :?

Kommt Zeit, kommt Wasser, kommt Bodenloch ;(

Saludos (an alle Vernünftigen, Rest sh. sig) Wolfgang

Ah, der nächste Handwerker der sagt "für Ingenieure¹ arbeite ich nicht".

¹ die mein Gewerk potenziell besser können als ich es kann

Und leider kommt man in solchen Zeiten damit durch.

Uns haben die neuen Nachbarn zum Baubeginn das "Baumängelquartett" geschenkt und einen Abreißblock mit sebstkebenden Baumängelrügen. Und den Hinweis, wir sollen doch die "Pfusch am Bau GmbH" bei Facebook abonnieren.

Und es ist alles wahr!

Grüße Marc

Tja, interessant...

Bisher kenne ich das von Lehrern, dass Handwerker nicht für solche arbeiten wollen. Aber das schließt andere natürlich nicht aus. Und wenn Volkers Beispielfotos tatsächlich echt sind (obwohl er doch sonst alles selber besser macht), so verstehe ich seinen Frust durchaus...

Nicht wirklich! Man kommt damit nur bei solchen Kunden durch, die sich das auch gefallen lassen. Große Worte am Stammtisch (oder im Usenet) zählen dabei nicht als nicht gefallen lassen

War denn vor 30 Jahren wirklich alles besser? Ich habe zwar auch den ein oder anderen Mangel zu beklagen gehabt, aber das wurde alles zu unserer Zufriedenheit erledigt (durch Beseitigung des Mangels oder ggfls. Minderung des Preises).

Aber freilich, schon die berufliche Erfahrung zeigt nicht selten, dass heute viele (viel mehr als früher?) Menschen bereit sind, klaglos alle mögliche Unbill hinzunehmen, welche man eigentlich nicht hinnehmen kann!

MfG Rupert

So dann mal los, wie es hätte besser gemacht werden können.

Das Runde in das eckige. Das Lange in das zu kurze Gehäuse. Um die Ecke biegen, was nicht gebogen werden kann..... Du verwechselst da was: "Frickeln Basteln Hinhühnern (Design) von Beleuchtung" mit Installation einer funktionierenden Leuchteinheit aus oder mit Plug & Play Teilen, die wirklich zueinander passen!

Ich gehe auch nicht in eine KFZ- Werkstatt werfe den Jungs einen Haufen inkompatibler Teile hin, die ich bei Ebay selber billig gekauft habe und sage nun macht mal schön und baut mir die in den MB ein......

--

Gut daß ich kein Ingenieur bin. Aber wie dem auch sei: Hätte der famose Elektromeisterbetrieb das auf seiner Webseite ebenso klar artikuliert, wie dieser Depp aus Kelheim [1], hätte mir das viel Ärger erspart.

Zitat: "[...] Michael Schmiedl, Fachmann für Fliesenverlegung [...] will nicht mehr für bestimmte Berufsgruppen beider Konzerne arbeiten. [...]". Die Ingenieure seien "[...] realitätsfremd. Sie fordern Dinge, die technisch nicht zugelassen sind [... und zahlen] meist entweder zu spät oder mit Abzügen. [...]".

Je nun, gemischte Gefühle. Zunächst mal muß man evtl. dem Handwerker erklären, daß er gar keinen Abgang mit Pauken und Trompeten zu machen braucht, schließlich leben wir in einer mehr oder weniger freien Marktwirtschaft von der ein wichtiges Kennzeichen die Vertragsfreiheit ist. Er darf sich also ohne Weinerlichkeiten heraussuchen, bei wem er seine Eier - pardon - Fliesen legt und bei wem nicht.

Mit Aussagen "[...] Ich möchte betonen, dass ich nichts gegen die Firma [Audi] habe. Die Belegschaft ist auch toll. Probleme gibt es nur mit der Ingenieursebene, die einfach zu abgehoben ist. Das ist wirklich ein arroganter Haufen. [...]" würde zumindest ich mich eher zurückhalten, der Vorwurf der diskriminierenden Geschäftsschädigung steht recht schnell im Raum und ein Shitstorm von angepißten Google-Kommentatoren kann fix am Horizont aufziehen. Dann ist der Boden seines Handwerks möglicherweise nicht mehr ganz so golden und der Absturz tief. Helfen soll ihm dann wohl der arrogante Haufen der Juristen.

Aber vermutlich ist seine Existenz für den Rest der Welt eh nur der Dreck unterm Fingernagel.

Fairerweise muß man einsehen, daß ein "Ingenieur", der sich stundenlang in einer Geschichte einfuchst und dann ein vielfaches der Zeit aufzuwenden bereit ist, die der Handwerker typischerweise zur Verfügung hat, durchaus gleichwertige oder gar bessere Resultate erzielen kann.

Ich ärgere mich eher, wenn Zeugs lieblos hingeschlampt wird, mit für jeden absehbarem Ergebnis, der nicht vollkommen verblödet ist und es mit wirklich geringstem Mehraufwand wenigstens einigermaßen betriebsicher und ästhetisch ansprechend ginge. Außerdem ist in konkreten Fall der Passus "minimaler Biegeradius" in der Installationsanweisung einfach nicht verhandelbar, egal was und wie es der Profihandwrecker bei den 1'001 Kunden vor mir gemacht hat.

Mit Leuten dieser dümmlich-arroganten Geisteshaltung muß man sich dann auseinandersetzen, E-Mails lesen, in denen es vor Rechtschreibfehlern nur so wimmelt und gleichzeitig die Bemerkung ertragen, bei einem Jahresumsatz von 3M€ wäre noch niemand gekommen, der solche (ich vermute: irrational hohe) Ansprüche gestellt habe.

Bei persönlicher Zustellung des Mängelultimatums sehe ich dann einen nagelneuen BMW M3 vor der Türe stehen.

Genau mein Humor!

Volker

P.S.:

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"Serverausfall: Auch Telefonanlage außer Betrieb". Seit etwa 3 Jahren. Scheint also Telekommunikationsunternehmen und IT- Dienstleister zu geben, die im Gegenzug nicht für engstirnige Bauerntrampel arbeiten wollen.

[1]
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Aber klar. Siehst Du die Kupferpads auf

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und insbesondere
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Kühlung.jpg ? Das sind Trennstellen. Da kann man das Band durchschneiden und mit vier isolierten Litzen knickfrei ums Eck führen. Für Menschen, die nicht wissen, wo am Lötkolben das heiße Ende ist, gibt es Systemverbinder:
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auch für den gezeigten RGB-COB-Streifen, vom selben Lieferanten, der auch die Streifen im Angebot hat.

Die sich übrigens der Elektromeister selbst ausgesucht hatte und dabei einerseits deutlich von unserem Wunsch "dimmbares, weißes, helles, flimmerfreies Licht mit vernünftigem Farbwiedergabeindex für die üblichen Küchenarbeiten" abgewichen ist und auch entgegen seiner Materialliste (dort stand RGBW) gearbeitet hat.

Weder habe ich ihm ein konkretes Exemplar von LED-Streifen oder T-Nut-Profil vorgeschrieben (hätte ich nur, [1] wäre an der Stelle wirklich 1'000x besser gewesen und [2] dieses häßliche Gestopfe hinter der mittlererweile verklemmten Reviklappe vermieden), noch habe ich auf ASR A3.4 hingewiesen, wo für Küchen eine Mindestbeleuchtungsstärke von 500lx vorgeschrieben ist und dann irgendwas rumgerechnet.

Weil ich irrigerweise annahm, ein niedergelassener Fachbetrieb, der Smarthomes, Renovierungen und energieeffiziente Beleuchtungslösungen in seinem Portfolio stehen hat, wisse das wohl besser als ich.

Es gibt auch in der Küche zwei Panels, mit Meanwell-Konstantstromnetzteil. Das ist eine von mir wegen fortgesetzter Ratlosigkeit des Ekeltricksers vorgeschlagene Kombo aus stromkonstantem 60x60 LED-Einlegepanel und Meanwell LCM-KNX 40KN. Die erreichte erst nicht die volle Helligkeit. Mei, wer das Datenblatt sinnentnehmend lesen kann, wird nachvollziehen können, daß es da DIP- Schalter gibt, die passend eingestellt werden müssen. Die Werkseinstellung macht

700mA@57V, die Panels brauchen 1050mA@36V.

Interessante Grundannahmen, die Du da triffst. Lies Dich mal zur Unschuldsvermutung ein, werde den Pups los, der Dir offenbar querliegt und dann sprechen wir uns wieder. Vielleicht.

Volker

[1]
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Wenn ich die Bilder richtig interpretiere, dann wären für korrekte Verlegung erhebliche Vorarbeiten an anderen, nicht-elektrischen Bauteilen nötig gewesen. Die muß nicht nur einer machen, die muß auch ein anderer beauftragen und zu bezahlen bereit sein.

Es sieht für mich auf den Bildern so aus, als sei der Elektriker erst gekommen, als bereits alles verputzt und gestrichen und die Fliesen verlegt waren. Möglicherweise mit der Zusatzauflage, bloß nichts kaputtzumachen. Das schränkt dann die Möglichkeiten deutlich ein.

Wie gesagt, ich habe nur die Bilder und meinen Deutungsversuch. Du kannst mich gern korrigieren.

Hat er. Du bist hier der Kläger, also versuchen wir eine für den Elektriker günstige Deutung zu sehen. Aber Danke für die Ergänzungen. Das relativiert und klärt einiges, das ich gerade geschrieben habe.

Nicht nötig, zu viel Geschreibsel, um simpelst Dinge, die man auch leicht selber machen kann. (auch als Physiker) In meiner Familie und bekannten Kreis, ist das zumindest der Fall. Aber du scheinst ja tatsächlich Geld zu haben, dass du so einen Hühner-Krams nicht selber machen willst - oder eben überhaupt keine Peilung, dass du es nicht selber machen kannst ;-O

Muss man da von Glück reden dass die Panels die 57V überlebt haben?

Grüße Marc

Den Weg zum Strafrecht kann ich Dir an dieser Stelle übrigens nicht folgen, magst Du das erklären? Das Zivilrecht hat durchaus andere Grundsätze.

Grüße Marc

--

---------------------------------------------------------------------------- Marc Haber | " Questions are the | Mailadresse im Header Rhein-Neckar, DE | Beginning of Wisdom " | Nordisch by Nature | Lt. Worf, TNG "Rightful Heir" | Fon: *49 6224 1600402

Auch bei mir wäre es so, dass ich unterm Strich finanzieller besser dastehen würde, wenn ich einfach mehr Handwerker beauftragen würde und die eingesparte Zeit für meine Kunden arbeiten würde. Aber das funktioniert halt nicht, weil man dem Handwerker vorarbeiten muss und danach sehr oft den Ärger mit dem abgelieferten Pfusch am Hals hat.

Grüße Marc

Bin ich auch nicht, aber ich sehe mich dennoch in Deiner Beschreibung hundertprozentig wieder. Der Elektriker, der die Elektrik in meinen beiden Häusern gemacht hat, hat - jetzt mit zehn Jahren Abstand gesehen - auch ziemlich gepfuscht. Im Streit auseinandergegangen sind wir nach mehreren zehntausend Euro Arbeitslohn wegen 400 Euro für eine _falsche_ Diagnose an der Satellitenanlage des zu vermietenden Hauses¹.

Ja, genau diesen Fall meine ich.

Und dummerweise kommen die Handwerker damit durch, nur für dumme Kunden zu arbeiten die den Pfusch nicht erkennen, weil es genug dumme Kunden gibt um die Handwerker auszulasten. Und unsereins muss die Arbeiten dann halt selbst machen.

oder zumindest dem Handwerker sagen kann was er falsch gemacht hat.

Grüße Marc

¹ Hinter dem Multischalter waren zwei Ebenen nicht auswählbar. Dummerweise war die Anlage vor vier Monaten fertiggestellt worden und das Haus so lange unbewohnt, so dass der Elektriker sich darauf zurückgezogen hat, dass das ein "Blitzschaden sein muss", natürlich nicht ohne den Hinweis, dass Blitzschäden von der Gewährleistung nicht abgedeckt sind. Ich habe mir dann einen "Messempfänger" beschafft, drei Stunden mit der Anlage verbracht (dabei SEHR viel über Satellitendirektempfang gelernt), die beiden falsch angeschlossenen Downlinks vom LNB zum Multischalter richtigrum angeschlossen und seitdem funktioniert die Anlage und der Elektriker ist Muksch². ² Leider bringt mir das nichts weil ich ihn jetzt doch bräuchte, einer der beiden 2014 gelieferten Photovoltaik-Wechselrichter ist mir am Wochenende mit einem Fehlerbild verreckt, das ich durch das eigenmächtige Vorschalten eines Trennschützes³ nicht werde reparieren können. Der OEM des Wechselrichters hat einen Fachhändler im Nachbarort gelistet, und DER wiederum hat auf seiner Webseite Formulierungen wie "Profis mit Knowhow und der richtigen Prise an Genialität" stehen, das gefällt mir durchaus ³ Was den anderen Wechselrichter vor zwei Jahren wieder zur zuverlässigen Mitarbeit gebracht hat

Am 24.06.24 um 13:10 schrieb Rolf Bombach:

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Nö. Spagehtticode ist die Verkabelung in einer ControlData 6600. Zumindest der im Science-Museum in London.

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Da kann man sich auch sicher sein, dass die Signallaufzeiten lang genug sind:-)

Olaf

Lehrer, Anwälte und Ingenieure, aber der am stärksten aufgekochte Fall ist der von Volker auch schon zitierte Kelheimer Fliesenleger der nicht mehr für Audi-Ingenieure arbeiten möchte.

So lang es genug davon gibt kommt man grundsätzlich damit durch.

Ich bin leider auch eher so einer der die Rechnung zahlt und seine Aufträge in Zukunft halt woanders erteilt. Wirklich mit Handwerkern anlegen mache ich nur selten.

Das kann ich Dir nicht sagen.

Das ist kaum mehr als eine vage Andeutung, magst Du sie mal ausformulieren?

Grüße Marc

Ganz meinerseits.

Volker

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