Relaismodul für Netzbetrieb

Jun 02, 2024 Last reply: 2 years ago 17 Replies

Hallo, welches Risiko gehe ich ein wenn ich ein solches Modul



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am 230V Netz betreibe? Offiziell soll es ja dafür ausgelegt sein. Aber ich bin doch etwas skeptisch wegen des geringen Abstandes der Potentiale. Andererseits wäre es 'berührungstechnisch' kein Problem denn geschalten wird durch einen einfachen Kippschalter und der ist sicher genug. Was sagt ihr dazu?



Jürgen


Rein guckometrisch scheint das Teil i.O. zu sein. Der 'Gemeinsame' scheint durch die Ausfräsung ausreichende Kriechstrecke zu haben. Aber leider eben keine Vermassung um das sicher sagen zu können.

Also Teil bestellen und nachmessen...

Saludos (an alle Vernünftigen, Rest sh. sig) Wolfgang

Am 02.06.2024 So. um 08:50 schrieb Wolfgang Allinger:

Der 'Gemeinsame' hat 1,5mm Abstand. Davon 1mm Luftstrecke. Konnte ich messen da ich 10 Stück davon liegen habe. . . Aber ich mach es einfach da ich, wie schon geschrieben, die Ansteuerung berührungssicher habe.

Jürgen

Am 02.06.2024 um 08:50 schrieb Wolfgang Allinger:

Ack. Ich rate zu einer Isolationsprüfung.

Du hast recht. Wenn die Kleinspannungsseite weder berührgeschützt noch sicher geerdet ist, kann und soll man da Bedenken haben. Das ist aber nicht der Normalfall der Anwendung und auch bei Dir nicht. Wenn's knallt ist etwas kaputt, aber niemand gefährdet, zumindest nicht direkt. Paßt also.

Ich verwende solche Relais im geschlossenen Gehäuse und per WLAN angesteuert. Das geschaltete Gerät ist geerdet oder schutzisoliert.

Ok, Niederspannungsseite besteht aus

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und simpler Einweggleichrichtung mit Ladeelko. Ungeregelt. Paßt so da mittel 4 Kippschalter lediglich 4 dieser Module und 4 SSR geschalten werden. Da reicht das völlig aus.

Jürgen

"Niederspannung" ist korrekterweise 230 V oder Netzspannung.

Wenn Du berührsichere Kippschalter schon hast: Gibt es einen Grund, warum Du damit nicht direkt den Verbraucher schaltest sondern ein Kleinspannungsrelais vorschaltest? Ohne weitere Information scheint das auf den ersten Blick überflüssig und sinnlos. Hier sitzt auf der Ansteuerungsseite immer ein kleiner Prozessor, kein einfacher, manueller Schalter.

Am 02.06.2024 um 08:39 schrieb Jürgen Jänicke:

Mir ist an dem Teil noch was anderes aufgefallen, mit was mich schon mal heftig rumgeärgert habe.

Die Schraubklemmen sind Mist! Mir sind von der Sorte schon einige beim anziehen der Schraube abgerissen. Bei den Billichteilen ist der Anlötpin an das Schraubgehäuse angeschweißt. Genau an der Stelle reißt das ab.

Bei den Besseren ist das gesamte Teil aus einem Stück gebogen. Ich habe bei mir alle gegen die Phoenix MKDSN 1,5/ 2-5,08 ausgetauscht.

Gruß Andreas

Nun, geschalten werden verschiedene Schaltnetzteile im Bereich 150-800W. Da hält ein normaler Kippschalter zwecks dem Anlaufstrom nicht allzulange. Daher habe ich eine Reihenschaltung von 1x mech. Relais und

1x SSR aktuell am Testlauf. Schalter ON -> mech. Relais ON und ca. 0,5 Sekunden später SSR ON. Somit 'erwischt' der Anlaufstrom die bereits geschlossenen Kontakte des mech. Relais und schont diese. Warum das mech. Relais? Es trennt das Schaltnetzteil beim Abschalten komplett vom Netz und somit habe ich keine Probleme mit dem Reststrom der SSR. Und, ich fühle mich persönlich wohler durch die komplette Netztrennung im AUS-Zustand. . .

Jürgen

Am 02.06.2024 So. um 11:31 schrieb Andreas Fecht:

Ja, das ist prinzipiell eine gute Idee. Im aktuellen Fall nicht so tragisch da ich sowieso die Klemmen entfernt habe und direkt Kabel verlöte.

Jürgen

Ob diese Chinarelais um 1,20 das länger schaffen?

/ralph

Ich werde es eben testen da ich sie nun mal habe. Für den Preis wechsle ich die auch mal aus wenns nicht zu oft wird.

Jürgen

"Jürgen Jänicke" schrieb:

Früher, als PC-Netzteile noch richtige Schalter hatten, die selbst den Anlaufstrom vom CRT-Monitor mit verkraften konnten, stand auf den Schalter was von Einschaltstrom 80A drauf. So ein Schalter:

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das schaffen was du hier vor hast, und er trennt auch beide Anschlüsse wenn er aus ist.

Ich habe an meinen PCs so einen Schalter als Taster umgebaut und dann noch ein Relais dran gehängt was aus den PC-Netzteil versorgt wird:

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kann ich mit den Taster den PC "starten" der übernimmt dann den Einschaltstrom, danach, wenn die 12V anliegen, zieht das Relais an. Wenn ich dann den PC runter fahre schaltet er die 12V ab, das Relais fällt ab und trennt alles vom Netz. Der PC muß im Bios nur so eingestellt sein daß er an geht sobald er Strom bekommt. Das ganze funktioniert hier seit über 10 Jahren.

Frank

Am 02.06.2024 So. um 13:57 schrieb Frank Müller:

keinen PC zum runterfahren habe funktioniert das Ausschalten in dieser Konstellation nicht. Aber meinen Schlepptop starte ich so ähnlich:

3x AAA Akkus schalten per Taster ein Relais(und das dann das Schlepptop-Netzteil) und wird dann von den recht schnell verfügbaren 5VUSB weiterversorgt. Die Akkus lade ich nicht extra über die 5VUSB, sie halten bei täglich 2-3mal einschalten ca. 1/2 Jahr. Reicht mir.

Jürgen

Ich denke bei "berührsicherer Schalter" an handelsübliche Lichtschalter aus der Wohnungsinstallation. Die sollte man in der Hinsicht nicht unterschätzen. Aber gut, Deinen Grund versthe ich.

Ich habe diese:

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und denke da auch auf sicherer Seite zu sein.

Jürgen

Sieht gut und sicher aus. So robust wie ein guter alter Sechziger-Jahre-Lichtschalter ist er allerdings kaum. Da kann ich Deinen Wunsch nach Entlastung verstehen.

-- /¯\ No | Dipl.-Ing. F. Axel Berger Tel: +49/ 221/ 7771 8067 \ / HTML | Roald-Amundsen-Straße 2a Fax: +49/ 221/ 7771 8069  X in | D-50829 Köln-Ossendorf

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Jürgen Jänicke, 2024-06-02 08:39:

Dass Du für den Schaden haftbar bist, wenn es in Rauch aufgeht und ein Feuer verursacht.

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