Reichelt greift an...

Nov 13, 2011 482 Replies

Du schilderst einen Sachverhalt der falsch ist. Man wollte nur nicht, einen immer größeren Teil der Bevölkerung, für etwas kriminalisieren, was bis dato selbstverständlich war. Das Kopieren bzw Aufnehmen von Sendungen für Privatleute Unrecht sei, damals hätte man Leute die sowas behaupteten, schlich ausgelacht.

Auch das ist falsch. Als die ersten Tonbandgeräte und auch Tonbänder erschwinglich wurden, das war Anfang der 1950er Jahre, wurden selbstverständlich Rundfunkmitschnitte also Musik, getätigt. Anfangs mit dem Mikro. Später über direkten Anschluß. Ich meine sogar, das die Tonbandhersteller dafür sogar warben?

mW erst etwa nach 1960 als es schon einen Massenmarkt für Tonbandgeräte gab, fing die Gema an zu schnüffeln. Vorher war das für den Privatmann überhaupt kein Thema.

Es gab später bespielte Kassetten von den Musikfirmen. Aber die erreichten die Qualität der Platten nicht. Diese Kassetten waren wohl eher als Berieselung während Autofahrten gedacht?

Man sucht sich die Stücke raus, die einen wirklich interessieren. Das können pro Album durchaus nur zwei Stücke sein.

mfg hdw

"selbstverstaendlich" != legal

Sonst koennte sich ein Raser bei Gericht einfach damit rausreden dass die anderen ja auch alle zu schnell durch die Autobahnbaustelle gekachelt seien. Oder man nimmt die 80km/h Schilder einfach weg "damit niemand kriminalisiert wird". Aehm ...

Sowas aehnliches hatte hier ein Tourist gesagt als nach einem Gespraech das Muenztelefon klingelte. Ich hob ab, warf dann noch zwei Quarters nach, und sagte "Have a nice day" ... "Huch, was war das denn, und warum koennen die Dinger klingeln?" ... "Der Operator, er sagte dass noch 50c fehlten" ... "Und das zahlen die Leute etwa? Wuerde bei uns keiner machen".

Werbung != Erwerb eines Rechtes

Jedenfalls kein Recht an Dingen einer dritten Partei die mit den Aussagen in der Webung nicht einverstanden ist oder gar nicht erst dazu befragt wurde.

Nehme ich an. Das Auto meiner Frau hat noch ein Radio das Kassetten spielen kann, meines schon nicht mehr.

Bei mir auch, pro CD so 2-3 Stuecke. Ist auch nichts gegen zu sagen wenn man sich das auf einige CDs "zusammen-ripped", solange man die Originale gekauft hat. Ich sollte das vermutlich irgendwann mal tun denn mir ist schonmal eine CD im Auto teilweise verreckt.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

Manche Vergleiche hinken dermaßen, das es schon weh tut.

Hübsche Episode.

Das Urheberrechtswahrnehmungsgesetz wurde erst ende 1965 Gesetz. Davor waren private Aufnahmen ohnehin kein Thema.

Der Rundfunk führt Gebühren für gespielte Titel an die Gema ab. Also ist das Stück schonmal bezahlt. Warum also nicht Musik für privat aufnehmen?

CDs und Sonne besonders wenn noch hohe Luftfeuchte herrscht, bekommt, besonders den selbst gebrannten, besonders gut. Ansonsten wird kaum noch gebrannt. Man nutzt USB Festplatten bzw Sticks.

mfg hdw

Uwe Hercksen schrieb:

im dichtbesiedelten alten Kontinent. Es gibt nunmal kein unbegrenztes Wachstum in

hat uns einen kritischen Verstand mitgegeben. Wenn wir meinen, ihn nicht benutzen zu

da hilft auch kein Beten.

weil es nur sehr, sehr wenige Familien wirklich tun.

gleichzeitig darauf verlassen das fast alle anderen dies nicht in Anspruch nehmen damit es

beschränkten Ressourcen über Gebühr beansprucht.

Eben, das Modell ist nicht skalierbar. Mir ist auch nicht klar, wie die Familie finanziell klarkommt. Die Angaben auf der Webseite sind geübt nichtssagend. Die Eltern geben zu, dass es ein Fulltime Job ist, sich um die Familie zu kümmern. Mir deucht, die leben von der Selbstvermarktung, etwa in eigenen TV-Shows. Das aufdringlich repetitive Deus vult gibt auch zu denken.

mfg Rolf Bombach

Von der Verstosshaerte her nicht, aber rechtlich ist es das gleiche.

[...]

Weil die Gebuehr nur fuer einmaliges Hoeren berechnet war :-)

[...]

Es passierte IIRC als alle Etagen des Flugplatzparkhauses voll waren und nur noch oben im Freien Platz war. Noch nie vorher erlebt. War im August oder so, 40C im Schatten, Auto den ganzen Tag in der prallen Sonne.

Mein Auto feiert bald den 15-ten, bei bester Gesundheit. Damals hatten die das noch nicht.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

Horst-D.Winzler wrote on Wed, 11-11-23 19:59:

Wenn ich mich an unsere alte Musiktruhe richtig erinnere, dann fing "später" vor 1960 an. Allerdings war ein Tonband kein Allerweltsgerät, das jeder hatte. Damals wie heute sind die Mehrheit reine passive Konsumenten.

Am 23.11.2011 19:29, schrieb Joerg:

Bei dir bin ich mir da nie sicher, deshalb hab ich ja gefragt.

Nein, es ist ihnen schlicht egal.

Nein, da haben die Leute auch munter Schallplatten auf Tonbänder, CDs auf Kassetten, Kassetten auf Kassetten u.s.w. kopiert. Sogar Computerspiele, die auf Kassetten gespeichert waren, hat man kopiert, auf Disketten sowieso.

Das habe ich anders in Erinnerung. Die Qualität ist den meisten Massensammlern übrigens auch völlig egal.

Das hat man früher auch mit Schallplatten, Kassetten und CDs gemacht. Ich nehme übrigens DVB- Radio mit 320kbit/s auf und denke nicht im Traum daran mir von diversen Künstlern jemals eine CD zu kaufen, weil es einfach nur "one hit wonder" für mich sind. Wäre die Bitrate 128kbit/s würde ich nicht mehr aufnehmen, aber kaufen würde ich auch nicht.

In diesem "Abschnitt" ging es übrigens um das Angeben mit Platten und Plattenspielern auf Feten. Oder sind das die moralischen Werte, die du jetzt meinst?

Moin!

Also weil sie ihr Publikum live begeistern konnten.

Wer live auftritt, braucht dazu keine Stelle.

Gruß, Michael.

[...]

Nein, natuerlich nicht. Ich meinte die moralischen Werte nach denen man nicht irgendwo umsonst schnorren soll, in diesem Fall Musik.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

Das auch, doch Voraussetzung war erstmal das Stellenangebot. Dieses Segment des Arbeitsmarkets ist heute so gut wie weg, genauso wie die Stellen der Kutscher oder spaeter Chauffeure. Es gibt so gut wie keine Grafen mit fetten Geldvermoegen mehr. Staatlicherseits spielt sich auch nicht mehr viel ab, diese Leute fliegen bei Budgetkuerzungen so ziemlich als erste raus. Sie koennen sich allenfalls noch als Musiklehrer verdingen und in manchen Gegenden sind solche Stellen ebenfalls duenn gesaet.

Ziehe mal einen Kreis mit sagen wir 50km Radius um Deinen Wohnort, ueberschlage wieviele Konzerte da in diesem Jahr stattfanden, wieviel dabei finanziell so netto reingekommen sein mag, und wieviele Vollzeitstellen von dem Erloes bestritten werden koennten.

Fuer den Rock-Bereich koennte Sebastian (Zuendi) vermutlich mehr dazu sagen.

Und selbst wenn es ginge, ich bin mal abends auf einer Zechtour mit den Dubliners gewesen. Dabei haben wir uns meist ueber private Dinge unterhalten. Einer, IIRC war es Sean Cannon, sagte dass das Buehnenleben echt hart ist. Dauernd auf Achse, Familienleben geht gegen Null. Seit ich und meine Frau auch mal durch so eine Weltreiserei durch sind koennen wir das gut nachempfinden. It ain't as glamorous as you think.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

Im Sozialismus wurde alles durch den Staat arrangiert. Wäre dann ja das, was du anklingen läßt. Nur zufriedener waren die Leute bei de Rundumversorge durch den Staat auch nicht.

Immerhin fanden die noch zeit für eine Zechtour-.

Bei etlichen Tätigkeiten, insbesondere den Fahrern die für Speditionen fahren, ist es nicht viel anders. Man muß für sowas "geboren" sein, sonst wird es zur Last. Nur, so ist es eben. Jeder ist letztlich für sein Leben selbst verantwortlich. Anders funktioniert das nunmal nicht.

mfg hdw

Rundfunk bezahlt an die Gema. Von Vielem was irgendwie auch nur die leiseste Vermutung aufkommen läßt, das es irgendwie zu einer Vervielfältigung dienen könnte, verlangt Gema Gebühren.

Und du kommst denen, die am Ende der Kette dann doch noch etwas aufnehmen mit dem moralischen Zeigefinger. Du hast Grund, deine Schablone für moralische Werte neu zu justieren.

Im Übrigen wird keiner gezwungen sein Geld mit Musik machen zu müssen. Es gibt inzwischen etliche Berufe, die sich umorientieren mußten und müssen. So ist das nunmal. Wenn du das nicht willst, dann bekenne dich zum Sozialismus. Da wurde das anders geregelt.

mfg hdw

Am Wed, 23 Nov 2011 16:31:56 -0800 schrieb Joerg:

Natürlich, aber frag ihn doch einfach ob er irgendwo in der Fabrik am Band stehen will.

Jeder kann sein Leben so gestalten wie er möchte, Schattenseiten gibt es immer.

Lutz

Mit unseren Sensoren ist der Administrator informiert, bevor es Probleme im Serverraum gibt: preiswerte Monitoring Hard- und Software-kostenloses Plugin auch für Nagios - Nachricht per e-mail,SMS und SNMP: http://www.messpc.de Messwerte nachträgliche Wärmedämmung http://www.messpc.de/waermedaemmung.php

Am Thu, 24 Nov 2011 05:31:29 +0100 schrieb Horst-D.Winzler:

Genau. Auf die Bühne kamst du nur nach vorheriger 'Einstufung', sonst gab es fast null Auftrittsmöglichkeiten.

Und dass bei soviel Fürsorge die Texte genauer beleuchtet werden darf dann auch nicht stören.

Lutz

Mit unseren Sensoren ist der Administrator informiert, bevor es Probleme im Serverraum gibt: preiswerte Monitoring Hard- und Software-kostenloses Plugin auch für Nagios - Nachricht per e-mail,SMS und SNMP: http://www.messpc.de Messwerte nachträgliche Wärmedämmung http://www.messpc.de/waermedaemmung.php

Joerg wrote on Wed, 11-11-23 21:29:

Zu jung. Bis mindestens 1970 hatten (fast) alle Autoradios einen Eingang. Hinten eine DIN-Buchse, in der Empfänger-aus und Verstärker- ein mit einem Drahtbügel gebrückt war (mono - was sonst?) und ein DIN- Kabel gesteckt werden konnte. Später gab es, wenn überhaupt, nur noch einen reinen Ausgang für mehr Krach. Bis etwa 2000 hatte man dann wenigstens den Cassettenschacht für einen Adapter. Wer benutzt schon CD? Die werden gekauft, genau einmal ausgelesen und eingelagert. Zum Benutzen gibt es weit besseres mit angenehmerer Oberfläche.

Heiko Lechner wrote on Wed, 11-11-23 22:41:

Auch aus anderen Gründen. LPs waren und sind nicht verschleißfrei. Ich habe die einmal auf Band kopiert und dann im Regal stehen lassen. Jetzt hole ich sie nach und nach wieder raus und spiele sie ein zweites Mal auf die Platte.

Erfahrungsgemäß ist das doch eher MPEG2-Audio mit um die 256kbit/s, oder?

Gruß Henning (auch schon Radiokonzerte digital mitgeschnitten habend)

Am 24.11.2011 08:25, schrieb Henning Paul:

Schau mal hier:

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Da wird wohl sogar AC3 ausgestrahlt (hab ich bis jetzt auch noch nicht gewusst).

Sind die Unterschiede zwischen Layer III und Layer II denn noch so gravierend bei Bitraten >= 256kbit/s?

Anscheinend, auf manchen Sendern. Der Mitschnitt eines Konzertes, bei dem ich mitgewirkt habe (im Chor), den ich direkt nach dem Konzert im Ü- Wagen auf USB-Stick bekommen habe, war aber WIMRE "nur" ein 256kbit/s- MP2.

Nicht wirklich, MP2 in dieser Bitratenregion ist WIMRE auch das, was Radiosender für ihr Archiv verwenden. Layer II verwendet keine psychoakustischen "Schweinereien" und ist daher wohl das bessere Archivformat. Musepack ist noch eine Weiterentwicklung davon.

Gruß Henning

Lutz Schulze :

Wurde? (Womöglich gibt es in D ein DDR-Trauma?)

Und was ist nun der Unterschied zu Corporatanien? Oder zählen die einschlägigen Massenmedien hier dazu, wo massenweise Naivlinge nach Unterzeichnen von Knebelverträgen munter animiert werden, sich für den Rest ihres Lebens zu blamieren?

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