Du vergisst dabei nur, dass längst nicht jede verkaufte Leer-CD/DVD auch für das Kopieren von Musik oder Filmen benutzt wird. Die Abgabe ist aber fällig, egal was da später drauf kommt, sie wird schon mit dem Verkaufspreis eingezogen.
Und dann sehe ich es als mein gutes (und gesetzlich legitimes) Recht an, mir von einer gekauften CD eine Kopie fürs Auto zu brennen, wo sie leichter zerkratzt oder gestohlen werden kann. Hören kann ich sie eh nur an einem Ort zur Zeit, entweder hinterm Steuer oder im Wohnzimmer.
Gruß Kai
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H
Horst-D.Winzler
Wird Musik für bestimmte Rechnersysteme entworfen? Du kannst sie bei Nichtvorhandensein einer annehmbaren Stimme zumindest nachsummen.
Wird Musik als Werkzeug genutzt? Höchstens in Kaufhäusern als Hintergrundberieselung. Und dort nervt sie oft. Entziehen ist nicht möglich.
Du beliebst gern Essentielles bei Vergleichen zu unterschlagen. ;-)
Joerg, auch dir sollte bewußt sein, das es sich bei Software im allgemeinen um Werkzeuge handelt. Firmen, selbst du, kannst kaum auf Software verzichten um Geld zu verdienen. Auf (fremd)Musik im allgemeinen schon. Wenn du Musik haben willst, benutze im simpelsten Fall einfach deine Stimme oder nimm einige Gegenstände und klopfe sie als zB Taktgeber gegeneinander. So einfach kann Musik sein und so einfach war wohl auch der Ursprung? Also, der Unterschied von Musik versus Software sollte schon klar sein.
Und? Vieles was hier noch nicht aufgezählt wurde, entspringt geistiger Tätigkeit. Berufene zB aus der KI können über geistige Tätigkeit wahre Geschichten erzählen. Geistige Tätigkeit an sich bedeutet so gut wie nichts. Es ist hier kein überzeugendes Argument. ;-)
Allerdings stimme ich dir zu, dass "geistige Tätigkeit" gegnüber sog. manueller Tätigkeit als Begründung für bisweilen exorbitant höher Entlohnung herhalten muß. aber eben nur, wenn sie systemkonform ist. Beispielhaft zu sehen an der sog. Bankenkrise. Protagonisten haben fast bis zur Betäubung daran verdient. ;-(
Wie das im Einzelnen der Fall war, entzieht sich meiner Kenntnis aber auch U.L. konnte ohne Plattenverträge mit entsprechenden Musikkonzernen nicht auskommen. Im allgemeinen werden Symphonieorchester hier in de. von der öffentlichen Hand finanziert. Oft nicht so schlecht. Aber um bei meinem Beispiel zu bleiben, ohne die U-Musik hätten Leute wie Karajan nie soviel "verdient". So Äußerungen aus Richtung Musikindustrie.
Woher hast du denn diese Sicht? Was im Einzelnen Musik wert ist, zumindest als mp3 File, kann bei Amazone anschaulich eruiert werden. Etwa -,80 Cent der Titel. Der Preis bildet sich aus Angebot und Nachfrage. Ich halte es schlicht für unwahrscheinlich das sich Amazone die Preise vorschreiben läßt. Also Joerg, das ist kein Argument.
Es kommt nur auf die Tatsache an, das sie ihr Produkt schützen können.
Hast recht. ;-)
Ich zähle gern nochmal einige Punkte auf. Musik steht in einer anderen Tradition als Software. Zu Musik hat sich ein eigenes Rechtsgefühl über die Jahrtausende gebildet. Es ist von dem gegenüber Dingen völlig verschieden. Vermutlich weil es in der Evolutionsgeschichte der Menschheit vorteilhaft war es so zu handhaben. Weil sich aber in den letzten Jahrzehnten durch menschliches Genie Musik für den Einzelnen einfach speichern und somit wiederholen läßt, meint die Musikindustrie das sich hier etwas grundsätzlich zu ändern habe!
Ich bin der Ansicht, die Musikindustrie muß sich etwas passenderes einfallen lassen wie sie Geld generieren kann. Sie ist am Zug. Vertriebsfirmen wie Amazone machen es vor. Beispiel YouTube. In den USA und vielen anderen Ländern konnten sie sich mit den Rechteinhabern einigen. Nicht aber mit der Gema.
Nicht jede kulturelle Errungenschaft der Menschheit darf nur deshalb kommerzialisiert werden, nur weil einige Cleverle hier eine Einkommensquelle entdeckt haben wollen. Hier ist besonders auch Monsanto als Negativbeispiel genannt.
Wenn du einzelne Gerichtsurteile meinst, ist das nicht die Gesetz.
Ich habe oft gesehen, das Bauern ihre Produkte an der Straße anbieten. Wer sie haben will, bedient sich und legt den gewünschten Preis in die Kasse. Nach Auskunft funktioniert das gut.
Also, was willst du mit deinem Beispiel begründen?
Das macht Staat sicher nicht. Und, ich habs schon geschrieben, Musik ist bei weitem nicht mehr so wichtig wie noch vor einigen Jahrzehnten. Der Handel mit Musik hatte seinen Höhepunkt. Der Punkt des höchsten Ertrags ist inzwischen überschritten. Was stört dich an dieser Entwicklung?
So geht die Entwicklung nunmal. BTW ich habe letzten für eine CD 24,-? plus Versand abgedrückt. Sowas gibs also auch. Übrigens durch YouTube animiert. Also eigentlich müßte die Musikindustrie YouTube sponsoren. Sie übernehmen quasi den Reklameteil.
Was heißt Wohnzimmerqualität? Du kannst, wie mein beispiel zeigt, ja immernoch eine OriginalCD kaufen, so du sie noch bekommst. Also, wo liegt dein problem?
Also Dolly Parton schreibt ihre Lieder meißtens selbst. Und sie bewirbt sie vor allem durch ihre Auftritte. Und das kann sie beispielhaft gut.
Wer Bluegrass liebt, ist auch bereit hier mehr Geld zu investieren. Wenn nicht, wirds eben zu Hobbyinterpreten. Nue mal so als Beispiel was möglich sein könnte und oft auch so ist.
Es gibt schon einiges, wo wir in dei gleiche Richtung marschieren. ;-)
Ja, bei Konzipierung der Währungsunion ist in eklatanter Weise gepfuscht worden. Wenn es so weitergeht, fliegt sie uns allen um die Ohren. Aber auch den Banken hätte nicht soviel Freiheit gewährt werden dürfen.
Was die Schulden angeht, ist meiner Ansicht DE genauso verschuldet wie die anderen Länder. Eigentlich müßte DE ersteinmal seine Schulden begleichen bevor es für anderer Länder Schulden haftet. Hier bildet sich Potential für die Rechten. Aber nur weil die demokratisch legitimierten Vertreter (sprich Politiker) schlicht ihre Arbeit nicht getan haben!
mfg hdw
H
Horst-D.Winzler
Am 21.11.2011 06:02, schrieb Lutz Schulze:
So ist es. Und sie haben verspielt. Der Antragsteller sollte prinzipiell nicht aus der primären Verantwortung entlassen werden.
Und die Meißten meinten mitspielen zu können bzw zu müssen. Insolvenz wäre die "systemische" Antwort für Spieler die zu hoch gepokert haben.
mfg hdw
A
Axel Berger
Kai Ebersbach wrote on Mon, 11-11-21 06:30:
Das ist ohnehin völlig unumstritten, selbst für Software. Die Frage stellt sich erst bei der Kopie für die Nachbarstochter oder der Kopie von der vom Nachbarn ausgeliehenen.
A
Axel Schwenke
Anders herum wird ein Schuh draus. Der Staat hat gesehen "jedermann kopiert Musik und es gibt keine praktikable Möglichkeit, das zu verhindern". Und dann hat der Staat zum Schutz(!) der Musiker die Privatkopie freigegeben, um im Gegenzug pauschale Abgaben auf Medien und Geräte zu erheben, damit die Musiker überhaupt was abbekommen.
OK, das funktioniert nicht mehr besonders gut. Kopien sind heute digital, die 100. Generation klingt also genauso wie die 1. Außerdem sind Speicher und Übertragungskapazität so spottbillig, daß man nicht mehr nur dem Kumpel auf dem Schulhof ne Kassette in die Hand drücken kann, sondern jedermann kann (also: könnte, wenn es legal wäre) in Sekundenschnelle hunderte Kopien an Leute in aller Welt verteilen.
Es wird Zeit, daß die Politik aufwacht und sieht, daß das Geschäfts- modell "wir leben vom Anfertigen und unter-die-Leute-bringen von Kopien" nicht länger schutzfähig ist. Man muß den gleichen Schritt wie in den 70ern(?) gehen und das Recht an die Realität anpassen.
Künstler müssen ihren Lebensunterhalt verdienen? Absolut ja! Aber in Zeiten, wo ein Album dank Internet in wenigen Stunden an die ganze Weltbevölkerung verteilt werden kann und wo Plattenplatz 3ct/GB kostet (= 0.3ct für ein Album in excellenter MP3 Qualität) funktioniert ein Abrechnungsmodell nach Anzahl verkaufter Kopien einfach nicht mehr.
Und frag mich nicht nach Alternativen. Ich kann da auch nix aus dem Ärmel schütteln. Ich überbringe die schlechte Nachricht nur und mache sie nicht selber.
Aber die Welt ändert sich. Und wer sich nicht anpaßt, stirbt aus. Frag die Dinosaurier.
XL
S
Stefan Heimers
Die Alternative ist ganz einfach: Das eine Prozent der Musiker, das heute vom Verkauf von Tonträgern lebt, muss seinen Lebensunterhalt in Zukunft so verdienen wie die anderen 99% der Musiker, die schon heute nicht vom Verkauf der Tonträger leben.
Das heisst das Geld mit harter Arbeit verdienen, z.B. durch Liveauftritte, Musikunterricht oder Auftragsarbeiten.
J
Joerg
Ja, so wie alle die ins Kasino gehen und sie bettelarm zocken "nur" die Situation genutzt haben die sich ihnen geboten hat.
Auch das kann man bis auf die Ursachen hinterleuchten: Durch das Ausserkraftsetzen des Glass Steagall Act war es den Banken erst wieder moeglich faule Paketchen zu schnueren. Was sie denn auch taten. Damit sind sie natuerlich mit schuld, denn unsinnige Gesetzgebung muss nicht ausgeschlachtet werden wenn es offensichtlich moralisch verwerflich ist.
Gruesse, Joerg
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J
Joerg
Klar, die alte Methode der Kommunalstrafe. Wenn ich mir aber die Menge an "selbstgebrannten" CDs von Leuten in Deutschland in Erinnerung rufe ist die Teilmenge an CDs auf denen Mallorca Photos und dergleichen gespeichert sind verschwindend klein. Inzwischen wird das hier immer weniger und bei Euch vermutlich auch, da viele Leute nur noch einen Laptop haben und viele davon inzwischen kein CD-Laufwerk mehr enthalten.
Das ist m.W. auch in USA legal, Backup fuer persoenlichen Gebrauch. Weitergabe an Kumpels in der Firma damit die sich den Neukauf sparen aber nicht.
Muss ich demnaechst auch mal machen denn mir ist nach gut 10 Jahren jetzt eine CD aus meinem Harley Album im Auto teilweise unspielbar geworden.
Gruesse, Joerg
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W
Waldemar Krzok
Manche Regelungen sind aber hochparanoid und nicht kompatibel mit der Realität. Wenn es in einer Software-Lizenz-Vereinbarung eine Klausel steht, es dürfen keine Kopien der Software angefertigt werden und hier wird aufgezählt alles Mögliche, inklusive Speicherimage, dann kann man wirklich staunen wer so was kauft. Software, die man rein rechtlich gesehen nicht benutzen darf. Auf der anderen Seite steht was von "unberechtigte Kopien" seien verboten. Was berechtigt ist aber nicht definiert.
Waldemar
My jsme Borgové. Sklopte ?títy a vzdejte se. Odpor je marný.
L
Lutz Schulze
Am Mon, 21 Nov 2011 07:10:15 -0800 schrieb Joerg:
Die Akteure arbeiteten IMHO Hand in Hand, Alternative wäre breiter Abschwung im Lebensniveau gewesen der sich so noch etwas hinauszögern liess - wenn wir schon bei den Ursachen sind.
Lutz
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U
Uwe Hercksen
Joerg schrieb:
Hallo,
Du darfst auch nicht vom neuesten Bestseller Roman einen Nachdruck auflegen und verkaufen, aber einige Seiten daraus fotokopieren darf man schon, nur für den Eigenbedarf.
Bye
U
Uwe Hercksen
Joerg schrieb:
Hallo,
klar gibt es Filme bei denen man nach 10 Minuten abschaltet, andere die man einmal bis zum Ende sieht, andere die man gerne noch mehrmals sehen will. Aber wenn es alles neuere Filme sind auf denen noch ein Copyright liegt, dann gilt für alle das gleiche Recht, egal wie gut oder schlecht der Film ist. Man kann sich nicht damit rausreden das man den Film weiterverkauft hat weil er einem nicht gefallen hat.
Handel mit Gebrauchtwagen ist ja nun etwas völlig anderes als Handel mit gebrauchten Filmen auf DVD oder VHS. Die Rechte des Herstellers des Autos werden doch nicht durch den Handel mit Gebrauchtwägen tangiert. Die Autohändler wollen ja den Kauf von neuen Autos dadurch ankurbeln das sie den gebrauchten Wagen zurücknehmen und weiterverkaufen. Aber der Verkäufer der DVD möchte jeder interessierten Familie eine DVD verkaufen und nicht nur der ersten der Tauschkette. Wenn er die DVD an eine Videothek verkauft, dann zu anderen Konditionen als für den Privatmann.
Bye
U
Uwe Hercksen
Joerg schrieb:
Hallo,
es liegt aber ebenso im Interesse des Rechteinhabers das die Musik CDs nicht weiterverliehen oder weiterverkauft werden. Im Kino, Theater oder Konzert kann man ja auch nicht mit nur einer Eintrittskarte mehrere Leute den gleichen Kunstgenuss erleben lassen.
Bye
J
Joerg
Aber nicht hier :-)
Musik wird fuer ein bestimmtes Geraet entworfen, den CD Spieler. Auf Papas Plattenspieler laeuft sie nicht, auch nicht auf Widergabegeraeten fuer USB Sticks. Software aehnlich, sie laeuft i.d.R. auf >95% aller Rechner. Meist gibt es SW aber auch in Mac Versionen und fuer Linux, damit laeuft sie auf so gut wie allen Rechnern.
Der Zweck hat nichts mit der Erlangung von Copyright zu tun. Im uebrigen wird die meiste Software ebenfalls zur Unterhaltung benutzt. Videospiele, Photos editieren, Filme schneiden, usw. Selbst das MS-Works das ich ausschliesslich im Ingenieurbuero benutze kam bei den letzten Lizenzversionen mit einem "Interface" das ich erstmal loswerden musste. Es bestand aus Vorlagen fuer Kochrezepte, Geburtstagskalender, und so weiter. Urgs.
Also waere Deiner Meinung nach ein intellektuelles Gut zur Arbeit sehr schuetzenswert und ein intellektuelles Gut zur Unterhaltung nicht besonders schuetzenswert? Interessante Rechtsauffassung. Darf man bei Euch auch Gemaelde abkupfern und an die Nachbarschaft verteilen?
Ja dann duerft Ihr Euch nicht wundern dass etliche SW-Hersteller nach Germania die verdongelte ROW-Version ausliefern. Deren Fuehrungsriege ist mit dem Wort "nichts" genausowenig einverstanden wie ich ;-)
Das war aber jetzt an den Haaren herbeigezogen. Die Bankenkrise war von der Politik erst moeglich gemacht worden. Geistige Taetigkeit muss wie manuelle entlohnt werden. Manchmal auch hoeher, denn ein Studium waehrend dessen man nichts verdient oder gar hohe Schulden angehaeuft hat muss sich lohnen, sonst machen es die Leute nicht. Ebenfalls Kunst, wo bis zum Erfolg oft hart gedarbt wird. Sonst wird die Msuikszene zum Einheitsbrei, und ein wenig hatte ich beim letzten Deutschlandbesuch den Eindruck. Kabarettisten waren oft super, aber in Sachen richtiger Musik, naja ... gaehn ... das hatte so den Flair des ARD Nachtprogramms.
Eben. Das kann kaum ein Kuenstler seines Kalibers. Er musste ja auch noch sein Panikorchester mit durchfuettern.
Symphonie-Orchester werden haeufig ueber Steuermittel unterstuetzt. Abgaben von Rock Bands in Form einer E-Musik Steuer gibt es m.W. nicht. Jedenfalls bei uns nicht.
Titel != Album
Richtig. Und wenn z.B. EULAs locker fuer ganz oder teilweise nichtig erklaert werden macht man fuer diese Laender eben Dongles, MAC-Lock und sonstwas rein.
[...]
Das gleiche kann man ueber technische IP sagen. Das Rad wurde erfunden, Fensterglas, Brunnenpumpen, und so weiter. Soll man aus der Tatsache dass damals keine monetaere Erfindungsverwertung erfolgte schliessen dass das Patentamt in Muenchen damit voellig ueberfluessig ist?
Was ich durchaus verstehen kann. Beobachte mal Eure Fernsehwerbung. Ja, ich weiss, ist aetzend. Wie oft sieht man noch die Werbung wie frueher, wo fuer ein neues Album geworben wird? Hier taeglich, und dito aus Mexiko.
Bei Musikern sollte man aber nicht per allgemeiner Abzockerlaubnis deren oft einzige Einnahmequelle verschrumpeln lassen. Es ist nicht mehr wie frueher wo der Komponist aus nicht so wohlhabenden Kreisen oft Kuester war, mietfrei in der Pfarrei wohnen konnte und auch keine Steuern zahlen musste.
Ich meine das welches die GEMA-Steuer autorisiert und die Abzocke erlaubt.
Dann versuche ich es nochmal anders zu erklaeren. Musik wird fuer sagen wie mal 15 Euro das Album im Laden angeboten. Gleichzeitig besagt ein Gesetz dass der "legale" Erwerb pro Kopie weniger als einen Euro kostet (ein CD Rohling plus GEMA-Steuer). Also, wie wird sich der Durchschnittskonsument entscheiden?
Das hat er bei Euch offenbar bereits gemacht.
Das hatte ich doch jetzt detailliert erklaert. Aber egal, solange das bei uns nicht passiert ist es halbwegs ok, da bleibt wenigstens uns und den Mexikanern die musikalische Vielfalt erhalten. Weil man hier den Hoehepunkt nicht fuer ueberschritten haelt und musikalische IP nicht zum Freiwild erklaert hat.
Da bist Du die grosse Ausnahme. Der uebliche Weg waere gewesen "Oh, super, muss ich haben! Muss auf der Arbeit nachfragen wer die CD hat, da kann ich mir die brennen".
Bei den meisten Leuten CD Qualitaet.
Nicht meines, das Eurer Kuenstler. Das Problem ist dass einer die Original-CD kauft und xx Leute die Tracks dann fuer umme absahnen.
Nein, im Rundfunk. Konkret bei uns ueber die "Charts".
Hobbyinterpreten koennen von der Musik nicht mehr leben. Dann muessen sie einen anderen Job anfangen, haben weniger Zeit, und das ganze Genre leidet.
[...]
So isses. Allerdings muss das ganze jetzt wo sich das Problem knallhart manifestiert hat von aussen gepellt werden. Die schlimmsten Probleme zuerst. Und die liegen bei den Laendern mit der hoechsten Verschuldung. Denn man hat gelernt dass viele "Beschluesse und Gesetze" dort lediglich Lippenbekenntnisse waren. Das aendert sich nicht ueber Nacht, ergo ist detaillierte Ueberwachung der Finanzen dort angesagt.
Gruesse, Joerg
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J
Joerg
Ergo hat man aufgegeben. Was man bei Euch nicht haette tun sollen ist das Raubkopieren de fakto straffrei zu stellen. So erreicht man eine Art Zaesur. Die kann voll nach hinten losgehen, z.B. durch das beschleunigte Eingehen von Genres und damit hat man einen beschleunigten Verlust von Kulturgut eines Volkes. Aus der Ferne betrachtet faellt das fuer den deuscthsprachigen Musikmarkt irgendwie auch auf.
Als Landesbewohner mitten im Geschehen bekommt man das vielleicht weniger mit. So wie ein Nachlassen der Bremse am eigenen Auto. Faehrt der Kumpel mal sagt der "Hey da stimmt aber was nicht".
Da hast Du es exakt auf den Punkt gebracht. Man hat das hemmungslose Kopieren de fakto straffrei gestellt und versucht durch eine GEMA-Steuer zu ersetzen. Nun ist aber das Zeitalter bereits gekommen wo die CD als Medium verdraengt wird. Man speichert entweder ganz modern "on the Cloud" (= Null GEMA Einnahmen) oder auf der dicken Festplatte wo es hoechstens eine laecherlich geringe Einmalzahlung bei Kauf des Computers gab. Falls die bei Euch GEMA-besteuert werden.
Die CD ist derzeit im Sauseschritt auf dem gleichen Weg. Und mit ihr ... pueff ... wird die GEMA-Steuer darauf ebenso verhallen. Dann duerfte in etlichen Studios das Licht zum letzten Mal ausgeknipst werden.
Gruesse, Joerg
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J
Joerg
Warum nicht? Wenn man nicht mehr gewuenschte Original-Alben von Musik oder Filmen nicht verkaufen oder verschenken darf, dann duerfte man das auch bei Gemaelden nicht.
Wenn Du ihn selbst weiterverkaufst kann der Haendler dem Kaeufer keinen Wagen verkaufen. Weil der schon einen hat (Deinen ehemaligen Wagen). Genauso kann Sony oder wer immer dem Kaeufer einer gebrauchten CD nicht dieselbe nochmal verkaufen. Fuer mich ist das Pott wie Deckel.
Das Recht hat er nicht. Die Moeglichkeit schon, und das klappt nur indem die Ware so gut ist dass der Kaeufer die DVD nicht mehr rausrueckt. Kann bei Autos aehnlich sein, so wie eine aeltere Dame hier die ihren 1961 gekauften Austin Healey vermutlich mit ins Grab nimmt. Damals hatte sie ihn gebraucht gekauft, worauf sich der Verkaeufer vermutlich ein neues Auto kaufte. Auch diese Moeglichkeit haette der Filmproduzent, eine neue DVD rausbringen.
Klar. Das hat aber nichts mit dem Gebrauchtmarkt zu tun. Den von Staats wegen zu unterdruecken waere verfassungsmaessig bedenklich bis unmoeglich. Bei Software gibt es das schonmal, aber da muss das dann im Vertrag stehen.
Gruesse, Joerg
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O
Olaf Kaluza
Das ist ziemlicher Quatsch den du da erzaehlst. Wenn etwas straffrei ist, dann ist es auch kein Raub sondern normales gesellschaftliches aktzeptiertes Verhalten. Und wenn irgendwann mal eine Mehrheit der Menschen der Meinung sein sollte das man Software und Musik vollkommen beliebig kopieren und weitergeben sollte, dann waere es nur klug und demokratisch die Gesetze an die Mehrheit anzupassen.
Das ist auch Unsinn. Es wuerde in so einem Falle sicherlich zu Veraenderungen kommen. Aber es waeren dann Veraenderungen welche die Leute wollen. Vielleicht wuerden sie dann ja auch wieder ihre Meinung aendern, vielleicht aber auch nicht. Ich denke jedenfalls es waere ein interessantes Experiment.
Aus der Ferne betrachtet hast du nicht den geringsten blassen Schimmer vom deutschsprachigen Musikmarkt.
Das ist nicht weiter schlimm. Wir haben auch ueberlebt das es keine Schuster und Fotographen mehr gibt und das Baecker am aussterben sind und es Buchverlage nicht mehr lange geben wird. Aber dasselbe galt auch fuer Papyrushersteller, Bleiletterngiesser und Radio&Fernsehtechniker.
Olaf
J
Joerg
Raubkopie ist nur das gaengige Wort, es soll natuerlich nicht einen Raub mit gezuecktem Messer andeuten.
Worauf die Erschaffung geistigen Kulturgutes grossenteils zum Erliegen kaeme. Die Mehrheit will auch kostenloses Strom, keine Steuern zahlen und mit 60 in Rente. Soll man das dann also anpassen? Muesstet Ihr nur einen finden der am Ende die Zeche zahlt so wie ... nein, lassen wir das lieber ;-)
Pffft, ja, solche Experimente gab es in der Geschichte der Menschheit haufenweise. Leider sind viele davon so ausgegangen dass nur noch ein Scherbenhaufen uebrig war. Besonders wenn der Gesetzgeber oder die oertlichen Herrscher etwas durchgesetzt haben. Willst Du das mit kunstlerischem Kulturgut riskieren?
Mag sein dass wie Axel schrieb das ganze irgendwann unabwendbar wird, aber man muss doch nicht jetzt schon den Druckschlauch draufhalten.
Nu ja, ich hoere schon ab und zu deutsches Radio ueber Internet und wir bekommen jede Woche eine deuschsprachige Auswandererzeitschrift, so ziemlich seit dem Umzug. Da gab es frueher mehr Werbung fuer Musik-Alben und mehr Berichte darueber.
Alles Handwerker- und Industriebereiche. Dort ist Wandel oft gesund. Wenn aber geistige Taetigkeiten ueber eine gesetzlich sanktionierte Erosion der Verdienstmoeglichkeiten eingeht dann hat das ein ganz anderes Kaliber.
Muesst Ihr aber selbst wissen, ich wohne ja nicht mahr da :-)
Gruesse, Joerg
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K
Kai Ebersbach
Moin,
Am 21.11.2011 10:56, schrieb Axel Berger:
Joh, wenn es nach Jörg ginge, würden Microsofts EULAs ja auch das Nutzen von OEM-Versionen verhindern... das hat sogar der BGH gekippt, nicht jedes amerikanische Modell zum Gelddrucken lässt sich eben überall anwenden.
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Da sind halt Grenzen eingezogen worden, was ja im Prinzip auch nicht verkehrt ist.
Gruß
Kai
J
Joerg
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Wieso gab es diesen Aerger eigentlich? Bei uns gelten EULAs weiterhin (es gilt die Vertragsfreiheit) aber man kann OEM Versionen von Microsoft Software ganz normal im Handel kaufen:
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Gruesse, Joerg
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