Stromversorgung Wirbelstrombremse

Mar 27, 2005 19 Replies

Ich wuerde mal schauen ob du bei Singer oder einem der anderen Restpostenverwerter nicht irgendeinen alten dicken Klopper von Labornetzteil abgreifen kannst.

Olaf

Hallo zusammen,



ein Bekannter hat günstig einen Motoren-Leistungsprüfstand erworben. Es ist kein Rollenprüfstand, sondern "nur" eine wassergekühlte Wirbelstrombremse, an die der Motor direkt angebaut wird.



Es ist eine ziemliche alte Bremse, die Leistung wird mechanisch über einen Zeiger ausgegeben. Also nur das Drehmoment. Rechnen muss man dann selber. ;-)



Das Problem ist nur, das die Stromversorgung der Bremse nicht mehr vorhanden ist.



Die Spule der Bremse muss mit Gleichstrom von 0 bis max 5A versorgt werden. Allerdings hat die Spule einen Widerstand von



15 Ohm. Also müssten für maximale Bremsleitung wohl 75 Volt anliegen.

Da vielleicht für irgendwann geplant ist, den Prüfstand mit einer Kraftmeßzelle statt Schleppzeiger und mit einer PC-Steuerung zu versehen, sollte das neue Netzteil einen exteren Eingang zur Steuerung haben. 0-5V zum Beispiel.



Nun meine Fragen:



Ein solches Netzteil zu bauen, ist sicher möglich. Aber wahrscheinlich nicht viel günstiger, als ein fertiges. Wo könnte ich soetwas wohl kaufen? 100V/5A, extern einstellbar über Spannung.



Oder doch selber bauen, linear geregelt? Schaltnetzteile im Eigenbau kann ich als Hobbybastler sicher komplett vergessen.



Vielleicht auch eine Variante, die Bremse direkt aus dem Netz Netz über Thristoren betreiben? Wird bei grösseren Gleichstrom- motoren meines Wissens häufig so gemacht.



Eines weiß ich aber genau: Ohne einen genauen Schaltplan traue ich mir so ein Projekt nicht zu. Und ich möchte nicht erst reichlich Bauteile killen, um festzustellen, das es so nicht geht. Oder noch schlimmer, die Spule der Bremse durchbrennen und für viel Geld neu wickeln lassen.



Ich würde mich sehr über Eure Hilfe freuen!



Viele Grüße, Rolf


Ich denke das sollte es noch billiger geben. Vielleicht irgendeine alte DDR-Kiste die heute keiner mehr will.

Also das sollte doch wohl zu schaffen sein. Ausserdem gibt es Netzteile die einen Fernsteuereingang haben.

Das glaube ich nicht. Du willst ein kurzschlussfestes/stromgesteurtes Netzteil mit 500W haben. Das ist eine Leistungsklasse mit der sich aeh...normale Menschen nicht jeden Tag abgeben. Ueberleg mal was du im Selbstbau fuer Trafo, Gehaeuse und Kuehlkoerper bezahlst.

Tut's vielleicht ein Stelltrafo in Sparschaltung? Wäre halt eine kontrollierbare Technik.

Grüße

Christian

Würde wahrscheinlich gehen. Aber mit der Vorgabe, extern per Sollwert zu regen, wird es schwierig. ;-)

Wir haben die Bremse zum Testen mit einem Labornetzteil von

35Volt versorgt, die Bremswirkung war dann schon deutlich zu spüren.

Danke und Gruß

Rolf

habe gerade mal geschaut. Guter Tipp, aber so um die 500 EUR werden auch fällig... Und mir fehlt dann die externe Steuerung per Spannung. Müßte dann immer noch dazu gebaut werden.

Ich werde noch ein wenig warten, vielleicht bekomme ich ja doch eventuell einen Schaltungsvorschlag.

Bin jetzt gerade am Suchen zum Stichwort "gesteuerter Gleichrichter". Vielleicht wäre so etwas das Richtige. In Verbindung mit einer Schmelzsicherung! ;-)

Rolf

"Rolf Bredemeier" wrote in news:d26m98$agg$04$ snipped-for-privacy@news.t-online.com:

buerger-electronic.de hat sowas im Programm. Im Prinzip wie ein Labornetzteil, nur dass man Spannung oder Strom mit externen Steuerspannungen steuern kann. (am besten dort anrufen und direkt mit Deinen Anforderungen danach fragen; vermutlich sogar preisgünstiger als

500Eur)

M.

Bitte auf mwnews2@pentax.boerde.de antworten.

Hallo,

"Olaf Kaluza" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@criseis.ruhr.de...

Sicher hast Du Recht, die Fernregelung nachzurüsteen, würde nicht die Hürde sein...

Für die linear geregelte Version stimmt das bestimmt, schrieb ich ja auch schon im OP.

Aber im Moment hoffe ich noch auf die Variante, die Bremse direkt am Netz zu betreiben, per Phasenanschnitt vielleicht?

Oder wäre es vielleicht auch denkbar, die 220V gleichzurichten und per, sagen wir mal 10kHz PWM, an die Bremse zu legen? Ein BUZ74 sollte das doch schon schaffen.

Jedoch würde ich das nur riskieren, wenn ich dazu eine App-Note hätte. Ist mir sonst zu gefährlich für alle Bauteile. Vielleicht findet sich ja noch für diese Richtung ein Vorschlag.

Und noch mal Danke für den Tipp des gebrauchten Netzgerätes!

Rolf

Hallo Matthias,

"Matthias Weingart" schrieb im Newsbeitrag news:Xns9626C3741AD99AlwLookOnTBrightSide@212.21.75.70...

Danke für den Rat!

Rolf

Und deine Bremse ist dafuer gedacht das unter Umstaenden 230V gegen Erde drauf liegen?

Klingt nach Abenteuer. :-) Ich seh da eigentlich keinen grossen Unterschied zu einem Schaltnetzteil. Ueberleg mal was du da fuer tolle Stoerungen mit hinbekommst.

Mir kommt uebrigens gerade noch eine andere Idee. Kann man die Wicklung nicht in der Mitte auftrennen und Parallel schalten? Ein Netzteil fuer 0-30V und 0-10A bekommst du bei Pollin fuer 159Kroeten neu.

Olaf

Wie wäre folgende Lösung: Vorne ein Wechselspannungssteller für induktive Verbraucher mit 0-10V Steuereingang z.B.

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dann ein Trafo 100V/5A (oder billige Trafos in Reihe schalten), dann ein Gleichrichter, kein Elko. Sollte weniger als 200 Euro kosten.

mfG Wolfgang Martens

Hallo Wolfgang,

"Wolfgang Martens" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@posting.google.com...

formatting link

Das klingt, als wenn es funktionieren könnte. Danke für die Idee. Aber warum keinen Elko?

Gruß Rolf

Hallo!

Rolf Bredemeier wrote:

Weil der bei der Spule wohl nichts bringt, und weil der die Trafos zusätzlich belastet.

Einen ähnlichen Gleichstromsteller habe ich noch übrig.

Meine e-Mail hast Du bekommen?

Gruß, Ulrich

Die Netzteile vom Hersteller delta electronica haben einen Analogeingang für solche Zwecke, wie von dir angesprochen. Ich bin auch sehr zuversichtlich, dass du eines in der Leitungsklasse (Strom / Spannung) bekommst, die du benötigst. Sind allerdings recht teuer.

mfg

Manfred W.

Ich bin dafür, die Dinge soweit wie möglich zu vereinfachen. Aber nicht weiter. [Einstein]

Interessant wär wohl auch, nicht die Spannung sondern den Strom einzustellen. Bei Labornetzgeräten muss man dann aber aufpassen, ob das Netzgerät mit der hohen Induktivität klar kommt. Rückläufige Kennlinien wären hier sehr schlecht, da könnte es zu Kippschwingungen und evtl zur Zerstörung des Netzgeräts kommen. "Programmierbare" Netzgeräte gibt's ansonsten zuhauf.

mfg Rolf Bombach

On Sun, 27 Mar 2005 16:35:32 +0200, Rolf Bredemeier wrote in Msg.

Klingt nach einer Aufgabe für eine ultrasimple PWM-Steuerung. Muß dank Einquadrantenbetrieb nicht mal ne H-Brücke sein.

Also: Einfaches ungeregeltes 80V/5A-Netzteil aufbauen: Trafo (mit Einschaltstrombegrenzung!) -> Gleichrichter -> Elko.

Dann weiter: 80V -> Sicherung -> Motor -> MOSFET -> Widerstand .2R -> Masse.

Der MOSFET wird von einem PWM-IC Deiner Wahl angesteuert. Die mittlere Spannung am Widerstand gibt den mittleren Strom an: 1V entspricht 5A.

Diese PWM-Schaltungen gibt es vermutlich auch als fertige Module wie Sand am Meer, weil sie Standardbestandteil von industriellen Motorsteuerungen sind -- außer, daß Deine Anwendung wesentlich geringere Anforderungen stellt als eine Motorsteuerung.

Du könntest auch komplett auf die PWM-Regelung verzicheten und das MOSFET-Gate direkt vom PC aus PWM-mäßig ansteuern, entweder rein als Softwarelösung oder mit einer entsprechenden Einsteckkarte. Es gibt MOSFETS, die komplett alles in einem Gehäuse enthalten: Pegelwandler, Gate-Treiber, Kurzschluß- und Übertemperaturschutz. Guck mal unter dem Stichwort "ProFET" bei Infineon. Kannst du wahrscheinlich direkt an den PC-Druckerport anschließen.

--Daniel

Hallo Daniel,

"Daniel Haude" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@kir.physnet.uni-hamburg.de...

Danke für Deinen Rat. Auch das ist eine Möglichkeit, die funktionieren wird.

Jedoch habe ich großes Glück, ich kann von Ulrich einen trafolosen, gesteuerten Gleichrichter bekommen. Und laut Unterlagen, die ich am WE bekommen habe, war ab Werk genau so etwas darin verbaut.

Ganz vielen Dank für Deine Zeit und den Tipp!

Rolf

Jup. Aber es wäre sowieso besser, einen high side switch zu nehmen und die Kathode der Diode gegen Masse zu schalten, so daß auch der Freilaufstrom durch den Shunt fließt. Dann folgt die Spannung am Widerstand auch dem tatsächlichen Motorstrom.

--D.

Am 30 Mar 2005 14:58:21 GMT schrieb Daniel Haude :

Ist prinzipielle richtig, ich könnte mir aber vorstellen, daß man bei etwas reduzierter Genauigkeit mit einer geeigneten Spitzenwertgleichrichtung/Sample-Hold auch mit dem Low-Side Shunt/Switch auskommen könnte, da der Strom an der Induktivität nicht springen kann. Arith. Mittelwert ist dann natürlich nicht sinnvoll. Letztlich eine Frage, was weniger Aufwand ist und wie genau es sein soll.

Martin

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