laengsgeregeltes Netzteil. zu hohe Spannung

Apr 17, 2020 297 Replies

Am Sat, 18 Apr 2020 23:18:19 +0200 schrieb Rolf Bombach

Auf Wikipedia steht zum 2N3055 zu lesen, dass die heute prodzierten Varianten kleinere Chipflächen haben und schon Chargen mit erheblicher zu geringer Verlustleistung im Handel auftauchten.

cu. Juergen

Am Fri, 17 Apr 2020 16:12:55 +0200 schrieb Sebastian Wolf

Zu meinem Verständnis: Wass wird mit den beiden Potis eingestellt? Meine Vermutung: Mit dem 4,7 K das Ansprechen der LED2 für Überlast und mit dem 1 K die genaue Ausgangsspannung.

Was mich auch interessiert: Wodurch wird eine solches Netzteil "brummfrei" genug für den Betrieb von Autoradios und Funkgeräten. Regeln die Transistoren die Restwelligkeit weg, ist es der Trafo mit zwei Sekundärwicklungen (sind die Wechselspannungen phasengleich oder versetzt?), oder sind es die Siebelkos (immerhin 40000 + 2200 µF)?

cu. Juergen

Das ist eine ganz übliche Netzteilschaltung mit parallelen Längsreglern, an deren Basen ein Treibertransistor, eine Konstantspannungsquelle mit einer Z-Diode und zwei Anzeige-LED für Überlast und Kurzschluß. Durch den Trafo wird das Gerät ordentlich was wiegen, und mehr als 20 Watt sind wegzuheizen. Eine bessere Idee ist daher ein Schaltnetzteil, gerne auch aus einem PC. Da gibt es durchaus welche, die schaffen 20 Ampere auf der Leitung für 12 Volt.

Holger

Juergen snipped-for-privacy@web.de schrieb:

Stimmt.

Man könnte erwägen, einen stärkeren Transistor einzusetzen. 2N3771/2 mit

150 W Verlustleistung wurde ja schon genannt.

Eher 60 A.

-- Mit freundlichen Grüßen Helmut Schellong snipped-for-privacy@schellong.biz

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Am 19.04.2020 um 22:19 schrieb Martin Gerdes:

Mouser scheint noch 334 Stück von OnSemi zu haben, bei allen anderen Quellen tippe ich auf 95% Wahrscheinlichkeit für Counterfeits.

Sinnvollerweise 10 Stück ordern und auf gleichen Hfe ausmessen, die Schaltung macht die Strombegrenzung nur über einem der vier Endtransistoren.

Butzo

Juergen schrieb:

IMHO ist das das Problem vom Radio. Die "Netzspannung" im Auto ist auch sehr instabil, das reicht von den Schwankungen des Ladereglers bis historisch zum Kollektorgeheule der Lichtmaschine Patent Siemens.

snipped-for-privacy@butzomail.de (Klaus Butzmann) am 19.04.20 um 23:24:

Ah, stimmt, das hatte mich irritiert.

Und wenn der Trimmer schlechten Kontakt hat, macht es eben keine Strombegrenzung.

Rainer

Am Sun, 19 Apr 2020 23:24:15 +0200 schrieb Klaus Butzmann

Bisher weiß ich nicht ob mein Netzteil genau diese Schaltung verwendet. Es hat schon mal keinerlei LEDs für Überlast und Kurzschluss.

cu. Juergen

Autsch.

Da sind so komische Rechtecke an den Pfeil-Anschlüssen der Transistoren. Was die wohl bedeuten mögen...

Am 20.04.2020 um 01:29 schrieb Juergen:

Das senkt die Herstellungskosten...

Die bedeuten, daß ungefähr ein Viertel des Stroms zur Messung hergenommen wird und man sich darauf verläßt, daß die vier Zweige nur unerhebliche Asymmetrien aufweisen. Aber das schrub Klaus ja schon (sinngemäß).

Rainer

Rainer Knaepper schrieb:

Bei Tektronix und dergleichen läge ein Widerstand vom Emitter des Endtransistors zur Basis des Strombegrenzungstransistors. Und von da ein Widerstand zum Trimmer und dieser dann zur Masse.

- Man kann nicht höher trimmen als bis zu einem (mehr oder weniger) definiertem Maximalstrom.

- Wackelkontakt bewirkt Strombegrenzung auf Minimum.

- Schraubenzieherkontakt von Schleifer zu Masse bleibt folgenlos.

Aber: Zwei Widerstände sind definitionsgemäss unendlich viel teurer als kein Widerstand. Die gesamte Verkaufsmarge wäre dann i.A. Und ausserdem , was ewig hält, ...

Andreas Neumann schrieb:

Das sind gebügelte amriganische Zickzacklinien.

Am 19.04.2020 um 22:17 schrieb Holger:

Mein RPS1220 (mit 5 Trasistoren hinten auf dem Kühlkörper) mit offenen Ausgangsklemmen hatte 40 Watt Eigenbedarf. Unter Last hatte ich da immer einem Propeller auf den Lüftungsschlitzen liegen. Auch eine 12V Glühlampe an den Anschlussklemmen leuchten zu lassen war nicht verkehrt. Als Indikator, ob die Spannung "hoch geht", wenn ein Funkgerät dranhängt, was ordentlich HF an der Zimmerantenne erzeugt. Da war mit Drosseln im Netzteil noch etwas Nacharbeit nötig. Später hatte ich den hier schon beschriebenen Überspannungsschutz noch nachgerüstet.

W.

Am 21.04.20 um 15:59 schrieb Wolf gang P u f f e:

Man sollte in Erwägung ziehen, das Ding so einfach wie möglich zu bauen, ohne aktive Komponenten, dafür mit einem Pufferakku, wenn man ein Funkgerät damit betreibt. Denke ich mir so.

Das mit der Glühlampe liest sich interessant. Da wäre ich jetzt nicht drauf gekommen.

Ja. Leuchtet ein.

Oh! :-) Das laß diesen Zwangseinweiser hier mal nicht lesen. Sehr gute Arbeit. Ich überlege, ob eine Crowbar nicht besser in der angeschlossenen Funke aufgehoben ist?

Holger

Ich habe auch eine Weile versucht die Schaltung zu verstehen. Wenn ich drauf angewiesen wäre, würde ich das wohl mal simulieren müssen um zu verstehen was da passiert.

Das ist schonmal ein ziemlich spezieller Trafo. So einfach "von der Stange" bekommt man das nicht. Ich kann mir eigentlich nur vorstellen, dass man die 18V zusätzlich zu den 15V genommen hat, weil man befürchtet hat den Basisstrom der 2N3055 bei hoher Ausgangslast nicht mehr liefern zu können. Und alles auf 18V deshalb nicht, weil dann 3V*20A mehr zu verheizen wären.

Allerdings ist 12 Watt rein für die Regelung auch ein Wort... Das ganze Ding dürfte ziemlich viel Kühlfläche oder gar einen Lüfter brauchen.

Referenzspannungsquelle: 270 Ohm Widerstand und ZPD4.7. Spannungsmessung: 4K7-Poti und 200 Ohm Widerstand (Teiler)

Wie der eigentliche Regelkreis mit seinen vielen Dioden funktionieren soll ist für mich jetzt nicht auf den ersten Blick ersichtlich. Schade das es zum Schaltbild keinen Text gibt.

Aber irgendwie würde ich nicht ausschließen das "Kurzschluss" und "Überlast" doch Einfluss auf die Regelung haben. Die waagerechte Leitung die rechts vom 1,5K-Widerstand weggeht wirkt "irgendwie" auf die Regelung der Spannung. Beide LEDs sind da drauf. Wenn die Transistoren T1 oder T2 schalten ziehen die über die LEDs diese Leitung "hoch" auf Ausgansniveau minus Drop am Transitor minus Flusspannung der LED. Die LEDs haben keinen eigenen Vorwiderstand...

Aber wie gesagt: So richtig blicke ich da nicht durch. Analog-Design ist schon ein Thema für sich...

Gruß

Manuel

Um Deine Neugier zu bedienen: Es ist genau andersrum. Die Schaltung verlässt sich darauf, dass sich der Strom durch die vier Transistoren gleichmäßig verteilt. Deshalb scheint es zu genügen, an nur einer Stelle zu messen. Das ist der Emitterwiderstand beim Zweiten von links. Blöd nur, wenn einer der drei anderen Transistoren durchlegiert. Die Ansprechschwelle für T2 und damit LED2 wird mit dem

1k eingestellt. T3 vergleicht die geteilte Ausgangsspannung mit der Spannung der ZPD4.7. Dieser Spannungsteiler wird mit dem 4k7 abgeglichen. T3 führt dann den vom 1k5 zu viel eingespeisten Steom anderweitig ab. Während T2 tatsächlich einen Teil des Stromes erfasst, registriert T1 lediglich einen Spannungseinbruch. Sowohl T1 als auch T2 sollen dafür sorgen, dass das Basispotenzial des 2N1711 soweit angehoben wird, damit der ganze Kram dahinter Stromlos wird.

MfG hjs

Wie kommst du denn auf den Trichter. Der Treiberstrom geht schließlich direkt in den Ausgangsstrom.

Wenn dann allenfalls für die Leistungsstufen. Die Regelung ist relativ simpel und braucht keine nennenswerte Leistung.

Selbstverständlich haben sie. Schau nochmal drauf.

Das ist eine relativ einfache Schaltung, mit ein paar Schwachstellen, mag aber ganz brauchbar funktionieren. Mein eigenes 20/30A-Netzteil, gebraucht gekauft, sieht ähnlich aus. Wie auch hier musste ich erst mal die Endstufe restaurieren.

Wenn bei einem Transistor B und E kurzgeschlossen wird, dann fließt da kein Strom mehr. Das gilt auch bei Darlington und bei ähnlichen Anordnungen. Hier ist es eine Kette von drei BE-Strecken. Der genannte Kurzschluss soll von T1 bzw. T2 bewerkstelligt werden. Allerdings werden die nicht so richtig in die Sättigung getrieben und die Flussspannung der LED kommt auch noch dazu. Deshalb hat man diese drei Dioden dazugebastelt. Die Kette hat dadurch sechs Diodenstrecken und es sind 4,2 V an der Anode von D3 zu unterbieten, damit kein Strom mehr fließt. Die Spannungsregelung mit T3 wirkt auf den selben Punkt. Wenn Dir das lieber ist, dann stelle Dir die waagerechte Leitung als Oder Verknüpfung vor, wobei T1...T3 parallel zueinander jeweils das Ziel haben, den vom 1k5 nach D3 fließenden Strom abzuleiten.

MfG hjs

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