laengsgeregeltes Netzteil. zu hohe Spannung

Apr 17, 2020 297 Replies
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Servus.



Ich habe schon etwas länger ein Netzteil im Keller das mit 13,8 V und 20 A angegeben ist. Allerdings ist es nicht dauerlastfest, kurz nach dem Kauf (mindestens 15 Jahre her) hatte ich es mal Autoscheinwerfern und ähnliches so belastet, dass es irgendwas zwischen 15 und 20 A liefern musste, woraufhin es Rauchzeichen gab. :-).



Ich benutze es kaum, nur zu Testzwecken, irgendwann habe ich so einen Zirgartettenanzünder-Buchse aus dem Kfz-Bereich eingebaut. Als ich damit vorhin so einen Auto-USB-Adapter ausprobierte, zeigte der ca. 26 Volt als Spannung an (zum Glück ist er mit 12 - 24 V spezifiziert) und nachmessen mit dem Multimeter zeigte, der Wert stimmt. Auch bei Belastung des Adapters, auf USB-Seite flossen dann ca. 2,5 A, auf der Netzteilseite ein paar Zehntel, ging die Spannung nicht runter. Zum Test einen Scheinwerfer dranzuhängen traue ich mich nicht.



Langer Text, kurze Frage: Gibt es bei so einem längsgeregelten Netzteil einen klassischen Defekt der eine zu hohe Spannung zur Folge hat?



cu. Juergen


Am 17.04.2020 um 15:48 schrieb Juergen:

Längstransistor(en) durchlegiert, meist inklusive des Treibers.

Am 17.04.2020 um 16:00 schrieb Sebastian Wolf:

Typische Schaltung:

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Da sinds die 2N3055, der BD241 und der 2N1711.

"Juergen" snipped-for-privacy@web.de schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@mid.individual.net...

Natürlich, der Regeltransistor legiert wegen Überhitzung durch und regelt nicht mehr, es kommt die gleichgerichtete Trafospannung raus.

Am Fri, 17 Apr 2020 18:04:39 +0200 schrieb "MaWin" snipped-for-privacy@private.net zum Thema "Re: laengsgeregeltes Netzteil. zu hohe Spannung":

Interessant. Das würde je passen. Muss Überhitzung der Grund sein oder kann das auch schleichend im Laufe der Zeit gehen? Wirklich viel Strom (>10 A) musste dieses Netzteil schon lange nicht mehr liefern.

cu. Juergen

Am Fri, 17 Apr 2020 16:12:55 +0200 schrieb Sebastian Wolf

Bisher kann ich nur sagen dass auch mein Netzteil 4x 2N3055 auf dem hinteren Kühlkörper hat.

Danke soweit!

cu. Juergen

Juergen snipped-for-privacy@web.de schrieb:

Das wichtigste bei allen elektronischen Schaltungen ist der Zauberrauch (engl. "magic smoke"). Der steckt in den Bauteilen und muß dort unbedingt drinbleiben. Kommt er nämlich einmal raus (auch nur ein einziges Mal!), dann ist das entsprechende Bauteil meistens kaputt, und zwar irreversibel -- und im Gegensatz zum Daumen, den man mit dem Hammer bearbeitet hatte, wird das elektronische Bauteil nicht mehr heil, auch in 10 Jahren nicht.

Prüfe einfach mal die Transistoren auf Durchgang, dann merkst Du schon, was los ist. Die Schaltung ist ja kein Hexenwerk.

Sebastian Wolf schrieb:

403. That’s an error.

Your client does not have permission to get URL /proxy/GCIQXDRsw0ArHcfYn5OZgqNjeJOhxcX7Krw9jYz7ZurbN78nA5gtee3HTM1yERHbXTTU0T2ocrF5SL5Zcwi387J9_ZrdUedO61cD6lMhGQ from this server. (Client IP address:

2a02:120b:2c31:ec40:857a:933e:6118:fb09)

Forbidden That’s all we know.

Am 17.04.20 um 15:48 schrieb Juergen:

Mich erstaunt deine Frage. Erwartest du jetzt ernsthaft ein "Nein"?

Üblicherweise ist ein Netzgerät so ausgelegt, dass die Bauteile die Spannung aus der Sekundärwicklung des Netztrafos aushalten. Wenn die Ausgangsspannung zu hoch ist, kann dies alles bedeuten. Defekte Transistoren, kaputte Regelschaltung, abgerauchte Referenzspannungsquelle, meist eine Z-Diode, die hochohmig wurde oder durchlegiert ist. Gerne auch vergammelte Steckverbinder. Mußt du nun alles durchmessen. Aber es ist ja Wochenende.

Holger

Am 17.04.2020 um 15:48 schrieb Juergen:

Wenn das Netzteil Rauchzeichen gab, dann ist davon auszugehen, dass Hühnerfutter zerstört ist. Der Längstransistor im TO3-Gehäuse raucht nicht.

:)

Dann war nur der Trafo + Gleichrichter zu schwach ausgelegt.

Glaub mir, auch ein 2N3055 enthält magic fume samt Auslass.

Saludos (an alle Vernünftigen, Rest sh. sig) Wolfgang

Hier auch. Eigentlich schade. Die Schaltung hätte mich interessiert ;)

Gruß

Manuel

Ohne Googlemist:

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Danke dir.

Gruß

Manuel

Am Sat, 18 Apr 2020 12:39:36 +0200 schrieb Leo Baumann snipped-for-privacy@yahoo.de zum Thema "Re: laengsgeregeltes Netzteil. zu hohe Spannung":

Zwischen den genannten Rauchzeichen und dem deutlichen Anstieg der Spannung lagen aber Jahrzehnte. Der Rauch könnte auch vom Trafo gekommen sein - Lack, Spulenkörper, Papier um die Wicklungen.

cu. Juergen

Am 17.04.2020 um 15:48 schrieb Juergen:

Ja, die Gründe wurden ja schon genannt.

Und da solche Defekte auch spontan auftreten und angeschlossene Geräte in Folge auch in Mitleidenschaft gezogen werden können, sollte man bei diesen Netzteilen einen Überspannungsschutz vorsehen.

Ich hatte dazu vor >20 Jahren an mein 12V/20A eine einfache Überspannungsschutzschaltung mit Thyristor und Z-Diode gebaut. Das Ganze sah so aus:

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hatte dazu irgendwelche vorhanden Bauteile aus der Bastelkiste genutzt, und die Funktion der Schaltung mehrfach an einem regelbaren Netzteil getestet. Zur Funktion: Ein Thyristor wird am Gate mit einer 12V-Z-Diode angesteuert und "zündet" bei Spannungen über 12V. Da das Netzteil um die 13.8V abgibt, habe ich zur Z-Diode noch eine grüne LED (ca. 2.2V) in Reihe geschaltet, so dass der Thyristor erst bei etwas über 14V auslöst. Der Thyristor erzeugt einen Kurzschluss, der dann eine Sicherung abrauchen lässt. Sicherung und Thyristor sind also je nach Stromergiebigkeit des Netzteils zu dimensionieren. Die Drossel im Foto war nur nötig, da ich ein Funkgerät angeschlossen hatte und verhindert werden sollte, dass die Hochfrequenz beim Senden die Schaltnung ungewollt auslöst.

Das Schaltbild habe ich zwar nicht mehr, aber es war vermutlich so ähnlich wie dieses hier. Die Widerstände habe ich weggelassen, es ging auch so. ;-)

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Schaltbild stammt von hier:
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W.

Zeigt mir einer die Stelle, wo ich den Überlast*schutz* übersehen habe? Die Anzeigen sind ja gut und schön, aber mich deucht, DerGerät verläßt sich auf die nicht eingezeichnete Primärsicherung und/oder die Strombegrenzung durch den (weichen?) Ladetrafo.

Oder darauf, daß der Anwender, sobald die Überlast- oder gar die Kurzschluß-LED aufleuchtet schneller den Stecker ziehen kann als die Leistungstransistoren abrauchen.

BD241 als Treiber für vier! 2N3055 erscheint mir auch mutig. Zumindest sollten es dann die "besseren" 2N3055 sein, die im entsprechenden Arbeitsbereich etwas mehr als fünffache Stromverstärkung schaffen ;-)

Der Ladeelko für die Treiberitis ist auch etwas grenzwertig, zumindest, wenn das ein altes Gerät für 220V ist und heute an 230V+10% berieben wird. Nuja, 25V-Elkos gehen ja nicht *sofort* kaputt, wenn die dauerhaft im Grenzbereich oder leicht darüber betrieben werden.

Ach ja, wenn es schwingt: "Probier mal 100nF aus"...

Rainer

Sebastian Wolf snipped-for-privacy@invalid.net schrieb:

Staun! Gestern hats bei mir noch funktioniert. Heute nicht. Ich wollte die Schaltung holen und anderswo hochladen, habe heute aber auch eine

403 bekommen.

Danke Dir.

PS: Äh: Warum postest Du eigentlich eine Schaltung über "Googlemist", wenn Du doch einen direkten Link auf der Pfanne hast?

Sebastian Wolf schrieb:

Ah, jetzt ja. Obacht: Es war nicht unüblich, bei dieser Schaltung die Endtransistoren unisoliert auf den Kühlkörper zu schrauben. Da muss man dann aufpassen, dass keine Leitung an den Kühlkörper kommt. Es gibt auch eine Schaltungsvariante, bei der das besser gelöst ist, hab sie aber vergessen.

BTW, zumindest früher hiess es, der 2N3055 wird vom Entwickler gewählt, wenn er nicht weiter weiss. In Industriekrempel habe ich eher 2N377x oder 40411 (der hatte bisschen mehr Stromverstärkung) gesehen.

Am 18.04.2020 um 22:31 schrieb Martin Gerdes:

Weil ich den erst suchen musste.

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