laengsgeregeltes Netzteil. zu hohe Spannung

Apr 17, 2020 297 Replies
[...]

Bisher have ich nur Kopfrechnen gemacht, mangels Interesse.-

Ohne Simulation geht das wohl nicht. Rolf Bombach macht das gerade.

Am 24.04.2020 um 23:04 schrieb Rolf Bombach:

Der *Diodenspitzenstrom* von Leo deutet auf *Aufladung* hin. Bei der Entladung bin ich mit dem konstanten Strom einverstanden.

Bei Betrachtung der Aufladung steigt entsprechend die Zeit (Stromflußwinkel), in der ein kleiner Kondensator wieder auf den Spitzenwert aufgeladen wird, und damit sinkt der dafür nötige Strom. Zusammen mit der sparsameren Entladung eine win-win Situation, meine ich.

Großer Stromflußwinkel bedeutet doch, daß die Aufladung früher und damit bei kleinerer Eingangsspannung beginnt, womit die Brummspannung *steigt*.

Für eine genauere Betrachtung müßte man noch berücksichtigen, welche Leistung/Ladung im Regler verheizt wird, die sich zur Ladung addiert, die am Lastwiderstand abfällt.

DoDi

Am 24.04.2020 um 23:41 schrieb Rolf Bombach:

Hast Du brücksichtigt, dass Helmut Schellong bei dem kleineren Kondensator die extrem überhöhte Trafospannung benutzt hat?

Bei großem Kondensator dimensioniert man die Trafospannung ja minimal.

Am 24.04.2020 um 23:41 schrieb Rolf Bombach:

Danke für Deine Bemühungen und Bericht :-) Den Einschaltstrom hatte ich zwischendurch völlig vergessen.

Der Fall wird komplizierter, wenn man noch einen Regler hinterherschaltet, der eine konstante Lastspannung erzeugen soll. Da hat doch Leo angesetzt mit dem Argument, daß man bei größerem Kondensator die Trafospannung reduzieren kann, was die Verluste im Regler reduziert.

Dann müßte man aber zwischen Kapzität und Einschaltstrom abwägen, wobei sich der Einschaltstrom durch weiteren Aufwand reduzieren läßt. Vor dieser Optimierung stand ich schon einmal bei einem Netzteil, das mir letztendlich sogar erlaubt hat, meinen 6V Käfer aus der Steckdose zu starten! Dankenswerterweise hatten die Konstrukteure dem 1,5kVA Trafo ein Drahtpoti vorgeschaltet, mit dem sich eine gewisse Strombegrenzung einstellen ließ. Der 20A Seelen-gleich-riecht-er hat den Startvorgang klaglos (geruchlos) überstanden, ein heutiger Gleichrichter dürfte da deutlich weniger tolerant sein.

DoDi

Am 24.04.2020 um 21:56 schrieb Juergen:

Und einen Schaltplan:

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Am 25.04.2020 um 09:38 schrieb Sebastian Wolf:

Und der ist schlimmer als befürchtet...

[...]

Wenn ich für Helmut Schellongs Schaltung mit I_Last=210mA den Ladekondensator mit

C >= 0.3 * T * i_Last_mittel / U_Css abschätze,

kommt da 1260 uF heraus, das ist gar nicht soviel mehr als er eingebaut hat.

Warum sollte man die Trafospannung jetzt unnötig erhöhen? Das wäre mit Sicherheit ein Nachteil.

Ich halte seine Idee für Unfug.

[...]

Es ist auch unverständlich was der Trafoinnenwiderstand von 13.5 Ohm soll.

Das erhöht die Verluste am Ausgangstransistor und den Regelaufwand gegen Brumm. Auf die Spitzenströme in Trafo und Dioden bei der *Auf*-ladung des Kondensators hat es (fast) keinen Einfluß.

Am 25.04.2020 um 11:27 schrieb Axel Berger:

Das streitet Helmut Schellong aber auch ab.

Wenn man den Quark mit realistischem Transormatorinnenwiderstand simuliert, dann kommt da als Ausgangsspannung was richtig "Schönes" mit vielen Harmonischen heraus :)

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Nein danke, Helmut, was soll das sein? Ein 100 Hz Pulsgenerator mit Offset?

:)

Hast Du die Spannung am Ladekondensator betrachtet? Die liegt nur etwa 10V über der Ausgangsspannung von 72V.

Ich kann die Trafospannung gar nicht dimensionieren. Die ist gegeben.

Du schreibst völlig an den realen Gegebenheiten vorbei. Du ignorierst einfach total.

Der Trafo HAT diesen Innenwiderstand - laut Datenblatt! Ist das nicht zu verstehen?!

-- Mit freundlichen Grüßen Helmut Schellong snipped-for-privacy@schellong.biz

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Nein. Ich habe eine Absenkung der Leistung an Längstransistor und Trafo durch Absenkung der Kapazität festgestellt. Das ist auch so - das sind Fakten. Rolf Bombach stellte das auch fest.

Durch Erhöhung der Trafospannung steigen die Verluste am Längstransistor selbstverständlich.

Ich habe das bereits mehrfach geschrieben. Aber Du blickst überhaupt nicht durch! Gar nicht!

Willst Du hier die Leser verarschen? Du zeigst da etwa 9 mVss Brumm auf 72Vout.

Du ignorierst wiederum, daß der Trafo etwa 13 Ohm Innenwiderstand hat. Er HAT das! Die Schaltung ist DEM angepaßt dimensioniert!

Am 25.04.2020 um 13:35 schrieb Helmut Schellong:

Du kannst mit Deinem Konzept *weltweiter* *Elektronik* *Netzteil*

*Geisterfahrer* werden! :)

Ende - nächstes Thema!

Das ist so der Fall, wenn man ein gekauftes Gerät nachträglich verbessern möchte oder mit Teilen aus der Bastelkiste schnell etwas zusammenstoppeln, aber nicht wenn man für eine Eigenentwicklung mit einem leeren Blatt anfängt.

Bisher habe ich den Thread so verstanden, als sei von letzterem die Rede gewesen.

Am Sat, 25 Apr 2020 09:42:59 +0200 schrieb Sebastian Wolf snipped-for-privacy@invalid.net zum Thema "Re: laengsgeregeltes Netzteil. zu hohe Spannung":

Ich habe mal versucht, da durchzusteigen, zumindest bei den Transistoren. Letztlich steuern V28, V27 und V26 die eigentlichen Leistungstransistoren an. Aber was macht V31? "Klaut" dem V28 etwas vom Basisstrom, gibt aber V27 noch etwas dazu.

Und wofür ist V30 gut? Was soll die Diode zwischen der Basis von V31 und dem Emitter von V30?

Bei den kleinen Kondensatoren gehen ich davon aus dass sie Schwingen verhindern indem sie aufkommenden Wechselströme kurzschließen. C5 ist ein kleine Siebelka, C11 bügelt noch letzte Restwelligkeiten aus?

cu. Juergen

Das ist auch so bei meiner Schaltung. Ich brauche 72V Vout. Ich muß einen Ringkern-Printtrafo mit 10..15VA verwenden. Welche solche Trafos sind bei Reichelt, Conrad, Bürklin, etc. mit Eignung kaufbar?

Es ergibt sich, daß 2 solche Trafos sekundär in Reihe geschaltet werden müssen: 2 x 2 x 15V = 60Vac. Das schrieb ich bereits vor Tagen.

2 x 2 x 18V wäre zu viel Spannung, 4 x 12V zu wenig.

Also ist das gegeben - man kann da gar nichts machen.

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