war auch keine Kritik an dir.
Es gab fakultativen Unterricht. Da wurde ein Fach pro Nase zusätzlich angeboten, damit der uNterricht in der Klasse aufgehoben. So bekamen diejenigen, die irgendwas technisches Studieren wollten extra Mathematik, andere eine Mischung aus Biologie+Chemie, ein paar mathematisch stark begabte etwas theoretischeren Matheunterricht. Ich weiß nicht, ob das alle Angebote waren, das waren 3 oder 4 Themenblöcke, die alle dann an einem Tag in der Woche hatten.
Ansonsten war die Ausbildung schon ziemlich umfassend, d.h alle machten dasselbe. OK, Zwischen Kunst und Musik konnte man wählen. für die angehenden Mediziner gabs wimre noch Latein.
POS bis Klasse 10, EOS bis klasse 12. Bis in die 80er wechselte man ab der 9. Klasse an die EOS, später wurde das dann dummerweise auf die 11. Klasse verschoben. Und da gabs dann tatsächlich ein Niveauproblem, da man früher schon ab der 9, KLasse da Niveau für die abiturklassen angehoben hatte.
Zu der "Polytechnik" noch ein paar Worte: ab der 7. Klasse gab es Fächer, die die Schüler stärker auf das spätere Arbeitsleben vorbereiten sollten. Hinter dem etwas sperrigen Titel ESP (Einführung soz. Produktion) verbarg sich ein fach, in dem man technisches Veständnis beigebracht bekam. Das ging von irgendwelchen Herstellungsverfahren (Gießen, Walzen, etc.) über elektrische Grundschaltungen, Logikschaltungen bis zu Technologiefragen, daneben gabs technisches Zeichnen, das sollte einen in die Lage versetzen, technisch eZeichnungen zu verstehen und einfgach auch selber anfertigen zu können. dazu kam dann noch aller 2 Wochen ein paar Stunden in einem Produktionsbetrieb, wo man wirklich arbeitete. Das hing davon ab, was für Betriebe vor Ort vorhanden waren, manchmal gab es auc extra Betriebe mit Lehrmeistern für die Schüler. So habe ich einfache Metallbearbeitung (Bohren, Gewnde Schneiden, Montage, Teile biegen) praktisch gemacht und auch Elektromontage. Andere waren in der Landwirtschaft, also vom Samen bis zur Ernte das komplette Programm.
Naja, vieles wasman da so liest oder hört ist auch Propaganda oder verfälscht dargestellt. Wir hatten beispielsweise in unserer Parallelklasse den Sohn eines Pfarrers, der war zu 100% genau nicht linientreu.
Außerdem hatten wir einen, der wollte irgendwas bei der Armee werden, also dort studieren. Der hat definitiv den Platz an der EOS bekommen, weil er zur Armee wollte, und er war definitiv nicht fürs Abi geeignet. Der war auch absolut kein 100%iger.
Und ich verrate dir noch eines: Auch heute sollte man in D öffentlich über einige Dinge nicht so reden, wie man denkt, sonst ist man seinen Job schnell mal los oder fliegt von der Schule.
Naja, ich kenne einen der hat 'nen Ausreiseantrag gestellt, weil er nach
4 Jahren keinen neuen Lada bekommen hat. Wimre 1988 oder 1989 mußte er dann "rübermachen". Sein Haus und Grundstück konnte er natürlich nicht mitnehmen, seine Frau hätte 3 Jahre später einen guten Posten in der Sparkasse haben können, so isse putzen gegangen.Außerdem hieß es nicht, daß man ohne Zulassung zur EOS kein Abitur bekommen hat. Man konnte auch Beruf mit Abitur machen, so hat mein Kumpel seinerzeit LKW-Schlosser gelernt und gleichzeitig ein vollwertiges Abi gemacht. Das dauerte ein Jahr länger als das reine Abitur und war ein ziemlicher Streß. Mit dieser Doppelausbildung hatte man aber bessere Voraussetzungen für bestimmte Studienrichtungen, etwa Maschinenbau oder E-Technik. Es gab ja auch andere Berufe, die man so gleichzeitig mit dem Abi lernen konnte.
die 100%igen sammelten sich in der EOS aber auch an, wenn sie nicht gleich irgendwo auf eine Spezialschule mit Internat geschickt wurden.
Guido