Benutzt jemand "motzarella.org" fuer NG Zugang?

Jun 09, 2009 483 Replies

Blackbox ist längst erfunden. Hat man den Fehler gefunden, wird man ihn i.d.R. auch abstellen können.

Die denkst da vermutlich an die typischen Fahrfehler, die die Fahrer solcher Fahrzeuge gerne demonstrieren (zu dichtes Auffahren) nach dem Motto "seht her, welch sinnloses Risiko ich einzugehen bereit bin - bitte bewundert mich dafür".

Musst du auch nicht. Wenn so ein Ding in Serie geht, muss es seine Zuverlässigkeit bereits nachgewiesen haben. Servotechnik gibt's ja schon lange. So gesehen könnte man die Lenkung am Draht schon seit Jahrzehnten machen. Dass man es im Moment noch nicht macht, hängt vor allem damit zusammen, dass die nötige Zuverlässigkeit noch nicht nachgewiesen ist.

Wenn euer Laster plötzlich den Motor ausgeschaltet hat, dann läuft der Baustein vermutlich NICHT unter Sicherheitstechnik, sondern unter "normale Elektronik". Hier kann man wahrscheinlich geteilter Meinung sein, wie er denn wirklich einzuordnen ist. Spätestens dann, wenn auch die Lenkung in das Ganze involviert ist, wird auch dieser Baustein zum Sicherheitsbaustein gemacht werden müssen.

Was machst du heute, wenn dir plötzlich die Achse oder Bremsscheibe in tausend Stücke zerfällt? Passiert nicht? Weil das Sicherheitsteile sind! Diese unterliegen wesentlich strengeren Kriterien wie ein Schalter für den Fensterheber.

Diese Grauzonen wird es auch künftig geben. Ob es einem gefällt oder nicht - damit werden wir wohl oder übel leben müssen.

Oder man verwendet andere Werkstoffe.

Man verwendet, wie z.B. im Spaceshuttle, mehrere unabhängige Systeme, die allesamt das Gleiche machen. Über das Ergebnis wird dann abgestimmt.

Die Welt nicht primitiver, sondern immer komplexer.

Mir ging's jetzt um die Elektronik. Diese Lichtvorhänge sind so gebaut, dass sie in jedem Störungsfall immer in den sicheren Modus zurückfallen. Egal, ob es um einen Haarriss auf der Platine, einen Wackler an einem Widerstand, um einen wegdriftenden Kondensator oder eine ausgefallene Fotozelle oder Lichtquelle geht.

Trotz der Juristerei wird noch immer Recht gesprochen. Da ist auch nicht alles so ganz eindeutig geregelt. Ein Beispiel hast du ja selber schon genannt. Nur, weil man etwas nicht "hart aufschreiben" kann, ist das noch lange kein Grund dafür zu sagen, dass etwas nicht funktionieren kann. Es kann trotzdem. Bestes Beispiel sind vielleicht all die analogen Werte, mit denen Ingenieure so oft zu tun haben. Da heißt es vielleicht irgendwo 10 Volt. Gemeint sind aber nicht 10 Volt, sondern 10 Volt +/-

10%. Also eine ganze Bandbreite. Die ist keineswegs "hart" definiert, sondern meistens nur geschätzt. Noch etwas "Angstzuschlag" reingerechnet, dann passt das schon.

Zur Klassifizierung von Menschen werden jedoch eher Bewegungsmuster (vor allem Arm- und Beinbewegungen) und Form verwendet. Weniger Oberflächen, weil diese nun mal extrem verschieden sein können, wie du selbst schon bemerkt hast.

Servus Christoph Müller http://www.astrail.de

Dir scheint der Unterschied zwischen Consumer- und Sicherheitstechnik nicht klar zu sein.

Software braucht's auch nicht. Aber Hardware. Oder fährt du ein Radl ohne Hardware? Kann man sowas überhaupt sehen?

Man geht bei Aufzügen zunehmend dazu über, zwei Körbe in einem Schacht fahren zu lassen. Wenn da der Scheduler Mist baut, dann krachen die zusammen. Wie heftig sowas ausfallen würde, weiß ich nicht. Gerade in hohen Gebäuden scheinen sie aber ziemlich flott unterwegs zu sein. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man solche Zweikorbanlagen noch mit einfacher Consumer-Elektronik bzw. -Software machen wird.

Auch. Sie werden vor allem redundant vorhanden sein.

Würden die Autos nur in ähnlich kleinen Stückzahlen produziert, hättest du wahrscheinlich Recht.

Ich weiß. Wenn jedoch argumentiert wird, dass Elektronik=unzuverlässig sein soll, dann stimmt das trotzdem nicht.

Servus Christoph Müller http://www.astrail.de

Kein Gesicht zu sehen, aber Fahrer an Bord -> der schaut NICHT her. Also ist das Objekt gefährlich, weil nicht einschätzbar. Fail save nennt sich das sehr weit verbreitete Konzept.

Wer eine Sonnenbrille trägt, hält seinen Kopf noch immer oben. Sieht man die Gläser der Sonnenbrille gut, kann man davon aus gehen, dass die Person her schaut. Dann ist die Gefahr gering. Groß wird sie allerdings, wenn der Kopf plötzlich nicht mehr da ist (weil z.B. nach einer runtergefallen Kippe gegrabscht wird).

Servus Christoph Müller http://www.astrail.de

Du hast auf rein visuelle Reize reagiert. Mehr als 10 Bilder pro Sekunde kann ein Mensch nicht verarbeiten. Wenn du trotzdem reagiert hast, dann sehr wahrscheinlich auf irgendwelche Bewegungsvektoren, die die Netzhaut deiner Augen direkt an das Gehirn gemeldet hat. Diese Erkenntnis war neben dem hohen Dynamikbereich auch ein Grund, einen CMOS-Bildsensor zu entwickeln, der genau solche Berechnungen ebenfalls machen kann. Neben dem eigentlichen Bild kommt dann noch ein Bewegungsvektorbild hinzu mit sehr deutlich weniger Datenvolumen, das entsprechend schneller ausgewertet werden kann.

Servus Christoph Müller http://www.astrail.de
[...]

Das erzaehle mal dem Typen, dem sein BMW auf der Autobahn nach Aachen in einer Kurve ohne Standstreifen liegen geblieben war. Das hat einmal alles hell aufgeleuchtet und danach leuchtete gar nix mehr. Der ist nur noch ueber die Leitplanke geflohen, bloss weg.

Das Problem: Die KFZ Branche hat sich durch unbefriedigende Qualitaet der Elektronik selbst so viel Schaden zugefuegt, dass ich und etliche andere hier in der NG die Nase voll haben und dem Zeug nicht mehr trauen. Es dauert Jahre, wenn nicht Jahrzehnte bis so ein Stigma wieder ausgebuegelt ist. Wenn das denn jemals eintritt. Bei mir selbst ehrlich gesagt unwahrscheinlich.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/ "gmail" domain blocked because of excessive spam. Use another domain or send PM.

Und wenn der in einem Truck sitzt, sich zuruecklehnt und der Kopf hinter der zweiten Saeule verschwindet Notbremsung? Oder wenn es jemand mit Kopftuch ist? Ah ja.

Na ja, Hauptsache sowas wird alles nicht nach hier exportiert. Wuerde DOT eh erstmal einen Riegel vorschieben :-)

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Eines hatte gereicht (der Allgemeinzustand der Kiste). Wenn man dann noch weiss, was die Leute in der Gegend manchmal so rauchen ...

Welcher CMOS Bildaufnehmer kann den solche Vektoren berechnen und fertig ausgeben?

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Stefan Reuther schrieb:

nicht wirklich, ein Gueterwagen auf Schienen rollt deutlich leichter los, und ein LKW-Anhaenger landet viel frueher an der Bordsteinkante als ein spurgebundenes Fahrzeug - soll heissen, man braucht keine uebertriebene Angst vor hinter geschlossenen Toren lauernden Fahrzeugen haben, man sollte sich aber auch nicht unnoetig lange davor hinstellen (also Gleise moeglichst immer freihalten)

Gruss, Matthias Dingeldein

... und immer 'ne Handbreit Schiene unter den Raedern!

Die Einführung wird schrittweise kommen. Meine Vorhersage: Als erstes werden Mähdrescher und Traktoren computergesteuert die Felder bearbeiten. Als nächsten Schritt werden diese Maschinen ertüchtigt, den Weg über Landstraßen in die heimische Scheune zu finden. Die dabei erprobten Techniken werden bei LKWs für lange Autobahnfahrten zugelassen. Der ökonomische Anreiz besteht darin, dass der menschliche Fahrer als Beifahrer während langer Strecken keine Lenkradzeit ansammelt. Es wird sich herausstellen, dass die Zahl der Unfälle unter Computersteuerung deutlich geringer als unter übermüdeter Menschlenkung ist. Als Beitrag zur CO2-Reduzierung und Dieseleinsparung wird den computergesteuerten LKWs erlaubt, in Konvois mit wenigen Metern Abstand zu fahren. Nach einigen Jahren ist die Computersteuerung auf der Autobahn soweit akzeptiert, dass Kunden bereit sind, für das gleiche Feature in ihren privaten PKWs einen deutlichen Aufschlag zu zahlen. Berufspendler werden es nutzen, um schon auf der Fahrt ihren Laptop zu bearbeiten. Bei der Fahrt vom Norddeutschen Tiefland in die Alpen kommt man nicht mehr gerädert an.

Die Schritte zur Ausweitung des Systems auf Landstraßen und in letzter Konsequenz auch im Stadtverkehr sind dann nur noch logische Folge. Spätestens in dieser Zeit werden verstärkende monetäre Mechanismen über differenzierte Versicherungssummen greifen.

Und doch hat nicht BMW, sondern GM und Chrysler Insolvenz angemeldet. Die spezielle von Dir beobachtete Käufergruppe scheint nicht ganz repräsentativ gewesen zu sein.

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Nö. Ein Bekannter arbeitet in einer Firma, die Steuergeräte entwickelt, und der weiß Haarsträubendes zu berichten.

-ras

Ralph A. Schmid http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/ http://www.bclog.de/

der=20

Er haette ein Vollbremsung hingelegt, bevor das eigentliche Ereignis eingetrenten waere. Nennt sich 7.Sinn ;-)

Nicht mit dem gleichzusetzen ;-)

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--=20 mfg hdw

Am Tue, 16 Jun 2009 02:26:19 +0000 (UTC) schrieb Kai-Martin Knaak:

Ich finde man muss nicht alles so weit treiben wie es technisch vielleicht machbar ist. Maximum und Optimum liegen selten beisammen.

Für mich steht das in einer Reihe mit Leergutannahmeautomaten und Müllfahrzeugen, die sich die volle Tonne irgendwie selbst vom Strassenrand angeln.

Technisch beides überdurchschnittlich störanfällig und sperrig in der Handhabung.

Und der Mensch dem ihr die monotone Arbeit abnehmt wollte sie eigentlich auch gar nicht loswerden.

Lutz

Mit unseren Sensoren ist der Administrator informiert, bevor es Probleme im Serverraum gibt: preiswerte Monitoring Hard- und Software-kostenloses Plugin auch für Nagios - Nachricht per e-mail,SMS und SNMP: http://www.messpc.de Neu: Ethernetbox jetzt auch im 19 Zoll Gehäuse mit 12 Ports für Sensoren

Guido Grohmann schrieb:

Das würde bedeuten, dass die Beobachtung des Verkehrs um einen rum eigentlich völlig sinnlos wäre. Das kann ich kaum glauben.

Wieso? Was ist verkehrt daran, zu fordern, dass man innerhalb der Sichtweite anhalten können muss?

Die Entwicklung geht trotzdem weiter.

Servus Christoph Müller http://www.astrail.de

Soweit sehe ich das ganz ähnlich. Das mit den "wenigen Metern" ist ja ein dehnbarer Begriff. In zweidimensionalen Systemen wie der Straße sollten das schon noch "relativ viele Meter" sein. Aber es würden weniger ausreichen als mit manueller Steuerung.

Das wird nach meiner Einschätzung etwas anders laufen. Man wird halt immer bessere Fahrerassistenzsysteme haben, die irgendwann mal so weit sind, dass sich der Fahrer nur noch langweilt. Dann greift die Macht des Faktischen. Denn diese Leute werden sich eine andere Tätigkeit suchen als nur das zu tun, was das Assistenzsystem ohne Meckern erlaubt. Man wird feststellen, dass solche Automaten sowohl den Spritverbrauch als auch die Unfallzahlen senken. Damit wird sich die Politik und Juristerei beschäftigen müssen. Die Politik verspricht ja per Eid, Schaden vom Volk abzuwenden. Sobald die Zahlen eindeutig sind, wird sie aus dieser Sichtweise heraus gar keine andere Wahl haben, als diese Technik auch offiziell zuzulassen.

Sehe ich genauso. Solche Fahrzeuge wird man sich allerdings auch mieten können. Nur 1% des Fahrzeugbestandes wird dann etwa die gleiche Verkehrsleistung abwickeln können, wie heute die Bahn insgesamt. Das dürfte das Aus für Rad-Schiene für die nächsten 100 Jahre sein. Deshalb halte ich es für ratsam, auf diese Herausforderung zu reagieren, BEVOR das Auto fahrerlos fahren kann. Tut sie es nicht, haben wir ein energiepolitisches Desaster, das dauerhaft verhindert, dass unsere landgebundene Mobilität mit nur noch 5% der heute nötigen Energie betrieben wird.

Sehe ich ähnlich.

Servus Christoph Müller http://www.astrail.de

Lutz Schulze schrieb:

Sag' das man den Rad-Schiene-Verantwortlichen.

Aber es funktioniert trotzdem. Sobald die nächste Zuverlässigkeitsstufe erklommen ist, kommen selbstverständlich weitere Anwendungen hinzu.

Das ist die Frage. Warum man ausgerechnet von "Arbeitslosigkeit" redet, wenn man "Einkommenslosigkeit" meint, war mir noch nicht recht klar. Arbeit und Einkommen korrelieren doch schon lange nicht mehr richtig. Sind also völlig unterschiedliche Begriffe.

Servus Christoph Müller http://www.astrail.de

Joerg schrieb:

Das wird das autonome Fahrzeuge um ein paar Jahre verzögern. Verhindert wird es dadurch nicht.

Servus Christoph Müller http://www.astrail.de

Eindeutig JA! Die Rede war schließlich von einem EINBIEGENDEN Fahrzeug, das den eigenen Fahrweg kreuzt. Egal, ob Kopftuch oder B-Säule - wenn weder Kopf noch Gesicht zu sehen ist, dann schaut der Typ NICHT her und nimmt mich folglich auch nicht zu Kenntnis. Klar, dass ich sowas als gefährlich einstufen muss.

Hat mit Kopftuch nichts zu tun, sondern damit, ob jemand überhaupt in der Lage ist, mich sehen zu können. Sowas checkt ein geübter Fahrer im Unterbewusstsein ab. Dieser meint dann leicht "intuitiv" reagiert zu haben und denkt, dass sowas NIE eine technische Entsprechung finden kann.

Servus Christoph Müller http://www.astrail.de

Joerg schrieb:

Mir sind erst mal nur die bekannt, die eben einen sehr großen Dynamikbereich in der Bildhelligkeit beherrschen. Wie weit das mit den Bewegungsvektoren gediehen ist, weiß ich nicht. Ich kann mir gut vorstellen, dass im Zusammenhang mit Antiverwackeltechnik und Motiverkennung schon Einiges auf dem Markt ist. Da bin ich nicht auf dem neuesten Stand.

Servus Christoph Müller http://www.astrail.de

Am Tue, 16 Jun 2009 08:32:12 +0200 schrieb Christoph Müller:

Das Müllfahrzeug ist hier wieder verschwunden, jetzt fährt aussen wieder jemand mit. Den Leergutautomaten sage ich ähnliches voraus.

Stimmt, allerdings ist Einkommen ohne etwas zu tun zu haben für viele auch nicht einfach so zu ertragen.

Ausser der Technik gab es eigentlich keinen Grund diese beiden Beispiele weiter zu mechanisieren - der Mensch ist hier flexibler und vermutlich auf lange Sicht auch preiswerter.

Lutz

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Irrtum. Da fallen täglich irgendwelche Gegenstände in's Gleis, ab und an auch Personen, ich "durfte" sowas als Fahrgast bisher zweimal in der zweithöchsten und höchsten Eskalationsstufe erleben,

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und das mit Kleinkram wie Tasche, Handy, Fahrkarte usw. im Gleis passiert laufend.

Natürlich ist das Umfeld eines Schienenverkehrsmittels einfacher, zumal, wenn es in einem sehr abgeschlossenen Verkehrsraum fährt (Tunnel!) - deswegen wird da der automatische Betrieb ja auch bereits gut beherrscht.

-ras

Ralph A. Schmid http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/ http://www.bclog.de/

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