Hallo!
Ich bin 24 Jahre alt und bin in mehreren Bereichen hochbegabt. Meine Kindheit/ Jugend bestand mehr aus Elektronik (+++), Mathematik (++), Programmierung (+), Physik (+++) und Chemie (+++). Ich hatte w=E4hrend meines Abiturs Einzelunterricht an einer Uni im Bereich der anorganischen und analytischen Chemie. Nach meinem Abitur (und Zivi) habe ich trotz Begabung "nur" eine Lehre zum IT-Systemkaufmann gemacht. Ich war jetzt ein paar Jahre lang arbeiten im IT-Bereich und stelle fest, dass man mit einem erlernten IT-Beruf und mehreren Zertifizierungen absolut nichts ist. Die guten Jobs gehen an gute Akademiker. Meine Begabungen helfen mir in der IT-Branche im Moment gar nichts.
Das Bed=FCrfnis, im Bereich der Forschung aktiv zu werden, hat mich vor etwa einem halben Jahr massiv eingeholt und ich habe mich zu einem Studium entschlossen. Ich m=F6chte einen Pr=E4dikatsabschluss erlangen, was nicht unrealistisch ist. Eigentlich w=E4re ich gern in den Bereich Elektronik/ Informationstechnik gegangen, aber aus Karrieregr=FCnden habe ich mich f=FCr Wirtschaftsinformatik entschieden und ein Kombi- Studium Elektronik-Informatik- Wirtschaft gibt es leider nicht, deshalb Informatik-Wirtschaft. Die Fernuni Hagen bietet Elektro/ Informationstechnik, das h=E4tte ich nebenbei machen k=F6nnen, leider nicht mehr an. Ich habe mich f=FCr den bequemen Weg (Wohnortn=E4he, N=E4he zu Freunden) entschieden und bin an die Fachhochschule in der N=E4he gegangen, bezweifle jetzt allerdings dass das eine richtige Entscheidung war. Ich stelle fest dass an dieser Fachhochschule viele Nicht-Abiturienten (nur mit Fachhochschulreife) studieren, was dazu f=FChrt, dass die Durchfallquoten in Mathe im ersten Versuch bei =FCber zwei Drittel liegen. So schwer kann es aber nicht sein, ich habe alle Mathe-Pr=FCfungen mit 1.0 gemacht. Mein Notendurchschnitt liegt bei 1.3. Es gibt viele Studienabbrecher und viel Unzufriedenheit.
Ich denke jetzt im 3. Semester =FCber einen Studiengangswechsel und Wechsel der Hochschule nach, bin aber reichlich ratlos und entt=E4uscht was die M=F6glichkeiten betrifft. Mein jetziger Bachelor dauert 7 Semester (mit Praktikum) und bringt 210 ECTS. W=FCrde ich den Bachelor an der TU M=FCnchen machen g=E4be es nur 180 Punkte, weil nur 6 Semester und ohne Praktikum. Seltsam, denn einige Hochschulen verlangen f=FCr den Zugang zu einem Masterstudium 210 Punkte. W=FCrde ich also an die TU M=FCnchen wechseln k=F6nnte ich einen Master nicht =FCberall machen bzw. m=FCsste erst wieder ein halbes Jahr lang ECTS nacharbeiten. Die RWTH bietet zum Beispiel gar keine Wirtschaftsinformatik als Bachelor- Studiengang.
Ich finde drei oder dreieinhalb Jahre Studium einfach viel zu kurz f=FCr Wirtschaftsinformatik! Mag ja sein dass die Wirtschaft schnell Leute haben will, aber man lernt ja kaum was. Ein normales Studium in 3 Jahren, okay, aber keinen Kombistudiengang in dieser Zeit.
Was mich aber am meisten st=F6rt: Ich habe mich mit vielen Studienpl=E4nen, Pr=FCfungsordnungen, etc. auseinandergesetzt und komme zu dem Schluss, dass ein Bachelor-Studium total unflexibel ist. Alle m=FCssen das gleiche machen, von ein paar Wahlpflichtf=E4chern (die ich jetzt habe und die auch nichts anderes als stinknormale Vorlesungen sind) mal abgesehen. Au=DFer mit guten Noten, was im Regelfall in einem Stipendium endet, kann man sein Studium durch nichts aufwerten. Okay, mit einem Auslandssemester. Dazu muss die Hochschule aber erst mal a) gute Partnerhochschulen und b) auch gen=FCgend freie Pl=E4tze an diesen Partnerhochschulen haben. Weiterhin darf man sein Studium im Regelfall nicht beschleunigen. Ich w=FCrde gern mehr Vorlesungen besuchen und Pr=FCfungen schreiben um mein Studium zu beschleunigen oder andere Dinge zu tun, aber das geht einfach nicht. Es ist mir zum Beispiel laut Pr=FCfungsordnung explizit untersagt im 1. Semester schon Pr=FCfungen vom
3=2E Semester zu machen, wenn ich nicht mindestens 75% meiner ECTS- Punkte vom 1. und 2. Semester habe. Was solln der Schei=DF?
Ich verstehe auch =FCberhaupt nicht wo man im Rahmen eines Bachelor- Studiums der Forschung begegnet! Wenn man sich die Webseiten der Universit=E4ten oder Hochschulen anschaut liest man viel von Forschung, sieht tolle Bilder mit gl=E4nzenden Ger=E4ten, Bilderchen von forschenden Studenten, etc. Sidn das nur gestellte Fotos oder hab ich eine Wahrnehmungsst=F6rung? Es scheint doch eher eine Ausnahme zu sein dass Bachelor-Studenten in Forschungsarbeiten eingebunden werden.
So richtig wei=DF ich nun nicht weiter. Momentan w=FCrde ich an eine Universit=E4t wechseln wollen, an der ich weiter Wirtschaftsinformatik studieren w=FCrde und ich w=FCrde es davon abh=E4ngig machen wo die Hochschule ihre Partnerhochschulen im Ausland hat. Wirtschaftsinformatik ist nun aber ein Fach, in welchem man Wirtschaft und Informatik kombinieren kann/muss. Man kann also weder das eine noch das andere so richtig tief angehen, richtig gutes Kernwissen ist fast unm=F6glich. Ich m=F6chte aber auch keine reine Informatik studieren, ich bin weder Nerd noch Freak und will ich mich nicht nur auf einen Fachbereich versteifen. H=F6chstens ein Pr=E4senzstudium der reinen Informatik oder Elektro/Informationstechnik und dann aber nebenbei ein Fernstudium der Betriebswirtschaft.
Was w=FCrdet ihr an meiner Stelle machen, wenn ihr Informatik, Elektronik/ Informationstechnik und Wirtschaftswissenschaften unter einen Hut bringen und mehr Einblick in die Forschung haben wollt w=E4hrend des Studiums (ich glaube nicht dass ich das mein Leben lang forschen werde)? Ziel ist eine flexible und breitbandige technische- betriebswirtschaftliche Ausbildung bei sehr guten und sicheren Verdienstm=F6glichkeiten.
Gibt es Universit=E4ten an denen man zwei vollwertige Studieng=E4nge (realistisch betrachtet) parallel studieren kann? Da m=FCssen ja mindestens die Stundenpl=E4ne der Vorlesungen zusammenpassen.
Sonstige Tipps?
Gru=DF Peter