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Apr 10, 2023 Last reply: 2 years ago 788 Replies

Als Linker hast Du es ja wohl in den Genen, damit zufrieden zu sein, nichts aus dem Zentralkomitee gesagt zu bekommen. Die Partei hat schließlich immer Recht. Ich aber bin froh, wenn wenigstens ab und zu mal was geleakt wird, und dann auch noch rechtzeitig.

Grüße, H.

Am 08.06.23 um 17:20 schrieb Axel Berger:

Mag sein, ich kenn den taz Artikel nicht, insofern kann ich nicht beurteilen, ob das am Artikel oder an deiner Rezeption liegt.

Ich weiß nicht mehr, wo und in welcher Formulierung ich die Nachricht das erste Mal gehört habe, aber ich bin ganz linksnaiv mal davon ausgegangen, daß die Regierung aus reinen Praktikabilitätsgründen schon nichts Unmögliches fordern wird, weswegen die Lesart "ab nächstem Jahr sind alle Öl- und/oder Gasheizungen verboten" von vorneherein abwegig schien. Was ja auch stimmte. Mit einer anderen Gesinnung, die der Regierung alles Böse dieser Welt zutraut und unterstellt, mag das anders aussehen.

Daß Journalisten oft Probleme mit technischen Zusammenhängen haben ist nicht direkt neu.

Hanno

Am 08.06.23 um 18:17 schrieb der braune Heinz Schmitz:

Ja ist schon klar, BLÖD-Lügen sind dein Evangelium.

Hanno

1) "wenn", 2) 70 % wovon genau? Eben.

Wer als Teilnehmer einer sci-Gruppe sich nicht vor dem Kauf einer teuren Sache kundig macht, was genau er da erwirbt, und sich keine Gedanken macht, wozu er es tut (außer "muß man in meiner Nachbarschaft heute haben, um mitstinken zu können"), der verdient es nicht anders. Passende Lösungen existieren für den, der weiß was er tut.

Es gibt keinen "den". Ich lese täglich, verfolge die Sache schon aus Eigeninteresse mehr oder weniger gründlich, und eine verständliche Übersicht, was, wann und wo müßte ich komplett übersehen haben. Irgendwelche Randdiskussionen über die besonderen Befindlichkeiten alleinstehnder 85-jähriger gab es, die ich nur sehr grob überflogen habe.

Zahlen und Summen wenn überhaupt auf dem Niveau, das ich gerade auch zitiert hatte.

Wie man's nimmt. Wer eine alte Heizung hat, die zuverlässig läuft und über 90 % Wirkungsgrad hat, der ließ es bisher einfach darauf ankommen. Im Haus meiner Mutter war es vor rund zwei Jahren noch vor der Verbotsdiskussion so weit. Drei Wochen nach dem Schaden war die neue Heizung drin. Wann eine Heizung endgültig ausfällt, weiß man nie, nur so viel, es ist immer ein ungünstiger Zeitpunkt. Zwei Mehrfamilienhäuser in Düsseldorf und Leverkusen mit Grundstücken, die nicht oder wenig über die Grundmauern hinausgehen, bekommen gerade neue Ölheizungen. Alles andere ist dort Mist und nicht oder extrem schlecht realisierbar. (An beiden ist mein Anteil niedrig einstellig.)

Das sollten dann auch der Kinderbuchautor, seine Fachleute und Pressestelle wissen und denen auf entsprechend niedrigem Niveau verständliches Material zukommen lassen. Stattdessen steht dort dann unverständliches Zeug, in das man je nach Neigung -- und ja, ich halte manche Berufspolitiker mit reiner Parteikarriere für bösartig -- sonstwas reininterpretieren kann. Die Suche nach zuverlässiger Information ist wie so oft ein hoffnungsloses Unterfangen.

Aber etwas wie das Astrail-Konzept könnte weiter helfen. Wenn's keiner will, dann natürlich nicht.

Am 08.06.2023 um 20:25 schrieb Christoph Müller:

Wird aber ganz sicher einen Grund haben das keiner diesen Murks (Verzeihung: Ich wollte sagen: Dieses wahrhaft geniale Konzept) haben will.

Am 08.06.2023 um 20:42 schrieb nico:

Worin genau liegt denn der Murks? Kannst du dazu Genaueres sagen?

Wer hat denn das gesagt? Nur mal so interessehalber.

Volker

Vielleicht bin ich ja bei Axel im Filter. Jedenfalls frage ich mich ernsthaft, was er denn über...

Message-ID: <1wslnptwvkk86$. snipped-for-privacy@news.bartheld.net>

Message-ID: <15vorf2mfxzxl$. snipped-for-privacy@news.bartheld.net>

... hinaus noch erklärt bekommen möchte. Also zum vollkommen technologieoffenen Vorhaben in puncto Wohnungsheizung wie auf der Weltklimakonferenz 2015 versprochen bis 2030 auf einen Erneuerbaren-Anteil von mindestens 65% zu kommen *).

Sie ist aber als politische Finte ungemein wohlfeil. Denn so dämlich sind die Wortführer nun auch nicht, die sich dieses Manövers bedienen.

Volker

*) Wie das dort genannte Zwischenziel der Reduzierung des Ausstoßes von Treibhausgasen bis zum Jahr 2030 um 55 Prozent mit einem Erneuerbaren-Anteil von 65% (wie im GEG festgelegt) zusammenkommt, müßte mir vielleicht anderswer erklären. Ist aber auch wurscht. Es sollen halt um die 50% weniger CO2 dem Kreislauf als Überschuß zugeführt werden.

Ich schreibe das jetzt extra so schwurbelig, weil sonst wieder jemand dahergeschlichen kommt und erzählt, bei der Vebrennung von Biogas, Hackschnitzeln, usw. entstünde CO2 in ähnlicher Höhe, wie wenn man das mit Diesel, Benzin oder Heizöl täte.

Bist Du nicht, obwohl ich mich dazu ungern äußere.

Die konkreten Vorgaben hier und jetzt, nicht 2030. Also ab 1.1.2024 (stimmt das?) keine neue Öl- oder Gasheizung mehr auch nicht als Tausch im Reparaturfall. Über Gebrauchtgeräte keine Aussage, oder gelten die drei Jahre? Wie wird Strom in der Berechnung bewertet? 100 % fossil? Oder 250 % fossil, wie es für den Vergleich mit Öl angemessen wäre? Oder etwa 0 % fossil wie in mancher Leute Traumwelt?

Bei 100 % sind 65 % nichtfossil nur mit Arbeitszahl drei erreichbar. Da gibt es dann keine Alternative mehr. Aber ist so zu rechnen? Hat dazu einer etwas gesagt, das ich übersehen habe, und wenn ja, wie verbindlich ist es? Lindners völlig grünen Porschetreibstoff und vollkommen unfossilen Wasserstoff für alle lasse ich mal außen vor. Vielleicht sind die Betreffenden irgendwann auch einmal wieder nüchtern.

Tut es auch. Es wird beim kompletten Nachwachsen hinterher wieder vollständig absorbiert. Aber erstens in einem Zeitram von 50 Jahren, die Emission ist jetzt, und zweitens nur dann, wenn alle Versprechen eingehalten werden. Was sagt die Erfahrung des etwas älteren Bürgers (also wir) zu Versprechen der Berufspolitik für die ferne Zukunft?

Normalerweise wird nicht erwartet, daß potentielle Käufer den Erzeuger mit den Nachteilen seines Erzeugnisses vertraut machen.

Etwas verkaufen heißt, dem Käufer die Vorteile nahe zu bringen.

Grüße, H.

Wenn in vier Jahren Deine Gasheizung plötzlich stirbt, und Ersatzeile nicht mehr verfügbar sein sollten, möchte ich sehen, wo Du eine neue Gasheizung her bekommst.

Ab dem Inkrafttreten dieses Gesetzes wird also der Besitzer einer bisher erlaubten Heizung unter einem finanziellen Damokles-Schwert leben. Weil dann in ganz vielen Fällen mehr investiert werden muss, als nur die Kosten für eine Heizung. Oft sogar VIEL mehr.

Warum überläßt man nicht einfach dem Heizenden die Wahl? Angeblich sollen doch auch die Gaspreise so weit steigen, dass er keine Wahl haben wird :-).

Grüße, H.

PS Ich will grüne Politik, keine von diesen Grünen gemachte Politik.

Am 09.06.23 um 09:27 schrieb Heinz Schmitz:

Ja, und wenn meine Katze ein Pferd wäre, könnte ich den Baum raufreiten.

Warum sollten demnächst eine Ersatzteile mehr verfügbar sein? (Neue) Ersatzteile sind keine neue Heizung, der Markt ist da. Außerdem wird es eine Menge (gebrauchter, ausgetauschter) Heizungen geben, aus denen man sich bedienen kann.

Ich verstehe nicht, wo diese Hirnpest herkommt, die bei jeder von Rechts gestreuten Kampagne bei der passenden Klientel sofort jegliche Denkfunktionen für Plausibilitätschecks ausschaltet. Diesbezüglich wäre ich vielleicht gar für Verschwörungstheorien empfänglich..

Hanno

Diese Aussage war niemals richtig.

Am 09.06.23 um 13:59 schrieb Marc Haber:

Aber es stand doch in der BLÖD!

Mündige Bürger...

Hanno

Sicher? Bisher gab es etliche Fälle, wo man an einer dreißig Jahre alten Heizing nicht rumschraubt sondern sie auswechselt. Wieviel vom Altgerät muß bleiben, damit es als Reparatur gilt? Austausch wird verboten sein. Ich habe nicht gesehen, daß es dazu irgendeine Äußerung gegeben hätte.

Und wie Du selbst sagst, wer unsere derzeitige Regierung nicht durch die rosa Brille beguckt (wird grün da nicht schwarz?) der traut ihr aus Erfahrung alles Böse zu.

Du hast selbst fast wörtlich gesagt, Dein Plausibilitätscheck besteht in der Annahme "das sind die Guten, die werden schon nichts böses tun". Du wirst akzeptieren müssen, wenn Dir nicht jeder darin folgen mag.

Volker Staben schrieb:

Laut Berater bei Stromausfall

Ich bin nun mal ein schlechter Verkäufer, weil ich die Fehler im System wirklich beseitigen will. Das geht aber nur, wenn ich weiß, was als Fehler gesehen wird. nico scheint kein Fehler einzufallen. Dazu müsste er sich erst mal mit dem System beschäftigen, was ihm aber vermutlich zu viel Arbeit macht. Also ruft er halt, um Aufmerksamkeit heischend, einfach "Murks" in die Runde und trollt sich dann gleich wieder. Muss man also nicht erst nehmen.

Richtig. Ich möchte aber niemanden überreden, sondern lieber überzeugen.

Am 09.06.23 um 15:29 schrieb Axel Berger:

"Bisher". *Könnte* es sein, daß sich Dinge ändern, wenn sich die Spielregeln ändern?

Du bist auch einer von denen, die nur die Informationen an sich heranlassen, die ihnen in den Kram passen - das ist doch häufig genug diskutiert worden, um die Lügen der BLÖD-Kampagne richtigzustellen: Das Alter des Heizkessels ist entscheidend.

Wobei es *tatsächlich* ein "Heizungsverbot" gibt, für Heizungen älter 30 Jahre. Das ist aber nicht auf dem Mist der Grünen gewachsen, sondern dem der vorigen Regierung.

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Und bei "Heizungshavarie", bei der man tauschen *muß*, gibt es Übergangsregelungen. Alternativen sind auch gleich aufgelistet.

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Ja, die gefühlte Erfahrung der verfolgten Rechten, Ausmaße wie bei einem Völkermord. Überall Gulags!

Wörtlich schrieb ich "ich bin ganz linksnaiv mal davon ausgegangen, daß die Regierung aus reinen Praktikabilitätsgründen schon nichts Unmögliches fordern wird, weswegen die Lesart "ab nächstem Jahr sind alle Öl- und/oder Gasheizungen verboten" von vorneherein abwegig schien." In welcher Variante der deutschen Sprache "nichts Unmögliches fordern" mit "nichts böses tun" ident ist kann mir vielleicht ein Sprachwissenschaftler erklären, aber bis dahin gehe ich davon aus, daß der Grund für diese bösartige Verdrehung zwischen deinen Ohren liegt.

Aber sag mal, warum versuchst du immer wieder, mir kontrafaktischen Unsinn zu unterstellen? Du solltest doch inzwischen mal gemerkt haben, daß du damit nicht durchkommst. Immer wieder das gleiche tun, und dabei unterschiedliche Ergebnisse zu erwarten, ist eine der Definitionen von Irrsinn.

Hanno

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