Die teuerste "Senke" ist AFAIK die Abregelung, und das deswegen, weil der _nicht erzeugte_ Strom den (dann nicht-) Erzeugern per Gesetz _auch_ vergütet werden muß. Klar wird vorher soweit möglich versucht werden, den Strom auch zu nutzen, aber wenn da nix mehr geht, wird eben für nichts kassiert. Ist halt auch so eine übriggebliebene überholte Regulierungs- Maßnahme zur Absicherung der (damals noch unwilligen) Betreiber. (Und z.T. kommt da halt auch der Nord-Süd-"Flaschenhals" voll zur Geltung...)
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S
Sieghard Schicktanz
Hallo stefan,
Du schriebst am Thu, 1 Jun 2023 07:09:06 +0200:
Ersteres ist richtig, letzteres _nicht_, sofern Du nicht die Reflexion und Erwärmungswirkung der nicht umgesetzten Sonnenstrahlung als "Vernichtung" werten willst. Aber dann mußt Du die _gesamte_ auf nicht-PV-Flächen fallende Sonnenstrahlung als "vernichtet" werten, und das ist eine um Größenordnungen größere Leistung.
...
NEIN. Was nicht erzeugt wird, kann nicht vernichtet werden! Wenn Du von Deinen großartigen Geräten 2000 Stück NICHT herstellst, hast Du die nach _dieser_ Deiner Lesart offenbar "vernichtet". Du bist also ein furchtbar schlechter Unternehmer, weil Du ja laufend viele Geräte _nicht_ herstellst, also vernichtest.
"Der" Markt in der aktuallen Form ist _immer_ ein Problem und erzeugt jede Menge unsinnige Aktionen und Verwerfungen durch seine einseitige und unwiderrufbare Ausrichtung auf _Wachstum_ - Wachstum innerhalb eines durchaus _sehr_ endlichen Systems.
S
Sieghard Schicktanz
Hallo Axel,
Du schriebst am Thu, 01 Jun 2023 09:28:25 +0200:
Doch, auch für DIE gilt das. Ansonsten gib bitte einen Nachweis für Deine Behauptung.
H
Heinz Schmitz
Der "Markt" sind wir alle. Er kann natürlich nur zufrieden stellen, wenn alle Teilnehmer (Anbieter und Abnehmer) vernünftig und mit Mindestintelligenz agieren. Da - egal in welchem System - immer Bedarf besteht und Waren angeboten werden, bedeutet jede Alternative zum freien Markt, daß Dritte auf das Geschehen Einfluß nehmen. Da kann doch niemand wünschen.
Grüße, H.
H
Hanno Foest
Am 02.06.23 um 07:29 schrieb Heinz Schmitz:
Demnach kann er es nicht.
Ich wünsche sehr, daß wir nicht durch die unsichtbare Hand des Marktes zurück zur 80-Stunden-Woche, Kinderarbeit, Leibeigenschaft und sonstwas zurückgeführt werden. Falls das bei dir anders ist, kannst du ja gerne in ein geeignetes Land auswandern.
Hanno
A
Axel Berger
Leibeigenschaft war die von Dir so hochverehrte staatliche Regierung. Nach den Pestwellen waren die Bevölkerung und die Arbeitskräfte stark vermindert. Die Löhne stiegen erheblich und Dörfer warben sich gegenseitig die Bauern ab. Der Residenzzwang und das Verbot, ohne Erlaubnis umzuziehen, waren ein Wunsch des Kleinadels an die Herrschaft. Genau die von Dir favorisierte Regelung zur Kontrolle des Marktes. Die davor bestehende Pflicht zur Fronarbeit war zu großen Teilen freiwillig. Freie Bauern hatten die Pflicht zur Landesverteidigung. Es war möglich, sich beim stellvertretend kampfbereiten Adel davon freizukaufen. Für viele war das reizvoll. "It seemed a good idea at the time" ist kein neues Phänomen. Dummerweise zeigt die Rückschau immer nur nach hinten.
Sieh Dir in Städten mit im späten 19. Jh. neuer Industrie die von Industriellen hochgezogenen Arbeitersiedlungen an. Das war für damalige Zeit hochwertiges und komfortables Wohnen und was heute nocht steht, hat Denkmalschutz und ist hochbegehrt, für Arbeiter aber lange unerschwinglich. Das war Markt.
Die katastrophalen Verhältnisse der frühen Industrialisierung sind eine Tatsache. Sie waren seinerzeit wohlbekannt. Es gab eine Landflucht in die "Hölle" der Industriezentren, weil es den Leuten auf dem Land noch schlechter ging. Es gab echten Hunger. Auch das war Markt. Regelungsanhänger wie Du hätten die Leute auf dem Land gehalten.
Ein Hauptgrund für die Verbesserung der Lebensumstände und den Ausweg aus der Malthusfalle war die Verfügbarkeit von bezahlbarer Energie. Wer den Rückweg in die Not will sind genau die von Dir propagierten.
Quellen: Clark: A Farewell to Alms Moshage: Energie bewegt die Welt (Ja, das zwei ist kein Fachbuch. Trotzdem habe ich sehr viel daraus gelernt.) und viele andere
H
Heinz Schmitz
Trotz Deines dauernden Angebotes von linker Weisheit?
Grüße, H.
R
Rolf Bombach
Alexander Schreiber schrieb:
Das eigenartige ist, dass das Know-How schon einmal vorhanden war. Die Herstellung von Zinksulfid-Leuchtstoff hat ähnlich hohe Anforderung an die Reinheit der Substanzen wie die Silizium- Technologie. Ist wohl aber vergessen gegangen.
R
Rolf Bombach
Volker Bartheld schrieb:
[X] Au ja, bin dafür!
Hicks. Nachts klar, tagsüber Bier.
R
Rolf Bombach
Christoph Müller schrieb:
Eine Garage wird normalerweise nicht beheizt. Das wird man mit Wärmepumpen auch nicht ändern müssen. Auch könnte dir aufgefallen sein, dass äusserst zahlreiche Fahrzeuge einfach draussen(!) geparkt werden. Auch bei -25 °C nimmt man sie nicht in die warme Stube rein, oder in geheizte Garagen. Und nein, da friert i.Allg. weder der Kühler ein noch platzt der ganze Motorblock. Im Kühlwasser hat es nämlich Frostschutzmittel. Und falls das dann doch gefriert, dehnt es sich nicht aus und bringt nichts zum Platzen.
Aber mach nur weiter mit deinen Horrorgeschichten. Das ist sehr aufschlussreich.
Kohl ist an allem Schuld, Schröder ist an allem Schuld, Merkel ist an allem Schuld, Habeck ist an allem Schuld.... Und jedesmal heisst es, A, B, C, oder D müssen weg, dann wird alles gut.
Alle stromproduzierenen Heizkessel sind selbstverständlich Insel-fähig...
R
Rolf Bombach
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A
Axel Berger
Das habe ich nicht getan, nicht ansatzweise, und ich kenne Dich als intelligent uud lesefähig genug, daß Dir das klar sein muß.
Was ich gesagt habe und wiederhole ist Deine Neigung, staatliche, planwirtschaftliche Lösungen und Eingriffe dem Markt vorzuziehen und letzteren zu verteufeln.
Ich habe wider Deine eintgegensetzte Behauptung drei historische Beispiele gezeigt, wo marktwirtschaftliche Prozesse das Leben der Menschen, und zwar gerade das der Benachteiligten, objektiv verbessert haben resp. ihre Unterdückung es verschlechtert hat.
C
Christoph Müller
Am 03.06.2023 um 23:20 schrieb Rolf Bombach:
Ich schreibe hier definitiv NICHT von "normalerweise", sondern Wetterlagen, mit denen so alle 10...50 Jahre zu rechnen ist. Wenn die Heizungswelt dann auf Wärmepumpen umgestellt hat, dann gnade uns Gott. Dann werden wir eine SEHR SCHLECHTE Figur abgeben mit massenweise Kältetoten.
Wer da kein geeignetes Kühlwasser im Kühlkreislauf hat, muss in solchen Fällen mit geplatzten Motoren rechnen. Das wird aber das kleinere Problem sein, wenn alles auf Wärmepumpe umgestellt hat.
Erzählt doch einfach, wo in solchen Extremwetterlagen die nötige Wohnwärme her kommen soll.
Nicht selbstverständlicherweise, sondern weil es naheliegend wäre, sie so auszustatten.
E
Eric Bruecklmeier
Am 04.06.2023 um 12:45 schrieb Christoph Müller:
[...]
was auch immer Du einnimmst - nimm weniger davon!
A
Alexander Schreiber
Ich vermute mal aus zwei Gründen: - am Anfang der Halbleitertechnik mit den damaligen Strukturgrössen dürften die Anforderungen an die Wasserreinheit zwar hoch, aber vermutlich deutlich weniger extrem als heute gewesen sein und das hat sich so langsam entwickelt von "wirklich ganz, ganz sauberes Wasser" zu heute "jedes einzelne falsche Atom stört" (leicht übertrieben formuliert) - um Ideen und Technik von anderen Industrien, die mit der eigenen praktisch gar nichts zu tun haben, anpassend übernehmen zu können muss man erstmal wissen: - dass es diese Industrie gibt - dass die relevante Prozesse hat und das dürfte vermutlich der Hauptgrund sein
Gerade mit dem Trend zu immer tieferer Spezialisierung ("bis man am Ende absolut alles über absolut nichts weiss") sieht man die Tendenz, dass eher die Generalisten fehlen die solche Brücken schlagen können - auch wenn das oft recht profitabel sein kann.
Man liest sich, Alex.
P
Peter Heirich
Kaum.
Einige Kältetote wird es unter den Wohnungslosen geben.
Dann regelt man das mit "Wärmestuben", z.B. beheizbaren Zelten oder de U-Bahn.
Peter
R
Rolf Bombach
Christoph Müller schrieb:
...
Das ist doch heute schon so, viele sind Laternenparker. Und wenn es das kleinere Problem ist, warum bläst du es dann so auf? Und warum beharrst du darauf, dass man die Garage heizen muss?
Du willst ja Garagen heizen.
Und, hast du?
C
Christoph Müller
Am 04.06.2023 um 13:32 schrieb Eric Bruecklmeier:
Sag' uns doch einfach, WIE man nach der Umstellung auf Wärmepumpen mit solchen Wetterlagen umgehen soll/wird.
C
Christoph Müller
die heizen dann mit Wärmepumpen, die bei Extremtemperaturen aber gar nicht mehr funktionieren? Mit welchem Strom sollen sie angetrieben werden? Von Brennstoffen will man sich ja verabschieden. Also werden auch keine zur Verfügung stehen.
OK, U-Bahn könnte funktionieren. Wie viele Städte haben überhaupt U-Bahn und für wie viele Menschen gibt's dann dort Platz? Wie sieht's dort dann mit der Hygiene aus? Wie verhindert man Seuchenausbrüche? Wenn sehr viele Menschen für längere Zeit mit schlechten hygienischen Verhältnissen sehr dicht aufeinander "sitzen", ist das durchaus ein Thema.
C
Christoph Müller
Am 04.06.2023 um 19:52 schrieb Rolf Bombach:
Weil man auf ein Auto leichter verzichten kann als auf seine Liebsten.
Nur für den Fall, dass das Auto fahrbereit gehalten werden soll.
-15°C sollten reichen. Heizkörper wird man in den Garagen üblicherweise nicht verbauen. Deshalb wird man dort mit Heizlüftern arbeiten. Zumindest, so lange es noch Strom gibt. Aber wer sollte in einem solchen Szenario überhaupt genug Strom produzieren? Ich fürchte, dass sich mit Extremwetterlagen einige Dominoeffekte ergeben werden.
Ich betreibe einen stromproduzierenden Heizkessel. Der ist aber nicht inselfähig, sondern braucht ein Netz zur Führung. Leider bin ich nicht Elektroniker genug. Aber ich könnte mir vorstellen, dass man dem Teil auch ein Netz vorgaukeln kann, um es inselfähig zu machen.
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