Am 23.05.23 um 23:21 schrieb Rolf Bombach:
Ist doch egal - wenn man nur genug davon verbaut, wird es schon billig! Skalierungseffekte!!1
Hanno
Am 23.05.23 um 23:21 schrieb Rolf Bombach:
Ist doch egal - wenn man nur genug davon verbaut, wird es schon billig! Skalierungseffekte!!1
Hanno
Am Tue, 23 May 2023 23:21:50 +0200 schrieb Rolf Bombach:
Interessant ist da die Preisentwicklung aus einer anderen Ecke und zwar die von Displays aller Art. Irgendwann dominieren die Materialpreise, die Fertigung selber läuft quasi "wie geschnitten Brot"
Am 23.05.2023 um 23:33 schrieb Rolf Bombach:
aber nicht zum Stückpreis von 600,- DM/Taschenrechner. Man erkannte den Bedarf und hat sich deshalb ins Zeug gelegt, um die Dinger billiger hin zu bekommen.
Eben. In diese wurde wegen der hohen zu erwartenden Stückzahlen mächtig investiert.
Wären keine großen Stückzahlen und Umsätze im Raum gestanden, dann hätten diese Entwicklungen mangels Geld nicht stattgefunden und die Taschenrechner wären genauso teuer wie Anfang der 80er Jahre.
Das kann ich dir schon erklären. Mit ASTROHS ergibt sich ein sehr großer Absatzmarkt für damit zusammenhängende Technik. Das betrifft nicht nur die stromproduzierenden Heizkessel. Das betrifft auch die WertReaktionsModule (WRMs) oder spezielle Bunkersysteme für Brennstoffe oder Entwicklungen hin zur Produktion von Kohlenwasserstoffen per "Überschuss"strom in Abhängigkeit des aktuellen Strompreises und noch vieles mehr. Wie mit den Taschenrechnern auch wird man auch mit diesen Technologien Möglichkeiten suchen und finden, das Ganze billiger hin zu bekommen. Dafür sorgt die übliche Konkurrenzlage.
Um so wichtiger ist es doch, dass nicht nur die wenig wertvolle Niedertemperaturwärme erzeugt wird, sondern auch noch weiterer Nutzen. Elektrischer Strom ist wertvoller als Niedertemperaturwärme. Geht man das Ganze vom Wert her an, dann will man natürlich so viel Wert wie möglich gewinnen. Also ERST Strom produzieren und mit dem, was übrig bleibt, die weniger wertvolle Niedertemperaturwärme.
Am 23.05.2023 um 23:21 schrieb Rolf Bombach:
Würden nur 10.000 Stück pro Jahr verkauft, wären sie jedenfalls sehr deutlich teurer als sie heute sind.
Muss man das, um Skaleneffekte los zu treten? Wenn sich die Stückkosten den Werkstoffkosten nähern, dann gibt es nicht mehr viel zu optimieren. Dann braucht's schon neue Technologien, wenn's noch billiger werden soll.
Diese Automatisierung ist mit riesigem Aufwand verbunden. Diesen Aufwand hätte man mit kleinen Stückzahlen niemals betrieben.
Demnach ist zu erwarten, dass in nicht ferner Zukunft sehr viele neue PV-Anlagen in Betrieb gehen werden. Jedenfalls, so lange die Politik keinen Strich durch die Rechnung macht. Mit der Strompreispolitik kann man viel bewirken. Zum Guten wie zum Bösen.
Da gibt's eben auch solche Skaleneffekte. Hohe Wirkungsgrade leben i.d.R. von starken Gegensätzen. In KLEINEN Maschinen sind hohe Drücke kaum ein Problem. Da kann man auch mit 200 oder gar 800 bar relativ problemlos operieren. Solche Drücke mit GROSSEN Strukturen zu handhaben, ist da schon eine ganz andere Nummer. Mit den kleinen Strukturen fliegt im Havariefall vielleicht mal ein Fenster raus. Mit großen Strukturen fliegen ganze Stadtteile in die Luft. Wegen dieser Gefahren gibt es auch entsprechend volumenabhängige Sicherheitsvorschriften.
OK, wer Recht hat, zahlt' a Mass ;-)
Gemeint war, dass man kleineren Strukturen höhere Drehzahlen und Kräfte zumuten kann als großen.
Das wird auch in etwa der unterste Leistungsbereich der stromproduzierenden Heizkessel sein. Und wer Strom mit seinem Heimtrainer macht, macht das nicht wegen des Wirkungsgrades, sondern für seine Fitness. Damit dürfte die Stromproduktion und -einspeisugn eher nur ein spaßiger Nebeneffekt sein.
Mit relativ wenigen Verlusten kann man auf Permanentmagnete auch verzichten. Manche Akkus brauchen auch solche Materialien. U.a. deshalb möchte ich dafür sorgen, dass man möglichst wenig davon braucht. Das Astrail-Konzepte sollte dabei eine gute Hilfe sein. Denn die meisten Akkus wird man in Fahrzeuge und Hausakkus installieren. In Fahrzeugen will man große Reichweiten haben. Kann man Rad-Schiene mit kurzen Zubringern erreichen und benutzen, reichen schon KLEINE Akkus aus. Einmal auf der Schiene fährt man dann direkt am Draht meistens speicherlos mit PV- und/oder Windstrom. Erst, wenn dieser knapp wird, wird man mit ASTROHS auf Brennstoffe (nicht Akkus) zurückgreifen. Dabei wird man dann nur die Anlagen starten, die mit der anfallenden Abwärme im Moment noch Sinnvolles (Wertvolles -> WRM) anfangen können. Die Brennstoffe sollten natürlich möglichst regenerativer Natur sein. Auch eFuels sind regenerativer Natur. Sie werden mit Überschussstrom produziert. Ob in nur wenigen großen oder in vielen kleinen Anlagen, muss sich erst noch herausstellen. Jetzt muss erst mal noch an der Technologie gebastelt werden. Wann Überschussstrom ansteht, merkt man mit ASTROHS ganz einfach am aktuellen Strompreis.
Hanno Foest schrieb:
Ich warte seit Jahren auf die Massenproduktion von Goldbarren.
Wenn es für Gold keinerlei Nachfrage gäbe und es nur in winzigen Spuren für z.B. die chemische Analytik gebraucht würde, hätten wir nicht die heutigen kommerziell optimierten Bergwerke und es wäre noch teurer.
Oder auch nicht, denn ohne daß sie längst abgesammelt wurden lägen die leicht erreichbaren Nuggets heute noch überall herum.
Der Replikator wird auch das möglich machen.
DoDi
...
Bei goldgepresstem Latinum versagt auch er. Irgendwas ist immer.
Sobald er zuverlässig funktioniert, werden ihn die Politiker erstmal längere Zeit blockieren durch die Anfertigung von Doktorarbeiten (in Habecks Ministerium ergänzt durch Gutachten)
Muss man effektiv auch. Zitat von Asianometry über das manuelle Laden von Wafern in Plasma-Ätz-Maschinen:
"Since dirty, disgusting humans were involved here, it was not ultraclean and thus particles occasionally contaminated things."
SCNR, Alex.
Russland hat die gerade im Sonderangebot, 1% unter Weltmarktpreis. Gut, darf man in zivilisierten Landen (z.B. Schweiz) nicht einführen, aber irgendwas ist ja immer. Die Araber kaufen, was sie kriegen können (Dubai von < 2t letztes Jahr auf > 70t dieses Jahr).
SCNR, Alex.
Och, man _kann_ durchaus Gold im Reaktor aus weniger edlem (und preis- werterem) Material per Transmutation herstellen. Das sollte man dann aber besser _sehr_ schnell verkaufen.
SCNR, Alex.
Christoph Müller schrieb:
Das ist so die übliche Erzählweise. Korrekt ist die Feststellung, dass nur bei Geschwindigkeit Null auf relativistische Betrachtung verzichtet werden kann.
Beispiel: Die elektromagnetische Theorie erlaubt die Betrachtung des Magnetismus als ein relativistisches elektrostatisches Phänomen. Die Driftgeschwindigkeit der Elektronen in haushaltsüblichen Leitern bei ebensolchen Strömen liegt im Bereich von Zehntelmillimetern pro Sekunde. Dennoch reichen die Effekte aus, um beträchtliche Kräfte, etwa im Elektomotor, freizusetzen.
Faustformel für Motorenbauer: Es gibt Spielzeugmotoren und es gibt richtige Motoren. Bei richtigen Motoren werden die Zylinderlaufflächen von innen angeschaut, also persönlich. Und da sollte man nicht immer mit den Ellbogen anstossen.
Hanno Foest schrieb:
"Die meisten Genies werden völlig zu Recht verkannt." - Ernst-Udo Wallenborn in dsp
Die Automatisierung wird auch von den Struktur- und Designgrössen ganz knallhart _erzwungen_. Beim 8086 mit 29000 Transistoren und einer Strukturgrösse von 3µm konnte man damals die Chip-Strukturen noch von Hand entwerfen und die Vorlagen der Fotomasken von Hand schneiden und kleben (Stichwort Rubylith). Bei einem Apple M2 Max mit 67 Milliarden Transistoren und 5 nm Prozessgrösse wird das eher nichts.
Man liest sich, Alex.
Am Thu, 25 May 2023 21:23:08 +0200 schrieb Alexander Schreiber:
Man muss sich vor Augen halten das solche Halbleiter eigentlich für schmales Geld beim Verbraucher landen. Die Technologie entzieht sich aber bei weitem der alltägllichen Vorstellungskraft.
Hallo Rolf,
Du schriebst am Thu, 25 May 2023 21:08:41 +0200:
Stimmt so nicht - Magnetismus ist _immer_ ein elektro_dynamischer_ Effekt, auch wenn die Geschwindigkeiten "infinitesimal" sind - sie müssen ungleich Null sein.
Wie man ja daran auch sieht.
...
Ja, da gibt es manchmal leicht unterschiedliche Maßstäbe... (Und die nach Deinen "richtigen" Elektromotoren fangen jetzt erst an, "richtig" in Stückzahl gebaut zu werden. Bisher war das allenfalls "Vorserienproduktion", eher sogar Einzelfertigung. Nein, nicht Generatoren. Motoren.)
Am 25.05.2023 um 21:08 schrieb Rolf Bombach:
Schon klar. Wenn aber schon die Messunsicherheit im einstelligen Prozent- oder meinetwegen auch Promillebereich liegt, dann braucht man für Alltagsgschwindigkeiten im Verkehr sicher nicht die Relativitätstheorie bemühen. Die Abweichungen die sich daraus von der simplen Addition und Subtraktion von Geschwindigkeiten ergeben, gehen in der Messunsicherheit unter.
Am Fri, 26 May 2023 07:46:59 +0200 schrieb Christoph Müller:
Newtonsch schiesst man zuverlässig Objekte durch das Sonnensystem. Es wird aber gern durcheinandergewürfelt, das im Alltag Technologien benutzt werden, die relativistisch zu berechnen sind.
Ohne die Vermutung (!!!), große Stückzahlen verkaufen zu können, wäre die ganze Technologie der Micro-Chips erst gar nicht entwickelt worden.
Das gilt genauso für die jetzt in den Startlöchern stehende
2nm-Technologie. Ohne die Aussicht auf wirtschaftlichen Erfolg (-> große Stückzahlen) gäbe es diesbezüglich bestenfalls einige Bemühungen in wenigen Forschungslabors. Das auch nur dann, wenn es irgendwie gelänge, "ein paar Euro" irgendwo einzuwerben. Tatsächlich werden aber bereits Milliarden in diese Technologie investiert. Nicht, um sich einen Butten "ich habe mal eine 2-nm-Struktur hin bekommen" ans Revers heften zu können. Man will auch Milliarden-Gewinne damit machen. Das geht nicht, wenn man nur eine handvoll Chips mit dieser Technologie produziert. Da muss schon richtig Masse dahinter stehen, weil andernfalls die Probleme eben mit anderen Technologien gelöst werden. Auch, wenn man dafür ein ganzes Rechenzentrum braucht statt nur einen Chip, der allerdings unbezahlbar ist.Have something to add? Share your thoughts — no account required.
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