Hanno Foest schrieb:
Eine Peaklast wird nicht durch eine Peakproduktion weggebügelt.
Der Peak ist weg, weil nicht mehr "alle" Mittags kochen. Gemeinsames Mittagsmahl war einmal.
Hanno Foest schrieb:
Eine Peaklast wird nicht durch eine Peakproduktion weggebügelt.
Der Peak ist weg, weil nicht mehr "alle" Mittags kochen. Gemeinsames Mittagsmahl war einmal.
Beim Preis schon.
Gerrit
Klaus H. schrieb:
Da schreibt der richtige.
In dichtbebauten Stadtteilen kann man besonders gut die Abwärme der Abwasser nutzen. Ausserdem kommt man dort mit anzahlmässig viel weniger Wärmepumpen aus. Neu ist die Technik nicht, sie wurde bereits im vergangenen Jahrtausend angewendet. Selbst in DE.
Am 30.05.23 um 20:50 schrieb Rolf Bombach:
Nein? Mag sein, daß meine Wortwahl nicht irgendwelchen wissenschaftlichen Kriterien entspricht, aber ich halte den Sachverhalt für nicht sonderlich schwer verständlich: Es gibt einen Mittagspeak, und früher wurden deswegen die teuren Reservekraftwerke angefahren, um den Bedarf decken zu können. Neuerdings haben wir Kraftwerke, die zufällig zu genau dieser Zeit Strom in großer Menge zu eh-da-Kosten produzieren. Wirft man jetzt dieses billige Stromangebot auf die Nachfrage, dann ist der Peak (kostentechnisch, aber was anderes interessiert schon im Kapitalismus) kompensiert / nicht mehr da / weggebügelt.
Mag früher ausgeprägter gewesen sein, aber hier
Insofern ist obige Behauptung "Der Strombedarf ist dann am höchsten, wenn am wenigsten EE-Strom zur Verfügung steht" auch offensichtlich falsch. Vielmehr ist das Gegenteil der Fall.
Man sieht auch, daß Energiespeicher im Bereich von 5 Stunden ne Menge reißen könnten. Hm. Ganz große Schwungräder? :)
Hanno
Am 30.05.2023 um 20:43 schrieb Rolf Bombach:
Ein zweiter, dass die Anschlusspunkte auch in der Nähe der Start- und Zielpunkte der Kundschaft liegen. Mit Hochgeschwindigkeitszügen ist das ein schwieriges Unterfangen wegen der langen Beschleunigungs- und Bremsstrecken. Das erfordert lange Zubringer, Umstiegsnotwendigkeiten und damit Fahrtunterbrechungen, die verhindern, dass man die Reisezeit sinnvoll verbringen kann.
Ändert nicht viel an den viel grundlegenderen Problemen.Am 30.05.2023 um 20:40 schrieb Rolf Bombach:
Welche Probleme siehst du da?
Anekdotisch: Abwasser-Abwärme-Rückgewinnung wurde bei einem Versuchshaus der Uni angewendet. Resultat: alle glücklich! Alle? Nein! Ein einzelnes gallisches Dorf voller Abwasserfuzzis beschwerte sich, weil die Kläranlagen angewärmtes Wasser erwarten...
Thomas Prufer
Ein dritter, die Fahrpläne von Ingenieuren und nicht Kaufleuten erstellen zu lassen. Wenn man eine Verbindung sucht, keine Vorgaben macht und den Empfehlungen der Bahn folgt, dann bekommt man Umsteigezeiten von z.B. vier Minuten. Im Prinzip ist das für einmal Bahnsteig überqueren reichlich, *aber* wenn der ankommende Zug mit fünf Minuten Verspätung einfährt, dann ist er nach Bahndiktion "pünktlich".
Ein System ohne alle Puffer und Reserven wird bei hinreichender Komplexizität immer versagen. N.B., das Währungs- und Bankensystem wird ebenfalls nicht von Ingenieuren und solchen, die ingenieurmäßiges Denken in Versagensmöglichkeiten gelernt haben, gestaltet.
Kann man die nicht heizen? Bei so vielen elektrischen Wärmepumpen müßte Gas doch eigentlich billiger werden. Oder doch nicht?
Die Kölner Rhein-Energie verkauft derzeit nur noch 100 % Ökostrom. Andere Verträge sind gar nicht mehr möglich. Auf der letzten Seite der Rechnung ist der gesetzlich vorgeschriebene Ausweis der Herkunft. 54 % Gas. Oops.
Wie Rolf richtig sagt, den gab's mal.
Das ist weder Bedarf noch Verbrauch im üblichen Sinne. Die massive Einspeisung muß irgendwie aufgenommen, notfalls vernichtet werden, sonst bricht das Netz zusammen. Für das Gleichgewicht müssen die regelbaren Komponenten zwangsweise und zu jeder Zeit den ungeregelten folgen. Früher waren letzere die Verbraucher, jetzt nicht mehr.
Am 31.05.23 um 11:03 schrieb Axel Berger:
Wie ich in der Grafik richtig zeigte, gibts den immer noch.
Hanno
Am 31.05.2023 um 10:44 schrieb Axel Berger:
Welch wahres Wort!
Die Graphik zeigt Produktion und Umsatz, nicht Bedarf. Den synchronen Preiseinbruch erwähntest Du selbst, der wird wohl eine Ursache haben.
Am 31.05.23 um 16:57 schrieb Axel Berger:
Die Grafik hat den Titel "Strompreis und -nachfrage im Tagesverlauf". Die entsprechende Achse ist mit "Stromverbrauch" beschriftet. Ich sehe jetzt gerade keinen Grund, warum Bedarf, Nachfrage und Verbrauch was unterschiedliches sein sollten.
Die ich genannt hatte.
Hanno
Verbrauch und Erzeugung sind zu jedem Zeitpunkt exakt gleich, das weißt Du und warum. Bedarf und Nachfrage sind etwas anderes. Gerade heute gelesen:
Pfingstmontag zwischen 14 und 15 Uhr betrug der Strompreis -110 /MWh. (Zuzüglich der m.W. 8.5 Ct/kWh, die die Betreiber zusätzlich zum Abnahmezwang erstatten müssen, sind es dann -190 /MWh Handelsspanne.) Zwei Feiertage nacheinander und dann kurz nach der Mittagsspitze (12 h Ortszeit sind in D ca. 13:30 h MESZ). Ich vermute alle Abnehmer, die für wenig Geld Strom vernichten können, waren gesättigt und konnten nichts mehr aufnehmen, so daß die teuren Senken zum Zug kamen.
Und nein, die Schuld liegt nicht bei den zu langsam regelbaren Erzeugern sondern bei den gar nicht regelbaren.
Am 31.05.23 um 21:06 schrieb Axel Berger:
Negative Strompreise sind aber die Ausnahme, und es ist nicht erkennbar, warum die bei der genannten Grafik eine Rolle gespielt haben sollten.
Ich vermute hingegen, daß es gar nicht so viele on-demand-Abnehmer gibt, und die Regelung im Wesentlichen über die Drosselung von Kraftwerken erfolgt.
Das wäre erklärungsbedürftig.
Hanno
Hallo Axel,
Du schriebst am Wed, 31 May 2023 11:03:32 +0200:
Wieso? PV-Anlagen gehen nicht kaputt, wenn die durch die Einstrahlung erzeug_bare_ Leistung nicht abgenommen wird - da geht grade mal die Modulspannung bisserl hoch, was aufgrund der Diodenkennlinie irrelvant ist. Und die "Windräder" sind auch schon "ewig" lange so ausgeführt, daß sie in weiten Grenzen variabel die im Wind enthaltene Leistung umsetzen können.
Dzf. bricht das Netz da in keiner Weise zusammen - es wird einfach "abgeregelt", die tatsächlich erzeugte Leistung der abgenommenen angepasst. Das Problem ist nicht die elektrische und auch keine andere technische Ausführung. Das Problem ist - wie üblich in solchen Fällen - der Markt. Die Kaufleute, und auch die Politiker, ohne jede Kenntnis der Umstände und Gefühl für die Erfordernisse, haben ein Umfeld entwickelt, das in keiner Weise der technischen Funktion adäquat ist. Sind schon solche Handelsvorgänge wie an der Strombörse bei ähnlichen Sachen, Getreide o.ä., total unsinnig, wird das in diesem Umfeld noch erheblich weiter verschärft. Die Folge ist, daß jegliche "Kursentwicklungen" einen Rauschanteil enthalten, der das "Nutzsignal" bei weitem überwiegt.
Am 01.06.2023 um 00:07 schrieb Sieghard Schicktanz:
Bedeutet, dass die Leistung nicht abgenommen wird. Der Wirkungsgrad der PV Module sinkt dadurch und die überschüssige Leistung wird vernichtet.
D.h., die überschüssige Leistung wird vernichtet.
Der Markt ist niemals das Problem und im Bereich Strom gibt es keinen Markt sondern eine staatlich regulierte Struktur die mit Marktwirtschaft nicht mehr sehr viel zu tun hat und die dazu dient, wertlosen EE-Strom zwangsweise einzuspeisen damit die Statistiken im Sinne der Politik besser aussehen.
Die Kaufleute wissen sehr wohl welche Erfordernisse es gibt. Der Staat setzt aber Rahmenbedingungen, die die Kosten in die Höhe treiben.
Im Gegensatz zum Strom kann man Getreide leicht speichern und auch leicht in großen Mengen transportieren und weltweit handeln.
Trotzdem gab und gibt es staatliche Eingriffe auch in den Markt für Agrarprodukte.
Das ist richtig, aber nicht wegen dem bösen Markt sondern weil es keinen richtigen Markt gibt.
Das ist auch eine Schwäche des Kinderbuch-Vettern-Ministeiums-Heiz- Gesetzes: Welchen "Grün-Anteil" der erzeugte oder verbrauchte Strom enthielt, ist immer nur im Nachhinein feststellbar.
Grüße, H.
Große Windfarmen ja. Für die überwältigende Mehrheit der Photvoltaik, die die Mittagsspitze bilden, gilt das nicht.
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