Am 15.05.2023 um 23:37 schrieb Sieghard Schicktanz:
dann stehen die falschen Werte aber schon im Katalog.
Nein.
Und ob sie das tun! Wie gesagt - probier's mal mit dem Schwenkmechanismus einer Spiegelreflexkamera aus! Dieser Mechanismus ist in der Feinwerktechnik der Klassiker, mit dem demonstriert wird, dass die Festigkeit der Werkstoffe mit kleiner werdenden Strukturen zunimmt. Da muss man nicht erst in atomare Größenordnungen gehen. Das geht schon sehr viel früher los.
Doch. Genau das tut sie. Ob du das nun glauben willst oder nicht. Im Maschinenbau lernt man sowas deshalb nicht, weil dort die Strukturen i.d.R. deutlich größer als in der Feinwerktechnik sind.
Kann auch von Schwungmassen z.B. des Stromerzeugers kommen. Der Unterschied ist, dass man mit direkt gekoppelter Masse nicht viel Energie zur Verfügung hat, weil nur winzige Drehzahländerungen erlaubt sind. Über einen Wechselrichter steht gleich ein Mehrfaches an Energie zur Verfügung, weil eine Halbierung oder Verdopplung der Drehzahl keine wesentliche Rolle spielt. Die Ausgangsfrequenz und Phasenlage am Wechselrichter bleibt trotzdem stabil.
Wie gesagt - die Motordrehzahl heißt zwar nicht Speicherelement, ist aber trotzdem eines. Im Wechselrichter selbst gibt's meistens auch noch ein paar fette Kondensatoren, die man - zumindest teilweise - sicher auch anzapfen kann. Die kann man bei Bedarf auch etwas großzügiger dimensionieren.
Alleine schon um die Netzfrequenz bedienen zu können, sind Energiespeicher wie z.B. Kondensatoren nötig, weil der Stromerzeuger mit der Ausgangsfrequenz nichts zu tun hat. Der Stromerzeuger kann von Gleichstrom bis in den kHz-Bereich seine Leistung zur Verfügung stellen. Im Wechselrichter wird alles, was da kommt, erst mal zu Gleichstrom gemacht und in Kondensatoren gespeichert. Daran anschließend kommt erst die eigentliche "Formgebung" der elektrischen Energie. Z.B. stur nach Zeitgeber für den Inselbetrieb oder abhängig vom Netz draußen im Netzparallelbetrieb.