Voice over IP

Zur Zeit erhalten wir Fernsehen, Internet und eben auch Telefon über Kabel von Unitymedia. Wir bauen gerade ein Haus in einer Gegend, wo Unitymedia nicht vertreten ist und müssen uns daher einen neuen Anbieter suchen. Früher wurde in Zeitschriften, z.B. der ct, auf Nachteile von VoIP hingewiesen. Wir sind mit dem jetzigen Zustand zufrieden und wären für die Beantwortung der folgenden Fragen dankbar:

- Gibt es heute noch gravierende Nachteile von VoIP, oder ist die Qualität mittlerweile mit dem 'Direktangebot' z.B. der Telekom vergleichbar? - Ist das, was Unitymedia anbietet, VoIP? - Welche Verfahren wenden die Anbieter, die nicht Telekom heißen, an? Ich denke da vor allem an Congstar oder Vodafone.

Ich bitte um Nachsicht dafür, dass diese Fragen nur im weiteren Sinne mit Elektronik beschäftigen. Aber ich bin zuversichtlich, dass hier genügend Experten vorhanden sind, sie kompetent zu beantworten.

A. Mehl

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Albrecht Mehl	    |
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Albrecht Mehl
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Moin,

Die Sprachqualität ist weitestgehend mit einen Festnetzanschluß herkömmlicher Technik vergleichbar. Nachteil ist die komplexere Technik, man benötigt ein Modem / IAD (Integrated Access Device), das Strom verbraucht und ausfallen kann. Wenn die Internetverbindung weg ist, ist auch die Telefonie außer Betrieb.

Ja.

Entweder VoIp über DSL bzw. UMTS oder herkömmlich GSM (Handyanschluß).

HTH

Christof

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Christof Proft

Hallo,

Christof Proft schrieb:

Die monatlichen Kosten sind im einstelligen Eurobereich. Bei meiner privaten Stromrechnung von 20 Euro/Monat fällt das schon ins Gewicht. Bei einer Firma ist das weniger interessant, aber bei einem Privathaushalt können diese Kosten die Preis-Vorteile von VoIP wieder auffressen.

Deshalb habe ich Analog-DSL, auch wenn es mich etwa 5 Euro/Monat mehr kostet. Die Stromkosten für die Box wären in der gleichen Größenordnung. Außerdem läuft ein analoges Telefon auch noch bei Stromausfall, bei VoIP sieht es etwas anders aus. Da ich kein Handy habe (und auf absehbare Zeit plane) ist dieser Punkt bei meiner Entscheidung gegen VoIP auch relevant gewesen.

Ferner sind nach meinem letzten Wissen nicht alle VoIP-Zugänge auch FAX- und Modemtauglich. Die billigen Anschlüße waren es zumindestens bei meiner Suche nicht. Auch das sprach für meinen kleinen Haushalt dagegen.

MfG

Uwe Borchert

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Uwe Borchert

........snip

Sind deine Ohren tot, verstopft, von zuviel MP3 Schrott zerstört?

VOIP Sprachqualität ist DAS LETZTE, es kommt sogar noch NACH MP3. Stimmen wie aus dem Gruselkabinett des Dr. Mabuse.

Dann noch die Zeitverzögerungen, wie beim Mondfunk.

Ein VOIP Telefonat dauert doppelt so lang als wie ein Festnetzgespräch, wegen der dauernden Rückfragerei und den gegenseitigen Störungen auf Grund der Übertragungsdelays. Du willst was sagen, der Andere quatscht rein, ich warte, der Andere wartet auch, dann fangen beide wieder gleichzeitig an zu reden, merken das zu spät, pausieren, horchen, kommt nix, fangst wieder an, und so geht das dahin.

Igitt, von wechen Fortschritt!

Ja, ok, die Jungen tun sich leichter, weil MP3 trainiert von Geburt an.

w.

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Helmut Wabnig

Das hängt im wesentlichen davon ab, ob die beteiligten Provider die Technik beherrschen. Berichten zufolge hakts bei manchen mehr als bei anderen, konkrete Namen weiß ich aber grad nicht. Beliebte Stolperfalle: Fax geht bei vielen Anbietern wohl immer noch nicht.

Davon würde ich ausgehen. Was anderes ist technisch aufm Ferneshkabel auch eher ungewöhnlich bis total schräg.

Mal davon abgesehen, daß Congstar hundertprozentige Tochter der Telekom ist: Anbieter, die andere Wege als das Telefonkabel oder Mobilfunk einschlagen, werden mit ungefähr 100%iger Wahrscheinlichkeit für die Telefonie VoIP einsetzen. Bei den Mobilfunkern würde ich zumindest davon ausgehen, daß die für Sprachverbindungen auf GSM bzw. UMTS setzen. Beim Telefonkabel hingegen ist fast alles möglich. Die Telekom macht bislang wohl nahezu ausschließlich in POTS/ISDN, Reseller versuchen meist VoIP, auch etablierte Telefonunternehmen, die AUCH als Reseller auftreten wie arcor oder hansenet/alice versuchen wohl, nach Möglichkeit VoIP an den Mann zu bringen, lassen sich meist aber auch zu nem "echten" Anschluß bewegen wenn man ISDN bucht. Wobei ISDN dann nur im eigenen Kernnetz verfügbar ist, alles andere wird meist per Resale (und dementsprechend mit VoIP) abgefackelt. Bei Congstar als Telekom-Tochter ist aus meiner Sicht die Lage unklar (weil ich niemanden im Bekanntenkreis hab, der das nutzt).

Soviel zur technischen Wirklichkeit des "Telefon"-Anschlusses in Deutschland.

Grundsätzliche Nachteile bei VoIP gibt es mit zwei Ausnahmen nicht: a) VoIP ist tot, wenn der Strom ausfällt, POTS und ISDN werden dann aus der Vermittlungsstelle mit Notstrom versorgt. Das reicht zumindest für ein bis max. zwei "normale" kabelgebundene Telefone ohne Schnickschnack. b) meist geht der Notruf nicht (zumindest bei reinen VoIP-Anbietern), da keine Lokalisierung des Anschlusses erfolgen kann. Bei nem Telefonkabel ist zumindest dem Besitzer des Kabels bekannt, wo es endet, und dann werden Notrufe an die passende Einsatzzentrale geleitet und Ortsinformationern gleich mitgeliefert (z.B. weis-nicht-Allee xx, yyyyy Irgendwo-Dorf). Das geht bei VoIP nur bedingt, da ja nicht genau bekannt ist, von wo man sich zu seinem Provider verbindet. Schlimmstenfalls landet dann ein Notruf aus Garmisch-Partenkirchen (da befindet sich Anrufer X gerade) in der Notrufzentrale Flensburg (da ist sein Anschluß registriert).

HTH, Florian

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Florian Teply

Helmut Wabnig schrieb:

Wenn es vernünftig gemacht ist, stimmt beides nicht. Ich möchte nicht wissen, wie viele Deiner vermeintlichen Festnetzgespräche den größten Teil der Strecke als IP-Pakete zurückgelegt haben, ohne dass Du es gemerkt hättest.

Christian

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Christian Zietz  -  CHZ-Soft  -  czietz (at) gmx.net
WWW: http://www.chzsoft.com.ar/
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Christian Zietz

Helmut Wabnig schrieb [...]

Dennoch, es ist ein Riesenfortschritt (aus Sicht der real vernichtenden BWLer) :D.

Peter

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Peter Thoms

Korrekt... Mein ISP und Telefonprovider benutzt VoIP. Soll heissen am DSL-Router sind nebenbei auch noch S0 und analoge Telefonanschluesse vorhanden. Funktioniert sehr gut, sogar ein analoges FAX macht keine Probleme.

Ist also eine reine Implementationsfrage.

Gerrit

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Gerrit Heitsch

Ein Kollege von mir hat daheim VoIP, ich noch Festnetz. Er stellt immer fest, daß er mich klar hört, während er hier oft verzerrt oder mit Aussetzern ankommt. Meine Geräte sind aber ok.

Bei VoIP (und Handys) kann es wohl Stau-Probleme geben, wenn zuviele gleichzeitig zugreifen. Als in der Siedlung mal der Blitz einschlug, waren keine Handy-Verbindungen mehr möglich, VoIP aber auch nicht, weil auch alle Handy-Besitzer plötzlich diese Route nutzen wollten.

Mein Festnetz-Anschluß bleibt :-).

Grüße, H.

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Heinz Schmitz

Ja, vor allem eine Frage des Weges, den die Pakete gehen müssen. Bei mir ist die Strecke vom Hndapparat zur Telephonanlage VoIP, nach draußen dann ISDN. Tut einwandfrei, klar, die Latenz im eigenen (W)LAN ist hinreichend klein.

-ras

--
Ralph A. Schmid

http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/
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Ralph A. Schmid, dk5ras

Christian Zietz schrieb:

ht

ten

Kommt darauf an, welches VoIP gemeint wird. Er redet von "billig-VoIP" Da kann ich ihm nur zustimmen. Manche VoIP Anschl=FCsse sind so miserabel=

das analog immer noch um Klassen besser ist.

--=20 mfg hdw

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Horst-D.Winzler

Hi Helmut,

Du scheinst taub zu sein, sonst würdest Du hier nicht so herumschreien. Ich hatte 2 Jahre lang VoIP von Freenet (Freenet komplett). Den Umstieg von ISDN auf VoIP und den zurück auf ISDN konnte bisher keiner feststellen. Es mag schlechte VoIP-Implementierungen geben, aber zwingend ist das nicht.

Wäre hier nie irgendjemandem negativ aufgefallen

Marte

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Marte Schwarz

Hi,

Das ist in erster Linie eine Frage des unterstützten Codecs .

Marte

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Marte Schwarz

Ja, die Latenzen. Einige meiner Kunden haben VoIP Anlagen und Netzanschluss edler Provenienz, aber ich finde es aetzend.

IMHO nein. Auch wenn das analoge Telefon streckenweise ueber digitale Links laeuft, solch unangenehme Latenzen wie bei VoIP habe ich dort selbst bei Gespraechen wie gestern nach Thailand nicht erlebt.

[...]
--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/
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Joerg
*Christian Zietz* wrote on Mon, 09-12-21 12:50:

Auf zuverlässigen Streckenabschnitten, wo ich nichts davon merke, mag die Post tun was sie mag. Meine Tochter hat in Israel jetzt wohl VoIP, etwas konkretes ist nicht zu erfahren und verkauft haben sie ihr das als normalen Telephonanschluß. 90 % der Zeit geht der Anschluß gar nicht und vom Rest die Hälfte mit starken Störungen. Aber das Abkassieren der Grundgebühr funktioniert anscheinend problemlos.

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Axel Berger

Helmut Wabnig schrieb:

Die Funkdisziplin ist einzuhalten! Dann klappt das auch. Macht doch mal nen Kurs.

--
mfg Rolf Bombach
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Rolf Bombach

Im Ernst, beim Zulieferer eines Kunden der VoIP hat war ich fast mal soweit einen Roger-Piep Taster in mein Telefon zu basteln ;-)

--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/
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Joerg

"Marte Schwarz" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@mid.uni-berlin.de...

Ich hab öfters mal ein Gegenüber an der Strippe, das über Kabel Deutschland telefoniert. Zu normalen Zeiten ist das alles in Ordnung, gute Qualität. Aber wehe es läuft Formel 1 oder Bundesliga. Dann wird gnadenlos Bandbreite verschoben und die Tonqualität erinnert an batteriebetriebene Feldtelefone aus WW1. Weiss der Geier was die da Treiben, so ganz nachvollziehen kann ich das nicht. Lustigerweise hilfts dann per Skype weiter zu telefonieren. Maulende Internet- Kunden sind offenbar eine Gefahr.

In meiner 4x ists andersrum. QoS sorgt für gute Verbindung ins Nachbarwerk. Leider steht das SAN auch dort. Seit der Nutzung der WAN-Verbindung für VoIP (kostet ja dann "nix" das Gespräch) klemmts halt öfters mal...

CU Ralf

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Ralf Handel

Moin,

Am 21.12.2009 12:41, schrieb Helmut Wabnig:

Das wußte ich noch nicht. Aber jetzt, wo Du es mir sagst...

Ich bezog mich auf die mir bekannten VoIP-Anschlüsse bei Unitymedia und Netcologne. Da ist das tatsächlich mit Festnetz vergleichbar.

Billichschrott kenne ich nicht, gibbet auch nicht in meinem Bekanntenkreis, da sorge ich schon für...

Wie gesagt, kommt auf die Implementation an. VERNÜNFTIGES VoIP baut NEBEN der logischen Internetverbindung einen 2. DSL-Kanal nur für Gespräche auf und priorisiert die Bandbreite entsprechend. Im Nationalpark bei den sieben Zwergen (Trollen) mit deren 15 km Anschlußleitung geht das natürlich nicht mehr...

Dat mag sein. MP3 ist auch nicht unbedingt mein Dingen, Mittel gegen graue Haare schon eher...

Gruß

Christof

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Christof Proft

Was hast denn als VoIP - ISDN Umsetzer (Telefonanlage) im Einsatz, und wie schaut die Energiebilanz aus?

Ich habe mir sowas auch angeschaut, komme aber bei 3x VoIP + PoE Switch + Fritz-Box (Gateway) auf ca. 20 Watt. Da komme ich auf ca. 175 kWh im Jahr, das ist mehr als mein Kuehlschrank mit Gefrierfach im Jahr braucht.

Gruss,

Steffen

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Steffen Koepf

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