Und wie bastelt man jetzt eine Pager-Bombe? ;-( (2025 Update)

Sep 17, 2024 Last reply: vor 1 Jahr 158 Replies

Ok, es gibt extrem sensitive Verbindungen, da hat es mehrere Versuche (und zerlegte Spektrometer) gebraucht um mit extrem schwachem IR ein Raman-Spektrogram zu bekommen - weil das Zeug _so_ empfindlich war das schwaches IR genug Aktivierungsenergie lieferte. Das war aber ein Sonderfall im spezialisierten Forschungslabor - tauchte irgendwann in einem Artikel von Derek Lowe (oder Kommentar dazu) auf.

Generell gehe ich davon aus, dass die Energie des Raman Laserpulses nicht zu Zündung reicht - auf die Schnelle habe ich 100mJ Pulse bei einem Langstreckendetektor (bis 120m Reichweite) gefunden wo u.a. Ammoniumnitrat im Glasfläschen detektiert wurde[0].

Und _wenn_ der Raman Laser die Ladung zündet, dann ist das ein Sprengstoff der dank extremer Empfindlichkeit _nicht_ handhabungs- sicher ist und gerne ohne Warnung laut wird. Ok, es gibt genug Explosivstoffe die bereits durch leichte Reibung oder statische Elektrizität zünden, aber das ist dann auch Kram, mit dem kein Profi freiwillig oberhalb der "wenige Milligram" Grenze hantiert.

Man liest sich, Alex. [0]

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Wird halt aber leider nach wie vor fleissig gebraucht, was auch nicht hilft.

Und "sucht nach Nitrogruppen" war die Erklärung die ich vom Bediener das Geräts bekam, keine Ahnung wie sehr man da bei der Schulung die Chemie "vereinfacht" hat.

Man liest sich, Alex.

Der Klassiker bei TATP ist wohl die feuchte Verbringung ins Schraubglas, welches dann Tage später beim Öffnen sehr laut wird.

Alles Kram, mit dem ich aus Selbsterhaltungsgründen nichts zu tun haben haben möchte ;-)

Man liest sich, Alex.

Naja, 2 Geräte sind je nach Branche[0] eh Standard weil man privates und dienstliches Telefon aus diversen Gründen tunlichst getrennt haben will.

Man liest sich, Alex. [0] Da, wo der Arbeitgeber ein Telefon vorraussetzt und dann auch stellt.[1] [1] Z.B. IT mit Rufbereitschaftsdienst.

Hallo!

Am 22.09.2024 um 19:38 schrieb Frank Scheffski:

Ich hab keinerlei Ahnung welche Funktionen, Übertragungskanäle usw. bei Ablösung GSM/4G/5G alle hinzu gekommen sind. Tatsache ist das aktuelle Mobilfunknetze kaum noch was bis überhaupt nix mit dem GSM-Standard gemeinsam haben, wie er vor über 30 Jahren festgelegt wurde. GSM ist heute nur noch ein Fallback-Mode für die wenigen Endgeräte die nix anderes können.

Tja... Auf einem recht alten Handy mit Andoid 6 sowie alles an GSM-Handys vorher konnte man als Kunde von O2 oder Viag den Kanal 221 aktivieren und hat dann bei jedem Zellwechsel eine CB mit den Koordinaten der verwendeten BTS-Antenne bekommen, über die man eingeloggt ist.

Seit Andoid 10 habe ich mehrfach gesucht nach CB-Einstellungen und Kanalwahl. Nix zu finden. CB ist heute die Alarmmeldung, abseits davon scheint Andoid10 keine andere CB-Funktion mehr zu kennen.

TTS...hab mir noch wie was von meinem Handy vorlesen lassen. Sollte das TTS sein? *grübel*

Also mein altes Android 6 sowie ein altes Erricson Simple-Handy (nur GSM, nix Kamera, nix Apps, dafür noch mit echter Tastatur) merken von diesen Probealarmen überhaupt nix.

Jürgen

Hallo!

Am 22.09.2024 um 22:02 schrieb Marc Haber:

Vielleicht nicht blöd. Aber Mobilfunknetzbetreiber wollen maximalen Gewinn aus ihrer Dienstleistung ziehen.

Damals als GSM aufkam wurden USV-Systeme respektabler Größenordnung an BTS'en hingepflanzt. Diese Schränke sind heute leer. Denn den turnusmäßigen Akkutausch alle paar Jahre war denen zu teuer. Notstrom für BTS ist heute eher ein Thema für ganz einzelne Sonderfälle. Die breite Masse hat sowas nicht mehr.

Ähm...wie bitte? Ich hab noch nie einen Mobilfunkstandort gesehen ohne Richtfunk. Richtfunk ist das Rückgrat des heutigen Mobilfunks. Panik kann da nur aufkommen wenn ein RiFu-Knoten abgesoffen oder wechgespült wurde. Und sowas passiert eher selten, denn solche Teile stellt man niemals in Tälern auf, sondern eher an möglichst hohen Positionen.

Jürgen Hüser

Jürgen Hüser schrieb:

Das sehen die Betreiber zumindest derjenigen Netze, welche mit bayerischen Behörden Verträge schließen (wollen) anders. In den Ausschreibungen wird seit Jahren gefordert, dass sowohl die Basisstationen als auch die übergeordneten Knoten mindestens 72 Std. ohne externe Versorgung betriebsfähig bleiben und dass die Betreiber hinreichend mobile Generatoren in Bereitschaft und hinreichend priorisierte Lieferverträge mit Kraftstofflieferanten haben, um zumindest ein Drittel (oder wars die Hälfte? Die letzten Vergabeverhandlungen liegen schon einige Zeit zurück) darüber hinaus betriebsfähig halten zu können. Allerdings wurde im Sommer 2013 bei zwei Basisstationen im Donautal, irgendwo zwischen Vilshofen und Passau, dennoch der Ausfall ohne Vertragsstrafen akzeptiert, nachdem der Betreiber belegen konnte (paar interessante Fotos), dass die Technikcontainer etwa 6Meter im Wasser standen

Ist das so? Ich hab da als wesentliches Medium für den Datentransfer heutzutage eher von Glas gehört. Richtfunk gibts wohl eher als weiteres Backup bei Störungen der leitungsgebundenen Wege. Nachdem aber eine sauber vergrabene Glasfaser weniger empfindlich gegen Schneesturm und Hagel ist...

Wenn man denn kann. Es braucht nicht selten auch abseits von Bergen und Hügeln etwas Technik. Es geht ja nicht mehr nur ums telefonieren mit den dazu erforderlichen recht geringen Datenmengen

MfG Rupert

Auf dem Wischpapier ist jetzt... ... genau wieviel von dem Sprengstoff?

Wenn ich eine unbekannte Substanz irgendwo habe, wo sie nicht hingehört, womöglich in einem Pager und es stecken vielleicht sogar Drähte drin, dann wäre mein erster Bestimmungsversuch, da mal ordentlich dran rumzukokeln, mit einem Acetylenbrenner vielleicht. Anschließend könnte man mit einem Hammer draufhauen, das Teil mit energiereichen Laserpulsen beschießen, ein paar Funkenentladung reinfahren lassen und dann, irgendwann ganz am Schluß nehme ich ein winziges Pröbchen davon, mit einem weichen Tupfer beispielsweise und lege die in einen Massenspektrometer, mache Röntgenfluoreszenzgedöns, Röntgendiffraktion, Kernspinresonanzspektroskopie oder wende sonst eine der zahlreichen, aber extrem risikobehafteten Analysemethoden an.

SCNR.

Volker

Schau Dir mal einen beliebigen sTandorT an.

--

---------------------------------------------------------------------------- Marc Haber | " Questions are the | Mailadresse im Header Rhein-Neckar, DE | Beginning of Wisdom " | Nordisch by Nature | Lt. Worf, TNG "Rightful Heir" | Fon: *49 6224 1600402

Ein paar Stäubchen allenfalls. Aber es gibt die Raman-Spektroskop Systeme wohl auch in der "long range" Variante (von 120m im Test hatte ich vorher geschrieben), um verdächtiges aus sicherer Entfernung "abklopfen" zu können, das _könnte_ _eventuell_ direkt den Sprengstoff beleuchten (wenn der Bombenbastler geschlampt hat).

C4 verbrennt an offener Flamme recht friedfertig, aber die Verbrennungs- gase sind nicht für ihre gesundheitsfördernde Wirkung bekannt.

Da passiert bei modernen militärischen[0]/industriellen Sprengstoffen nix ausser dass Du das Zeugs vielleicht bisserl in der Gegend verteilst - rein mechanisch. Es sei denn, Du triffst den Zünder, dann _könnte_ es etwas laut werden.

Ein rosa Tupfer gar? ;-)

Du hast vergessen: einen faustgrossen Klumpen C4 mit Zünder dranpappen, Lunte zünden und schauen, ob es lauter als erwartet knallt.

SCNRE, Alex. [0] Uncle Sam ist nach einigen unerfreulichen Erfahrungen ein ganz, ganz grosser Fan von "insensitive Munitions". Die Testvideos von den safety tests für die GMLRS rocket packs sind beeindruckend - weil so langweilig.

Immer noch? Bei den Bandbreiten, die man heute per 5G verbraten kann hätte ich eher auf Glasfaser für den backhaul link getippt, mit Richtfunk als Reserve wenn wieder mal ein marodierender Bagger auf Glasfaserjagd unterwegs ist.

Man liest sich, Alex.

Hallo Marc,

Du schriebst am Sun, 22 Sep 2024 22:02:13 +0200:

Ja, das ist eine gute Beschreibung Deines obenstehenden Satzes.

Hallo Alexander,

Du schriebst am Mon, 23 Sep 2024 14:19:15 +0200:

Inzwischen sollte das wohl so sein. Aber _auch_ früher waren die kompatibel

- BOS-Funk, für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben.

Am 23.09.24 um 21:11 schrieb Sieghard Schicktanz:

Und ganz früher war sogar der Polizeifunk mal kompatibel mit einer "Funkgitarre", jedenfalls in Paris. Glaubste nich'? Guggsdu hier:

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> Als Anekdote wird erzählt, dass bei einem Konzert 1962 in Paris Bo > Winberg seine Gitarre so modifiziert hatte, dass er kabellos mitten > unter dem Publikum spielen konnte. Dabei sei beim Umschalten an der > Gitarre mit einem Mal der Polizeifunk in den Lautsprechern mitzuhören > gewesen. Nach einem weiteren Umschalten seien auch die Polizisten in > den Genuss des Konzertes gekommen. Eine kabellose Verbindung zwischen > Künstler und Verstärker war Anfang der 1960er Jahre eine revolutionäre > Neuheit, womit ebenfalls Bo Winberg seiner Zeit voraus war. Dies blieb > jedoch weitgehend unbeachtet und die Künstler der 1960er und 1970er < Jahre begnügten sich weiterhin mit Kabelverbindungen. Erst gegen Mitte > der 1980er Jahre gelangten industriell gefertigte Funksysteme in den > Markt.

Steht alles be dir rum im Wohnzimmer?

Ach, biste Junggeselle.

w.

Du biste erstmal leseschwach und schwer von Begriff. Macht aber nix, kommt öfter vor.

Volker

Hallo!

Am 23.09.2024 um 19:26 schrieb Marc Haber:

Hab ich, viele Standorte sogar aus extremer Nähe, weil ich beruflich eben mit Funknetzen und Standorten zu tun habe.

Und das was ich da die letzten 10 Jahre mitbekam ist bezüglich RiFu von Mobilfunk-Netzbetreibern eine Art von Cowboymentalität mit Vorzugsrechten. Wenn ich oder meine Kunden RiFu will, gelten mindestanforderungen an Antennenbündelung. Durchweg 60cm bis 180cm Parabol-Durchmesser. Mobilfunknetzbetreiber hingegen setzen immer mehr Kleintransceiver mit interner Antenne ein die kaum mehr als 20cm Durchmesser haben.

Mit den allgemein gültigen Verwaltungsvorschriften RiFu der BnetzA passt das überhaupt nicht zusammen.

Jürgen Hüser

Und hier als Nachtrag ein Artikel, der ein Stück weiter in mögliche Details geht, von jemandem, der selber Geräte mit Li-Ion-Akkus baut (Englisch):

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Damit es auch so ziemlich alle bekommen, verfällt man gelegentlich in Hyperalarmismus.

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