Wo bewahrt man am besten Akkus (und Batterien) auf ? Im Kühlschrank ?
Sep 19, 2007 7 Replies
M
Marcus Otmarsen
Für meine Sony DigiCam habe ich insgesamt 6 Akkus gekauft und vollständig aufgeladen. Leider verlieren diese auch bei Nicht-Gebrauch innerhalb weniger Wochen erstaunlich viel Saft.
Wie kann ich diese natürliche Entladung verlangsamen ?
Ich habe mal gelesen dass eine Aufbewahrung im Kühlschrank den Prozess der Entladung sehr verzögert. Stimmt das ?
Gilt das übrigens auch für Batterien ?
Marcus
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G
gUnther nanonüm
"Marcus Otmarsen" schrieb im Newsbeitrag news:46f0bda4$0$30370$ snipped-for-privacy@newsspool4.arcor-online.net... ..
Hi, ja, aber vor Gebrauch muß man erstmal wieder anwärmen. Und dennoch kann auch der Kühlprozeß Energie kosten....liegt manchmal an der Batterie selber. LiIon kann man im Eis ne Weile länger benutzbar halten. Und erfahrene Fottomen haben ein Täschchen in der Unterbux, um ihren Akku vorzuwärmen :-)
mfg,
gUnther
W
Wolfgang Allinger
Und erfahrene Elektromodellflieger stecken den im Winter nach Gebrauch in die Hosentasche :-)
Saludos Wolfgang
Meine 7 Sinne:
Unsinn, Schwachsinn, Blödsinn, Wahnsinn, Stumpfsinn, Irrsinn, Lötzinn.
Wolfgang Allinger Paraguay reply Adresse gesetzt !
VoIP 02173 / 99 39 209 ca. 15h00..21h00 MEZ SKYPE:wolfgang.allinger
W
Wolfgang Allinger
Besser ist das.
Stimmt :-)
Saludos Wolfgang
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Rainer Knaepper
snipped-for-privacy@brain.net (Wolfgang Allinger) am 19.09.07:
Einen Augenblick warten kann dabei nicht schaden. Bei manchen Fliegern braucht's auch recht große Hosentaschen.
Rainer
Political Correctness = Faschismus auf der Seite der "Guten".
(Peter Becker in de.soc.familie.kinder)
R
robert
aufgeladen.
erstaunlich
Im Prinzip schon. Habe das bei einem größeren NiMH-Pack mal gemacht und dann aber gesehen, das schon im Kühlschrank und dann auch nach dem rausnehmen der Pack Wasser anzieht, und das innen rein in die Pack-Geometrie. Fand ich korrosionsmäßig zu bedenklich und lies es dann wieder bleiben. Auch bzgl. der Ventiltechnik in den Akkus (die Lebensdauer hängt hauptsächlich am Elektrolyt/Wasser-Verlust) frage ich mich ob starke Temperatursprünge die Lebensdauer fördern. Ins Eisfach soll man sie auch offiziell nicht reintun.
Ich lad fast alle Akku-Typen (außer Blei!) nach Nutzung zunächstmal nur bis vielleicht ~75% voll. Und erst kurz vor Nutzung und nur bei tatsächlichem entsprechendem Bedarf dann nochmal binnen ein paar Minuten entsprechend dem Bedarf voll. Dann ist der Akku auch grad passend warm (und auch das Überschussgas im Akku gibt teilweise den konsumierten Strom wieder ab) V.a. Ni(MH)-Batterien würden die Top-Vollladung eh nach kurzer Zeit wieder verlieren - z.B. von 100% auf 90% binnen 1-2 Tagen. Und gerade die letzten Prozente der Volladung kosten mit Abstand am meisten Lebensdauer/Kapazitätsverlust/Innenwiderstandserhöhung.
Hier z.B. eine angefittete Gas-Simulation von einer NiMH-Ladung (mit Autopause nach heisser Nutzung) in Schüben:
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Man sieht die außen messbaren Temperaturkurven Sim+Real pink+blau (negative Skala) mit dem typischen Nachklingen entsprechend dem Gasüberschuss im Akku der langsam unter Wärmeproduktion rekombiniert. Dunkelblau den "Gasdruck" und braun den Anteil am Strom im Vergleich zum grünen Ladestrom, der in die Gasproduktion geht. In diesem Bild wird nur bis etwa 85% geladen mit C/3 Schüben. Beim Weiterladen ginge der Gasdruck dann nochmal gewaltig hoch und die braune Kurve im Extremfall bei 100% bis an die grüne Kurve heran. Praktisch nur diese letzten Lade-Prozente schaden dem Akku. Das Gas lässt sich prinzipiell kaum verhindern (ausser in gewissem Umfang mit Reflex-Ladung und durch einen optimal hohen Ladestrom). Durch Verteilung,Streck und Verhinderung gerade der Druckspitzen, kann aber sehr viel gewonnen werden.
Man sollte idealerweise also schon aus diesem Grund meist nicht in einem Rutsch volladen.
So erklärt es sich, dass Modellflieger, die ihre Akkus etwa absichtlich "heissüberladen" - mit Phase einer 100% Gasproduktion
- damit der Innerwiderstand bei Nutzungsstart bei hoher Temperatur niedrig ist, nur etwa 50-250 Zyklen hinkriegen - Gasrekombination sozusagen als teuerste aber offensichtlich praktische Heizmethode in Abwesenheit einer extra Heizung. Dass im Toyota Prius die NiMH mittels gewieftem Lademanagement aber 3000 Zyklenäquivalente halten. Auch ein C/10 Dauerladen und sogar C/20 ist im Prinzip ein Horror und Akkukiller - v.a. bei heutigen hochkapazitiven Akkus - die Grenze müsste eher nach Oberfläche/Volumen gehen statt nach C-Faktor.
Ich lade mit eigenem Spezialalgorithmus. Leider haben die wenigsten käuflichen Ladegeräte die Möglichkeit einer sauberen gestuften (Teil)Ladung - oder zur Temp./Gasdruckspitzen-Reduktion einer idealen Streckung der Ladung durch Schübe nach Bedarf ohne den Ladestrom zu verringern (Niedriger Dauerladestrom hat weitere Nachteile bzgl. Innenwiderstand, und nicht zuletzt geht ein wesentlich höherer Anteil in die Gasproduktion). Fast alle Lader wollen unbedingt auf Teufel komm raus und gar noch möglichst schnell 100% volladen ohne den Bedarf und die Schadwirkung abzuwägen.
Batterien, z.B. ZK, Alkaline (>15 Jahre) oder Li haben keine nennenswerte Selbstentladung - lohnt auch keine jahrelange Belegung des Kühlschranks.
Grüsse Robert
M
Matthias Weingart
robert :
Interessant. Welche Technik hast Du dafür verwendet? Wie misst Du den Gasdruck? Wie misst Du den "braunen" Ladestrom (also den Gasungsanteil am Strom)? Mhh, ich glaube ich komm mit Deinem Diagramm nicht klar. Die Temperatur (blau) sinkt ab (du schreibst ja negative Skala), dann wird für ca.
10min geladen und die Temperatur steigt an. Dann wird der Ladestrom abgeschaltet und die Temperatur sinkt wieder ab. Richtig?
M.
R
robert
Temperatur (blau) und Spannungs-&Stromverlauf (rot&grün) sind das einzige was gemessen wird - pro Zelle umgerechnet. deltaT ~= 300 - 14.2 * Wert_blau/pink_rechte_Skala Die "Gasmenge" (~=Strommenge die in Gas geht ~=O2-Druck) wird wie gesagt, mit einem einfachen Modell simuliert - Erzeugung(Spannung,Strom,Ladezustand), Rekombination(Menge,Zeit,Temperatur),Wärmeproduktion(Rekombination,Ohmscher und elektrochemischer Widerstand),Kühlung,.. - und die Simulation wurde an früheren Messkurven (in diesem Plot startet die Messung im vgl. heissen Zustand) durch Probieren grob angefittet. Plausibel dingfest gemacht wird der Gaseffekt hauptsächlich durch das immer stärkere Nachheizen (mit den 4 Ladeschüben zunehmende Rundungen der blauen Temp.Kurve unten nach Abschalten des Stroms). Durch die Abschätzung der absoluten Wäremmenge (Wärmekapazität des Packs) kann die Rekombinationswärmemenge und damit Produktionsmenge (brauner vs. grüne Strom-Kurve) auch absolut grob geschätzt werden. Dass es grob stimmt zeigt sich dann auch durch einen 2-ten Vergleich/Kalibrierung dadurch, dass bei einer deutlichen Überladung ziemlich genau der komplette Strom in Gasproduktion geht.
Ja, vier Schübe. Die Kurve hier ist etwas klapprig gemessen und auch nicht mit den originalen gefitteteten Zellen. Zeigt aber grad mit den 4 Schüben den hauptsächlichen Effekt schön auf.
Grüsse Robert
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