Und wie bastelt man jetzt eine Pager-Bombe? ;-( (2025 Update)

Sep 17, 2024 Last reply: vor 1 Jahr 158 Replies

Am 20.09.24 um 06:24 schrieb Ralph Aichinger:

Stimmt, schon gar nicht ins WTC und ins Pentagon.

Wie oft benutzt die Zielgruppe Linienflüge?

Es geht ja nicht nur um Aus- und Einreisekontrollen, sondern um die berühmten Sicherheitskontrollen, die die Wahrscheinlichkeit einer Landung erhöhen sollen.

Ja eh. Und wirst du dort, wenn du ein Terrorist bist, mit von der Hisbollah oder Hamas ausgegebenem Equipment auftauchen? Es erhöht die Wahrscheinlichkeit "rausgezogen" und noch mal genauer abgeklopft zu werden.

Zeitweise war es ja sogar ungeschickt mit einer Casio F-91 durch den Sicherheitscheck zu gehen.

Die Hisbollah-Anstecker und Hamas-Wimpel läßt der Terrorist ja auch eher daheim, wenn er auf Flugreise geht, würd ich vermuten.

/ralph

Da bin ich nicht so sicher. Terrorangriffe gibt es im Ausland, da fallen sie so schön auf. Und gerade der Pager mit seiner weltweiten Erreichbarkeit ist dann ein guter Befehlskanal.

Ist das so? Gibt es da wirklich ein weltweites Sendernetz fuer?

Auch ich denke das es eher klug ist die Teile zuhause zu lassen, aber bei der grossen Stueckzahl steigt halt auch die "oh-dummer-Fehler" Quote. Es sind ja auch schon Leute in Urlaub geflogen und hatten eine Tuete Marihuana vom letzten Festival in der Tasche und haben da einfach nicht mehr dran gedacht.

BTW: Ich hatte so mitte der 2000er auch schonmal eine lustige Diskussion in Dubai am Flughafen wieso ich denn mit DREI Handys fliegen wuerde.

Olaf

Woher weist Du dann, das das geht, wenn Du es nie mit einem Probealarm getestet hast?

Einmal im Jahr bimmeln finde ich OK dafür.

Mein Samsung A5 mit custom ROM (Android 11, Patchstand September 2024) scheint leider *nicht* auf cell broadcast zu reagieren.

cu Michael

Man darf wohl annhemen, dass da gerade einer aus dem Kanal ganz weit weg in Urlaub gefahren ist.

Grüße, H.

Am 20.09.2024 um 12:30 schrieb Michael Schwingen:

Eigentlich müsste das gehen. Mein A8 mit Android 9 kann es, es lärmt nicht, meldet und zeigt die Meldungen aber wie eine SMS an. Ich meine mich zu erinnern daß bereits die uralten Nokias Einstellungen für cell broadcast hatten.

Bernd

Unwahrscheinlich. Ein Teil des fraglichen Personals steht auf den üblichen Listen und wird daher Flughäfen mit strikten Sicherheits- vorkehrungen (praktisch der ganze Westen) tunlichst meiden. Und dem Rest wird man eingebläut haben, das Äquivalent vom Hisbollah-Mitglieds- Ausweis bei Reisen tunlichst zu Hause zu lassen, es sei denn, man reist in den Iran.

Zudem: Pager sind sehr lokale Geräte, die funktionieren nur im Abdeckungs- bereich der zugehörigen Sender - nicht 1000km entfernt davon. Ja, es gibt auch Satelliten-Pager, aber davon reden wir hier nicht.

Und selbst wenn einer von denen dusseligerweise mit dem Hisbollah-Pager in den Urlaub fliegt: Ein Pager an sich ist erstmal nicht verdächtig. Dem Mossad traue ich zu, die Sprengstoff-Ladung so eingebaut zu haben (im Akku, wie zuvor diskutiert), dass es im Röntgenbild nicht "komisch" aussieht. Zudem: Bei jedem Test von US-Flughäfen schaffen es die Tester regelmässig, verbotene Gegenstände (grosse Messer, Pistolen, Anscheins- Sprengkörper (Trainingstechnik), usw) durch die Kontrollen zu bekommen.

Einziges Risiko: Explizite Sprengstoffsuche - sprich Pager mit Sammel- streifen abwischen, dann per Spektrometer nach Nitrogruppen suchen. Erfahrungsgemäss kann man die Leute aber von bestimmten Geräten gut ablenken, BTDT ;-)

Man liest sich, Alex.

AFAIK ist die übliche Methode per Raman Spektrometer nach Nitrogruppen zu suchen - erwischt die meisten üblichen Sprengstoffe. Und, wie ich erfahren durfte, findet man damit die Treibmittelspuren wenn jemand ein paar Tage vorher Pistole geschossen hat im Trainingskeller.

Die Markerstoffe dienen eher dazu, Hersteller und Batch zu finden um die Quellen zurückverfolgen zu können.

Man liest sich, Alex.

Eh, was? Pager sind regionale Funktechnik im Abdeckungsbereich der zugehörigen Sender[0], nix weltweite Erreichbarkeit. Das geht zwar auch, aber das sind dann Satelliten-Pager. Deutlich teurer und die haben andere Empfangsprobleme.

Man liest sich, Alex. [0] Je nach Betreiber reicht das von "das örtliche Krankenhaus mit Umschwung" bis "das ganze Land mit etwas Leckage über die Grenzen".

Wobei ich mir auch da vorstellen kann, dass die Israelis besser darin sind das gut zu kapseln, besser als der Hobbybastler um die Ecke.

Eventuell reicht da schon, wenn man sauber arbeitet, dass weniger "erschnüffelbares"/"erswipbares" rauskommt. Ich weiß nicht ob es stimmt, aber gerüchteweise war der Sprengstoff in der Lithium-Stützbatterie, ein solches Metallgehäuse ist vermutlich leichter dicht zu kriegen ohne oder mit weniger Spuren außen.

/ralph

Gatten sie. Auch die Anzeige des ungefähren Aufenthaltsorts in der Schweiz wurde IIRC über Cell Broadcast realisiert. Entweder übertragen die Schweizer Netze das nicht mehr oder heutige Telefone zeigen das nicht mehr an.

Grüße Marc

OK, Danke. Was weiß ich denn schon? Hatte nie Grund, mich damit genauer zu befassen.

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Die Dinger sind beeindruckend empfindlich. Konkretes Beispiel, schon etliche Jahre her:

War Mitte der Woche mit Kollegen beim Sportverein im Schiesskeller, Pistole schiessen (diverse Typen und Kaliber), dabei Ausweis vorzeigen zwecks Beachtung der behördlichen Sperrliste (Bürgern bestimmter Staaten ist der Besitz und Umgang mit Schusswaffen in der Schweiz untersagt), der Ausweis lag da so ein paar Minuten im Schiesskeller auf dem Tisch, dann wieder weggepackt.

Am Wochenende über die Grenze nach Deutschland gefahren zum Wandern. An der Grenze lief wohl gerade Ausbildung, also hat man uns (ganz ungewohnt) nach den Papieren gefragt und die Ausweise der Vollständigkeit halber auf Sprengstofferkennung behandelt - *bing* *bing* *bing* das Ding hat bei meinem tatsächlich angeschlagen, bei dem meiner Frau nicht (war nicht beim Schiessen dabei).

Also Auto durchsuchen ... und natürlich nichts gefunden, da ich privat weder Schusswaffen noch Munition besitze (und wenn, dann nicht so dusselig wäre, das inoffiziell über die Grenze zu karren). Allgemeines Gegrübel bei den Grenzern wieso der Detektor anschlägt, aber man im Auto nix findet und auch Abstriche vom Auto sauber sind. Schiesstermin vor ein paar Tagen erwähnt und da ging ein Licht an ... die meinten, der Test liefe auf Nitrogruppen und die findet man nicht nur im Sprengstoff, sondern natürlich auch im Treibladungspulver[0] (mit Schwarzpulver hantiert zu dem Zweck dieser Tage kaum einer).

Ist der naheliegenste Ort dafür, aus mehreren Gründen.

Vermutlich, aber bei der Empfindlichkeit moderner Detektoren keine einfache Arbeit. Und mal im Kontext: Die Pager wurden alle von Hisbollah- Leuten getragen, da kann man durchaus von ausgehen, dass die gelegentlich Umgang mit Sprengstoff, Treibmitteln und Munition haben und ein positiver Test auf Sprengstoffe wäre da tendenziell nicht sonderlich ungewöhnlich.

Man liest sich, Alex. [0] Für Handwaffen üblicherweise Nitrozellulose plus Zuschlagstoffe (single base), ggf. auch Nitroglyzerin (double base) - beides reich an den erwähnten Nitrogruppen.

Ich lege Wert auf Bekundung meiner fehlenden charakterlichen Eignung zu dem Job.

Nach der ersten eingegangenen Echtwarnung weiß er, daß es zumindest vom Prinzip her bei seinem Gerät funktioniert.

Ja, dachte ich auch - tut aber nicht. Eine "Cell Broadcast Service"-System-App ist vorhanden und aktiviert, tut aber anscheinend nichts. Die Einstellungen, die ich finde, sind alle auf "an".

cu Michael

Wann kommt die? Je nach Region kann das mit etwas Pech (für den Testenden) Jahre dauern. Da ist ein Testtag doch sinnvoller.

cu Michael

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