Das Szenario von großflächig via Konsumartikel in Verkehr gebrachten Sprengladungen ist m. M. n. eher was für Aluhutträger. Viel zu aufwendige Logistik bei geringem Nutzen. War schon Stuxnet [1] eine enorm komplexe und kostspielige Angelegenheit. Und das ist nur ein Stück Software.
Irgendwelche Backdoors in netzwerkfähigen Produkten dürften hingegen an der Tagesordnung sein.
Ich kenne mich mit den Sicherheitsprozessen im Passagierflugbetrieb nicht so gut aus, d. h. ob diese Röntgenscanner zuverlässig auch exotische Waffen, Spreng- oder Giftstoffe erkennen und wie sensitiv der Prozeß dieser Schnüffelpapiere ist, mit denen man gerne über Kameras, Objektive und Laptops wischt.
Als Terrorist wäre man gut beraten, sich anderen öffentlichen Verkehrsmitteln zuzuwenden, wo der an Flughafen gehandhabte Check-In-Prozeß von vorneherein unpraktisch ist.
Anders ausgedrückt: Wir können von Glück sagen, daß die Mehrheit der Terroristen nicht gerade zu den hellsten Köpfen zählt (Mal ehrlich: Wer, der noch alle Tassen im Schrank hat, würde sich und seine Mitmenschen wegen irgendwelcher heiliger Schriften in die Luft sprengen?), denn sonst könntest Du alle unsere tollen Maßnahmen incl. KI-Überwachnung, Chatkontrolle, Obstmesserverbot, Personenkontrollen, usw. komplett vergessen und es gäbe hier chaotische Zustände, die den Deutschen Herbst wie Kinderfasching aussehen ließen.
Volker
[1]