Und wie bastelt man jetzt eine Pager-Bombe? ;-( (2025 Update)

Sep 17, 2024 Last reply: vor 1 Jahr 158 Replies

Hat vermutlich schon jeder in den Nachrichten gesehen/gelesen das etliche Hisbollah-Pager "explodiert" seien, 9 Tote und Tausende Verletzte soll es gegeben haben.



Aber: Welcher Hersteller würde einen Pager bauen der auf ein Funksignal hin z.b. seinen Eigenen Akku kurz schließt oder anders zur Explosion brächte. Das wär' mal'n echter "Killswitch" und schießt m.e. über jedes Legale Ziel hinaus. Das wär so als ob man sein iPhone nicht nur aus der Ferne löschen und sperren könnte sondern es auch gleich noch zerstören würde. Da sehe ich schon die Meme's mit DETONATE-Button auf dem iMac (nur echt mit dem kleinen 'i') ;)



Geht das überhaupt, so einfach Akku kurz schließen und Bang!



Ich hatte beim ersten Bericht noch angenommen das wären Pager die externe Bombenladungen (für Anschläge) zünden sollten und Israel hat das mit bekommen und alle zum geeigneten Zeitpunkt hochgehen lassen. 1A Selbstverteidigung die sich gegen die Bomben-bauer oder -auslieferer richtete - Plus Kollateralschäden.



Davon ist heute aber nicht die rede. Eher von eingebautem Sprengsatz oder obigem. Und die Alternative finde ich ja noch unwahrscheinlicher.



Es sei denn man hätte wie angedeutet wirklich die Lieferketten infiltriert und mit langer hand voraus geplant. Möglicherweise...



Aber, wie viel Sprengkraft kann denn bitte in einem Hochgehenden Akku stecken - von einem Pager der üblicherweise eher kleiner als eine Zigarettenschachtel sein dürfte?



Bye/ /Kay


Am 17.09.2024 um 23:52 schrieb Kay Martinen: [...]

Ich denke die haben denen schon lange Zeit Pager untergejubelt die Sprengstoff enthielten.

Ich musste erst mal googeln, was ein Pager eigentlich ist. ;)

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> Zudem belegt die weltweit führende GSM Association in ihrer Studie The Role of Mobiles in Disasters and Emergencies,[5] dass sich GSM-basierte Mobiltelefone – mit Ausnahme von Cell Broadcast – nicht für die Alarmierung und Warnung der Bevölkerung bei Naturkatastrophen und anderen Großschadenslagen eignen.

So so. Komischerweise schreckt mich ein Daddelphone des öfteren mit einem "Probealarm" auf. Ein gräuslicher Ton, und in einer nie gekannten Lautstärke. ;)

Keiner, da waren Sprengladungen drin. Israelische Geheimdienste haben das in den 1990ern schon mit Handys so gemacht.

Ja, hat man scheinbar. Der Taiwanesische Hersteller hat vom europäischen Distributor die Anfrage bekommen ein Sondermodell in Lizenz bauen zu dürfen. Da wurde dann offenbar ab Werk Sprengstoff eingebaut, und Zünder und entsprechende Firmware.

/ralph

Ralph Aichinger schrieb:

Ein europäischer Hersteller? Es hieß doch, die Dinger seien vom Iran geliefert worden?!

MfG Rupert

Wobei:

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*Cityruf Gruß, ULF

Da waren sicher eine Menge Zwischenhaendler involviert.

Interessant ist eher die Frage ob der Geheimdienst die kompletten Entwicklungsunterlagen hatte und praktisch die Elektronik mit Zusatz nachgefertig und ausgetauscht hat, oder ob man etwas nachtraeglich rein basteln musste. Letzeres macht es schwieriger auf eine Sondernachricht mit einer speziellen Funktion zu reagieren. Im ersteren Falle ist das natuerlich banal weil man dann einfach die Firmware darauf anpasst. Ausserdem hat man dann sicherlich auch alle Nachrichten der letzten Monate mitgelesen. Im Prinzip wurde dann der "Geheimdienst" des Gegners zu 100% uebernommen.

Technisch ist das ganze Banal. Ich koennte das sicherlich auch. Und wenn man mal von den senilen Schwachkoepfen in dieser Newsgroup absieht die nur OT Geblubber schaffen, so wuerde ich erwarten das dies jeder Leser hier auf die Reihe bekommt der noch weiss wofuer das s in d.s.e mal stand.

Interessant ist das ganze natuerlich fuer die Bewertung von Sicherheitskonzepten in Europaeischen Firmen. "Warum sollte UNS einer hacken? Wir machen doch nur banale XYZ Geraete" .-)

Olaf

Nächste Eskalationsstufe: Seine Geräte vor Benutzung erstmal ordentlich röntgen. Die Röhren gibts eh auf Ebay:

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S. auch:

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Volker

"des öfteren" ist maximal einmal im Jahr. Und völlig überraschend wird das über Cell Broadcast realisiert. Aber Hauptsache der seit Jahrzehnten arbeitslose Superspezialexperte Hartmut ist der einzige der sich die Schuhe zubinden kann und alle anderen sind doof.

Addendum:

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ist natürlich auch ziemnlich geil. Hochgeschw> Nächste Eskalationsstufe: Seine Geräte vor Benutzung erstmal ordentlich

Ungarn, aber ich vermute das wird alles nach und nach öffentlich werden. Die Chefin der Firma in Ungarn wirkt so laut den geposteten Screenshots der jetzt nicht mehr erreichbaren Homepage der Firma, als ob Geheimdienstverbindungen nicht absurd wären (diverse eher elitär wirkende Studien in London, Tätigkeiten bei der EU ...). Oder sagen wir so, eher untypisch, dass jemand der solche Ausbildungen hat sich um die Herstellung von eher obsoleter Consumer-Elektronik kümmert.

/ralph

Äußerst interessant, was Du da schreibst.
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Du lebst in der Vergangenheit. Ueblich ist heute das man ein C.T. macht. Soweit nichts besonders.

Beispiel:

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Aber meinst du du kannst dann etwas erkennen? Wenn es gut gemacht ist? Ich vermute mal das uebliche Sprengstoffe gekennzeichnet sind damit sie bei sowas auffallen. Das Zeug das ein Geheimdienst selber anruehrt auch? .-)

Olaf

Nein, ist es nicht, und könntest du eventuell nicht. Nicht alleine.

Selbst einen "normalen" Pager von 0 weg entwickeln ist nicht trivial, auch dann nicht, wenn man keinen Gewinn machen muß. Das Ding muß ja alltagstauglich sein, das geht los von der Firmware-Entwicklung bis hin zur Gestaltung der Spritzgußteile. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das ein Team mit weniger als 5-10 Leuten schafft, rein das Engineering.

Es gibt zig Beispiele von Projekten auf Kickstarter, die irgendwas an sich eher banales weit hinter dem Stand der Technik bauen wollten, und dann am Hardwaredesign oder der Fertigung gescheitert sind. Das Gerät soll ja auch nicht dadurch Mißtrauen erwirken, dass es schlecht funktoniert. Wir alle kennen Beispiele von Produkten aus der Anfangszeit des chinesischen Booms, die irgendwie mit Kompromissen (z.B. schlecht passende Spritzgussformen) zusammengebastelt worden sind, die auffallen als "nicht echt" (für ein Massenprodukt).

Und: 4000 Pager läßt man auch nicht so einfach im Hinterhof zusammenlöten, da muß man z.B. ja auch überlegen welche Sicherheitsvorkehrungen man treffen muß, damit nicht jemand beim Einbauen der Sprengladung raucht und in die Luft fliegt, d.h. man muß bedingt Leute einweihen, hat Geheimniserfordernisse. Das ist alles nicht so einfach. Wie stellt man sicher, dass von denen keiner im Suff alles ein halbes Jahr vorher ausplaudert? Da muß man jeden auf Zuverlässigkeit abklopfen, und wenn er nur den ganzen Tag schrauben reindreht.

/ralph

Bei uns in Österreich hört man jeden Samstag punkt 12 kurz die Sirenen, und einmal im Jahr oder so werden die verschiedenen Warnsignale länger getestet. Ich glaub da hat auch keiner ein Problem damit (außer eventuell Leute mit Trauma, die direkt aus Kriegsgebieten kommen, für die ist das eher nicht lustig).

/ralph

Ich dachte kurz an Gebäckkontrolle an Verkehrsstationen, gibt aber bei positivem Ergebnis mehr Verzögerungen im Reiseablauf, als einem lieb sein dürfte.

Wer in Europa einen Pager mit eingebauter Sprengladung baut muss mit einer Mordanklage rechnen. Deshalb vermute ich dass das Ding in Israel gebaut wurde und das dann irgendwo ausgetauscht, z.B. auf dem Transport. Die Firma in Ungarn gehoerte wahrscheinlich auch einem israelischen Geheimdienst, und lieferte alle informationen nach Israel, damit die dort ein baugleiches Geraet mit Sprengstoff drin herstellen konnten.

Für mich ist das nicht so klar. Wer eine Panzermine baut, der muss das ja auch nicht. Vor allem aber: Es ist nicht klar, wieviel europäische Geheimdienste davon gewußt haben und die Hand drüber gehalten.

Möglich, wobei selbst das reine Austauschen von einem Teil des Innenlebens gegen Sprengstoff nicht trivial ist bei so großen Stückzahlen, auch wegen Sicherheit, Geheimhaltung etc.

Ich war mal bei einer Firma, die nebenbei Kleinserienelektronik zusammengebaut hat, weniger als 50 Stück oder so. Selbst das ist logistisch schon herausfordernd. Bei 4000 Stück brauchst du schon eine ernsthaft industrielle Herangehensweise, das machst du nicht nebenher in deiner Garage.

/ralph

Im einen Video, das Du nicht mitzitiert hast, geht es um einen Eigenbau-CT:

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m. W. n. auch mit "ordentlicher" Röntgenstrahlung funktioniert.

So ein richtiger Computertomograph mit Gantry, Röntgenemittern, Detektoren, dem ganzen induktiven Einspeisegedöns nebst Auswerterechner mit gefilterter Rückprojektion und KI steht doch heutzutage in jedem Hobbykeller.

Ich sicher nicht. Aber nachdem Du die "Industrie" aufgebracht hast: Die Jungs (die auch irgendwelche Chips decappen und sonstwie schauen, obs ein Fake ist) doch wohl sicher. Vor allem im Vergleich mit nicht gehackten Produkten.

Irgendwas ist ja immer und die Ersten erwischts eben.

Volker

Doch, du denkst nicht weit genug. .-)

Wenn ich die Entwicklungsunterlagen habe? Tsts.... Dann mache ich nur die Platine neu.

Die habe ich ja bereits geklaut. Und wenn nicht dann liesst man die aus und hakt die oder findet Anknuepfungspunkte. Wenn der Pager z.B jede empfangene Nachricht in einem extrenem FRAM ablegt dann wacht mein zusatzkontroller jedesmal beim Empfang einer Nachricht auf und scannt den Speicher nach einem Codewort. Und das sind alles Dinge dir mir in einer Minute einfallen. Geh davon aus das man besser ist wenn man die Originalelektronik auf dem Tisch hat und einen Tag drueber nachdenkt.

Die macht man nicht. Man kauft dann Originale und verwendet alles weiter bis auf die Platine und den Akku.

Ich arbeite zufaellig in einem Team mit 5Leuten. Wir machen zwar keine Pager sondern Radarsysteme aber alles von der Platine ueber die Software bis zum Gehaeuse und Antenne. Aber wie gesagt, soweit wuerde ich als Geheimdienst nicht gehen. Da nehme ich das fertige Geraet und tausche nur die Platine aus. Da ist dann ein Akku drauf der nur halb so gross ist wie das Original und der Rest ist dann die Bombe.

Oh und aus der Erfahrung kann ich dir sagen, 80-90 Prozent einer Entwicklung sind heute sowas wie Tests, Zulassung, RED, EMV, Patentrecherche, Produktionsfaehigkeit, Verpackung, Bedienungsanleitung, Produktionstools. All das braucht man als Geheimdienst nicht. Hey, wenn man mal den moralischen Aspekt beiseite laesst klingt die Arbeit da ja fast wie im Paradies. :-)

Ja nun, Anfaenger...

Nein, siehe oben.

Olaf

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