Und wie bastelt man jetzt eine Pager-Bombe? ;-( (2025 Update)

Sep 17, 2024 Last reply: vor 1 Jahr 158 Replies

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Ich würde das anders machen und zwar so, dass man diese Technik universell in alle möglichen unterschiedlichen Geräte einbauen kann.

Das Problem ist, irgendwie das Kommando zur Zündung an den Sprengsatz zu bringen. Über die normale Verkabelung des Akkus dürfte das schwierig sein. Außerdem müsste man dazu die Firmware manipulieren.

Mein Vorschlag wäre deshalb eine akustische Auslösung. Man integriert in den Zünder ein kleines Mikrophon und einen winizigen Microcontroller der in der Lage ist, die Töne des Pagers auszuwerten. Wenn man nun unterschiedliche Klingeltöne erzeugen kann, oder sogar akustische Nachrichten übermitteln kann, könnte man über den Lautsprecher des Gerätes eine Tonfolge, z.B. eine DTMF Folge abspielen um die Zündung auszulösen.

Das kann man dann nicht nur in den Pager sondern auch in ein Handfunkgerät einbauen. Das ganze wäre dann im Akkupack versteckt und man müsste nur das passende Akkupack einbauen um so eine Sonderserie zu produzieren.

Das wäre auch wesentlich flexibler, denn wer weiss schon vorher, welchen Pagertyp bzw. welches Handfunkgerät die Zielpersonen anschaffen. Da kommt es dann auf die Zeitspanne zwischen Bestellung und Auslieferung an. Wenn man da etwas speziell auf ein Modell zugeschnittenes System entwickeln will, dürfte das zeitlich eng werden.

Hallo!

Am 20.09.2024 um 13:19 schrieb Bernd Laengerich:

Das genau ist diese Art von Irrtum die offenbar von den Entwicklern des Systems in Kauf genommen worden.

Cell Broadcast ist oder war (je nach Firmware/Betriebssystem des Endgerätes) ein Standard aus den 1990'ern. Offenbar aber wurde er nie großflächig genutzt weshalb er in Vergessenheit geriet.

Was Marc andeutet: "ungefährer Standort" gab/gibt es auch in den GSM-Netzen von O2 und Viag Intercom in deutschen Netzen. Nur das nicht die ungefähre Gerion der Funkzelle in Klartext übertragen wird, sondern Koordinaten der verwendeten Stationsantenne.

Für Freaks wie mich damals und heute durchaus interessant.

Das andere hingegen, nämlich das Alarmsystem zur Bevölkerungsalarmierung via Mobilfunk, hat man blöder weise ebenfalls Cell Broadcast genannt, obwohl es ein komplett anderes System ist. Viel größerer Datensatz mit reichlich Text und Audio + Unterstützung der Firmware die weis das sie akustisch eine Sirene nachbilden muss wenn sowas kommt.

Jürgen

Am 18.09.24 um 09:02 schrieb olaf: Hallo,

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Soso, Mitlesen an einem Pager: ... Banal ... Geblubber ... Schwachköpfe

Ich lese ja nicht so oft mit, ist das olaf jetzt eine neue Sockenpuppe?

Peter

Am 21.09.24 um 10:41 schrieb Jürgen Hüser:

Oooh ja. Diese Lautstärke hätte ich dem Quäker in meinem Handy nie zugetraut. Der Ton geht duch Mark und Pfennig. ;)

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Am 21.09.24 um 10:41 schrieb Jürgen Hüser: > Das andere hingegen, nämlich das Alarmsystem zur > Bevölkerungsalarmierung via Mobilfunk, hat man blöder weise ebenfalls > Cell Broadcast genannt, obwohl es ein komplett anderes System ist. > Viel größerer Datensatz mit reichlich Text und Audio + Unterstützung > der Firmware die weis das sie akustisch eine Sirene nachbilden muss > wenn sowas kommt.

Oooh ja. Diese Lautstärke hätte ich dem Quäker in meinem Handy nie zugetraut. Der Ton geht durch Mark und Pfennig. ;)

Ach was, jeder Mensch ist bestechlich, nur die Preise sind verschieden. ;)

Am 21.09.24 um 14:55 schrieb Hartmut Kraus:

Das _Handy_ hatte hier nicht gemuckt... nach gefühlten 5 Minuten kamen IIRC zwei SMS, für eine war der verbose-Text zu lang;-)

Das Daddelphone war laut... und es gingen im Zug alle unterschiedlichsten Daddelphones gleichzeitig los:-)

Viele Grüße,

Olaf

Jürgen Hüser schrieb am Sat, 21 Sep 2024 10:41:19 +0200:

Bist Du dir da ganz sicher? Was anderes als reines CellBroadcast kann das nämlich schon rein von der Art der Funktionalität her nicht sein, und die Reaktion der Handys ist das Produkt aus Message-ID und Firmwarefunktion. Zur Einführung der Warnfunktion gab es ja Probleme mit 4-stelligen IDs, obwohl üblicherweise nur 3-stellige verwendet wurden.

MfG

Frank

Im Blaulichtbereich gibt's die heute und hierzulande noch. Möglicherweise haben auch Versorgungsnetzbetreiber solche Geräte aus "Tradition" (noch), weil bei denen die Umstellung von Technik schon mal viele Jahre dauern kann.

Gruß, Ralf

Zur Hochzeit des IS wurden in deren Umfeld ferngesteuerte Standard-PKWs, dort meist Hilux, gefunden, die dazu dienten Bombenladungen zum Feind zu bringen und zu zünden. Zuvor wurden die "Blöden"[tm] hinters Lenkrad gesetzt und die üblichen 72 Jungfrauen versprochen, aber offensichtlich hatten die irgendwann einen Mangel an Fachkräften dieser Art.

Die Fernsteuerung dieser Fahrzeuge geschah natürlich über Funk, und damit wurden die nötigen Bedienelemente des Fahrzeugs bewegt, d.h. Gas, Bremse und Lenkung, im Rückkanal das Kamerabild.

Soll heißen, daß die durchaus ein paar Leute mit Fachwissen hatten/haben.

Gruß, Ralf

Die Geräte hat man nicht aus "Tradition" noch, sondern einfach deshalb, weil sie den Job, für welchen sie gedacht sind, am besten erledigen. Deutlich besser jedenfalls als ein "Handy", ein Smartphone oder ähnliche Geräte der Richtung CellPhone, welche man in der Regel mit SIM-Karten versorgen und täglich laden muss. Deutlich kleiner und handlicher als ein Smartphone und robuster als ein solches sind sie überdies. Man muss halt die Ausführung für Hilfsdienste nehmen, nicht die für Terroristen, dann sind sie auch nicht so laut... Für Leute, welche ihren Bereitschaftsdienst abseits des Arbeitsplatzes ableisten wollen/dürfen, gibts kaum praktischeres

MfG Rupert

Wobei der IS noch mal eine Klasse niedriger spielen dürfte als die Hamas oder gar die Hisbollah. Die Hisbollah dürfte ja intensiv mit iranischem Know-How versorgt werden, und einigermaßen professionell -- soweit man das bei einer Terrormiliz sagen kann -- agieren.

/ralph

Am 21.09.24 um 16:23 schrieb Olaf Schultz:

Tschuldige, was ist denn der Unterschied zwischen Handy und Daddelphone? ;) Für mich ist seit einiger Zeit alles dasselbe, wofür man schon eine App braucht, um Klopapier abzureißen. Also was hätten wir da so: iPhone ("Schlauphone"), Smartpone (kommt das von "Smarties"? Schön bunt ist es ja), ;) ... und ich nenne meins gerne "Wischiwaschitippibunti", ...

Ooooh, Terror agiert öfters einiges professioneller als staatliche Friedens- und Ordnungshüter, sag' ich mal. ;)

Nicht nur das Laden funktioniert im Katastrophenfall ggf. nicht mehr, sondern auch der Kontakt zum nächsten vorhandenen, funktionierenden Sendemast für GSM u.ä. Siehe Ahrtal vor 3 Jahren: Mobilfunk unten im Tal funktionierte in den ersten Tagen nach der Flut nicht mehr, denn kein Strom, teilweise keine Masten mehr und teilweise keine Verbindung zwischen den Masten. Ob unten im Tal Pager funktionierten, weiß ich allerdings nicht. Normalerweise haben die höhere Reichweiten und daher geringere Senderdichte. Aber die Topologie ...

Gruß, Ralf

Ja mei, für Kastrophen muss man ja auch richtig vorsorgen. ;)

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Sei realistisch. Handynetze sind immer mehr mit Notstromversorgungen, etc. ausgestattet, es gibt mobile BTSen, die man in Katastrophengebiete schaffen kann, etc. Außerdem gibt es in den meisten Gegenden 2-3 unabhängig voneineander betriebene Mobilfunknetze.

POCSAG und ähnliche Systeme müssen auch irgendwie angesteuert werden (wenn dir die Mobilfunk-BTS absauft, dann sauft dir auch die DSL-ARU ab, über die die Daten im Festnetz fließen). Und die gibt es auch nicht mehrfach redundant von 2-3 Betreibern, sondern meist nur von einem.

/ralph

Gerüchteweise war aber im Ahrtal nach der Flut erstmal großes Funkloch.

Sowas passiert 2-3 mal, dann haben alle gelernt wie man es besser macht.

Ein funktionierendes Mobilfunknetz ist für alle Beiteiligten einfach soviel nützlicher als Pager oder Funkgeräte.

/ralph

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