Und man kriegt sie doch kaputt (Eneloop Lite)

Nov 03, 2024 Last reply: 1 year ago 39 Replies

Ich habe hier zwei Eneloop Lite AAA aus einem Schnurlostelefon, denen die Testfunktion des Lii-600-Ladegeräts noch eine Kapazität von etwa 20 bzw. 40 mAh bescheinigt.



Dass die Ladeschalen der Schnurlostelefone hier Akkus zerladen, weiß ich, weshalb ich mal Eneloop Lite probiert habe. Die sind jetzt, *blätter*, 32 Monate alt. Interessanterweise haben die gleichalten Akkus aus einem Partnergerät noch etwa Nennkapazität.


Am 03.11.2024 um 20:58 schrieb Christian Weisgerber:

die blauen "für DECT..."?

Nach kurzer Suche im Internet hat dieses Lii-600-Ladegerät offenbar nur eine Test und Repairfunktion (außer dem normalen laden), eine Refresh Funktion wie die guten alten BC700 oder sehr bauähnlich offenbar nicht.

Naja, zu lange halten dürfen Akkus auch wieder nicht, das ist ja geschäftsschädigend. =:-O

Mit einem BC700 haben auch gequälte Eneloops bei mir/uns eine ca. 80% Erfolgsquote beim Refresh. Danach sind sie entweder wieder ok oder etwas für den Wertstoffhof.

Bei den blauen Eneloop Lite für DECT hat hier[tm] bisher allerdings die Check Funktion gereicht.

Eine wirkliche Tiefentladung verzeihen nach meiner Erfahrung auch Eneloops nicht, keine Überraschung.

Ja.

Ich wüsste nicht, wie es zu einer Tiefentladung kommen soll. Die Telefone sitzen praktisch die ganze Zeit auf der Ladeschale und was auch immer die Ladestrategie ist, sie bekommt den Akkus gar nicht. In den Jahren davor hats Nonames (Aldi "Active Energy") zerstört, aber wie ich jetzt vermelden kann, sind die Eneloop Lite auch nicht dagegen gefeit.

Am 03.11.2024 So. um 23:47 schrieb Christian Weisgerber:

Ich, einige unserer Familie in getrennten Haushalten, haben gelernt das es tatsächlich die für "DECT" deklarierten Akkus sein sollten. Und gern auch nicht die allerbilligsten. Aktuell die bisher besten Erfahrungen habe ich mit

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Scheinen wirklich zu halten was sie versprechen.

Jürgen

Am 04.11.2024 Mo. um 08:37 schrieb Jürgen Jänicke:

Nachtrag: Kann natürlich auch von jeder anderen Firma sein. Ich habe meine wahrscheinlich bei Kaufland gekauft.

Jürgen

Das Problem beim Akku-Testen scheint zu sein, dass man die Vor- geschichte der getesteten Exemplare nicht kennt. Ebensowenig die Gleichmäßigkeit der Eigenschaften bei der Herstellung. Mich hat auch schon immer gestört, dass nur Wenige ein Geburtsdatum draufstempeln.

Grüße, H.

Meine ganz regulären AA-Eneloops verwende ich schon seit fast einem Jahrzehnt im Schnurlostelefon und dessen Ladestrategie ist erwiesen Scheiße, weil auf lt. Computerladegerät als "voll" ausgewiesenen Akkus noch weitere Stunden sinnlos rumgebraten wird. Haben sie problemlos weggesteckt, alldieweil ich auch nicht paranoid nach jedem Zyklus eine Kapazitätsmessung mache. Wenn die Teile jetzt plötzlich statt zwei Wochen nur noch ein paar Stunden hielten, wäre mir das aber aufgefallen.

Soll heißen: Den Einsatz von Eneloop Lite an Schnurlostelefonen halte ich für Hysterie. Vermutlich hast Du eine schlechte Charge bzw. einen Ausreißer erwischt

- bei 32 Monaten Alter haben die doch allerhöchstens 100 Zyklen hinter sich. Und dauernd auf der Schale stehen läßt Du Dein Telefon doch wohl nicht? Das ist nicht nur für Eneloops eine schlechte Idee, sondern für jegliche Akkus.

Ich vermute, das war einer der bei Eneloops sehr seltenen Fälle von "Pech". Also nicht die sehr seltenen Einzelfälle weniger Kunden aus dem Kundendienst, zur Abwehrung von Ersatzansprüchen. Sondern die wirklich homöopathischen Ausfälle in der Praxis. Kann mich gar nicht erinnern, jemals Eneloops weggeworfen zu haben. Bin aber auch nicht so der "Heavy-User".

Wenn die Taschenlampe, das GPS, der Fotoblitzer, die Funkgeräte, die Wanduhr, die Fernbedienungen, usw. leer sind, kommen halt neue Zellen rein und ich lade die alten Zellen auf.

Die GP, die ich aus historischen Gründen aufhebe, sind nach ein paar Monaten immer komplett leer, Eneloops muß man allenfalls kurz nachladen. Sinnlos, da groß über Alternativen nachudenken.

Volker

Vielleicht höhere Spannungslage. Ausgerechnet bei den Gigaset A415 und A420 fragt man sich, was die Ingenieure bei Siemens so rauchen und ob ihnen die (Ent)Ladekurve von NiMH-Chemie wenigstens ansatzweise bekannt ist.

Volker

Bei mir: Damit ich es schnell finde, wenn ich es brauche.

In meinen wirklich uralten Gigaset (20 a) hielten auch die normalen Eneloop etliche Jahre. Bei den blauen ist es der erste Satz und zu früh, um etwas zur Langlebigkeit zu sagen.

In einer ähnlichen Anwendung (Akkusauger: soll immer voll sein, wird nur kurz und eher selten gebraucht, die Zellen wechseln ist teuer und ein Akt, normaler Staubsauger nicht praktikabel) hab ich die Ladeschale an eine Zeitschaltuhr mit ca. 1 h / 24 h Einschaltdauer gehängt. Funktioniert im Sinne der Anforderungen

-- ob es netto Strom spart weiß ich nicht, aber der Akku-Satz hält länger als die vorher üblichen 18-24 Monate.

Thomas Prufer

Kann ich mir beim Akkusauger vorstellen, vermutlich ohne Werkzeug sowieso keine Chance. Beim Telefon, d. h. der Situation des OP? Sache von 15 Sekunden.

Hmmm. 3-stöckige Galeriewohnung mit 50% Treppenanteil? Immer, wenn ich Spezl mit irgendwelchen Akkusaugern rumhampeln sehe, stehen mir Tränen des Mitleids in den Augen. Also gesetzt den Fall, Du hast Dir keinen...

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geleistet.

Ich bin gespannt, was der Siemens Beutelstaubsauger Z 3.0 "extreme power" VSZ3XTRM11 mit 850W taugt, den ich für meine Eltern bestellt habe. Scheint der Urururenkel meines Super Dino XS (1500W) zu sein, der mir schon über ein Jahrzehnt treue Dienste leistete, jetzt aber langsam auseinanderfällt: Die eine Laufrolle fällt ständig ab, der Schlitz für die Bodendüse ist weggebrochen, das Anschlußkabel hat sich im Aufroller selbst abisoliert und mußte gekürzt werden und schließlich hält weder das Bajonett der Bodendüse noch ordentlich im Teleskoprohr, noch die Rastung vom Schlauchende. Da gäbs zwar noch E-Teile für, aber irgendwann ist auch mal gut.

Hoffentlich hat Siemens den nicht Made-in-Germany-mäßig kaputtrationalisiert.

Dein Akkustaubsauger entlädt sich echt so schnell, daß das nötig ist? Ich habe vor einiger Zeit einen LiPo-Akku fürs Smartphone aus dem Kühlschrank gezogen, den ich tatsächlich dort "vergessen" hatte. Über mehrere Jahre. War von Sony und ist nach initialer Aufladung so gut wie neu. Also zumindest 100x besser als der Mist vom Zubehör.

Volker

Sportverein, Eingangs- und Aufenthaltsbereich. Öfters mal Sand aus Schuhen, ein Keks zerbröselt, so Kleinkram. Der Putztrupp hat eigene netzbetriebene Staubsauger. Der Sauger kann und soll von jedem genutzt werden.

"Von jedem" führt zu Bedienung durch Menschen mit gutem Willen aber ohne Erfahrung: beim "normalen" Staubsauger des Vereins hat zuletzt wer hilfreicherweise den Einweg-Beutel weggeschmissen, wohl weil voll. Dann keinen neuen Beutel rein (es liegen genug neue rum), sondern zurückgestellt.

Dann wurde fleißig weitergesaugt: innen Sauerei, Motorschutzfilter hat funktioniert, aber ich hab die Arbeit den Sauger wieder sauberzubekommen.

Das ist eine alter Nass-Trocken-Sauger, mit den besten Zellen eines defekten NiMH-Schraubers wiederbelebt. Aufschrauben, Lötfahnen löten, usw.

Ich erwähne mal: Nass-Sauger muß man nach dem Nass-saugen leeren, und nicht monatelang nass wegstellen. Nein, das ist nicht selbstverständlich.

Das Gigaset hängt auch an der 1/24-PWM-Zeitschaltuhr (jedenfalls bis es wer wieder umsteckt).

Thomas Prufer

Am 03.11.2024 um 23:47 schrieb Christian Weisgerber:

Das war nur als reines Beispiel für "Akkus kaputt kriegen" von mir erwähnt.

Wie so etwas passierten könnte? Das ist für manche Leute einfach, mitunter sogar in der Familie. Einfach das Handgerät irgendwo sehr lange "vergessen", man nimmt dann einfach das nächste. Beim "wiederfinden" gibt es dann tiefentladene Akkus.

Also der typische Fall im DECT Handset Lader über Jahre kaputt geladen. Dagegen hätte ich den Alive/Refresh Zyklus probiert, den es offenbar bei deinem Lader nicht gibt. Der Repair Mode des Lii-600-Ladegerätes scheint etwas anders zu funktionieren.

Testweise könntest du die fast toten blauen Eneloop lite mehrfach (IIRC bis 6x) nacheinander mit einem "Test Mode" versuchen "zu behandeln". Der Refresh Zyklus eines BC700 macht das IIRC ähnlich, bis die Entladekapazität nicht mehr höher wird. Schlechter werden die Zellen davon nicht werden.

Hallo,

bei frischen eneloop ist die Streuung beim Innenwiderstand und bei der Kapazität recht gering. Die beherrschen die Fertigung.

Das Herstellungsdatum ist bei denen nicht draufgestempelt sondern eingeprägt. Das kann ich nur bei optimaler Beleuchtung lesen.

Bernd Mayer

Ich muss das etwas revidieren. Die erste Überprüfung hat von insgesamt acht Akkus drei mit Sollkapazität und fünf mit zweistelligen mAh-Zahlen ergeben. Nach mehrfachen Läufen mit der Test- bzw. Reparaturfunktion des Ladegeräts haben sich jetzt drei weitere zumindest vorläufig wieder berappelt. Siehe auch Thomas Einzels Beitrag. Die letzten beiden sind hartnäckig.

Es scheint, als ob die Akkus nicht zerstört sind, sondern nur mit kurzem Ladehub "feststecken", und wenn man es schafft, sie "loszurütteln", dann funktionieren sie wieder. Mit Beschreibungen des NiMH-Batterieträgheitseffekts kann ich das nicht so recht in Einklang bringen.

Hallo!

Am 04.11.2024 um 11:34 schrieb Volker Bartheld:

Aber aber...warum darüber meckern? Das ist exakt so gewollt und seit Jahrzehnten bei Schnurlostelefonen der absolute Standard. Dieser basiert auf der goldrichtigen Erkentniss das die Akkuspannung eines neu eingelegten Akkus erst mal nicht viel aussagt. Genau deshalb nullt solch ein Handteil bei neu eingelegten Akku seine Gauge und drückt dort erst mal soviele mAh rein wie die Firmware meint das solch ein Akku haben müsste, bevor die Gauge sagt "100%".

Das mag für machen Elektroniker eventuell als Fehlentwicklung angesehen werden. Dies ändert aber nichts daran das es ein Telefonstandard ist den es gibt seit dem es die alten CT1-Telefone gab, damals noch stilechte Knochen mit Teleskopantenne.

Wer also meinen etwas besonders gut zu machen, indem er neue Akkus erst mal extern voll lädt um sie danach in ein Schnurlos-Handteil zu drücken mutet den neuen Akkus eben eine Überladung zu.

Selbst aktuelle AVM-Handteile, freilich nicht mehr mit NiMH sondern LiIon, machen das so. Randvoller Akku kurz entnommen und wieder eingelegt führt zu einem Akkualarm kurz vor Notabschaltung. Trotz 4,1xV Akkuspannung ist die Firmware überzeugt das sie in die Ladeschale will.

Jürgen Hüser

Unfug. Zunächst mal bei der Erkenntnis. Da reicht ein "s". Kannst Du dann beim folgenden "dass" sinnvoll verwenden, Kommas werden eh überbewertet.

Dann sagt die Spannung tatsächlich sehr viel über den Ladestand eines NiMH- Akkumulators aus, sie ist sogar das einzig sinnvolle Kriterium. Natürlich kann und darf die Elektronik da kurz ein wenig hineinladen und den Spannungsverlauf verfolgen. So, wie das jedes normalgesunde Ladegerät auch tut. Ob dann die Ladeschlußspannung herangezogen wird und das Gerät eine IU- bzw. CCCV-Strategie fährt oder mit −ΔU wirklich das letzte Elektron sanft in so einen Akku massiert, ist bei den verwendeten Ladeströmen doch vollkommen unerheblich.

Oder hast Du schonmal eine Schnurlostelefon-Ladeschale gesehen, die NiMH-Akkus mit 1C lädt? Ich nicht. Eher wird ein Schuh mit 1/10C draus. Zitat Handbuch Siemens Gigaset A415/AS405/A415A/AS405A: "Stellen Sie das Mobilteil für 6 Stunden in die Basis/Ladeschale. *)". Und das ist die Vorgabe mit den schwindsüchtigen Akkus im Lieferumfang (in meinem Fall "SUPPO 400", d. h. AAA- Zellen die angeblich 400mAh haben sollten, es im Test aber nur auf 350mAh brachten), Eneloops haben fast doppelt soviel Kapazität.

Mein AV4m-Lader funktioniert übrigens genau so wie oben beschrieben: Volle Akkus (Eneloop) werden kurz geladen und nach wenigen Minuten zeigt das Gerät "voll", keinerlei signifikante Erwärmung. Genau dieses Verhalten erwarte ich auch für eine Ladeschale, die den Namen verdient. Ansonsten soll sie bitte stumpf mit irgendwas um die 1/10-1/20C dauerladen (das vertragen Eneloops 24/7) und sich den Voodoo sparen.

Und wenn wir schon über "Firmware" reden: Mit allem Hühnerfutter außenrum wird ein Microchip MCP1630 in 2-Zell-NiMH-Konfiguration vielleicht 3-4 Euro kosten. Kann man sich den Niedriglohninder sparen, der da irgendeinen Mist programmiert:

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Obige ist übrigens schon eine hocheffiziente PWM-Geschichte (also gewissermaßen ein Schaltwandler), wenn es einfach nur −ΔU mit Linearregelung des Ladestroms sein darf, gibts das um die Hälfte.

Also erzähl mir bitte nichts von "absoluten Standards" (das lasse ich mir ja noch eingehen, eine Million Fliegen...) oder gar von "goldrichtigen Erkenntnissen". Deine Anekdoten habe ich weggelassen, die machen Deine Behauptung auch nicht richtiger und ändern nichts an meiner Aussage, die Ladestrategie der meisten Schnurlostelefone (ich habe nur Erfahrung mit Gigasets ab C2/200/250) sei Scheiße.

Nichtsdestotrotz halten meine vollkommen regulären HR-4UTG Eneloop diese Tortur nun schon seit über 10 Jahren aus. Ich bin allerdings auch fähig, das Handbuch meines Telefons zu lesen *) und leide nicht an der Paranoia, die Welt würde untergehen, wenn während eines Gesprächs mal der Akku abkackt.

Volker

*) Aprospos: Im selben Handbuch steht auch: "Nehmen Sie das Mobilteil anschließend aus der Basis/Ladeschale und stellen Sie es erst dann wieder hinein, wenn die Akkus vollständig entladen sind." - nur falls irgendjemand hierzugroups Handbücher überhaupt liest, bevor er an der Ladeschalendiskussion teilnimmt.

Hm. Ich habe hier AA-Eneloops von 2012, die in der Digitalkamera nicht mehr wollen - wenige Wochen nach dem Aufladen meint die Kamera "leer" (ich lagere die Akkus außerhalb der Kamera).

Mein Ladegerät hat dann noch gut 1200mAh rausgenuckelt, bis die wirklich leer waren. Ich vermute mal erghöhter Innenwiderstand, frisch geladen nimmt die Kamera die Akkus noch.

cu Michael

Akku laden, mit mittlerem Strom entladen und das ein paar mal könnte helfen.

Gerrit

Ich habe hier so kleine Lampen mit PIR-Sensor die 4x AAA haben wollen. Das sind seit Jahren eneloops drin und die werden da auch gut geärgert: wenn das Licht "neue Batterien bitte!" anzeigt sind die meisten Zellen auf knapp unter 1V und immer mindestens eine bei 0.8V oder so. Bis jetzt haben die das überlebt ...

Man liest sich, Alex.

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