Tankgeber

May 17, 2026 Last reply: 1 month ago 366 Replies

Vermutich ja. Lokomotiven mit Thyristoren zur Steuerung dürften so in den 1970ern/frühen 1980ern aufgekommen sein, aber bis zur heutigen Leistungselektronik dürfte da noch ein weiter Weg gewesen sein.

/ralph

Das ist richtig. Strom 1:1 mit Öl auf Heizwertbasis zu vergleichen ist irreführend. Damit werden aus den 20 % Anteil 60 "%" von 160 "%", also

37.5 %. Deutlich mehr, aber kein game-changer.

Das ist falsch. 20 kWh entsprechen als Heizwert 2 l Diesel. Gute Diesel bleiben unter 6 l/100km. Das ist genau der von Dir oben zu recht monierte Trugschluß. Ganz grob liegen sie etwa 1:1. Der Elektroantrieb mag vorn liegen, aber der Unterschied ist maßvoll und der Aufwand erheblich. In vielen Anwendungsfällen wird er echt besser sein, aber eben nicht in allen und vermutlich nicht einmal den meisten.

Der erzeugten Stroms nicht des verbrauchten. Die kostenpflichtig zu negativen Preisen verklappten Mengen sind enthalten, die Importe zu Mangelzeiten nicht.

Ebenso mitgerechnet sind die Biogasanlagen. Wie inzwischen selbst die Taz zugibt, sparen die, zumindest der überwiegende Anteil aus Maisanbau, nicht der aus Gülle, weder Fossilrohstoffe noch Kohlendioxidemissionen.

Hi Ralph,

Man bekommt auch nicht genug Akkus für all die Autos ... Vom 100 % Bio-Strom ganz abgesehen. Die nötigen Leitungs- und Trafokapazitäten ganz zu vergessen...

Alles eine Frage des Infrastrukturausbaus.

Die oben genannte Liste hatte noch Methanol vergessen. Kann man wohl einfacher herstellen und transportieren und geht mit Brennstoffzellen.

Marte

Das siehst Du beides zu schwarz. Laden findet für viele wenn nicht die meisten nachts während des Schlafens statt. Und die Kapazität ist ein vom Marketing schlecht gewählter Nennwert. Nur bei Konsumgütern wie PKW ist die Nenn- die maximale Höchstleistung. Bei Industrieaggregaten (und Kraftwerksturbinen) ist es die Leistung für den konstruktiv gewählten optimalen Dauerbetrieb mit Überlastfähigkeit.

Genauso ist die Kapazität eines Akkus diejenige, die man bei normaler Anwendung regelmäßig nutzen kann. Darüber hat er angenehmerweise eine Reserve zu höherem Preis durch stärkere Abnutzung aber besser als nachts JWD liegenzubleiben. Auch bei der Reichweite eines Verbrenners rechnest Du vernünftigerweise den Reseveanteil im Tank nicht mit und den Kanister im Kofferraum schon gar nicht.

Man bekommt problemlos soviel Akkus für E-Autos wie man kaufen will. In Norwegen sind 99.irgndwas % der verkauften Autos BEV, und die haben auch alle einen Akku.

Es gibt aber *keine einzige* Tankstelle die nicht-fossile Kraftstoffe verkauf. Keine einzige.

Aber man schafft vielleicht 50% Öko-Strom derzeit.

Man schaff Null Prozent "grüne" Treibstoffe derzeit. Es gibt sie nicht.

50% vs. 0%, du merkst den Unterschied?

Ja eh. Nur eben dass man beim Elektroauto schon viel viel näher am Infrastrukturaufbau ist. Da ist man schon zur Hälfte da.

Bei den e-Fuels etc. gibt es nix. Nada. Und man weiß auch nicht ob es jemals was werden wird.

Es kann auch so sein wie bei den frohgemuten Menschen die sich ein Wasserstoff-Brennstoffzellen-Auto gekauft haben (nein, das was da reinkommt ist derzeit auch noch kein grüner Wasserstoff, sondern fossiler), denen dann die Tankstellen zugesperrt worden sind, oder die die experimentelle Technik nicht mehr haben warten lassen können, und die jetzt Hersteller oder Händler verklagen.

Gibt es allerdings auch nicht zu kaufen in Mengen mit denen man realistischerweise für mehr als Laborbetrieb Autos betankt.

/ralph

Also genau der Faktor 3?

Hä?

Google sagt, dass ein Mittelklassewagen etwa 20kWh pro 100km braucht, und wenn ein Diesel-Mittelklassewagen 6l/100km braucht, dann sind wir genau beim Faktor 3. Überseh ich was?

Faktor 3, wobei noch nicht berücksichtigt ist, dass auch der Transport des Rohöls, das Raffinieren, Cracken, der Transport des Diesels etc noch Energie braucht.

Ein Faktor 3 ist nicht nichts?

/ralph -- steh ich gerade wirklich auf der Leitung, oder was meinst du?

Das ist immer ident.

Auch der exportierte Strom wird verbraucht, und auch der importierte Strom kann "CO2-arm" sein.

Energiefrüchte sind natürlich Unsinn, und der gehört abgestellt. Vor allem ist es sinnlos Biogasanlagen im Sommer weiter verstromen zu lassen, wenn dann sollte man das Gas für Notfälle zwischen Oktober und März in Tanks speichern, aber nicht im Mai verbrennen. Soweit ich weiß wird bei euch in Deutschland solcher Unsinn sogar noch gefördert.

/ralph

Was machen sie denn mit dem Zeug, was aus den Biogasanlagen kommt, die hier überall rumstehen?

Guido

Aber dann nur in der eigenen Garage oder auf dem eigenen Grundstück. Was man dafür braucht, habe ich oben beschrieben. Ich würde hier kein Auto auf einem öffentlichen Ladeplatz nachts stehen lassen.

Also wenn ich einen 50l-Tank kaufe sollten da auch 50l reinpassen und dasselbe gilt für Akkus. Ansonsten ist das wertloses Marketing-Blabla.

Also wenn der Kanister da und voll ist, rechne ich den schon mit. Bei Reserve geb ich dir aber Recht, die gibts nicht ohne Grund.

Guido

Kannst Du bitte mal Deinen Newsreader reparieren das der korrekte Code-Umwandlung macht? Derzeit nimmt der nämlich strunzdumm utf8-Text und wirft ihn als charset=iso-8859-1 wieder raus, was zu obigem Unfug führt.

Naja. Da wird mit Methan-Lecks gegen Biogasanlagen argumentiert ohne zu erwähnen das Erdgas ... ebenfalls Methan ist und die Öl-/Gasförderung nebenbei erheblich Methan in die Atmosphäre bläst, u.a. dank Millionen von aufgegebenen (ca. 2.1E6 in den USA alleine) Bohrlöchern, aus denen zwischen kaum bis erheblich Erdgas (und zwar im Rohmix, also CH₄, H₂S und sonstiges) aussickert.

Der Typ argumentiert eh etwas schräg, so "keiner heizt mit Biogas", während fröhlich mit Biogas Strom und Wärme produziert wird - und zwar oft mit Biomasse, die eh anfällt (Mist, Ernteabfälle, etc).

Klar, den Bedarf Deutschlands an Benzin/Diesel mit Biotreibstoffen decken zu wollen wäre ein Irrweg - da ist die schrittweise Umstellung auf elektrische Antriebe sinnvoller.

Man liest sich, Alex.

Die Umstellung vom Pferdefuhrwerk zu PKW und LKW ging auch nicht über Nacht, die Umstellung von Verbrenner- auf Elektroantrieb wird sich über Jahrzehnte hinziehen mit einem langen Rattenschwanz am Ende. Trotzdem sollte in Infrastrukturausbau investiert werden, schon weil sowas viel Zeit braucht.

Eben.

Und der Fiskus muss keine Angst haben, das jemand den Treibstoff säuft ohne Steuern zu zahlen - jedenfalls nicht mehrfach ;-)

Man liest sich, Alex.

Stromerzeugung oder Gebäudeheizung?

Wobei ich hab gerade noch mal gegoogelt, anscheinend gibt es doch einzelne Biogas-Tankstellen, ich habe mich getäuscht. Wobei halt gasbetriebene Fahrzeuge auch eher unattraktiv sind und selten (in Österreich gibt es gerade mal 5000 Gasbetriebene Autos, in Deutschland 80.000, wobei scheinbar neu keine Erdgas (und damit biogas-kompatiblen) Autos angeboten werden:

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Ich vermute, dass heute die Suche nach einer Gas-Tankstelle oder gar Biogas-Tankstelle um Größenordnungen schwieriger ist als eine Lademöglichkeit zu finden.

Ich halte es vor allem für ungeschickt das Biogas im Sommer in Autos zu verbrennen, anstatt es zukünftig als Reserve für Dunkelflauten etc. aufzuheben, so es überhaupt sich energetisch lohnt (je nachdem wie es hergestellt ist, wenn man es aus Mais herstellt, der mit Kunstdünger gedüngt wurde, dann wird sich das energetisch nicht lohnen). Wenn es wirklich von Abfällen, aus Klär- anlagen etc. kommt, dann schon eher.

/ralph

Warum sollte man nicht z.B. beim Arbeitgeber laden, oder wenn es entsprechende sinnvolle Verträge gibt an öffentlichen Ladern?

Der Strom ist trotzdem noch billiger als Verbrennerkraftstoff.

Warum nicht?

/ralph

2024 lag der Kerosinverbrauch (von der Energiesteuer befreit übrigens) der deutschen Fluggesellschaften lt.
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10.455.852.451 Litern (die "1" finde ich aus der Perspektive eines Physikers überaus drollig). Gut 10 Milliarden also. Wenn der Luftverkehrssektor bei der COP-21-Vereinbarung mitspielen will, geht die gesamte E-Fuel-Erzeugung Deutschlands vermutlich allein schon dafür drauf.

Soll heißen: Sündteure Alternativtreibstoffe vom Connemann-Typ braucht man ÜBERALL sonst dringender, als sie im Automobil mit grotesk niedrigen Wirkungsgraden abzufackeln, zum - abseits von Dunkelflauten- und Reichweitenparanoia der Semmelnholer brauchbare Alternativen existieren.

Und, nein, bitte jetzt keine Hinweise auf Lilium, Volocopter und ERC System:

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Verarschen kann ich mich bei Bedarf auch selber, da brauche ich den bayrischen Wustkasper nicht dazu.

Volker

Jup. Leider (oder glücklicherweise) haben wir hier in Deutschland keine brasilianischen Verhältnisse und der Import biogener Treibsteoff ist... Hachja.

Der Witz daran ist, dass unter diesen KFZ sogar welche von deutschen Herstellern sind. Kann man sich z. B. auf

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zusammensuchen, welche Injektoren, Kraftstoffleitungen, Benzinpumpen, usw, man dafür benötigt. Hierzudeutschlands gab es angesichts von E10 einen Aufschrei des Entsetzens.

Mei, Sprit ist - Merz sei Dank - eben immer noch viel zu günstig. Um fast eine Zehnerpotenz. Ich bin ja sehr gesapnnt, was im Juni passiert, wenn der Tankrabatt ausläuft.

Auch ist Biofuel in Konkurrenz zu Nahrungsmittelpflanzen durchaus eine Diskussion wert.

So siehts aus. Außerdem ist Technologieoffenheit bzw. der weniger verbrannte Begriff "Technologieneutralität" ja schon mega-out. Die Kapitulationserklärung lautet "Hocheffiziente Verbrenner". Herr Carnot rotiert im Grab wie ein Dönerspieß.

Volker

Kann er nicht. Die Historie zeigt es. => Killfile.

Volker

Hallo Axel,

Du schriebst am Wed, 27 May 2026 16:19:16 +0200:

Daß "Biotreibstoffe" wesentlich auf einer Täuschung beruhen, isz auch den "Ökos" schon lange bewußt und klar, es wird halt nur von den extremen "Fans" nicht akzeptiert. Und das sind halt die, die die 'Kritiker der "grünen" Ideen' immer als deren Hauptmasse hinstellen, obwohl das dann auch auf deren Seite oft solche aus der Gruppe der extremen Fans sind - schaut dann halt aus wie bei einem der Kontrolle entglittenen Fußballspiel: Fanclub gegen Fanclub, und alle hauen aufeinander ein, was geht.

Hallo Axel,

Du schriebst am Wed, 27 May 2026 19:43:33 +0200:

Na, "37,5%" ggü. 20% ist immerhin ein Faktor 1,875, also schonmaö gut über

80% mehr. Du berücksichtigst dabei aber doch sicher auch, daß ein weiterer nicht unerheblicher Anteil an Primärenergie bisheriger Provenienz durch elektrische Energie ersetzt werden kann?

Dann ist Deine Wertung falsch. Bei einem Energieinhalt von ca. 10kWh/l für Diesel braucht Dein Diesel-Auto also entsprechend 6ßkWh Heizwert, verglichen mit den 20kWh des Elektroautos. Sogar bei einem Wandlungs- Wirkungsgrad von "nur" 50% Öl zu Elektrizität ist das Elektroauto also mit einem Äquivalentverbrauch von 4l Diesel und ein Drittel sparsamer als das direkt Diesel verbrennende.

Also nix mit "grob 1:1", der Unterschied ist zwar "maßvoll" (Du meintest wohl "mäßig"), aber durchaus deutlich. Und das ist derzeit leider immer noch und absehbar noch recht lange extrem schlecht. Mit geeigneten Maßnahmen - vor allem SPEICHER, riesige Speicher! - könnte der fast beliebig gesteigert werden.

Hallo Ralph,

Du schriebst am Wed, 27 May 2026 12:23:40 -0000 (UTC):

Vorsicht mit solchen Verallgemeinerungen! "Der Carnot-Prozess" hat erstmal überhaupt keinen "Wirkungsgrad", der läßt nur einen für bestimmte Parameter berechnen, und das ist ein Idealwert. Der so berechnete Wirkungsgrad ist zudem enorm von den Eingangsgrößen abhängi und kann von 0 bis beliebig nahe an 1 reichen, wobei die "höheren" Werte, so um 2/3, technisch eher kaum erreichbar sind. Und da kommen auch noch Begrenzungen durch eben diese Technik dazu, bzw. deren Möglichkeiten, so beschreibbare Prozesse in real verwertbare Maschinen umzusetzen. Das kostet oft noch einen guten Faktor 2 im Wirkungsgrad, was vor allem daher kommt, daß es halt technisch immer schwieriger wird, je höher die auftretenden Temperaturen werden _müssen_. "Irgendwo" sind aber auch die elektrochemischen Prozesse durch die Thermodynamik limitiert. Nur sind dort die Grenzen aufgrund des anderen Wirkungsprinzips um Größenordnungen weiter und entsprechend leichter technisch beherrschbar. Das ist halt der Unterschied zwischen der Nutzung von primitiven Verbrennungsprozessen - die auch nur chemische Prozesse sind

- und der von elektromagnetischen Wirkungen, die viel direkter wirken als die Chemie.

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