Tankgeber

May 17, 2026 Last reply: 1 month ago 366 Replies

Ich habe früher in schlecht laufende Motoren (Mopeds, Rasenmäher) mehr als 20 % sauteuren Brennspiritus in den Tank gekippt. Verbesserte das Verhalten massiv. Einen viel zu fett laufenden Rasenmäher mit nicht einstellbarem Billigvergaser habe ich mit 50 % Spritus betrieben.

Nach einer groben Überschlagsrechnung hätte der Energiegehalt des E10, den ich aus dem o.g. Grund fahre, seit es ihn gibt, um recht genau so viel fallen müssen, wie der Preisunterschied zum E5 ausmachte. Tatsächlich blieb der genau beobachtete Verbrauch beim damals gefahrenen Audi exakt gleich. Tankstellenbezin enthält schon immer viele Additive, die seinen Heizwert von den erwarteten 44 bis 45 MJ/kg auf dieselben

42.5 MJ/kg drücken, die auch Diesel und Heizöl haben. Weil auch Ethanol die Klopffestigeit erhöht, konnte man offenbar die beiden Sorten in ihren Eigenschaften fast genau angleichen.

Diskutieren wir hier in einer sci-Gruppe hohle Berufspolitikerphrasen oder quantitativ den real erreichten und erreichbaren Kohlendioxidausstoß und Rohstoffverbrauch der Alternativen?

Ich sammle Heikostenabrechungen. Der vom Strom auf die Primärenergie rückgerechnete Vorteil der Wärmepumpe ist vorhanden, aber klein. Ihre Betriebskosten pro MWh Nutzwärme sind höher als bei Heizöl und gleichauf mit Gas. Der Wärmebedarf der vergleichbar großen Mehrfamilienhäuser variiert aber um mehr als einen Faktor drei.

Ja. Die Aussage, der ich widersprach, war:

^^^^^^^^^^^^^^

Man mag einen Kraftwerkswirkungsgrad (den mittleren, nicht wenige Leuchtturmanlagen) von mehr als 33 % ansetzen, dann bleibt ein Vorteil für den Elektroantrieb, aber wesentlich weniger als der behaupte Faktor

3.

Danke. Das sind die Zahlen, die ich sonst vergeblich suche. Eine kontinuierliche Buchführung, die Mittelwertbildung erlaubt, machen die wenigsten.

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Ja, unbestritten. Ich widersprach dem Faktor drei, der aus eben der knapp weiter oben monierten Gleichstzung von Strom mit Primärenergie resultiert.

Ja. Mit Deinen Annahmen wäre es ein Faktor 2, ich komme auf weniger. Vernünftige Daten zum genaueren Rechnen sind schwer zu finden. Was ich habe ist der Kohelndioxidausstoß pro kWh des deutschen Strommix. Deshalb rechne ich, obwohl ich den fossilen Rohstoffverbrauch für wichtiger halte, bevorzugt damit. Meine Ergebnisse liegen dann sowohl für Wärme wie für Traktion näher an 1:1 als an 1:2.

Nicht bei (aus Sicht des Energieflusses) willkürlich gezogenen Staatsgrenzen. Mehr (quantitaiv und graphish) unter

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Das würde teuer und aufwendig. Aber wenigstens eine Glättung des Tagesganges wäre trivial erreichbar und der Effekt einer Modulation zwischen 0 und 20 % des mittleren Gesamtverbrauches erheblich wirksam.

Vor Ort verbrennen und mit rund 4.5 GW 24/7 ins Stromnetz speisen.

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Kann ich so nicht zustimmen. Schon aus Preisgründen finden sich E-Autos heute bei Leuten mit (Tief-)Garage oder wenigstens Stellplatz auf dem eigenen Grundstück. Das sind so wenige nicht. Das one-size-fits-all-Denken, das eine Lösung als die beste für alle erzwingen will und die Alternative total verteufelt ist Ideologie. An der Stelle sind wir uns einig.

Schiffsdiesel laufen sehr gleichmäßig. Ein handelüblicher TDI kommt in seinem Bestpunkt auf denselben Wert, aber er muß natürlich ständig ein sehr weites Kennfeld abfahren. Das praktisch erreichte Mittel sieht dann im direkten Vergleich zwar traurig aus, aber immer noch gut.

Ein eher kleiner Akku für, sagen wir, 50 km und ein an/aus Ladegenerator ohne mechanische Kopplung an den Antrieb könnte recht gut dastehen. Was in der Praxis als "hybrid" verkauft wird, sind direkte Verbrennerantriebe mit gerade genug "smoke and mirrors" um Staatsknete abzugreifen.

Der Transfer wäre wahrscheinlich erheblich schneller erfolgt, wenn man nicht quer durch die achziger und neunziger Jahre die Politik erneuerbare Energien als "grüne Wolkenkuckuksheime" vernachlässigt worden wären. Allein 16 Jahre Helmut Kohl haben in diesem Bereich deutliche Spuren hinterlassen.

---<)kaimartin(>---

200% sind absolut zu schaffen: Mit Photovoltaik, Wind, Batterien. Teilweise sind da derzeit die Zuwachsraten dramatisch.

/ralph

Das wird sich in den nächsten Jahren ändern.

Grüße Marc

Manche werden, andere nicht.

Ich hab mal bei einem Arbeitgeber gearbeitet, der hat in eine Schankanlage für Bier vom Fass investiert, das man sich im Büro zapfen konnte (Freibier). Und nein, wir waren nicht in der Bierbranche.

Realistischerweise wird früher oder später fast jeder Firmenplarkplatz mit einer Lademöglichkeit ausgestattet werden. Ähnlich wie Kantinenessen ist das eine Sache mit der der Arbeitgeber mit verhältnismäßig geringem Aufwand viel Goodwill bei den Mitarbeitern erzeugen kann.

Der Strom ist bei euch in .de eh schon ziemlich hoch mit Steuern belegt.

/ralph

Ich hab in die WRX gestern rund 80kWh "eingeladen". Am Ultraschnellader, der mehr als 5MW kann - ohne Kühlung (Kanister). Das entspricht einem Verbrauch von etwa 30kWh/100km. Nur mal so zum Vergleich, wo wir doch grad bei den "hocheffizienten Verbrennern" waren.

Übrigens interessant, dass da wieder zwanglos ein Faktor 3 im Vergleich mit Deinem BEV auftritt. Mein Spezl hat einen VW eUp (natürlich längst eingestellt, war wohl unbeliebt), den er über die letzten 2000km mit durchschnittlich 10kWh/100km gefahren ist.

Das wird aber hauptsächlich Stadtverkehr gewesen sein und ein bisserl Landstraße. Also moderate Tempi, wenig 1/2mv².

Mein Audi: 50kWh/100km. Faktor 5.

Da wirds argumentativ für die Petrolheads echt schwer.

Volker

Jup. Wir arbeiten dran:

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*)

Volker

*) Noch mehr lustige Treffer für den Suchbegriff "SUV".

"[...] Das Heizungsgesetz ist eigentumsfeindlich und sozial ungerecht. Es setzt ideologisch einseitig auf Wärmepumpe, ignoriert die Chancen von Wasserstoff und diskriminiert Brennholz. Viele werden sich den teuren Heizungstausch trotz der versprochenen Förderungen nicht leisten können. Die einseitige Ausrichtung auf Wärmepumpen löst einen massiven Sanierungsbedarf im Bestand aus und führt zur Entwertung von Häusern. Zudem wird es technisch gar nicht möglich sein, ausschließlich auf Stromheizungen zu setzen und so viele Öl- und Gasheizungen zeitnah in Wärmepumpen zu tauschen. [...]"

Bayerns (natürlich!) Wirtschafts- und Energieminister Hubert Aiwanger

2023.https://www.stmwi.bayern.de/presse/pressemeldungen/pressemeldung/160-2023/ "Wir ersetzen ein Gesetz, das viele Menschen verunsichert hat, durch eines, das auf Vertrauen, Technologieoffenheit und Machbarkeit setzt. Mit dem Gebäudemodernisierungsgesetz machen wir Klimaschutz wieder alltagstauglich: weniger Ideologie, mehr Pragmatismus, mehr Planungssicherheit und mehr Freiheit für Eigentümer, Mieter und Unternehmen."

Bundesministerin für Wirtschaft und Energie Katherina Reiche, 2026.

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Kann homöopathische Spuren von Ideologie enthalten.

Volker

Ich lasse mich gerne positiv überraschen - habe aber meine Zweifel...

Elektrisch betriebene Flugzeuge machen durchaus Sinn - in geeigneten Nischen, zum Beispiel für die Pilotenausbildung mit kleinen, einmotorigen Flugzeugen: weniger Lärm weil der Verbrennungsmotor wegfällt, niedrigere Betriebskosten (weil Strom billiger als Flugbenzin). Und da findet sich sich auch ein Markt dafür. Vielleicht noch als kleine Kurzstreckenflieger (als Ersatz für diverse Cessna-Varianten) für die extreme Kurzstrecke (< 100km), z.B. zwischen sehr nahegelegenen Inseln? Aber bereits der viel gehypte "electric flying taxi" Markt ist mehr Wunschdenken als alles andere, schon rein aus logistischen Gründen.

Und wenn man sich die Designs diverser Startups mal ansieht, da wird einem klar, das die nicht wirklich ein praktikables Flugzeug bauen wollen. Dutzende von Motoren und andere Wartungsalbträume? Ernsthaft?

Und Passagierflugzeuge mit 100+ Passagieren und 5000+km Reichweite? Das halt ich in der absehbaren Zukunft für absolut unrealistisch mit elektrischem Antrieb.

Man liest sich, Alex.

Und dieser Idealwert ist die _obere_ Grenze des theoretisch technisch Möglichen für den konkreten Prozess. Man kann sich dem asypmtotisch annähern, aber je näher man dem Ideal kommt, desto exponentiell mehr technischen Aufwand muss man investieren.

Und es gilt, flapsig ausgedrückt "je heisser desto Wirkungsgrad", wobei man dann schnell in die Grenzwerte verfügbarer Materialien kommt. Siehe die Gasturbinenschaufeln modernster Flugzeugtriebwerke: monokristalline Turbinenschaufeln aus exotischen Legierungen[0] mit Luftkanälen im Inneren die eine dünne "kalte" (also nur ein paar hundert ⁰C) Luftschicht auf der Oberfläche aufbauen damit der nahe dem Schmelzpunkt heisse Gasstrom die Turbinenschaufeln nicht sofort dahinwelken lässt.

Man liest sich, Alex. [0] Im Vakuumofen geschmolzen weil selbst kleinste Verunreinigungen das Kristallgitter stören - und sowas hat bereits Triebwerke zerlegt.

Diese Penner vandalisieren alles: Hauswände, Haltestellen, selbt deren Anzeigetafeln, die DHL-Packstation und die Apotheke, die den falschen Namen hat trotzt Coronazeit.

Der Maul---Bartheld möge gepflegt seinen Kopf schließen. Mein Auto BJ

2019 steht derzeit in meiner Garage auf meinem Grundstück, wobei letztere beiden noch nicht so lange mir gehören wie das Auto.

Die bekloppten vandalieren daher nur ein paar hunder Meter weit entfernt die Packstaion und auch sonst alles, was irgendwo dazu einlädt oder auf einer ihrer Listen steht.

In einem Dorf hier in der Nähe kannst du das an der Tanke kaufen. Die wird allerdings zusammen mit den Biogasanlagen von einer Genossenschaft betrieben und ist eine Ausnahme.

Guido

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