Ich besitze die dafür relevante Fahrerlaubnis und einen aktuell straßenzugelassenen PKW, den ich ca. 3.000km/a bewege.
Dazu muss ich gar nicht tun, als ob ich etwas wüsste (Du weißt es - basierend auf Deiner Statistik der Mächtigkeit 1 auch nicht), sondern es reichen Publikationen wie z. B. die des BMV "Verkehr in Zahlen"...
Solange es keinne triftigen Grund für Abweichungen von der Normalverteilung gibt und Du mir an zitierfähigen Quellen darlegst, dass die in solchen Stuien meist unterschlagene Standardabweichung das nicht hergibt, darf ich folgern, ein relevanter Teil des motorisierten Individualverkehrs würde sich zumindest in der Nähe dieses Nutzungsprofil bewegen - in Übereinstimmung mit meiner Statistik der Mächtigkeit 5, von der eine Stichprobe ein - zugegeben: parkopportunistischer - Besitzer mehrere PKW, darunter ein BEV, ist.
Das beträfe einen nicht unerheblichen Teil der dzt. in Deutschland zugelassenen rund 50 Millionen PKW...
Natürlich ist mir angesichts eines ständig wachsenden Durchschnittsalters der Fahrzeugflotte - 2024 war fast jedes zweite Auto älter als 10 Jahre und der Durchschnitt lag knapp unter 11 Jahren...
Alldieweil allerdings auch 15% der Fahrzeuge jünger als zwei Jahre sind und man von Zulassungsrekorden bei batterieelektrischen Fahrzeugen berichtet:
Ich habe nirgends behauptet, es wäre klug, auf PKW als alleinige Lösung zur Befriedigung von Mobilitätsbedürfnissen zu setzen, noch habe ich behauptet, es wäre möglich oder gar sinnvoll, die gesamte fossil angetriebene Fahrzeugflotte Deutschlands mit E-Fuels zu betreiben oder sie gegen BEVs auszutauschen - auch wenn das in der Politik häufig als Möglichkeit suggeriert wird:
Ich vermag nicht zu sagen was "Kurzstrecke" für Dich ist und auch nicht, was "schlau" ist. Meine Kurzstrecken bewältige ich zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem ÖPNV, das betrifft übrigens auch meine 81-jährige Mutter, die auf dem Land lebt. Mein 86-jähriger Vater ist nicht mehr ganz so rüstig und mit seinem vor nicht allzu langer Zeit für teuer Geld angeschafften Audi A3 1.0 TFSI kreuzunglücklich, der wäre mit einem gebrauchten VW eUp oder einem vergleichbaren Fahrzeug besser und billiger bedient. Aber er kaufte eben, was er kannte.
Natürlich. "Strecke" mache ich mit meiner 1998er KTM 620 SC oder der Yamaha WR250X auch nicht, wenn auf Distanzen von 200km oder am Ziel keine "Säule" ist. Liegt am kleinen Tank. Wenn ich mir allerdings...
Ich kann das - mangels eigener Praxiserfahrungen - nicht einschätzen, war aber erfreut zu sehen, dass selbst die Ziele, die ich mit meinem musealen Audi A3 8L ansteuerte, recht gut ausgestattet waren. Und dazu zählt auch das Erlebniskraftwerk Walchensee mit Kesselbergpaßstraße, Herzogstand, Jochberg und Heimgarten in der Nähe wie auch einige Parkplätze der Mautstraße Hinterriss, entlang des Sylvensteinspeichers und Hausham - also A. d. W. im südbayrischen Alpenvor- bzw. -hinterland.
Als BEV-Fahrer hat man es schon nicht leicht. Umständlich mit dem schweren Schnelladekabel hantieren müssen, kein Regenschirm zur Hand und auch kein Dach über dem Kopf. Gut, dass Dein Jemand nicht erfroren oder ertrunken ist:
Von auf ihren Verbrenner angewiesenen Menschen, die für günstigen Sprit bis ins Ausland oder zumindest Umwege fahren, hat man hingegen noch nie etwas gehört. Oder die, die sich - ihre geldwerte Freizeit investierend - stoisch in die Schlange der Sparfüchse stellen, um die günstigen Spritpreise vor dem 12-Uhr- Schock mitzunehmen.
Nach Lektüre von
Zitat:
"Egal ob sich Kunden für einen Mokka-e, Corsa-e, Combo-e Life, Zafira-e Life, Combo-e Cargo oder Vivaro-e entscheiden – die Batterie lässt sich immer an einer öffentlichen Gleichstrom-Säule mit bis zu 100 kW mit Energie versorgen."
bzw.
"Die Renault ZOE kann mit dem serienmäßigen Chameleon-Lader Wechselstrom mit bis zu 22 kW laden. Gegen Aufpreis ist bei der Fahrzeugneubestellung ein CSS- Anschluss bestellbar, mit dem die zweite Generation der ZOE an DC- Schnellladestationen mit bis zu 50 kW laden kann."
Volker
*) Randnotiz:Bezogen auf das Median-Äquivalenzeinkommen privater Haushalte, das auf Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) beruht und vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) erhoben wird...
Außerhalb von Krisenjahren kann man deswegen also nicht von einer "Kraftstoffpreisexplosion" oder einer "zunehmenden Belastung" sprechen, insofern man bei 268 von 866 in 2022 für "Freizeit" und 61 für "Urlaub" zurückgelegten Milliarden Personenkilometer _überhaupt_ von einer Belastung sprechen sollte.
Quelle: