Das möchte ich eigentlich von mir weisen. Ich will nichts abwerten und die Vorteile des Elektroantriebs sehe ich durchaus.
Wogegen ich mich wende ist das ideologische Schwarzweißdenken, nach dem das eine die Weltrettung birgt und das andere abgrundtief vom Teufel stammt. Soweit Vorteile und Ersparnisse vorliegen sind sie maßvoll. Sie sind zudem mit erheblichem Aufwand erkauft. Das erfordert eine quantitative Abschätzung, die die Bedingungen des Einzelfalls einbezieht.
Einen Himmel und eine Hölle mit nichts dazwischen gibt es in vielen Religionen, die Ingenieurwissenschaften kennen so etwas nicht. Und selbst da haben die Katholiken das Fegefeuer erfinden müssen.
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S
Sieghard Schicktanz
Hallo Volker,
Du schriebst am Tue, 26 May 2026 09:29:45 +0200:
Nee, die mein'ich auch nicht, da geht eh nix mehr.
Das ist durchaus richtig, und es gab sicher auch deutliche Fortschritte bei der Gesundheitsauswirkung, aber _trotz alle dem_ kann _ich_, zumindest, die eigentrlich immer immernoch riechen. Du bist ja anscheinend Stadtbewohner, und zudem noch in Müchen, von dem ich einige Erfahrung habe, und da wundert mich eine auch erhebliche olfaktorische Abstumpfung überhaupt nicht. ...
Gibt's solche?
Eben - es ging halt auch nicht so enorm viel. Die Katalysatoren katalysieren halt die beabsichtigten Schadstoffe "weg", aber sie wirken halt auch auf andere Stoffe und katalysieren da u.U. auch unerwünschtes dazu. Ob das alles git und ausreichend überprüft und öffentlich gemacht wurde? ...
...
Sorry - aber das ist mir sowieso zu viel und "auf die Schnelle" sowieso, das tu' ich mir jetzt nicht alles an...
Ist halt Politik und Wirtschaft. ...
Tja, verbranntes Öl ist vernichtetes Öl. Daraus kann man halt auch keine Kunststoffe mehr machen. What sacrifices should we make to live in a world without oil
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Das war original aber eher auf etwas anderes abgezielt...
V
Volker Bartheld
Nur, dass sie jetzt plötzlich hocheffizient geworden sind.
Auch wenns vollkommen egal ist, weil ich mit einer Tankfüllung monatelang auskomme und vermutlich mehr Geld für Futter ausgebe, wollte ich es in Zeiten von Benzinpreisexplosion und Tankrabatt doch mal wissen.
So habe ich also über den Zeitraum von vielleicht zwei Monaten meinen musealen Audi A3, der sich zwischenzeitlich zweier neuer Federbeine erfreut, betont kraftstoffsparend gefahren. Mit Sommerreifen, frischem Leichtlauföl, neuem Luftfilter, deaktivierter Klimaanlage und natürlich immer schön vorausschauend, LKW-Windschatten, Schubabschaltung, Segelmodus und manuellem Start-Stop-Betrieb.
Den amtlichen Euro-Drittelmix kann ich freilich nicht liefern, weil ich nicht so bescheuert bin, mich mit der Karre und monatelang abgelaufener HU in München blicken zu lassen. Es werden also viele Kaltstarts und Überland-Einzelstrecken im Münchner Süden und Norden, z. B. Holzkirchen, Dachau und einmal Agatharied dabei gewesen sein.
Das waren dann 51 Liter auf 880km, mithin also 5,8L/100km. Weniger werden es nur, wenn ich schiebe und irgendwie fühlt es sich komplett dämlich an, ein Fahrzeug mit 75kW zu bewegen wie einen E-Rollator.
Am "Gestank", der sich bei diesem fast 30 jahre alten Fahrzeug mit 1.6L Vierzylinder-Saugrohr-Einspritzer im warmgelaufenen Zustand sehr in Grenzen hält (letzte AU mit Brainbee-Abgastester ergab 0.01% CO bei 800 U/min und 0.12% bei
2750 U/min), ändert das freilich nichts. Es kommt höchstens anteilig weniger raus.
Nein. Die reduzierte Harnstoffeinspritzung war ganz im Sinne des Kunden, den man zwischen den Serviceintervallen nicht mit dem Nachfüllen einer nach Pferdepisse riechenden Flüssigkeit behelligen wollte. Auch die großzügige Auslegung des "Thermofensters" geschah zur Vermeidung von Versottungserscheinungen an Katalysator und EGR und bei den Prüfstandserkennungsmaßnahmen ging es nur ums Akustikmanagement, damit dem gestressten Prüfer nicht die Ohren abfallen:
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Natürlich kriegen auch Benziner ihr Fett weg, allerdings liegt da der Fokus mehr auf CO/CO2 (also Verbrauchsmanipulationen) und Partikel (GDI):
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und selbst vor Moppeds macht das Feature nicht Halt:
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Korrektur: Es _geht_ nicht so enorm viel. Kein KAT, Partikelfilter, oder sonstige Abgasnachbehandlung ist gegenüber physikalischen Gesetzen und dem Prinzip von Le Chatelier immun.
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Volker
M
Marte Schwarz
Hallo Ralph,
Das trifft es aber nur fast, nämlich dann, wenn man bei voll auch gleich aussteckt. Der Grund liegt wohl darin, dass die ganze Fahrzeugelektrik hochfährt, wenn geladen wird und während der ganzen Ladezeit die Bordelektrik mit Hochtouren läuft, so heftig, dass ständig ein Kühlgebläse laufen muss, was bei 575 W Verlustwärme auch irgendwie plausibel erscheint. Da hat man bei Renault wohl etwas völlog verk...t.
Nachteil bei der Schnellladung: Da wird der 12 V Akku wohl nicht voll genug, was dann dazu führen kann, dass man bei vollem Fahrakku dann doch nicht fahren kann, wegen einer zu leeren 12V Batterie, die dann tiefentladen wird. Die ist beim Zoe echt teuer im Tausch. Warum erinnert mich dieses Fahrzeug an den GroWiAn?
Marte
G
Guido Grohmann
Beim Antrieb bin ich voll bei dir. Bei der Verwendung von Akkus hingegen nicht unbedingt. Wenn man ein Fahrzeug baut, was elektrisch angetrieben ist, einen kleinen Pufferspeicher für Rekuperation hat und ansonsten den Strom aus irgendeinem schnell tankbaren Chemischen Treibstoff direkt zum Gebrauch erzeugt, halte ich das für sinnvoller als BEV mit der Brechstange durchzudrücken.
Die Herangehensweise erinnert an jemanden, der nur einen Hammer (aka "erneuerbare Energie") als Werkzeug akzeptiert und für den jedes Problem daher wie ein Nagel aussieht. Und genau dieses s/w-Denken haben "Kommunisten" (die keine waren) und "National-Sozialisten" (die auch zumindestens keine Sozialisten waren) perfektioniert.
Guido
M
Marc Haber
Dieser chemische Treibstoff ist heute alternativlos fossil. Deine "Technologieoffenheit" basiert auf einem Luftschloss. Batterieeletrische Autos kannst Du heute kaufen.
M
Marc Haber
Die Herangehensweise erinnert an jemanden, der nur einen Hammer (aka "schnell tankbaren chemischen Treibstoff", also Benzin oder Diesel) als Werkzeug akzeptiert und für den jedes Problem daher wie ein Nagel aussieht.
--
---------------------------------------------------------------------------- Marc Haber | " Questions are the | Mailadresse im Header Rhein-Neckar, DE | Beginning of Wisdom " | Nordisch by Nature | Lt. Worf, TNG "Rightful Heir" | Fon: *49 6224 1600402
M
Marc Haber
Growian wurde politisch gebaut, um zu "beweisen" dass Stromerzeugung mit Windenergie nicht geht.
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---------------------------------------------------------------------------- Marc Haber | " Questions are the | Mailadresse im Header Rhein-Neckar, DE | Beginning of Wisdom " | Nordisch by Nature | Lt. Worf, TNG "Rightful Heir" | Fon: *49 6224 1600402
R
Ralph Aichinger
Nein. Weil der Carnot-Prozess einen jämmerlichen Wirkungsgrad hat, elektrochemische Prozesse aber sehr geringe Verluste.
Darum ist das eine sehr dumme Idee.
/ralph
G
Guido Grohmann
Aha. also Bidodiesel, Wasserstoff, Biogas ... alles fossil. Achso, warum denn nicht BEV mit Wechselakkus? Oder steh auch da die Physik und E-Technik etwas im Weg?
Diese Wort hab ich nie benutzt.
Ahja, so wie dein vollständiger Ersatz von "fossiler" (würg) Energien durch sogenannte "Erneuerbare" (was bitte ist an Sonnenenergie oder Wind erneuerbar) Energien? Alleine diese bescheuerten Begrifflichkeiten entlarven dich.
Kannste. Klar man kann vieles kaufen und weil es so viele wollen, wirds kräftig subventioniert. Vor 80 Jahren gabs auch schon Akkutriebwagen bei der Bahn. Aber fährt deswegen heute jeder Zug per Akku, wenns doch so toll ist? Oder doch nicht und warum nicht?
Guido
G
Guido Grohmann
Marc Haber schrieb:
Plappern kannst du gut. Verstanden hats du es trotzdem nicht.
Guido
A
Alexander Schreiber
Brasilien möchte sich zu Wort melden. Die obige Aussage stimmt in ihrer Absolutheit nämlich nicht. In Brasilien ist aus diversen Gründen schon sehr lange Ethanol als Motortreibstoff im Einsatz und heutzutage dort verkaufte KFz mit Benzinmotor können üblicherweise mit Benzin und/oder Ethanol in beliebigem Verhältnis von 100% Benzin bis 100% Ethanol laufen.
Die Ethanolgewinnung erfolgt im Lande aus Zuckerrohr, könnte als rein theoretisch "CO₂-neutral" sein, wenn da nicht die ganzen Betriebsmittel der Landwirtschaft (Düngemittel (Erdgas), Treibstoff für Landmaschinen (üblicherweise Diesel, also Erdöl), usw) wären. Das die Art des Zucker- rohranbaus ihrerseits auch nicht gerade zu Perfektionierung der Umwelt beträgt ist eine andere Geschichte.
Die gerne genannte Technologieoffenheit ist üblicherweise ein Feigenblatt für "Ich will aber weiter Verbrenner fahren, Elektroautos sind doof, ober-basta!".
Man liest sich, Alex.
A
Alexander Schreiber
Jetzt stör doch diese Argumentation nicht mit Fakten ..
"Kannste schon so machen, aber dann isses halt doof."
SCNR, Alex.
A
Axel Berger
Und der Strom zu großen Teilen auch. Irgendwas um und über 300 g CO2 pro kWh elektrisch für den Gesamtmix im Jahresmittel. Dein 100 % Vertrag ändert daran nichts. Was Du rechnerisch weniger emittierst, emittieren andere ebenso rechnerisch um so mehr. (Dieser zweite Teil wird gern verschwiegen.)
Daneben ist in den fünfzehn Jahren, für die bei Agora Daten vorliegen, der Tagesgang des Stromverbrauchs im Sommer massiv gestiegen. Der Hub macht inzwischen 50 % der Spitze aus. Die immer wieder angepriesene Verbrauchslenkung besteht also schon und ist nahezu voll ausgereizt. Da ist kaum noch was zu holen und mit stark steigendem Aufwand (Pareto).
Im Gegenzug ist der 2012 noch deutlich ausgeprägte Jahresgang nahezu völlig verschwunden. Mit Ausbau der Wärmepumpen und der E-Mobilität (deutlich höherer Verbrauch im Winter) käme er wieder. Die Kohlendioxidemission der Stromerzeugung hat aber einen starken Jahresgang. In der Heizperiode steigt sie auf bis zu 500 g/kWh.
Eine Wärmepumpe ist vom Prinzip und vom Grundsatz her toll. Jeden Ingenieur schmerzt es, Exergie einfach so wegzuwerfen. Ein Elektroauto ist ebfalls wunderbar. Der Leerlauf fällt weg und die unterste Teillast im Stadtverkehr senkt den Wirkungsgrad nur minimal. Dazu geht die Heizung sofort beim Einsteigen und nicht erst, wenn man schon fast ankommt.
Trotzdem muß man genau hinsehen. Die Praxis erreicht nicht die Werte einer Abschätzung aus Idealwerten. Der Verdampfer einer WP arbeitet sehr viel unter der Quelltemperatur und die heiße Seite weit über der Vorlauftemperatur. 10 K auf jeder Seite wären hervorragend, die meisten ausgeführten Anlagen liegen darüber.
In vielen Diskussionen über die Anschaffungskosten einer WP wird blind vorausgesetzt, sie sei im Betrieb billiger. Das stimmt nicht. Es sieht als Kosten pro Fläche oft so aus, weil WP in sparsamen Neubauten verbaut sind. Ich werte Abrechnungen etlicher Mehrfamilienhäuser aus, alle, die ich Leute überreden kann, mir zu überlassen. Als Euro/MWh Nutzwärme ist Öl am billigsten, Gas und WP etwa gleichauf und Fernwärme mit Abstand das teuerste.
Nicht meine, das sind Albernheiten. Benziner gibt es auch heute schon. In mehr als zehn Jahren habe ich insgesamt 4200 Euro für Treibstoff ausgegeben, einschließlich aller Steuern und Abgaben. Selbst wenn der Strom komplett umsonst wäre, käme der Mehrpreis eines Batterieautos bei mir nie rein. Bei anderen mag das anders aussehen. Das Optimum sind wohl Fahrer, die täglich weit pendeln und selten oder nie längere Strecken fahren. Das solare Laden müßte dann aber beim Arbeitgeber stehen.
E
Eric Bruecklmeier
Was mich an der ganzen Diskussion am meisten stört, ist die Tatsache, daß immer kolportiert wird: „Wir haben jetzt xy% erneuerbare Energie.“ Gemeint ist dabei aber praktisch immer und ausschließlich Strom. Schaut man sich hingegen den Gesamtenergieverbrauch an, liegen wir irgendwo bei rund 20 % (vermutlich eher weniger) – also zwischen einem Fünftel und einem Viertel. Mir ist ehrlich gesagt ein wenig schleierhaft, wo die restlichen Anteile herkommen sollen, wenn wir in den nächsten paar Jahren Industrie, Verkehr und Heizung auf erneuerbare Energien umstellen wollen. Wann wollten wir CO2-neutral sein?
A
Axel Berger
Kritiker der "grünen" Ideen halten Biotreibstoffe schon lange für ein Täuschungsmanöver. Neu ist, daß diese Erkenntnis langsam auch bei den "Ökos" ankommt:
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G
Guido Grohmann
Euer Problem ist, daß ihr euch auf einen einzigen Fakt fokussiert. Das größte Problem der BEV ist das Laden des Akkus, sind die Ladezeiten im Verhältnis zur Reichweite. Lebenszeit, die man fürs Laden verschwendet ist eine unwiederbringliche Resource für jeden einzelnen selber. Zudem kann man nur 70% der akkukapazität wirklich nutzen, wenn der eine Weile leben soll. Man kann nun folgendes machen:
(a) Deutlich mehr Geld (als Privatperson) als für einen herkömlichen PKW ausgeben für: das Fahrzeug selber, Solarzellen samt Steuerelektronik und teure Dacharbeiten, einen Batteriespeicher, da man das Auto ja nicht zwangsläufig lädt, wenn der ertrag vom Dach am höchsten ist (oder meinetwegen das Windrad liefert). dazu kommt noch ein Erdkabel zur Garage und als kleinster Posten die Wallbox.
Wer das Geld hat und die baulichen Voraussetzungen, ok. Laternenparker stehen da im dunkeln, leider verträgt das Stromnetz der Straßenbeleuchtung eben nicht die Ladepukte zusätzlich, trotz deutlich sparsamerer Leuchtmittel.
Kann für Pendler eine gute Lösung sein, reicht maximal dann nicht, wenn man mal ein paar 100 km in den Urlaub fahren will.
(b) Man kann sich auch die Ladezeiten schönreden. Ich geh aufs Klo, trink einen Kaffee, seh mir eine Folge irgeneiner Serie an während des Ladens. Alles für das Gewissen, das richtige zu tun.
(c) man kann sich eine Wallbox kaufen und sich den 100% Ökostromvertrag schönlügen. Alles fürs Gewissen.
(d) oder man entwickelt einen Kompromiß, in dem man eben entweder Wechselakkus oder einen anderen Grundstoff zur Energiebereitstellung nimmt. Weniger Wirkungsgrad, weniger Flexibilität im Fahrzeugdesign durch die wechselakkus aber dafür mehr Zeit, weil man das zeitfressende Nachladen spart.
Wenn man sich beispielsweise Akku-Triebwagen oder Busse ansieht, dort mußte man auch Geld in die Hand nehmen und an den Endpunkten Ladepunkte vorsehen (etwa über Stromabnehmer in der Endstelle), sieht man, daß das im Invividualverkehr doch nur äußerst suboptimal funktioniert.
Es ist mir sehr wichtig, mit Resourcen sparsam umzugehen. Und wenn ich da sehe, was da alleine für eine Elektroschrottwelle auf uns zurollt, wird mir ganz anders. Da verdienen sich einige wenige an der Öko-Ideologie eine goldene Nase. Das hatten wir alles schon mal, Ablaßhandel ist nix neues.
Guido
R
Ralph Aichinger
Man bekommt heute keinen reinen Biodiesel, keinen reinen grünen Wasserstoff (der nicht aus Cracken von Erdgas kommt), kein Biogas für Autos zu kaufen. Nichts von alledem.
Eventuell kannst du für ein paarhundert Euro Mengen fürs Labor kaufen, aber nicht genug um ein Auto zu betanken.
/ralph
R
Ralph Aichinger
Es gibt heute exakt null Prozent an "grünen" Treibstoffen zu kaufen. Aber ca. 70% oder so des Stroms (je nach Land mal mehr mal weniger) ist ökologisch.
/ralph
R
Ralph Aichinger
Ein großer Teil davon ist die "Primary Energy Fallacy": Natürlich scheinen die 20% oder so Strom nur wie ein kleiner Teil der insgesamt benötigten Energie, weil sich Strom aber viel effizienter in Nutzenergie umwandeln läßt, so bewirkt eine Elektrifizierung auch eine Reduktion der Gesamten Primärenergie die benötigt wird.
Beispielsweise braucht ein Elektroauto nur ca. ein Drittel oder so der Primärenergie eines Verbrennerautos. D.h. bei gleichbleibendem Resultat (man fährt X Kilometer mit dem Auto) wird bei Elektrifizierung die Energienutzung nicht nur dadurch ökologischer, dass der Strom "grüner" ist als der Benzin, sondern auch dadurch dass weniger Primärenergie benötigt wird, weil die Verluste des Carnot-Prozesses wegfallen.
Ähnlich ist es bei Gasheizung vs. Wärmepumpe.
Es ist klar, dass bei vielen industriellen Prozessen es nicht so einfach sein wird (Zement, Stahl, Dünger), aber bei Autos und Gebäudeheizungen ist es relativ sicher so.
/ralph
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