Am Wed, 20 May 2026 13:25:56 +0200 schrieb Kay Martinen snipped-for-privacy@martinen.de zum Thema "Re: Tankgeber":
Ich muss in meinem Auto den Ausgleichsbehälter fürs Kühlwasser erneuern. Schlicht deshalb, weil der Magnetschwimmer undicht geworden ist dadurch nicht mehr schwimmt. Der eigentliche Sensor meldet dadurch ständig, es würde Kühlwasser fehlen.
cu. Juergen
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S
Sieghard Schicktanz
Hallo Kay,
Du schriebst am Tue, 19 May 2026 22:53:11 +0200:
Und da gibt es mehrere Kategorien: Da sind zum eine die von Dir hier angesprochenen _ferromagnetischen_ Materialien, die eine intrinsische Polarisation aufweisen, die sich in einem Magnetfeld daran ausrichtet und die dann - wenigstens teilweise - auch nach Wegnahme des Magnetfelds erhalten bleibt. "Eisen" ist so eins, die "Supermagnete" andere solche, ebenso "Ferrite". Alle diese Materialien sind zudem nur bis zu einer Maximaltemperatur, dem sog. "Curie-Punkt (ja, nach _den_ Curies benannt) "magnetisch". Oberhalb dessen verlieren sie jede Magnetisierung und werden zu einfachen, leicht magnetisch polarisierbaren, Materialien (-> paramagnetisch). Zum anderen gibt es auch Materialien, _ohne_ ein solches intrinsisches Magnetmoment, bzw. ohne "eingebaute" Polarisation. Die zerfallen dann wieder in zwei Kategorien, einmal die "diamagnetischen" Materialien, die ein Magnetfeld aus ihrem Inneren zu verdrängen versuchen (Extremfall "Suoraleiter", die das vollständig tun), und andererseits die "paramagnetischen" Materialien, die ein Magnetfeld "einsaugen", indem ihre mikroskopischen Bestandteile durch das Feld magnetische polarisiert werden können. (AFAIK sind die meisten Kohlenwasserstoffe, also auch die meisten organischen Materialien, diamagnetisch.)
(BTW, ich habe das so richtig 'rum angeführt; ich bin da kein Spezialist oder auch nur Kenner der Materie. Irrtum ist also nicht ausgeschlossen,)
Nein. Das ist ein recht prinzipieller Unterschied.
AFAIK ist Nickel an sich sogar ferromagnetisch - in Legierung mit dem ebenfalls ferromagnetischen Eisen "konkurrieren" die beiden sozusagen bei der Polarisation im Magnetfeld, indem sie sich hartnäckig gegeneinander einstellen und damit ihre Polarisation nach außen quasi verstecken, zumindest vereinfacht gesagt. Da gibt es umfangreiche Untersuchungen, schließlich ist die Magnetisierbarkeit eine recht wichtige Eigenschaft bei Materialien für induktive Bauelemente.
Das kommt in dem Fall wohl so einigermaßen hin.
Dann hast Du nur sehr wenig mit den wirklich "guten" Edelstählen zu tun gehabt - oft ist ein schneller Test, ob ein Bauteil (Schraube, Blech...) aus Stahl oder Edelstahl besteht, einen Magneten dranzuhalten. Bleibt der "kleben", ist das wohl kein Edelstahl, ist dann die Vermutung.
S
Sieghard Schicktanz
Hallo Josef,
Du schriebst am Wed, 20 May 2026 11:25:26 +0200:
Sicher - der Effekt ist halt ähnlich verblüffend: Hier was mechanisch ähnliches: The Future of Transportation
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(nicht mehr ganz neu...)
K
Kay Martinen
Am 21.05.26 um 00:39 schrieb Juergen:
...
Ups. Noch eine (Soll)Bruchstelle. Plastikermüdung. Wenn der Schwimmer nicht mehr schwimmt - sondern Tauchen geht?
Idee: Wie bei Festplatten, Heliumfüllung. Und einen Edelgas-sensor der dann unterscheidet zwischen "leer" und "Schwimmer kaputt". ;-)
Nutzen: Keiner. Aber das tut so manche "Innovation" heute auch nicht. Es trägt nur zur; oft erwünscht erscheinenden; Komplexitätssteigerung bei.
Bye/ /Kay
J
Juergen
Am Thu, 21 May 2026 13:33:58 +0200 schrieb Kay Martinen snipped-for-privacy@martinen.de zum Thema "Re: Tankgeber":
Ist so. Für Kfz-Mechatroniker ist der Fehler wohl Alltag. Und den Schwimmer tauschen geht nicht.
Der Schwimmer da aber auch wesentlich mehr Temperaturstress als in einem Tank. Zugute dürfte ihm noch kommen, dass die Aufheiz- und Abkühlraten relativ langsam sind. Dafür ist die Spitzentemperatur für Kunststoff nicht ohne. Allerdings muss das auch der eigentliche Behälter aushalten, plus den Überdruck (der den Schwimmer noch meinem Verständnis nicht tangiert) das Sicherheitsventil im Deckel öffnet erst bei 1,4 Bar.
Als ich den Fehler das erste Mal sah, bekam ich Angst um die ZKD und hab nach Öl in Kühlflüssigkeit geschaut.
cu. Juergen
E
Eric Bruecklmeier
Am 22.05.2026 um 13:18 schrieb Juergen:
Da mittlerweile fast der ganze Kühler aus Kunststoff ist, ist das das kleinste Problem...
V
Volker Bartheld
Insbesondere bei einem Auto kannst Du davon ausgehen, dass Kunststoffteile nach
10 Jahren entweder ziemlich knusprig sind, oder sich in einen ekligen Kleb verflüssigt haben. Alle erdenklichen Zwischenstufen möglich - Polyurethan verwandelt sich z. B. gerne in Kohlestaub (das ist extrem gut für den Dachhimmel oder sonstige Schaumbestandteile der Innenverkleidung) und PVC-Kabel vergossener Sensoren ziehen sich von einer Seite das Öl hoch und auf der anderen Seite fällt die Isolierung ab, mit reichlich Grünspan darunter.
Ein steter Quell der Freude sind die Videos von
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- ich mag einfach seinen trockenen Humor. Zwar schraubt Wes meist an amerikanischen Rostmühlen, ich könnte aber auch bei deutschen Automobilen stundenlang aus dem Nähkästchen plaudern, z. B. was die Qualität von OEM- und OEM-nahen Ersatzteilen betrifft.
Beim olympischen Alptraum ist mir neulich das sog. "Verbindungsrohr" (Teil 8 in
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obwohl da rein gar nichts mit der realen Situation übereinstimmt) negativ aufgefallen. Da hat man serienmäßig allerlei Stutzen und elastische Verbindungen an ein Hartkunststoffteil gespritzt, um sich die teuren Nitrilschläuche und Federbandschellen zu sparen. Das Rohr für die Kurbelgehäuseentlüftung hat es glatt abgeschert und wer in puncto Laufruhe des Motors nicht die Prinzessin auf der Erbse ist, fährt einfach tausende Kilometer mit ungefilterter Falschluft weiter.
Die Ware aus der VAG-Apotheke ist "new old stock", d. h. zerbröselt Dir beim Einbau, aber glücklicherweise gibts 1J0129684N noch von Febi, Meyle oder Metzger
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- die haben dann sogar die 2€ in ein Stückerl Gummischlauch und eine DIN-3021-Schelle investiert.
Dann bricht Dir eben der Ausgleichsbehälter an der Spitzgußfuge. Sreten von
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tauscht reflexartig diese Teile nebst Kühlerlüfter incl. Rahmen und Kupplung, denn BMW hielt an dieser Stelle Kunststoff für eine extrem gute Idee.
Coming up: Low-Budget-Raddrehzahlsensoren und warum man bei Fahrzeugen mit weißblauem Propeller gleich die Antriebswellen tauscht, wenn es damit ein Problem gibt.
Es ist alles zum Schutz der Kinder.
Volker
V
Volker Bartheld
Manchmal gibt im Zubehör Umrüstkits. Neulich ist an einer Yamaha WR250X die Benzinpumpe verreckt, hatte sich wohl zu Tode gelangweilt. Im offiziellen Handel gibt es die nur im Kraftstoffpumpenmodul:
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, die Preisgestaltung (591,57€ incl. MwSt.) finde ich sportlich. Springt da noch eine gutaussehende Yamaha-Werksangehörige aus der Schachtel und baut mir das Teil ein?
Also habe ich das Kackding zerlegt (etliche Rastnasen und andere Spaßbremsen) und zum Vorschein kam eine "Tourmax IFP904", die man in Form von zahlreichen Chinakrachern, aber auch etwas hochwertiger von Allballs bekommt:
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62€ sind zwar keine Occasione, die bei mir sofortigen Kaufreflex auslöst, aber was will man machen...
Die Hoffnung, dass die doch relativ gewaltsam aufgehebelten Rastnasen noch rasten, bewahrheitete sich. Sogar zweimal. Angesichts der Apothekerpreise für das Kraftstoffpumpenmodul hätte ich aber durchaus kein Problem gehabt, mit selbstschneidenden Edelstahlblechschräubchen zu arbeiten:
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was es bei der Mutti gibt, hat auch der Preisi - sogar bis runter auf
2.2mm:
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Warum eigentlich zweimal? Mei: Blechfeder zur Arretierung der Pumpe im Gehäuse vergessen. Kommt vor. In der schlechtesten Yamahawerkstatt Deutschlands hätte man das Thema auf sich beruhen lassen, aber nicht in Volkis Schrauberhöhle. Das zerfrisst mich sonst innerlich, Albträume, Schweißausbrüche. Wir kennen das.
Irgendwas ist ja immer.
Bei annähernd allen artgerecht bewegten KTM-Enduros mit Dellorto-PHM-Vergaser bricht irgendwann die Einstellzunge fürs Schwimmerniveau weg. Dann läuft die Karre "einen Ticken fett" [tm] (R) (C). In Foren liest man "Geht nur mit 8.5g richtig gut!" - das könnte nicht weiter von der Realität weg sein: Serienmäßig eingebaut aber ausgelistet sind 6.5g, die nächste beim Stein-Dinse verfügbare Größe 7.5g.
Das lässt - nach kurzer Überschlagsrechnung - den Spritpegel um ~0.1mm steigen, kann ich mit leben. Zu schräg soll das Ding im ohnehin schon geneigten Vergaser jedenfalls nicht stehen, idealerweise Gusskante Schwimmer parallel Trennfuge Schwimmerkammer.
Und schon brummt das Bienchen wieder.
*LOL* Ich bekam damals Angst, als die beim Dachauer VAG-Betrieb getauschte ZyKoDi nach 30.000km schon wieder undicht wurde und mir der Zylinderkopflüsterer Harpel
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bei der Revision die Mutter zeigte, die man - wohl als Andenken - in einer Ölablaufbohrung hinterlassen hatte.
Dass der Zylinderkopf ab einem gewissen Verzug plangefräst werden muss und "planfräsen" nicht "ein bisserl mit dem Scheuerschwamm drüber" heißt, hat sich auch noch nicht in jeder Vertragswerkstatt rumgesprochen. Aber mia hams ja. In dem Fall etwa 1.800€ für die fachmännische Reparatur, die nun schon seit
150.000km hält.
Neulich brauchte der Audi zwei neue Federbeine. Naja: Schraubenfeder war gebrochen, aber der Rest sah auch nicht mehr wirklich knorke aus. Dabei tauscht man natürlich gleich die Dreieckslenker mit und die Gummi-Metall-Lager für den Stabi. Die sind schwer zu montieren, speziell, wenn die Fachwerkstatt versucht,
19mm-Gummis einem 21mm-Stabi zu verpassen. Da steht die Befestigungsschelle ziemlich ab, auch wenn sie mit einer Schraubzwinge zusammengezogen wird und man kriegt das Gewinde der Befestigungsschraube nicht mehr angesetzt.
Naheliegender Geniestreich: Eine etwas längere, selbstschneidende Schraube reinwichsen!
Ich konnte das Gewinde glücklicherweise retten und mit dem 21er Gummi war dann auch eine reguläre, verzinkte Normschraube plötzlich kein Problem mehr.
Dass die Straßen nicht über Kilometer mit den rauchenden Trümmern defekter Autos gesäumt sind, ist mir ein Rätsel. Aber es scheint, dass die Kraxn ein gewisses Maß an Pfusch wegtolerieren und man hört in den Medien ja doch gelegentlich von Unfällen ungeklärter Ursache.
Soviel aus der Schrauberhöhle, zurück ins Funkhaus.
Volker
J
Juergen
Am Fri, 22 May 2026 15:36:47 +0200 schrieb Volker Bartheld snipped-for-privacy@bartheld.net zum Thema "Re: Tankgeber":
Interessant. Allerdings ist so ein Ausgleichsbehälter nicht teuer, so man ihn nicht in der Vertragswerkstatt kauft.
Teuer wird es trotzdem, siehe unten...
Immer wieder nett aus deiner Schrauberhöhle zu lesen.
Als der Fehler mit dem Kühlwassersensor erstmal auftrat, hab ich eine freie Werkstatt draufschauen lassen. Da arbeitet der Meister meines ehemaligen FOH, der inzwischen auch zu einer freien Werkstatt mutiert ist. Ich halte ihn für einen Meister alter Schule, zumindest haben sie am Vorgänger-Opel beim Wechsel der ZKD den Kopf von einer anderen Firma planen lassen (oder zumindest haben sie das behauptet). Ich vermute fast, der wurde bei dieser Werkstatt "gegangen" weil er zu kundenfreundlich agierte und vernünftige Arbeit ablieferte.
Der Motor lief danach jedenfalls bestens und dank neuer Stoßdämper, Querlenker und Spurstangenköpfe (in Eigenleistung) fuhr das über 20 Jahre alte Auto zu meiner vollsten Zufriedenheit. Dumm nur dass der Rost nagte und 4 Jahre später unter anderem die Hinterachse durch war - für mich nicht mehr wirtschaftlich reparierbar, für den Schrauber der mir noch einen symbolischen Preis zahlte dank eingelagerter Hinterachse und Schweißkünsten schon.
Zurück zum aktuellen Opel: Bei der Kontrolle wegen dieser Kühlwassergeschichte fiel dem Meister auf, dass der Ölkühler anfängt undicht zu werden - eine bekannte Schwachstelle dieser Motoren. Auch da könnten Kühlflüssigkeit und Öl sich treffen, was vermieden werden sollte. Dieser "Kühler" ist zwischen Motorblock und Abgaskrümmer samt Katalysator verbaut, vielleicht soll das die Warmlaufphase verkürzen.
Die freie Werkstatt wird demnächst den Ölkühler aus- und mit einem neuen Dichtsatz wieder einbauen sowie den (im vergleich spottbilligen) Ausgleichsbehälter des Kühlsystems wechseln. Eine Opel-Werkstatt würde den Ölkühler erneuern, kostet ja nur etwa das Doppelte.
Ginge es nach diversen Grünen und der deutschen Umwelthilfe müsste ich das Auto wohl zugunsten eines BEV verschrotten. cu. Juergen
V
Volker Bartheld
Natürlich. Einen Doppelpack Antriebswellen für den Bimpf, der wegen vergammelter ABS-Segmentringe mit dem Warnlichtlein blinkt, zieht man sich ja auch für ein paar Cent aus dem Kaugummiautomaten.
Was mich an den undichten Öl-/Wasserkühler erinnert, den ich am E90 neulich repariert habe. Das läuft bei einer siffenden Zylinderkopfhaube nebenher. Die kriegt man mit etwas Glück, neuer Dichtung und Silikonpampe manchmal wieder dicht - aber angesichts des Aufwands für den Austausch (frag nicht!) kaufst Du das Ding lieber neu, falls es sich auch nur ansatzweise verzogen hat.
Sind eh nur rund 440€ (11127823181) - ein Schnäppchen, wenn man bedenkt, was OEM-Injektoren kosten.
Hängt stark davon ab, wieviel Du fährst und wielange Merz noch Kohle für den Tankrabatt hat. Ich komme mit einer Tankfüllung am olympischen Alptraum dank Bio-Radl, gesunden Beinen und ÖPNV monatelang aus, der ist ja mit einem Verbrauch von dzt. 5.8L/100km sowieso "hocheffizient".
Und im Zweifel gibts ja noch die 250er, lässt sich dank Einspritzanlage mit unter 4L/100km bewegen - und das gar nicht mal so spaßarm.
Volker
C
Christian Treffler
Hans-Juergen Schneider schrieb:
"Magnetostriktion". Die schwarze Hülse ist wohl ein Schwimmer und magnetisch.
Ich kenne das von Wegeaufnehmern bei Hydraulik-Zylindern.
Beispiele:
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Mit einem kleinen Bildchen zum Messprinzip:
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CU, Christian
J
Juergen
Am Fri, 22 May 2026 17:12:31 +0200 schrieb Volker Bartheld snipped-for-privacy@bartheld.net zum Thema "Re: Tankgeber":
Inzwischen ca. 11 Monate auf mich zugelassen und noch keine 5 Mm. Auch wegen Nutzung der Beine und Fahrrad wenn in der wärmeren Jahreszeit möglich. Nein, zu Terminen wie Prunksitzungen mit dem Fahrrad zu fahren halte ich nicht für empfehlenswert, auch wenn es nur 10 km sind. Da noch "mit Gewalt und Gesundsrisiko" 1 oder 2 Mm einsparen bringts vermutlich nicht.
Denke die Spritkosten sind da nicht der größte Posten. Eher die Reparaturen, Verschleißteile und manchmal Reifen. Auch HU finde ich inzwischen recht teuer. Sparen mit E-Auto, ich habe Zweifel. Inzwischen erreichen mich immer mehr Aussagen zu vergleichsweise teuren Inspektionen (dafür dass angeblich weniger dran zu arbeiten ist) und sehr hohen Versicherungsprämien.
Hier gäbe es eine 650er. Spaßfrei mit 4 l/100 km oder knapp darüber zu bewegen, alles was jenseits von Dosenbahn und Schnellstraße in Richtung
5 l/100 km geht ist führerscheingefährdent. Halte ich aber für zu kurz gerechnet. Reifen, Kettensätze, Bremsbeläge, das ist auf Strecke gerechnet alles teurer als bei der Dose.
Überschlagsrechnung: Auf 1 Mm 25 l weniger Sprit als mit der Dose. Das reisst die genannten höheren Kosten nicht raus.
cu. Juergen
V
Volker Bartheld
Statistisch sieht das so aus:
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Jährlich rund 880 Milliarden Personenkilometer im motorisierten Individualverkehr gegenüber 240 Milliarden mit den Öffis. Der beruflich motivierte Anteil am motorisierten Individualverkehr beträgt 17%, nimmt man die Kategorien "Ausbildung" und "Geschäft" noch mit dazu, kommen wir auf 38%.
Insgesamt verbrunzt unsere PKW-Flotte jährlich 40 Milliarden Liter Diesel und 50 Milliarden Liter Ottokraftstoffe:
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Gehen wir optimistischerweise davon aus, dass hohe Preise die Nachfrage etwas gesenkt haben, optimistisch -20%. Dann verbrennen Herr Schnieder und seine Regierung jeden Monat etwa 700 Millionen Euro für den Tankrabatt. Zusätzlich.
Denn da gibt es ja bereits jährlich 8 Mrd. € Energiesteuervergünstigung für Diesel, 6 Mrd. € Entfernungspauschale und mindestens 3 Mrd. € Dienstwagenprivileg:
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Zum Vergleich: Monatlich fließen vom Bund an die Länder in Form von D-Ticket- Subventionen etwa 125 Millionen Euro:
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das EEG-Konto erhielt 2025 monatlich etwa 1400 Millionen Euro Bundeszuschuss:
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Also: Da könnte es schon Gründe geben, warum die diversen Grünen und die deutsche Umwelthilfe die Verschrottung von Verbrennern zugunsten von BEV fordern könnten. Aber danach sieht es in unserer CSPDU-Regierung ja glücklicherweise nicht mehr aus, nach dem Verbrenner-Aus-Aus und dem E-Fuel-Feigenblatt (Connemann-Zitat hier einfügen!), sind wir ja nun bei den "hocheffizienten Verbrennern gelandet.
Zur Definition:
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Die müssen jetzt die auf der Weltklimakonferenz in Paris im Jahr 2015 (COP 21) getroffene Vereinbarung retten. Kerninhalt ist die Klimaneutralität Europas bis zum Jahr 2050. Als Zwischenziel ist die Reduzierung des Ausstoßes von Treibhausgasen bis zum Jahr 2030 um 55 Prozent gegenüber dem Niveau von 1990 festgelegt worden.
Wesentlicher Baustein ist freilich auch die neu geschaffene "Souveränität im Heizungskeller":
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Das Sahnehäubchen - wie immer - unsere Gaskati:
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"Wir ersetzen ein Gesetz, das viele Menschen verunsichert hat, durch eines, das auf Vertrauen, Technologieoffenheit und Machbarkeit setzt. Mit dem Gebäudemodernisierungsgesetz machen wir Klimaschutz wieder alltagstauglich: weniger Ideologie, mehr Pragmatismus, mehr Planungssicherheit und mehr Freiheit für Eigentümer, Mieter und Unternehmen."
Die "Biotreppe" ist dabei nur ein Synonym für "E-Fuel". Bin angesichts eines Endenergieverbrauchs von gut 100TWh Mineralöl (also reichlich 10 Mrd. Liter) der privaten Haushalte:
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sehr gespannt, wo die eine Milliarde Liter Bio-Öl herkommen wird, wenn wir
2029 die erste Stufe mit 10% erklimmen werden.
Dabei immer dran denken:
"[...] Das Heizungsgesetz ist eigentumsfeindlich und sozial ungerecht. Es setzt ideologisch einseitig auf Wärmepumpe, ignoriert die Chancen von Wasserstoff und diskriminiert Brennholz. Viele werden sich den teuren Heizungstausch trotz der versprochenen Förderungen nicht leisten können. Die einseitige Ausrichtung auf Wärmepumpen löst einen massiven Sanierungsbedarf im Bestand aus und führt zur Entwertung von Häusern. Zudem wird es technisch gar nicht möglich sein, ausschließlich auf Stromheizungen zu setzen und so viele Öl- und Gasheizungen zeitnah in Wärmepumpen zu tauschen. [...]"
Zitat Aiwanger zum Gebäude-Energiegesetz 2023:
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Für Dich wohl nicht.
Mei, offensichtlich leistbar für die Besitzer der run 50 Millionen in Deutschland zugelassenen PKW:
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deren Durchshcnittsalter(!) inzwischen bei 10 Jahren liegt.
Wird überbewertet. TBNR 329608: "Sie unterließen es, das Fahrzeug zur fälligen Sicherheitsprüfung vorzuführen. Der Termin *) war um mehr als 8 Monate überschritten. § 29 Abs. 1, § 69a StVZO; § 24 Abs. 1, 3 Nr. 5 StVG; 186.1.4 BKat". 75€, ein Flens.
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Demgegenüber: HU+AU für PKW: 163€
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Sei Dir unbenommen, bleibt aber ein Rechenexempel, das über die Jahresfahrleistung läuft, Falls einem Emissionen wurscht sind, natürlich.
Sind optional.
Je nun. Mit hoher (Boost)Leistung kommt hohe Verantwortung.
Volker
E
Eric Bruecklmeier
Am 22.05.2026 um 21:12 schrieb Christian Treffler:
Das wäre für einen simplen Füllstand im Ausgleichsbehälter vermutlich zu aufwendig...
A
Axel Berger
Ich fahre mit dem Dacia Kombi ein relativ großes Auto. Beim Kauf war der Umzug in eine gute Nahverkehrsabdeckung absehbar, er sollte also tranportieren können. Gekauft Ende 2014 waren es in den beiden ersten Jahren 10 Mm/a, jetzt unter 3.
Ein Auto ist trivialerweise dann billig, wenn es andere für mich bezahlen. Ich rechne deshalb immer ohne "Förderung" und andere offen ausgewiesene und bezifferbare Eingriffe. Verdecktes wie Mineralölsteuer hier gegen EEG Subvention dort wäre schwieriger.
In mehr als zehn Jahren habe ich insgesamt 4.2 k für Kraftstoff bezahhlt. Das ist weniger als der Preisunterschied vergleichbarer Modelle. Es lohnte sich also selbst dann nicht, wenn die Antriebsenergie ganz kostenlos wäre. Der Unterschied der Wartungs- und Reparaturkosten ist nicht leicht zu beziffern und das Vorzeichen unklar, also lasse ich ihn im Vergleich weg.
A
Axel Berger
Du springst in Deinem Text ziemlich stark mit den Einheiten und Bezugsgößen, dies scheint aber der mit Abstand größte aller aufgeführten Posten zu sein.
Die Wirkung auf die Emissionen scheint irgendwo zwichen null und nicht nachweisbar zu liegen.
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H
Hans-Juergen Schneider
Ja. Ich hatte mal dieses Prinzip gebaut:
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Anordnung aus 15-er Kupferrohr und 5-er Geewindestab. Beides ausm Baumarkt. Ergebnis: Unrentabel.
MfG hjs
S
Sieghard Schicktanz
Hallo Axel,
Du schriebst am Sat, 23 May 2026 12:09:14 +0200:
Zwischen "jährlich 8 Mrd. € Energiesteuervergünstigung für Diesel, 6 Mrd. € Entfernungspauschale und mindestens 3 Mrd. € Dienstwagenprivileg" ist das für Dich "der mit Abstand größte aller aufgeführten Posten"? Na dann...
Das scheint allerdings immer noch zuzutreffen... Die Knatterkisten stinken immer noch genauso wie vor Jahren, trotz immer fortschreitender Vorschriften, die halt die alten Kisten nicht automatisch mit einhalten können. Im Prinzip wär' das bei einem Anteil wie im vorigen Jahrhundert nichtmal so kritisch, aber die Dinger _wuchern_ ja inzwischen. Und damit wuchern auch deren Emissionen.
A
Axel Berger
Ja. Pro Jahr sind es 16.8 Milliarden.
Und auf das Springen zwischen jährlich und monatlich hatte ich noch extra explizit hingewiesen. Reicht nicht für jeden.
A
Axel Berger
Ich habe noch nie irgendeine Garantie gebraucht, für nichts. Entweder ein neues Gerät hat einen Defekt, der fällt dann in die Gewährleistung, oder es hat keinen.
-- /¯\ No | Dipl.-Ing. F. Axel Berger Tel: +49/ 221/ 7771 8067 \ / HTML | Roald-Amundsen-Straße 2a Fax: +49/ 221/ 7771 8069 X in | D-50829 Köln-Ossendorf
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