Tankgeber

May 17, 2026 Last reply: 4 months ago 371 Replies

Am 01.06.2026 um 17:18 schrieb Guido Grohmann: ...

Viele davon sind theoretische Bedenkenträger und Schelchtreder und haben keine praktische Erfahrung mit aktuellen/modernen BEV.

Mein praktische Erfahrung von gestern:

Skoda Enyaq, Akku 77kWh netto. Tour gut 600km von Österreich nahe Italien bis in die Mitte Deutschlands.

Nach gut 1,5h Fahrerwechsel mit aufladen 10min, mit 80% weiter nach München Richtung Norden.Gerade für eine fleüchtigen Kaffee hat die Zeit gereicht.

Nach 2h weitere Fahrt (Mittag) ca. 30min laden. WC, Imbiss, Auto war schon wieder schneller fertig als wir. Dann die restlichen ca. 250km ohne weiteren Halt.

Das Auto beginnt berechtigterweise nach 2 h zur Pause zu ermahnen, der ADAC empfiehlt auch nach 2h Pause. Und einen Imbiss zum Mittag halte ich auch für eine gute Idee.

Was ist daran eine geringe Reichweite und wo ist die Ladezeit länger als

*wir* eine Pause brauchen? Mit unseren TDI Vorgänger(n) konnte man das tanken und anschließende bezahlen nicht so gut parallelisieren und unsere Pausen waren weder weniger noch kürzer, mit Kindern sogar spürbar länger.

Jeder vs. alle. Man muss richtig etwas tun dafür.

Sorry, du jagst ein Phantom, des es nicht mehr gibt, schau auf die Straßen, da fahren nicht nur Zoes und e-ups. E-Autos mit realen Reichweiten von 300 bis 350km zwischen zwei Pausen sind vorhanden und wer 1000km ohne Pause fährt ist eine Gefahr für seine Mitmenschen.

Ja, ich bin auch deshalb stets ein late adopter. Eine einfache und recht miese Digitalknipse hatte ich trotzdem schon. Mal eben ein Bildchen in die Email oder eines simple Ansicht zu einem Verkaufsangebot ging dann schnell und mühelos. Und dafür war's auch gut genug.

Digitalkameras für die Anforderungen ambitionierterer Photographen und dann zum vertretbaren Preis gab es zuerst nicht.

Dreiphasig sind es 10 kW, 60 kWh gehen in einer Nacht locker. Mit 3.5 kW sind es 18 Stunden. Auch das ist für die meisten in der Regel keine Härte, tägliche Fernpendler natürlich ausgenommen. Nachladen für Deine o.g. 100 km geht immer mühelos.

Tut er nicht. Für solche Leute lohnt sich die Wallbox mit 20 kW.

Wie zum Beispiel Dein Vorredner.

Grüße Marc

Wieso? Er ist nicht prinzipiell dagegen und akzeptiert die Vorteile, sieht sie nur für sich *jetzt* noch nicht überwiegen.

Ich hatte meinen ersten CD-Player 2000 und mein erstes Smartphone 2017. Wenn ich mir die jeweilige Entwicklung der Preise und Leistungen davor ansehe, bin ich mit dem späten Zeitpunkt nicht schlecht gefahren.

Vom E-Auto erwarte ich ähnliches. Zum Glück muß ich die Kaufentscheidung nicht heute treffen und mit etwas Glück auch nicht bald.

Das ist ja dann auch die naheliegende und richtige Entscheidung. Trotz aller Subventionen würde ich als Nachfolger für meine museale Kiste GARANTIERT keinen Diesel kaufen, mit hoher Wahrscheinlichkeit überhaupt keinen Verbrenner mehr. Auch ohne PV-Dach. Einfach schon viel zuviel an solchen Karren herumgeschraubt und "Benzinkrisen" mitgekriegt.

Volker

Dreiphasig ... aus einer Schukosteckdose. Die Garage steht neben dem Haus, für ein dreiphasiges Kabel dahin wären Erdarbeiten erforderlich und das Kabel müßte einmal durchs ganze Haus gelegt werden. Der Hausanschluß ist an der Straßenseite, die Garage steht hinter dem Haus etwas abgesetzt. Diese Konstellation findest du auch bei vielen Reihenhäusern.

Aber du bist immer am Nachladen.

Auch für die hätte ich einiges an Geld zu investieren. Nicht unbedingt die Box, aber für die Zuleitung zur Garage.

Guido

Und wieder der Ideologe, der sich für besonders intelligent hält. Mometan fahr ich an die Tanke und bin nach 5-10 Minuten wieder weg und hab ne Reichweite von 900 km.

Guido

Ja, jede Nacht. Wo ist das Problem? An den kleinen Zusatzaufwand, das griffbereit hängende Kabel in den gut erreichbaren Anschluß zu stöpseln, gewöhnt man sich schnell. Der Punkt war, der Nachladebedarf ist fast immer klein gegen die nachts verfügbare Zeit.

Ja, natürlich. Vorausschauend hätte man ein halbwegs geräumiges Leerrohr vergraben. Wer am falschen Ende spart, ...

Hallo Alexander,

Du schriebst am Sun, 31 May 2026 23:24:34 +0200:

Da passte der ganze Thread allerdings besser hin... Na, was soll's...

Das ist wohl nicht so ganz unmöglich. Aber ein paar andere Möglichkeiten sind schon schwieriger zu ereichen.

...

Ja, die sind groß drin; da wartet beim Aufbau schon die Abrißkolonne.

Distributoren erwarten anscheinend Steigerungen um 10% für dises und nächstes Jahr. Mag natürlich Zweclpessimismus der Kaufleute sein.

Hallo Volker,

Du schriebst am Mon, 01 Jun 2026 09:45:22 +0200:

Jajaja, einschlägige Verbreiter solcher Sinnlosigkeiten sind doch inzwischen auch hier schon etabliert - braucht die wer? Sicher nicht, aber die produzieren sich und provozieren halt auch ungefragt. Und leider glauben denen auch noch viele... ...

Ja, das kam vor kurzem auch "nebenan"... Zum ... Heulen, wenigstens,

[Na-Ionen-Zellen]

Jaja, schon richtig, hab' ich sogar schon anderweitig gelesen gehabt - leider habe ich noch keinen Anbieter für einen betriebsfertigen 10kWh- Na-Ionen-Akku als Hausspeicher gefunden, wie man ihn problemlos in LiFePO4 kaufen kann. So ein Ding könnt' ich grade sogar brauchen, wenn der Preis passte. ...

Hmm - Redox-Akkus könnten relativ flott "skalierbar" sein. An Wsserstoff, Methanol o.ä. wird ja "fleißig geforscht". Da steht noch viel in Aussicht, wo's wohl auch weitestgehend stehenbleiben dürfte...

Wieso Pumpspeicher? Die werden doch einfach unten abgeschnitten, ein hydraulisches Hebewerk druntergebaut und dienen dann komplett als Hubspeicher ("Lageenergiespeicher", eine Erfindung eines Prof. Dr. rer. nat.... Eduard Heindl, Hochschule Furtwangen. Leider habe ich keinen Link für sein Dokumentationsvideo "Der Lageenergiespeicher in 8 Minuten erklärt")

Ansonsten wären Pumpspeicher besser anderswo aufgehoben, u.a. im "Hambacher Loch". (Ich _meine_, ich habe das schonmal irgendwo hier erwähnt...)

Das war doch bei PCs auch schon so. Verkäufer: "Was wollen Sie denn mit ihm machen?" Kunde: "Äh, ja, alles:"

Man will sich doch nicht schon beim Kauf einschränken lassen.

Man kauft ja auch kein Auto, sondern "Mobilität".

Grüße, H.

Von Dir ist das ein Kompliment.

Mit unserem aktuellen Auto komme ich nicht mehr nonstop nach Hamburg. Aber das ist jetzt auch das erste Mal in knapp zwei Jahren dass ich mehr als 200 km Reichweite bräuchte. Normalerweise reise ich halt elektrisch auf Spurweite 1435, weil es einfach eine Größenordnung bequemer ist mich fahren zu lassen.

Grüße Marc

Da würde ich sagen, das kommt auf das Baujahr an. Hier (1983/84) steht die Garagae zwar nur 2m vom Haus entfernt, aber es gibt auch kein Leerrohr. Damals dachte niemand, daß man mal ein dickes Kabel in der Garage brauchen könnte, um ein E-Auto zu laden.

Holger

Ein Benzintank verschleißt nicht, wenn man da was jeden Tag reinkippt. Bei einem Akku ist as etwas anderes.

Für den damaligen Eigentümer des Hauses wäre das einfach nur Geldverbrennen gewesen.

Guido

<snip>
10-20 mal im Jahr weiter weg finde ich schon viel. Ich fahre auch viel (Motorroller 6000-800km/anno) und auch mal weiter weg (350-600km Entfernung, Kinder, Freunde, usw). Jedoch keine 10mal im Jahr.

Frank

Diese Diskussion zeigt doch das Problem recht deutlich. Elektroautos haben heute noch objektiv Nachteile gegenüber der eingeführten Technik. Die Frage ist jetzt lediglich, wie man diese Nachteile gewichtet: Menschen die eher zu den early adoptern gehören, sind leicht bereit diese Nachteile in Kauf zu nehmen, oder empfinden sie nicht mal als Nachteile (das war bei jeder neuen Technik so (Automobil, Digitalkamera, PC... ). Leute die eher skeptisch sind, sehen die Nachteile deutlicher. Für sie stellt sich die Situation so dar: "Ich soll für eine Technik mehr ausgeben, die für *mich* einen Rückschritt darstellt."

Wie bei allen anderen Technologien löst sich das Problem irgendwann ganz von selbst. Aber Beschimpfungen und moralische Zeigefinger werden diesen Prozeß eher nicht beschleunigen...

Na und? Das teure und mühsame ist die Buddelei, das Rohr kostet fast nichts. In Wänden spielt die Schlitztiefe eine Rolle, im Boden ist Platz. Und 83/84 bestand noch nicht der Wahn, alles per Funk lösen zu wollen und die Idee, man könnte einal einen Datenverbindung brauchen, auch wenn man noch nicht weiß wozu, stand duchaus schon im Raum.

Hier in der Wohnung liegen Rohre, die ich nutzen wollte, aus denen niemand, auch nicht die erfahrenen Praktiker, die überflüssigen Leitung rausbekommt. Da frage ich mich dann schon, was der Quatsch soll. Wenn Aus- und Einziehen unmöglich ist, kann ich das Rohr auch gleich ganz wegassen und wie in den billigen Siebzigern das Kabel direkt in Putz und Estrich verschmieren. Da wird Qualität vorgetäuscht, der dumme Kunde (ich) wird's schon nicht merken oder erst, wenn es zu spät ist.

In der Literatur besteht Einigkeit, der Verschleiß hängt abseits der extremen Grenzen nur von der Ladungsmenge ab. Es ist egal, ob ich dieselbe Ladung in zwei kleinen oder einem größeren Zyklus umsetze. Zyklen bei LiIon sind immer umgerechnete Vollzyklen (bei meinem Smartphone bis jetzt 120 nach 400-mal laden. Bei Blei war es schon fast genauso, das Produkt aus Zyklenzahl und Zyklentiefe blieb in einem weiten Bereich konstant.

Sieh Dir mal den Altersschnitt dieser Gruppe an. Früher bin ich mal eben in zwei kurz aufeinanderfolgenden Nächten Freiburg-Aachen und zurück gefahren. Für mich stimme ich Dir heute zu. Meine Tochter hat in Berlin gar kein Auto mehr, da ist meins ein Kauf nicht nur für mich alleine.

Ach, als ich jung war und in einer Großstadt wohnte, brauchte ich auch kein Auto. Unnütz. Eh keine Parkplätze. usw.

Frank

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