Tankgeber

May 17, 2026 Last reply: 1 month ago 366 Replies

Das ist ja dann auch die naheliegende und richtige Entscheidung. Trotz aller Subventionen würde ich als Nachfolger für meine museale Kiste GARANTIERT keinen Diesel kaufen, mit hoher Wahrscheinlichkeit überhaupt keinen Verbrenner mehr. Auch ohne PV-Dach. Einfach schon viel zuviel an solchen Karren herumgeschraubt und "Benzinkrisen" mitgekriegt.

Volker

Dreiphasig ... aus einer Schukosteckdose. Die Garage steht neben dem Haus, für ein dreiphasiges Kabel dahin wären Erdarbeiten erforderlich und das Kabel müßte einmal durchs ganze Haus gelegt werden. Der Hausanschluß ist an der Straßenseite, die Garage steht hinter dem Haus etwas abgesetzt. Diese Konstellation findest du auch bei vielen Reihenhäusern.

Aber du bist immer am Nachladen.

Auch für die hätte ich einiges an Geld zu investieren. Nicht unbedingt die Box, aber für die Zuleitung zur Garage.

Guido

Und wieder der Ideologe, der sich für besonders intelligent hält. Mometan fahr ich an die Tanke und bin nach 5-10 Minuten wieder weg und hab ne Reichweite von 900 km.

Guido

Ja, jede Nacht. Wo ist das Problem? An den kleinen Zusatzaufwand, das griffbereit hängende Kabel in den gut erreichbaren Anschluß zu stöpseln, gewöhnt man sich schnell. Der Punkt war, der Nachladebedarf ist fast immer klein gegen die nachts verfügbare Zeit.

Ja, natürlich. Vorausschauend hätte man ein halbwegs geräumiges Leerrohr vergraben. Wer am falschen Ende spart, ...

Hallo Alexander,

Du schriebst am Sun, 31 May 2026 23:24:34 +0200:

Da passte der ganze Thread allerdings besser hin... Na, was soll's...

Das ist wohl nicht so ganz unmöglich. Aber ein paar andere Möglichkeiten sind schon schwieriger zu ereichen.

...

Ja, die sind groß drin; da wartet beim Aufbau schon die Abrißkolonne.

Distributoren erwarten anscheinend Steigerungen um 10% für dises und nächstes Jahr. Mag natürlich Zweclpessimismus der Kaufleute sein.

Hallo Volker,

Du schriebst am Mon, 01 Jun 2026 09:45:22 +0200:

Jajaja, einschlägige Verbreiter solcher Sinnlosigkeiten sind doch inzwischen auch hier schon etabliert - braucht die wer? Sicher nicht, aber die produzieren sich und provozieren halt auch ungefragt. Und leider glauben denen auch noch viele... ...

Ja, das kam vor kurzem auch "nebenan"... Zum ... Heulen, wenigstens,

[Na-Ionen-Zellen]

Jaja, schon richtig, hab' ich sogar schon anderweitig gelesen gehabt - leider habe ich noch keinen Anbieter für einen betriebsfertigen 10kWh- Na-Ionen-Akku als Hausspeicher gefunden, wie man ihn problemlos in LiFePO4 kaufen kann. So ein Ding könnt' ich grade sogar brauchen, wenn der Preis passte. ...

Hmm - Redox-Akkus könnten relativ flott "skalierbar" sein. An Wsserstoff, Methanol o.ä. wird ja "fleißig geforscht". Da steht noch viel in Aussicht, wo's wohl auch weitestgehend stehenbleiben dürfte...

Wieso Pumpspeicher? Die werden doch einfach unten abgeschnitten, ein hydraulisches Hebewerk druntergebaut und dienen dann komplett als Hubspeicher ("Lageenergiespeicher", eine Erfindung eines Prof. Dr. rer. nat.... Eduard Heindl, Hochschule Furtwangen. Leider habe ich keinen Link für sein Dokumentationsvideo "Der Lageenergiespeicher in 8 Minuten erklärt")

Ansonsten wären Pumpspeicher besser anderswo aufgehoben, u.a. im "Hambacher Loch". (Ich _meine_, ich habe das schonmal irgendwo hier erwähnt...)

Das war doch bei PCs auch schon so. Verkäufer: "Was wollen Sie denn mit ihm machen?" Kunde: "Äh, ja, alles:"

Man will sich doch nicht schon beim Kauf einschränken lassen.

Man kauft ja auch kein Auto, sondern "Mobilität".

Grüße, H.

Von Dir ist das ein Kompliment.

Mit unserem aktuellen Auto komme ich nicht mehr nonstop nach Hamburg. Aber das ist jetzt auch das erste Mal in knapp zwei Jahren dass ich mehr als 200 km Reichweite bräuchte. Normalerweise reise ich halt elektrisch auf Spurweite 1435, weil es einfach eine Größenordnung bequemer ist mich fahren zu lassen.

Grüße Marc

Da würde ich sagen, das kommt auf das Baujahr an. Hier (1983/84) steht die Garagae zwar nur 2m vom Haus entfernt, aber es gibt auch kein Leerrohr. Damals dachte niemand, daß man mal ein dickes Kabel in der Garage brauchen könnte, um ein E-Auto zu laden.

Holger

Ein Benzintank verschleißt nicht, wenn man da was jeden Tag reinkippt. Bei einem Akku ist as etwas anderes.

Für den damaligen Eigentümer des Hauses wäre das einfach nur Geldverbrennen gewesen.

Guido

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10-20 mal im Jahr weiter weg finde ich schon viel. Ich fahre auch viel (Motorroller 6000-800km/anno) und auch mal weiter weg (350-600km Entfernung, Kinder, Freunde, usw). Jedoch keine 10mal im Jahr.

Frank

Diese Diskussion zeigt doch das Problem recht deutlich. Elektroautos haben heute noch objektiv Nachteile gegenüber der eingeführten Technik. Die Frage ist jetzt lediglich, wie man diese Nachteile gewichtet: Menschen die eher zu den early adoptern gehören, sind leicht bereit diese Nachteile in Kauf zu nehmen, oder empfinden sie nicht mal als Nachteile (das war bei jeder neuen Technik so (Automobil, Digitalkamera, PC... ). Leute die eher skeptisch sind, sehen die Nachteile deutlicher. Für sie stellt sich die Situation so dar: "Ich soll für eine Technik mehr ausgeben, die für *mich* einen Rückschritt darstellt."

Wie bei allen anderen Technologien löst sich das Problem irgendwann ganz von selbst. Aber Beschimpfungen und moralische Zeigefinger werden diesen Prozeß eher nicht beschleunigen...

Na und? Das teure und mühsame ist die Buddelei, das Rohr kostet fast nichts. In Wänden spielt die Schlitztiefe eine Rolle, im Boden ist Platz. Und 83/84 bestand noch nicht der Wahn, alles per Funk lösen zu wollen und die Idee, man könnte einal einen Datenverbindung brauchen, auch wenn man noch nicht weiß wozu, stand duchaus schon im Raum.

Hier in der Wohnung liegen Rohre, die ich nutzen wollte, aus denen niemand, auch nicht die erfahrenen Praktiker, die überflüssigen Leitung rausbekommt. Da frage ich mich dann schon, was der Quatsch soll. Wenn Aus- und Einziehen unmöglich ist, kann ich das Rohr auch gleich ganz wegassen und wie in den billigen Siebzigern das Kabel direkt in Putz und Estrich verschmieren. Da wird Qualität vorgetäuscht, der dumme Kunde (ich) wird's schon nicht merken oder erst, wenn es zu spät ist.

In der Literatur besteht Einigkeit, der Verschleiß hängt abseits der extremen Grenzen nur von der Ladungsmenge ab. Es ist egal, ob ich dieselbe Ladung in zwei kleinen oder einem größeren Zyklus umsetze. Zyklen bei LiIon sind immer umgerechnete Vollzyklen (bei meinem Smartphone bis jetzt 120 nach 400-mal laden. Bei Blei war es schon fast genauso, das Produkt aus Zyklenzahl und Zyklentiefe blieb in einem weiten Bereich konstant.

Sieh Dir mal den Altersschnitt dieser Gruppe an. Früher bin ich mal eben in zwei kurz aufeinanderfolgenden Nächten Freiburg-Aachen und zurück gefahren. Für mich stimme ich Dir heute zu. Meine Tochter hat in Berlin gar kein Auto mehr, da ist meins ein Kauf nicht nur für mich alleine.

Ach, als ich jung war und in einer Großstadt wohnte, brauchte ich auch kein Auto. Unnütz. Eh keine Parkplätze. usw.

Frank

Lucius Annaeus Seneca wusste schon 50 n. Chr. Bedenkenträger und Prokrastinierer treffend zu beschreiben:

"Wer den Hafen nicht kennt, in den er segeln will, für den ist kein Wind der richtige."

Volker

Und wie so oft, pickst Du auch hier einzeln raus und ignorierst den Kontext. Wir haben das mit dem Bike-sharing Boom gesehen, wo in China in relativ kurzer Zeit buchstäblich Berge von Fahrrädern auf den Markt geworfen wurden, wir sehen das jetzt mit den Elektro-KFz. Wir haben das mit der hochgradig spekulativen Immobilienblase in China gesehen, wo in relativ kurzer Zeit ganze (leere) Städte aus dem Boden gestampft wurden - etwas, was durch die speziellen Finanzsituationen in China motiviert wurde und der allergrösste Anteil davon wurde nicht gebaut, um irgendwann mal bewohnt zu werden, sondern als reines Spekulations- vehikel.

Ein wichtiger Teil des Kontextes ist: Wofür wird produziert? - für den Export und Kunde zahlt gut: dann kann China durchaus Qualität liefern, siehe iPhone und viel Computerkram im oberen Preisbereich - für den Export und Kunde will billig: Qualität gibt es nicht umsonst - für den Heimatmarkt und es muss billig sein: Vorsicht, Kunde! - um Subventionen abzugreifen (ein erheblicher Teil der Elektro-KFz Produkt für den Heimatmarkt auf Halde): Finger weg

Der auch und gerade in Deutschland verbreitete Irrglauben, man könne Spitzenqualität zu Preisen von Rudis Resterampe bekommen besteht halt die Kollision mit der Realität nicht.

Kurzum: Produktion in kurzer Zeit massiv hochziehen kann China sehr gut, das hat es oft genug demonstriert. Die Frage der Qualität ist relativ direkt eine Funktion des erwarteten Preises und der ausgeübten Sorgfalts- pflicht der industriellen Kunden (u.a. im Westen).

Das Jammern mit den gestiegenen Einkaufspreisen kaschiert anziehende Gewinnspannen ganz gut, ja.

Man liest sich, Alex.

Der grösste Nachteil: Sie verbrauchen kein Benzin/Diesel. Darin, das dass ein absolut unüberwindbarer Nachteil von Elektroautos ist, sind sich Petrolheads und Ölindustrie zutiefst einig.

SCNR, Alex.

Kennen wir doch alle: Ständig ist der Akku vom BEV leer, man will schnell von München über den Weißwurschtäquator zur Ostsee und versumpft stundenlang an der Ladesäule. Da hat Bayern jetzt eine Lösung: Ladespulen unter dem Asphalt:

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Solar-Freaking-Roadways! Funktioniert bei "bis zu 80km/h" (übliche Autobahntempi also) und hat "über 90% Wirkungsgrad". Da können herkömmliche Ladekonzepte einpacken:

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Gerüchteweise will man im automotiven Freistaat auch E-Rezepte für Harnblasenkathether und auf-ihr-Fahrzeug-Angewiesene subventionieren.

Das stimmt. Statt bewegungslos am Fahr-Erlebnis-Platz festgeschnallt zu sein, pflanze ich mich auf den reservierten Sessel der ersten Klasse, mache mit der Telearbeit weiter und falls ich deren überdrüssig geworden bin, wartet das Bordbistro mit alkfreiem Weißbier.

Im ÖPNV ist das Erlebnis allerdings reproduzierbar weniger schön: Da liefert die DB für die stolzen Preise eher reichlich Verspätung, gestern wollte ich vom Ostbahnhof nach Kreuzstraße, die Zugverbidung wurde bis 30 Minuten vor Abfahrt "grün" angezeigt, ist dann kurz vor Schluss wegen irgendwelcher Signaldinge in Laim ausgefallen. Das kommt auch der Verspätungsstatistik zugute, denn ausgefallene Züge gehen dort nicht ein:

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Kriesel nennt das in seinem Talk die "Scheuer- bzw. Pofalla-Wende".

Aber, kein Problem, die Nachfolge-S5 kam schon nach 25 Minuten Wartezeit mit 5 Minuten Verspätung und sammelte sich bis Höhenkirchen-Siegertsbrunn weitere 5 Minuten auf, wo sie dann lt. Zugführer noch auf den Gegenzug warten musste. Denn von dort bis zum Endbahnhof ohne E-Netz-Empang verläuft die Strecke nur eingleisig und ist ziemlich marode. An Stellwerken und Bahnschranken oft nur Schrittgeschwindigkeit.

Die Gemeinden haben diesen Missstand auf dem Schirm und wollen in einer mehrmonatigen Baumaßnahme mit Sperrung und Ersatzbusverkehr (also einer WEITEREN mehrmonatigen Baumaßnahme mit Sperrung und Ersatzbusverkehr) Abhilfe schaffen. Für einen zweigleisigen Ausbau fehlt aber das Budget. Was kann da schon schiefgehen?

Ein früheres ÖPNV-Projekt führte mich von Gronsdorf zu einem Termin nach Grafrath, das ist für Münchner Verhältnisse schon eine Weltreise. Ein wenig war ich durch Streikmaßnahmen herausgefordert, musste auf den Bus verzichten und zum Bahnhof latschen. Dort trügerische Sicherheit, die S4 im 60-Minuten-Minimaltakt erschien wie versprochen auf dem Zugzielanzeiger. Der zählte jeweils von 15 auf

5 Minuten herunter und wurde von der schrecklich filserdeutschenden KI-Ansage jeweils als "fünf Minuten verspätet" angekündigt und verschwand dann von der Bildfläche - respektive Tafel. Der Phantomzug selbst musste sich wohl spontan in Luft aufgelöst haben.

Irgendwann, nach der dritten Iteration, war dann von einem Stellwerkproblem in Haar die Rede, es käme zu Zugausfällen und Verspätungen. Ach? Achwas? Ich bin ja nicht total bescheuert und fuhr dann mit einer S6 die Stammstrecke bis Pasing, in der Hoffnung, es gäbe wenigstens von dort einen Pendelverkehr ans Ziel. Diese Annahme war wohl etwas sehr naiv, denn von irgendeiner S4 fehlte jede Spur und vor meinem geistigen Auge entstand das Bild eines Berges sich zwischen Ebersberg und Vaterstetten stapelnden S-Bahnen, die mit dem russischen Lastenhubschrauber umgesetzt werden müssten.

Nach etwa zwei Stunden gab ich das Projekt auf und versuchte über die nun ebenfalls gestörte Stammstrecke wieder nach Hause zu kommen. Was im Endeffekt auf einen Kurztrip zur Donnersberger Brücke hinauslief, einen weiteren Fußmarsch zum Heimeranplatz und dann verschlungene Wege mit dem tadellosen U-Bahn-System, d. h. der U5 zum Odeonsplatz, mit U3/U6 zum Sendlinger Tor und der U2 wieder in den Osten Münchens.

Die MVG war zu diesem Zeitpunkt von allgemeinem Chaos gut beraten, keine Fahrkartenkontrollen durchzuführen - es wäre garantiert zu handgreiflichen Auseinandersetzungen mit den weniger kultivierten Fahrgästen gekommen.

tl;dnr: Die Verdrus-S-Bahn schafft sich zunehmend selbst ab und ich kann gut nachvollziehen, weshalb Menschen bei diesen Fahrpreisen das Auto bevorzugen, oder, wie ich, mit dem Rad fahren, wo sie in der schwerstverspäteten ÖPNV- Realität Münchens auch bei längeren Distanzen früher ans Ziel kommen.

Für das Grafrath-Erlebnis will und werde ich diesbezüglich meine Hand nicht ins Feuer legen (das sind fast 50km einfach), aber von Haar nach Holzkirchen oder Kreuzstraße schaffe ich es regelmäßig in einer guten Stunde, dito unter 2h nach Hebertshausen im Norden von München, wo der ÖPNV-Reisende fairerweise zugeben muss, dass er dort entweder bis zum nächsten Werktag sein Zelt aufschlägt oder sich für einen strammen Fußmarsch rüstet, weil der Bus 723, der mich zu meinen Eltern bringt, nur zwischen 6:00 und 21:00 alle 120 Minuten fährt - an Werktagen versteht sich.

Auf dem MTB hingegen von Tür zu Tür und meist über Nebenstraßen bzw. lauschige Feld- und Waldwege. Das entspannt und hält fit, olfaktorische Nebenwirkungen müsste man an den zahlreichen Dorfbrunnen therapieren - für Klimaschutz darf uns bekanntlich kein Opfer zu groß sein.

Ich überlasse es dem geneigten Leser als Hausaufgabe, die entsprechenden Zugverbindungen nach 20:00 oder an Sonn- und Feiertagen herauszusuchen, wenn offenbar die Gehsteige hochgeklappt und die Gleise eingerollt werden. Da ist einziges kulturelles Highlight oft das fußläufig erreichbare Bierzelt vom Dorffest.

Wer Spuren von Sarkasmus findet...

Volker

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