Tankgeber

May 17, 2026 Last reply: 4 months ago 371 Replies

Vielleicht wollte er einfach das Smartphone länger nutzen und "Wechselakku" war für ihn ein Synonym zu "ohne immensen technischen Aufwand wechselbarer Akku"?

In meinem Mobiltelefonfossil steckt tatsächlich ein Wechselakku, der hält aber auf GSM-Standby länger fast drei Wochen und selbst bei sporadischer Nutzung immer noch 1-2 Wochen. Wochen. Nicht Tage. Da muss ich also unterwegs keinen plötzlich leeren Akku befürchten oder spontan aufladen, das Feature "Wechselakku" dort also komplett optional.

Allerdings hätte ich deutlich was gegen Geräte, die man nach zwei Jahren wegen irgendwelcher Obsoleszenzen wegwirft - und sei es nur, weil man an das Innenleben zwecks Reparatur nahezu unmöglich rankommt.

Resignation äußert sich bei Menschen höchst unterschiedlich und kann erstaunliche Dynamik entwickeln, wenn sie in Frust oder Aggression umschlägt. Eigentlich möchte man das nicht, wenn man Traditionalisten zum Kauf eines Smartphone mit fest eingebautem Akku, einem BEV oder zur Nutzung der ePA bzw. der eID-Funktionen im ePerso bewegen will.

Mein Sony Ericsson Xperia Active (ST17i) behalte ich nicht wegen des Wechselakkus, sondern weil ich kein Smartphonesklave bin und das Teil mit Telefonie, E-Mail, OSMAnd, Browser, SMS, Kamera, ... alles kann, was ich unterwegs ernsthaft benutzen möchte. Auf die Idee, meine Bankgeschäfte damit zu erledigen, die ePA zu verwalten, mein Auto zu öffnen oder der DB-Schnüffel-App Einblicke in mein Bewegungsprofil zu erlauben, käme ich im Traum nicht.

Ist also kein ideologischer Standpunkt, sondern emotionsloser Pragmatismus. Wäre ein Nachfolger unvermeidbar, ich würde mir möglichst ein möglichst kleines, möglichst preisgünstiges Modell suchen - gerne auch gebraucht, das mit alternativen Betriebssystemen läuft, Apps von F-Droid verträgt und hoffentlich einen langlebigen Akku enthält.

Also vielleicht ein Fairphone 5, ein Google Pixel 5 oder 8a, Moto G54/G84 - Shiftphone 8 dürfte zu teuer sein. Kein Samsung, kein Xiaomi, kein Oppo, Vivo und erst recht kein iPhone.

Diesen Prozess wird unsere verfilzte Nanny-Regierung mit Gießkannensubventionen für Petro-Nostalgiker mglichst lange hinauszuzögern versuchen.

Volker

Nein, er wollte ein Handy mit abnehmbarem Rückdeckel und Wechselakku, den er im Rucksack mittragen kann (oder 2 davon oder was auch immer).

Nur manchmal muß man halt alte Zöpfe abschneiden. Den Zettelkatalog meiner Lieblingsbibliothek gibt es auch nicht mehr. Ich hab neulich aus Nostalgie danach gefragt, er ist irgendwo in einem Magazin und wird immer wenn Zeit dafür ist digitalisiert.

Du hörst dich wie mein Freund an, der hat sein OnePlus auch gleich gerootet und ärgert sich lieber über nicht installierbare Banking-Apps als über Google-Applikationen.

OnePlus hat damals als eines der bestreparierbaren gegolten (ich hab auch in meiner damaligen Firma welche gehabt, Displaytausch um damals 70 Euro mit Porto, das war super).

Moglich. Solche sozialen Prozesse sind schwer einzuschätzen. Ich kann mich noch erinnern wie schnell es bei den Mobiltelefonen gegangen ist. Von "Gerät für Manager, Leute mit viel Geld und Wichtigtuer" über "wenn man viel Ferngespräche hat, dann geht das damit billiger" zu "jeder hat eines" waren es vielleicht 5 Jahre, wenn überhaupt.

/ralph

Aber sicher nicht wegen der Selbstentladung.

Verschleißende Akkus (wenn wir über Traktionsbatterien und nicht irgendwelche Chinakracher in Billigartikeln reden) sind ein weit weniger ernstes Thema wie verschleißende Kraftstoffversorgungen (mit dranhängendem Filter, Kraftstoffpumpe, Druckregler, Injektoren, usw.).

De facto fährt man mit den Batterien in BEV 200.000 Kilometer und mehr, ohne sich irgendwie um deren Pflege Gedanken zu machen. Ist wie das Narrativ, man müsse Eneloops hätscheln. Muss man nicht.

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tl;dnr: Nach anfänglichen Verlusten sind nach 100Mm noch ca. 90% Restkapazität übrig, nach 200-300Mm noch um die 87%. Andere Quellen berichten von Elektroautos, die selbst nach über 200Mm noch mehr als 95 Prozent ihrer ursprünglichen Batteriekapazität aufweisen und seltenen Fällen, wo die Kapazität schon nach 10.000 Kilometern unter 90 Prozent, vereinzelt sogar unter 80 Prozent gefallen sei. Diese drastischen Abweichungen waren Produktionsfehler oder Schäden an der Batterie und durch Garantien abgedeckt.

Der Feind des Elektroautos ist nicht Batterialterung sondern Falschinformation der Petrolheads und - wie bei Verbrennern auch: Witterung, Streusalz, Unfälle und neue, schickere Fahrzeuge auf dem Markt.

Allerdings.

Volker

Guido hat vermutlich noch nie Injektoren an diversen Direkteinspritzer-BMWs von

2000 bis 2020 gewechselt. Ich schon. Zuletzt am N46 (4x) und N52 (6x), Ersterer war ja doch schon 80Mm gelaufen, da können solche Dinger durchaus mal tröpfeln und eine Warnung im MIL auslösen.

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Das E-Teil mit der Nr. 13537589048 würde um die 520€ kosten (das Stück), wenn es denn überhaupt verfügbar wäre. Bisserl Kleinteile wie Entkopplungselemente (4x

12€), Kraftstoffdrucksensor (66€), Zündspule (4x 30€) macht man dann typischerweise nebenbei mit und hofft, dass es Keilrippenriemensatz, Steuerkette(nspanner), VANOS, der elektrische Öldruckregler und Lenkungsservo ("Klebelenkung") noch eine Weile tun.

Für die Schrauberei müsste ich als Leiter einer freien Werkstatt mindestens

400€ Arbeitslohn verlangen. Aber in Phantásien gehen Verbrenner nie kaputt und BEV fackeln ständig grundlos ab.

Volker

Jenun, es ist schon ein kleiner Unterschied, ob Du jemanden vom Umstieg auf eine neue Technologie überzeugen möchtest, während es noch eine Alternative gibt oder ob nur noch eine Option existiert...

Ich bin mir jedenfalls ziemlich sicher, daß es die Wechselwilligkeit nicht fördert, wenn man den Kritikern permanent vorhält, daß ihre Probleme gar nicht wirklich existieren und objektiv vorhandene Nachteile nur eingebildet sind.

Warum sollte ich mich über nicht installierbare Apps ärgern, die ich nicht installieren will? Das wäre doch merkwürdig. Aber vermutlich müssen alle Banking-App-Nutzer so geizig oder inkompetent sein, dass sie soch keinen TAN- Generator leisten wollen und so jung-dynamisch-erfolgreich, dass sie keinen Kilometer unterwegs sein können, ohne über ihre 1.001 Geldanlagen zu verfügen.

Was müsste Deiner Meinung nach denn passieren, dass die Individualmobilität den BEV-Kipppunkt erreicht?

Volker

Dafür haben Elektroautos andere Probleme mit den (zu wenig gebrauchten) Bremsen. Die hab ich schon absichtlich weggelassen, ich muss mir die Argumente nicht an den Haaren herbeizerren, es gibt schon genug andere, die Guido nicht hören mag.

Grßße Marc

Aktuellen Fachdiskussionen zufolge wird der Hammer für GSM bald endgültig fallen.

Grüße Marc

Die Diskussion begann mit "ich hab in meiner Garage aber nur eine Schukosteckdose".

Nicht einfach das Thema wechseln wie es gerade in den Kram passt.

Grüße Marc

davon steht in dem vor Dir zitierten Text nix!

Hallo zusammen,

Am 29.05.26 um 23:31 schrieb Ralph Aich>> Ralph Aich>>> Was hat sich da getan, auÃ?er Marketing?

Ich weiß schon: Kommt mir jetzt nicht mit Fakten, die stören nur :-(

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Nein, ingenieur.de ist jetzt nicht gerade dafür bekannt, rot-grüne Ökoblase zu sein.

Marte

Dafür Kohle und Gas. Die gepriesenen Alternativen reichen bisher nicht einmal für den, seit 2012 deutlich gesunkenen, bestehenden Bedarf und der Ausbau ist langsam gesättigt (Pareto). Wo in relativ kurzer Zeit die Mengen für die Elektrifizierung bisher anders versorgter Bereiche herkommen soll, ist völlig unklar.

Nein. Solange es noch sehr viele Menschen mit Garage oder eigenem Stellplatz und ohne E-Auto gibt ist das kein oder kaum ein Ausbauhindernis. Mit der Zahl der Fahrzeuge kommen dann von allein die Ladeplätze. Man braucht nicht gleich die ganz große Leiter, solange unten nach alles vollhängt.

Und bis es so weit ist kann man die Leute ja erst einmal den vorhandenen Benziner aufbrauchen lassen ohne sie gleich zu beschimpfen ud zu verteufeln. Denen mit totalitäerer Gesinnung fällt solche Toleranz allerding äußerst schwer.

Nein, das Verschleiß- und Kostenargument. Und im Prinzip stimmt es schon. In der Praxis nicht unbedingt. Die Taz (ja selbst die) hatte neulich einen Artikel über Werkstattkosten von E-Autos.

Wenn ich mir angucke, was an optimal gelegenen Hallenflächen in der Logistik hier in HH (z.B. Altenwerder) nicht genutzt ist... schön Fassade in Süd, Ost und West, unverschattet, keine Fenster... da kann man richtig km² machen. Und Stromnetz ist auch da... Umspannwerk ist gleich um die Ecke (110 kV). Und da rede ich nicht von Büroneubauten, wo in die Fasse zwischen den Stockwerken PV rein kann anstatt weißer Putz. Dürfte vom €/m² auch nicht wesentlich unterschiedlich sein.

Da hat das Umdenken noch nicht ansatzweise stattgefunden. Oder es wird durch regulatorische Abschottungsmaßnahmen verhindert.

Olaf

Da stimme ich Dir mal zu. Bei meinem Telephon scheint nach knapp über einem Jahr und 120 Vollzyklen (sagt der interne Speicher) der Akku nachzulassen -- und das trotz Ladens auf nur 90 %. Bekäme man es auf und wären Akkus erhältlich weiter kein Thema. So gefällt mir die Sache gar nicht.

Es gibt dank Kommentarverkettung im Prinzip keinen Grund, überhaupt zu zitieren. Wenn Du im persönlichen Gespräch vor jedem Antwortsatz alles vom Gegenüber gesagte zurückpapageist, wirst Du Dir recht schnelle eine Schelle fangen.

-- /¯\ No | Dipl.-Ing. F. Axel Berger Tel: +49/ 221/ 7771 8067 \ / HTML | Roald-Amundsen-Straße 2a Fax: +49/ 221/ 7771 8069  X in | D-50829 Köln-Ossendorf

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[ ] Du erkennst Sarkasmus.

HTH, Alex.

Also wenn man sich mal so die Luftbilder anschaut, da finden sich jede Menge Dächer, auch der öffentlichen Hand, die man mit Solarpanels belegen könnte - und damit keine Extra-Flächen verbrauchen würde.

Klar, das nächste ist das Stromnetz, aber jahrzehnte verschleppter Investionen werden halt irgendwann doof.

Man liest sich, Alex.

Ich dachte, das Geschrei der diversen Firmen die ihre in der Gegend verteilte Technik (Verkaufsautomaten und weiss der Geier was alles) seit anno dazumal mit GSM anbinden hätte das noch etwas weiter rausgeschoben?

Man liest sich, Alex.

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