Vielleicht wollte er einfach das Smartphone länger nutzen und "Wechselakku" war für ihn ein Synonym zu "ohne immensen technischen Aufwand wechselbarer Akku"?
In meinem Mobiltelefonfossil steckt tatsächlich ein Wechselakku, der hält aber auf GSM-Standby länger fast drei Wochen und selbst bei sporadischer Nutzung immer noch 1-2 Wochen. Wochen. Nicht Tage. Da muss ich also unterwegs keinen plötzlich leeren Akku befürchten oder spontan aufladen, das Feature "Wechselakku" dort also komplett optional.
Allerdings hätte ich deutlich was gegen Geräte, die man nach zwei Jahren wegen irgendwelcher Obsoleszenzen wegwirft - und sei es nur, weil man an das Innenleben zwecks Reparatur nahezu unmöglich rankommt.
Resignation äußert sich bei Menschen höchst unterschiedlich und kann erstaunliche Dynamik entwickeln, wenn sie in Frust oder Aggression umschlägt. Eigentlich möchte man das nicht, wenn man Traditionalisten zum Kauf eines Smartphone mit fest eingebautem Akku, einem BEV oder zur Nutzung der ePA bzw. der eID-Funktionen im ePerso bewegen will.
Mein Sony Ericsson Xperia Active (ST17i) behalte ich nicht wegen des Wechselakkus, sondern weil ich kein Smartphonesklave bin und das Teil mit Telefonie, E-Mail, OSMAnd, Browser, SMS, Kamera, ... alles kann, was ich unterwegs ernsthaft benutzen möchte. Auf die Idee, meine Bankgeschäfte damit zu erledigen, die ePA zu verwalten, mein Auto zu öffnen oder der DB-Schnüffel-App Einblicke in mein Bewegungsprofil zu erlauben, käme ich im Traum nicht.
Ist also kein ideologischer Standpunkt, sondern emotionsloser Pragmatismus. Wäre ein Nachfolger unvermeidbar, ich würde mir möglichst ein möglichst kleines, möglichst preisgünstiges Modell suchen - gerne auch gebraucht, das mit alternativen Betriebssystemen läuft, Apps von F-Droid verträgt und hoffentlich einen langlebigen Akku enthält.
Also vielleicht ein Fairphone 5, ein Google Pixel 5 oder 8a, Moto G54/G84 - Shiftphone 8 dürfte zu teuer sein. Kein Samsung, kein Xiaomi, kein Oppo, Vivo und erst recht kein iPhone.
Diesen Prozess wird unsere verfilzte Nanny-Regierung mit Gießkannensubventionen für Petro-Nostalgiker mglichst lange hinauszuzögern versuchen.
Volker