Reichelts Webauftritt

Dec 03, 2007 484 Replies

Joerg schrieb:

Afaik muss das Betreiben öffentliche Telekommunikationsnetze nur noch den BNetzA gemeldet werden, eine Genehmigung oder Lizenz dazu ist aber nicht mehr nötig.

Zu WLAN z.B. schreibt die BNetzA [1] ausdrücklich: "Mit WLAN Funkverbindungen dürfen verschiedene Grundstücke miteinander verbunden werden. Es ist keine bestimmte Reichweite vorgeschrieben."

CU Christian [1]

Christian Zietz - CHZ-Soft - czietz (at) gmx.net WWW: http://www.chzsoft.com.ar/ PGP/GnuPG-Key-ID: 0x6DA025CA

Ich schrieb:

Ich erspare Dir mal, zu erfahren, dass dies auch aufgrund rvare RH-Irebeqahat derart liberalisiert wurde.

CU Christian

Christian Zietz - CHZ-Soft - czietz (at) gmx.net WWW: http://www.chzsoft.com.ar/ PGP/GnuPG-Key-ID: 0x6DA025CA

Klar.

Die Zeiten ändern sich :-)

Ralph.

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Privatleute, daheim? Als es hier mit adsl los ging, haben die meisten Amis anscheinend noch 56k-Modems genutzt, was diverse Bekannte da drüben auch immer bejammert hatten. Ansonsten gab es halt Internet per BK-Kabel...

Ist es so schwer zu kapieren, daß der Bedarf damals nicht da war? Und ein bewährtes, stabiles System für Festnetz, was ja zuverlässig sein muß, faßt man nicht ohne Not hoch invasisv an, und pfropft Datenanwendungen drauf. Inzwischen tut man es, so nach und nach, aber in den vorhandenen Schaltkasten am Straßenrand rüstet man nun mal nicht einfach mit einer Photodiode, einem Übertrager und einem BFR93 ADSL nach.

Ralph.

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Nein, das kostet Geld, und kann wieder andere Probleme aufwerfen. Ich möchte Deine Medizinfuzzis sehen, wenn Du denen eröffnest, "ach, übrigens, so am Rande, ich habe in das EKG gleich einen Defi 'reinkonstruiert, kann einfach per software freigeschaltet werden".

Ralph.

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Freilich, alles kein Thema. Sowas ist hier durchaus inzwischen gängig, ein Bekannter versorgt seinen Opa per WLAN quer übers halbe Dorf hinweg mit Internet, vollkommen legal.

Ralph.

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War damals teuer, aber es hatten auch betuchte Privatleute. Damals hatten wir in Germany mit 14k oder wenn's hoch kam 33k Modems gewerkelt.

Der Bedarf war schon da, jedenfalls fuer Firmen und Freiberufler. Ich kann mich noch schmerzhaft an einen Datentransfer Anfang der 90er nach Saskatchewan erinnern, wo es langsam auf wenige kb/sec runterging und der Tarifzaehler munter klickerte. Riss dauernd ab. In der Verzweiflung haben wir den File zerteilt, mit Anweisung zum Zusammenfriemeln.

Kein Scherz, da mein BFR93 Vorrat alle ist, werden gleich neue bestellt. Digikey soll auch am 24. Bestellungen entgegennehmen. Das Dingen ist eine echte Leistung der Altmeister bei Valvo oder Siemens. So wie der Land Rover bei Autos.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

Genau das wurde gemacht! Man darf eben keine Boutique-Teile nehmen. Ich habe mein Lebtag keine hochintegrierten Isolations Chips verwendet und denke auch nicht, das bis zum Ruhestand zu tun. Es sei denn, die kosten unter 50c und es gaebe die gleichen von 3-4 Herstellern.

Wenn Du den Marketingleuten sagst "Muessen wir nur mitbestuecken und freischalten", fallen sie Dir um den Hals. Und der Bonus am Jahresende faellt etwas fetter aus.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

Schoen! Das freut mich zu lesen.

Haben die Jungs in Bruessel anstatt RoHS tatsaechlich mal was positives verzapft?

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

Das tun die öfter als man denkt. _Das_ steht nur selten in der Zeitung.

Falk P.S.: Ich finde RoHS nicht schlecht. Weniger Gift um mich herum.

Moin.

Joerg schrieb:

Du denkst in die falsche Richtung. Der Arbeitsauftrag war sinngemäß ein neues, leistungsfähiges *optisches* Verteilernetz zu entwickeln und zu bauen. Das war zu Zeiten des "Glasfaser-Hypes". Fast jeder ging davon aus, das alle neuen, richtig schnellen Anschlüsse auf Glasfaser basieren. "Fibre to the desk" war auch so eine Modeerscheinung. "Kupfer? Braucht man nicht mehr! Nehmt überall Glasfaser - schnell und frei von Potentialproblemen!" Wer diesen Hype mitgemacht hat, musste dafür später u.U. richtig viel Geld investieren, um wieder zurück zu rudern, weil es sich am Markt nicht durchgesetzt hat. So ähnlich wird wohl auch der Auftrag an die HYTAS-Planer gelautet haben.

Was willst du denen vorwerfen? Das sie nicht doch aus Nostalgie die last mile aus Kupfer gebaut haben?

Gruß Bernd

Ich habe 1997 ein 33k6-Modem gekauft, weil es halt billiger war, und als 1999 adsl so langsam losging, war 56k absoluter Standard. 14k4 oder 33k6 war bissl früher :)

Nein, ich meine von Ende 80er / Anfang 90er. Damals wurde das Glasfaserzeugs entwickelt, und da war das alles eben nicht abzusehen.

Das kenne ich auch noch...in den 80ern, als wir noch DFÜ per Funk gemacht hatten.

Freilich, nix gegen den BFR93; ich habe damals den (wenn ich mich recht erinnere) BFW92 oft hergenommen für meine Basteleien - der war billig und vor Ort zu bekommen. Später, in SMD, war dann lange Zeit der (wenn ich mich recht erinnere) 2SC3356 mein Standard-Transistor. Den konnte man massig in alten Schnurlostelephonen etc. ausschlachten, müßte SMD-Code R24 sein.

Ralph.

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Im Medizinbereich?! Das halte ich für recht, äähm, gewagt.

Oder sie sagen, "bist Du verrückt, die Risiken, das Sicherheitsloch, und überhaupt...".

Ralph.

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Leistungsfaehig? ROFL!

Was ich bemaengle:

a. Leistungsfaehig heisst etwas anderes als Ersatz von POTS. Da muss in Zehnerpotenzen gedacht werden, nicht in marginalen Verbesserungen wie bei ISDN.

b. Wenn ein Ingenieur erkennt, dass eine neue Technologie nicht der Hit ist, muss er das in aller Form, aber knallhart sagen. Auch wenn es den eigenen Job kosten koennte.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

Das mit der T1 Line war Anfang 90er. In Kalifornien Stand der Technik. Auch die Leute von der Poscht muessen mal ueber den Tellerrand rausgucken.

BFS17 ist vermutlich der gleiche Die wie BFW92. Jedenfalls sind dessen Parameter in den ueblichen Spice Models. Allerdings kommt der "nur" wenig ueber 1GHz ft. Fuer richtig schnelle Glasfasergeschichten langt das nicht ganz.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

Noe, mache ich seit gut 20 Jahren so. Nie was passiert und alles immer problemlos durch UL, TUEV, CSA und andere abgesegnet worden.

Im Gegenteil. Man weiss dann genau, wo die Barrieren sitzen und worauf es ankommt. Zum Beispiel kann man ganz kritische Isolations-Uebertrager mit wasserdichten Instruktionen in wesentlich besserer Qualitaet fertigen als man sie kaufen kann. Wichtig ist, die Materialien komplett zertifiziert sind. Da wende ich mich meist an Zulieferer fuer den Flugzeugbau. Zertifizierte Kabel kostet uns z.B. nicht viel, weil sie kilometerweise in Boeing Flugzeuge kommt und dafuer eh zertifiziert wird. Also sind wir sozusagen Trittbrettfahrer.

Ein Ergebnis war, dass einer meiner Kunden der erste und einzige mit defi-sicherem Interface war, und vielleicht immer noch ist. Manchmal muss man ueber die Standards raus und auch mal annehmen, dass Aerzte Fehler machen, wenn sie zu vielen Ueberstunden gedrueckt werden.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

Joerg schrieb:

Wir reden immer noch von OPAL, oder? OPAL4 konnte IIRC 35 MBit. Mittels B-ISDN könnte man 155 MBit und mehr legen. Das würde ich auch nach heutigen Maßstab nicht als langsam bezeichnen. Günstig ist es aber immer noch nicht. ;-)

Der einzige Fehler den ich sehe: Man hat eine Technik verbaut, die dann doch nicht günstiger wurde. Daher wollte sie plötzlich keiner mehr. An Entscheidungen dieser Größenordnung - siehe unten - sind aber längst nicht nur Ingenieure beteiligt. Da hat selbst die Regierung noch ein gewaltiges Stück mitgeredet. Technisch wäre FTTH - komplett durchgezogen - auch heute noch eine technisch saubere Lösung. Inzwischen macht man ja auch den nächsten Anlauf und rudert wieder in die Gegenrichtung: In Köln, Hamburg und München wird zur Zeit AFAIK wieder massiv Glasfaser verbuddelt. Das lohnt sich aber nicht in der Fläche.

Realisiert wurden IIRC zunächst zwei Millionen Anschlüsse nach dieser Technik, geplant waren vermutlich mehr. Da geht es dann doch um ein bischen mehr als die Meinung einzelner Ingenieure - ob die diese tatsächlich verkündet haben, oder nicht.

Mein Fazit: Der Markt wurde völlig falsch eingeschätzt. Das kann man IMHO nur zu einem sehr kleinen Teil den Technikern anlasten, die in dieser Größenordnung ohnehin höchstens beratende Funktion haben.

Gruß Bernd

Joerg schrieb:

Wir reden immer noch von OPAL, oder? OPAL4 konnte IIRC 35 MBit. Mittels B-ISDN kann man 155 MBit und mehr legen. Das würde ich auch nach heutigen Maßstab nicht als langsam bezeichnen. Günstig ist das aber immer noch nicht. ;-) Übrigens für Privatkunden AFAIK auch nicht (mehr) erhältlich, was wohl eher geschäftliche als technische Gründe haben dürfte.

Der einzige Fehler den ich sehe: Man hat eine Technik verbaut, die dann doch nicht günstiger wurde. Daher wollte sie plötzlich keiner mehr. An Entscheidungen dieser Größenordnung - siehe unten - sind aber längst nicht nur Ingenieure beteiligt. Da hat selbst die Regierung noch ein gewaltiges Stück mitgeredet. Technisch wäre FTTH - komplett durchgezogen - auch heute noch eine technisch saubere Lösung. Inzwischen macht man ja auch den nächsten Anlauf und rudert wieder in die Gegenrichtung: In Köln, Hamburg und München wird zur Zeit AFAIK wieder massiv Glasfaser verbuddelt. Das lohnt sich aber nicht in der Fläche.

Realisiert wurden IIRC zunächst zwei Millionen Anschlüsse nach dieser Technik, geplant waren vermutlich mehr. Da geht es dann doch um ein bischen mehr als die Meinung einzelner Ingenieure - ob die diese tatsächlich verkündet haben, oder nicht.

Mein Fazit: Der Markt wurde völlig falsch eingeschätzt. Das kann man IMHO nur zu einem sehr kleinen Teil den Technikern anlasten, die in dieser Größenordnung ohnehin höchstens beratende Funktion haben.

Gruß Bernd

Und warum schrieben dann hier alle, dass ueber OPAL kein Breitband-Internet moeglich ist? Es muss wohl irgendwas technisches schiefgelaufen sein.

Den Schuh muessen sich schon Ingenieure anziehen. Ein einziger Besuch in Kalifornien zum Ausprobieren eines Breitband-Anschlusses haette fuer die Entscheidungstraeger unter ihnen genuegen sollen.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

Joerg schrieb:

Das machen nicht alle, sondern diejenigen, die Breitband-Internet mit DSL gleichsetzen. Technisch stimmt es einfach nicht. Es kann aber durchaus vorkommen, das du in einem solchen "OPAL-Gebiet" nur max. 2 MBit zu hohen Preisen bekommst, weil es den Carriern schlicht nicht rentabel erscheint, passende Technik anzuklemmen. Und damit meine ich *nicht* um das OPAL drum herum zu bauen. Aber wie auch schon von Ralph oder meinem Namensvetter erwähnt ist die entsprechende Technik sauteuer, weil sie sich am Markt nicht durchgesetzt hat.

Dann nenn' mir bitte mal die Technik, die sie da gesehen hätten. Ich bin ernsthaft gespannt, was jetzt kommt, auch wenn ich es mir denken kann... :-)

Gruß Bernd

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